erstmal vielen lieben Dank für die ausführlichen Infos in eurem Beitrag viewtopic.php?f=176&t=208349&p=5037309& ... o#p5037309
zur Beikost. Mir sind schon einige Fragen beantwortet
Trotzdem habe ich noch Nachfragen zum Thema Allergien. Ich selbst habe einige Allergien (Pollen, Tierhaare. etc.) und auch Unverträglichkeiten (Gluten, Milch- und Ei-Eiweiß) und möchte für meinen Kleinen das Allergierisiko natürlich minimieren. Er ist jetzt 22 Wochen alt und nach meiner Beobachtung absolut beikostreif. Ich hab mich eigentlich gegen den Gedanken gewehrt, wollte lieber noch vollstillen ("mein Baby braucht doch nichts anderes") aber ich möchte ihm nichts verwehren, wenn er schon soweit ist. Also möchte ich es einfach ausprobieren, ihm etwas anbieten und schauen, ob er schon will oder noch nicht.
Im obigen Thread wird ja kurz auf das Thema Allergien eingegangen und gesagt, dass man auch die Dinge, auf die die Eltern reagieren, mit anbieten darf/soll. Ist das auch nach Empfehlung der WHO? Gibt es da Studien dazu? Wenn man recherchiert, sind die Infos recht gegensätzlich. Zwei, drei Artikel im Internet bestätigen, dass die Meinung, man solle Allergene vorerst meiden, revidiert sei und der frühzeitige Kontakt eher wie eine "Impfung" (Immunisierung) funktioniert. Im Buch "Babyjahre" von Remo H. Largo steht aber z.B. geschrieben "In Familien, in denen Allergien wie Hautekzeme, Asthma und Heuschnupfen vorkommen, ann einer frühzeitigen Allergisierung vorgebeugt werden, wenn die folgenden Nahrungsmittel im 1. Lebensjahr vermieden werden: Weizen, Soja, Eier, Fisch, Schokolade, Kakao, Nüsse und Südfrüchte." Ich hatte auch noch gehört, Babies und Kleinkinder sollten nach Möglichkeit keine bzw. kaum Erdnüsse oder Erdnuss-haltige Lebensmittel zu sich nehmen. Ich merke, ich bin sehr verunsichert.
Was ich schon gemerkt habe: Lebensmittel, auf die ich mit starken Blähungen und Verdauungsproblemen reagiere, rufen beim Kleinen auch Bauchweh oder vermehrtes Wieder-Ausspucken/Hochkommen der Milch hervor. Also da scheint er ja ähnlich zu reagieren wie ich, obwohl es ja keine direkte Aufnahme ist, sondern indirekt über die Muttermilch. Rein logisch hätte ich also gesagt, wenn er diese Lebensmittel direkt bekommt, müsste es ähnlich sein... auf der anderen Seite glaube ich auch an den Satz "Kinder viel im Dreck gespielt haben (= mit ganz vielen Dingen schon in Kontakt gekommen sind), sind die robustesten". Das würde ja bedeuten, das Risiko wird minimiert durch Kontakt zu Möglichst vielen verschiedenen Lebensmitteln.
Soweit ich weiß, reduziert das Stillen mit Muttermilch das Risiko, Allergien zu entwickeln schonmal deutlich. Ich habe auch gehört, es sei deshalb bei Kontakt mit Allergenen besonders wichtig, dass parallel dazu noch weiter gestillt wird (immer soweit möglich natürlich). Aber die Frage ist, ob das nun ausreicht - grade bei einer Mama, die halt selbst auf so einiges reagiert... Leider hatte ich auch Phasen, wo ich schon nahezu "paranoid" wurde, was Essen betrifft, weil gar nicht klar war, was meine andauernden Beschwerden auslöste. Zum Glück kann ich seit einiger Zeit wieder ein wenig gelassener damit umgehen, da meine Beschwerden sich verbessert haben. Denn ich möchte dem Kleinen unbedingt auch einen entspannten Umgang mit Essen vermitteln. Da ich einige Lebensmittel aber – unabhängig von meiner eigenen Unverträglichkeit – für sowieso nicht besonders gesund bzw. eigentlich nicht für den Menschen gemacht halte (Gluten z.B., gibt ja auch aktuelle Lektüre dazu oder Kuhmilch, ich glaube die ist eigentlich halt nur für Kuh-Babies gedacht!) würde mir das aber trotzdem schwerfallen bzw. möchte ich sie ihm auch nicht unbedingt in großer Menge oder regelmäßig geben.
Dickes Thema jedenfalls für mich, merke ich auch beim Schreiben… ich weiß nicht ganz, wie ich nun ran gehen will. Grundsätzlich finde ich halt auch schwierig, welchen Infos man da vertrauen kann. Wo kommen sie her – wer hat da ne Studie zu gemacht? Woher kommt es, dass da so viele teils gegenteilige Aussagen existieren? In vielen Fällen kann man ja „learning by doing“ oder nach dem Motto „einfach ausprobieren“ gehen. Aber in dem Fall finde ich das schwierig.
Wie sind eure Erfahrungen? Was meint ihr dazu bzw. wie geht ihr damit um?
Grüßle
die Lena