Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
- TuB
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Zum unterbrechen hatte ich irgendwo mal gelesen, dass eine Mutter ihr Kind bittet ihre Hand zu drücken, wenn sie etwas sagen möchte, aber ihre Mutter gerade mit jemand anderem spricht. Die Mutter drückt dann zurück, sodass das Kind weiß, dass es wahrgenommen wurde, und die beiden halten sich so lange die Hände, bis sich im Gespräch der Erwachsenen eine Pause ergibt, in der die Mutter sich dann dem Kind zuwendet.
Diese Lösung fand ich zumindest in der Theorie toll. Mal sehen, ob wir das auch so oder so ähnlich umsetzen können.
Das Instrumentalisieren geht auch gar nicht. Schlimmer finde ich noch, wenn Maus instrumentalisiert wird. Beim Kinderarzt sagte eine Frau zu ihrem kranken Kind "guck mal, das Baby da ist auch krank und braucht keinen Schnuller, dabei ist es viel kleiner als du. Gib mir deinen Schnuller." Wie ich darauf reagieren sollte, wusste ich auch nicht. Maus kennt Schnuller halt nicht und war im Tuch an mich gekuschelt, sodass er so Trost bekommen hat.
Diese Lösung fand ich zumindest in der Theorie toll. Mal sehen, ob wir das auch so oder so ähnlich umsetzen können.
Das Instrumentalisieren geht auch gar nicht. Schlimmer finde ich noch, wenn Maus instrumentalisiert wird. Beim Kinderarzt sagte eine Frau zu ihrem kranken Kind "guck mal, das Baby da ist auch krank und braucht keinen Schnuller, dabei ist es viel kleiner als du. Gib mir deinen Schnuller." Wie ich darauf reagieren sollte, wusste ich auch nicht. Maus kennt Schnuller halt nicht und war im Tuch an mich gekuschelt, sodass er so Trost bekommen hat.
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Elena
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Oh je...sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 12:04Oh, ich hab die Situation wohl nicht klar genug geschildert. So wie du hätte ich wohl beim Im-Weg-sein des anderen Kindes auch reagiert.Elena hat geschrieben: 03.07.2018, 10:06Oder du sagst freundlich "Nein, ich lache dich natürlich nicht aus, aber ich kann dann so schwer zur Tür reinkommen und stolpere vielleicht über dich"? Und wenn das Kind sich dann nicht bewegt und noch klein ist, nimmst du es kurz hoch und setzt es 50 cm weiter zur Seite? Ich finde, das entschärft die Situation und nimmt der Mutter das Gefühl, strafend reagieren zu müssen.sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 08:56Ich hab auch mal eine Situation, bei der ich eher hilflos war: größeres Kind einer mir unbekannten Mutter sitzt am Boden, mag nicht gehen (Gebäude des Familiencafes ist). Wir kommen zur Tür rein, die Mutter sagt "Wenn du da so sitzen bleibst, lacht die Frau dich aus". Es war ein kurzer Moment, ich war ja gleich vorbei, aber meine Reaktion war ein eher spontanes "Nein". Einerseits mag ich mich ja nicht einmischen, andererseits aber irgendwie auch nicht so instrumentalisiert werden. Sehe ich das zu hart und sollte einfach versuchen, nichts dazu zu sagen?
Es saß allerdings an der Wand, weit weg von den beiden Türen, war null im Weg und wollte augenscheinlich lediglich nicht gehen, wozu die Mutter es aber aufforderte. Wir sind quasi nur vorbei gegangen und dann kam der Spruch.
Mir ist schon mal ähnliches passiert und ich lasse mich da auch nicht gerne instrumentalisieren. Das sind dann nämlich meist Eltern, die eine offene Konfrontation mit ihrem Kind scheuen und versuchen, indirekt Druck auszuüben. Das finde ich unehrlich, feige und auf lange Sicht absolut kontraproduktiv - und mir gegenüber auch tatsächlich unverschämt.
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Nusserl
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Funktioniert auch in der Praxis gut. Zumindest bei älteren Kindern. Meine Grosse macht das total oft, die Mittlere wenn sie dran denkt. Die Vierjährige ist noch zu impulsiv dafür.TuB hat geschrieben: 03.07.2018, 12:36 Zum unterbrechen hatte ich irgendwo mal gelesen, dass eine Mutter ihr Kind bittet ihre Hand zu drücken, wenn sie etwas sagen möchte, aber ihre Mutter gerade mit jemand anderem spricht. Die Mutter drückt dann zurück, sodass das Kind weiß, dass es wahrgenommen wurde, und die beiden halten sich so lange die Hände, bis sich im Gespräch der Erwachsenen eine Pause ergibt, in der die Mutter sich dann dem Kind zuwendet.
Diese Lösung fand ich zumindest in der Theorie toll. Mal sehen, ob wir das auch so oder so ähnlich umsetzen können.
Im Auto machen wir das so, dass ich dann den Namen des Kindes aufrufe. Denn da "müssen" sie immer unbedingt alle 3 gleichzeitig etwas erzählen. Das ist aber auch für alle 3 verständlich, dass ich nur einem Kind nach dem anderen wirklich zuhören kann.
Was sie auch schon gemacht habe, war aufzeige/strecken. Also die Hand hoch halten, wie in der Schule. bei uns ist ja ab 4 Jahren der verpflichtende Kindergarten, der wie Vorschule abläuft. Und da sie das Konzept dort schlüssig finden/ fanden, haben sie das auch zuhause ausprobiert.
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
das mit dem Hand drücken finde ich toll, werd ich mir merken.
ansonsten fahre ich hier auch am Besten mit "andere Familie, andere Regeln".
Das krasseste Beispiel ist hier eigentlich immer, bei jedem (!) Besucherkind:
auf UNSEREM Sofa wird nicht rumgehüpft und getobt. Es ist zum Sitzen/Liegen da.
Das brauchte bei einigen Kindern diverse Erinnerungen, weil es anscheinend in allen anderen Familien normal ist, das Sofa als Trampolin zu nutzen, aber inzwischen klappt es gut.
ansonsten fahre ich hier auch am Besten mit "andere Familie, andere Regeln".
Das krasseste Beispiel ist hier eigentlich immer, bei jedem (!) Besucherkind:
auf UNSEREM Sofa wird nicht rumgehüpft und getobt. Es ist zum Sitzen/Liegen da.
Das brauchte bei einigen Kindern diverse Erinnerungen, weil es anscheinend in allen anderen Familien normal ist, das Sofa als Trampolin zu nutzen, aber inzwischen klappt es gut.
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Es gibt Kinder mit eingebautem HüpfmodusanirahtaK hat geschrieben: 03.07.2018, 20:54
Das krasseste Beispiel ist hier eigentlich immer, bei jedem (!) Besucherkind:
auf UNSEREM Sofa wird nicht rumgehüpft und getobt. Es ist zum Sitzen/Liegen da.
Das brauchte bei einigen Kindern diverse Erinnerungen, weil es anscheinend in allen anderen Familien normal ist, das Sofa als Trampolin zu nutzen, aber inzwischen klappt es gut.
Ich erinnere den Großen seit 10, den Mittleren seit 7 und den Kleinen seit 3 Jahren fast täglich daran, dass das Sofa nicht zum hüpfen da ist.
Muss also nicht daran liegen, dass das Sofa woanders als Trampolin gilt
Der Große hüpft nur noch selten, der wird wohl zu alt...
Liebe Grüße von Meike mit drei Dickköpfen ( * 2007),( * 2010) und (*2013)
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Dann hab ich wohl auch so eins.Dickkopf-Mama hat geschrieben: 04.07.2018, 08:27Es gibt Kinder mit eingebautem HüpfmodusanirahtaK hat geschrieben: 03.07.2018, 20:54
Das krasseste Beispiel ist hier eigentlich immer, bei jedem (!) Besucherkind:
auf UNSEREM Sofa wird nicht rumgehüpft und getobt. Es ist zum Sitzen/Liegen da.
Das brauchte bei einigen Kindern diverse Erinnerungen, weil es anscheinend in allen anderen Familien normal ist, das Sofa als Trampolin zu nutzen, aber inzwischen klappt es gut..
Ich hindere ihn natürlich trotzdem daran, das bei anderen zu tun.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Wenn ich dabei bin tu ich das auch, bin ich halt nicht immer...
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Das hatte ich auch schon. Da wurde sogar nicht ich sondern mein Kind instrumentalisiert: "Wenn du mit dem Nucki rumläufst, dann lacht Käferchen dich ja aus!" Da sag ich dann aber direkt was. In diesem Fall: "Nein, keine Sorge, sowas macht K nicht."sanilii hat geschrieben: 03.07.2018, 08:56 Ich hab auch mal eine Situation, bei der ich eher hilflos war: größeres Kind einer mir unbekannten Mutter sitzt am Boden, mag nicht gehen (Gebäude des Familiencafes ist). Wir kommen zur Tür rein, die Mutter sagt "Wenn du da so sitzen bleibst, lacht die Frau dich aus". Es war ein kurzer Moment, ich war ja gleich vorbei, aber meine Reaktion war ein eher spontanes "Nein". Einerseits mag ich mich ja nicht einmischen, andererseits aber irgendwie auch nicht so instrumentalisiert werden. Sehe ich das zu hart und sollte einfach versuchen, nichts dazu zu sagen?
Jeder darf erziehen wie er lustig ist, aber wer uns mit reinzieht, der wird auch erleben wie wir uns einmischen.
Ich hatte das auch schon, dass ich Käferchen im Supermarkt gesagt habe, dass sich andere Kunden vermutlich von Ks Lautstärke gestört fühlen. Da hat auch schonmal eine Frau reagiert und dies verneint. Fand ich ok. Wer aber keine Einmischung will, soll einfach andere Leute raushalten.
mit Käferchen (Sommer 2015) und Superbonbon (Herbst 2017)
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Kinder mit Hüpfmodus sind doch ok, tut meine auch gerne.
Bisher hat es noch jeder Gast hier verstanden, dass wir das nicht möchten
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Re: Wie reagieren auf andere Eltern, andere Erziehungsansichten?
Kannst das meinen Kindern mal für zuhause erklären 
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