mama2008 hat geschrieben: 06.03.2018, 22:33
Hier gibt es ein Angebot am Tisch aus dem ausgewählt werden kann, wir berücksichtigen beim kochen/Tisch decken dass für jeden etwas dabei ist.
Extra Zubereitung machen wir nicht.
So machen wir das auch. Es gibt eigentlich immer mehrere Komponenten, bei Suppe dürfen sie natürlich aussortieren wenn sie was nicht mögen.
Wenn wir Alternativen erlauben würden, gäbe es hier jeden Tag Joghurt.
Mein Bruder war essenstechnisch sehr extrem, er hat nur eine sehr geringe Auswahl gegessen und sich anderen Sachen strikt verweigert.
Als meine Oma mal aufgrund eines Notfalls für eine Woche für unsere Eltern einspringen musste, hat sie darauf bestanden "gegessen wird was auf den Tisch kommt" in diesem Fall waren es Nudeln mit Tomatensauce. Mein Bruder mochte keine Tomatens und hat lieber 2,5 Tage NICHTS gegessen.
Ich habe dann als große Schwester mich über unsere Oma hinweg gesetzt und ihm was anderes gegeben.
Ich mache mir heute noch einen Vorwurf so lange gewartet zu haben.
Extra essen kochen würde ich auch nicht. Wir haben immer eine Auswahl an Sachen, die mein Sohn isst, da und davon kommt was auf den Tisch. Das sind auch nicht täglich die gleichen Sachen, aber wir Erwachsenen essen was anderes.
Hier muss auch niemand etwas essen, dass er nicht mag. Manchmal versuche ich meine Kinder zum probieren zu überreden. Ein interessantes Erlebnis vor einiger Zeit:
Ich: "probier mal xy (irgendein Gemüse), das schmeckt echt lecker."
Mein Sohn: "Fleisch schmeckt auch sehr lecker". Er weiß genau, dass ich kein Fleisch mag und seitdem nerve ich ihn auch weniger damit, dass er Gemüse probieren soll. Ich war als Kind auch sehr wählerisch.
Das stimmt schon, hier muss auch niemand essen, was er nicht mag. Nicht mal probieren müssen die Kinder!
Aber ich möchte es halt auch nicht zu einem so riesigen Thema machen, also dem ganzen nicht-mögen einen so großen Platz bei den Mahlzeiten geben.
Ich glaube, in meiner Schwiegerfamilie geht es gar nicht so sehr um das tatsächliche Essen, sondern um die Extraportion Zuneigung und Aufmerksamkeit. Die würde ich dann lieber auf andere Weise und nachhaltiger verteilen.
Also einfach nicht mehr daraus zu machen, als es ist.
Bei uns gibts entweder was auf dem Tisch ist oder Käsebrot, ggf. auch Obst. Gern auch einzelne Teile davon. Wenn Kind das nicht mag isst es eben nix. Bisher ist sie nicht verhungert...
Stolze Mama von Drachenmädchen (7/15) und Babyfuchs (7/17)
Wir probieren eig zu kochen, was wir mögen, auch wenn es die Kinder nicht mögen. Zum einen ändern Sie oft ihre Geschmäcker, zum anderen kommt es aber auch mal vor, dass sie eh kein Hunger haben, da ärger ich mich dann, wenn wir extra was anderes gemacht haben. Sie bekommen aber wenn sie wollen immer einfache alternative. Das können auch mal zum Frühstück kalte Nudeln vom Vortag sein. Ich wünsche mir, dass sie probieren, müssen sie aber nicht, tun es tatsächlich aber meist. Wir beziehen Sie aber auch immer wieder mit ein und fragen die große, was sie sich wünscht. Bzw mach ich das häufig mittags (mein mann kocht abends meist ),weil ich weiß sie sagen eh Nudeln und Tomatensoße und das schnell geht.
Ich geb der großen sogar in den kiga extra mehr brot mit, wenn sie dort isst, damit sie was hat, falls es mal nicht schmeckt.
Eine bekannte lässt ihr Kind, wenn ihm an dem tag das essen nicht schmeckt , nich dort, das wöllte ich für unsere zb nciht
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019
Eines meiner Kinder ist sehr mäkelig, ihn ekelt es regelrecht wenn er etwas nicht mag und er würde Sachen die er nicht mag nie und nimmer essen, egal mit welchen Konsequenzen und egal wie hungrig er ist. Dabei ist es auch egal wo er sich befindet. Und im Gegensatz zu meinen anderen Kindern fischt er sich auch nicht vom Teller was er mag und lässt das andere liegen sondern isst allgemein nichts was mit nicht gemochten Essen in Berührung gekommen ist. Ich sehe zu, dass ich eine Kohlenhydratbeilage anbiete, auch zusätzlich wenn wir etwas anderes essen. Das ist nicht großartig aufwendig und alle sind zufrieden. Aber ansonsten würden alle Suppen, Eintöpfe, Pfannengerichte etc. rausfallen und ich dürfte nur noch Komponentenessen kochen. Damit wäre ich dann auf Dauer nicht glücklich.
Ich habe ihn irgendwann - nachdem er sein akzeptiertes Essen immer weiter eingeschränkt hat und in der Gewichtskurve runter gerutscht ist - etwas verzweifelt genötigt etwas zu probieren von dem ich dachte das müsse er doch mögen. Danach stand er würgend über dem Mülleimer und hat es wieder ausgespuckt. Tat mir echt leid und würde ich nie wieder tun.
Meiner ist ja echt noch ganz klein aber ich hab trotzdem ne Meinung :
Ich möchte rund ums Essen so wenig Stress und Druck wie möglich. Würde immer den Weg wählen, der für alle Beteiligten am entspanntesten ist und kein Drama verursacht.
Die Meinung finde ich super!
Aber es ist manchmal nicht so einfach herauszufinden, was das ist: was am wenigsten Stress verursacht.
Mal mag extra Nudeln kochen am wenigsten Stress verursachen, aber längerfristig, wenn es dann zu einer Erwartungshaltung führt, auch wieder nicht...
By the way muß man auch nicht für alle Zeit an ein und demselben Konzept festhalten. Das hab ich schon soooo oft durchexerziert. (Nachts Essen geben weil Kind Hunger hat --> Das wird man doch niiie mehr looooos! Ähm. Doch. Natürlich. / YouTube schauen damit das Kind Zähne putzen läßt --> das musst du dann bald iiiiimmer so machen!!!! Ähm. Nein ich muß gar nix. Usw usw)
Wir haben hier phasenweise immer am Vortag von beliebten Sachen übrig gelassen, damit das Kind notfalls darauf ausweichen konnte, wenn das neu gekochte ihr nicht geschmeckt hat.
Am dann nächsten Tag kann man dann ja wieder 'kindersicher' kochen.
Klar erlaube ich Alternativen. Aber nur dann, wenn sie zur Menügestaltung nichts beitragen konnte. Falls sie sich Spaghetti mit Tomatensauce gewünscht hat, dann guten Appetit. Dann schmier ichauch nicht plötzlich Brote.
Wenn sie nämlich plötzlich nicht das will, was eindeutig abgesprochen war, dann ist das definitiv bloß Rumgenörgel oder Ausdruck von was ganz anderem.