Das mache ich auch so, wobei sie erst mit 5 angefangen hat, in der anderen Sprache zu sprechen, wenn sie (inzwischen ist sie 9) Sachen immer wieder falsch sagt, dann erkläre ich ihr das auch, wie es richtig ist,RedsMama hat geschrieben: 27.02.2018, 09:23Der Weltenbummler ist jünger, aber was ich mache, ist nicht zu korrigieren (es sei denn, es bietet sich deutlich an, aber das passiert nicht so häufig) sondern die korrekte Formulierung zeitnah wiederzugeben, ohne Extrabetonung oder Druck. Beispiel: Weltenbummler: "Das grande!" Ich: "Oh, danke dir! Du meinst dieser Dino ist sehr gross? Das stimmt!" Das gleiche mache ich weiter bei falschem Satzbau, gemischte Sprachen und alle andere "Fehler". Bis jetzt sind wir gut damit gefahren.Blumee hat geschrieben: 27.02.2018, 08:40 Wie handhabt ihr das eigentlich, wenn eure Kinder Fehler machen? Spatz ist jetzt fast dreieinhalb, seit dem Kindergartenstart im September hat die Sprachentwicklung beeindruckend zugenommen. Am Anfang hat er seine drei Sprachen kunterbunt gemischt, wir haben ihm da auch nix reingeredet sondern einfach jeder in "seiner" Sprache reagiert (wir handhaben ein recht flexibles OPOL). Jetzt merken wir, dass er anfängt, zu "sortieren". Ich spüre mehr und mehr die Neigung, ihn da auch zu korrigieren (bin halt Lehrerin). Typisch ist ja zB, dass Kinder grammatikalische Regeln einer Sprache in die andere übertragen. Weiß nur nicht ob das ein bisschen früh ist oder eventuell kontraproduktiv? Die "richtige" Grammatik bekommt er ja im Prinzip aus den Gesprächen mit uns raus...
Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich wiederhole nicht nochmal richtig. Habe an der Uni gelernt dass das wohl kaum bis gar nicht registriert wird und die Kinder nicht auf die Form sondern nur auf den Inhalt achten (das war eine Vorlesung zu second language acquisition...), dazu gibt es sogar Studien
Meistens lasse ich einfach stehen was sie sagt, und hin und wieder üben wir etwas, da lasse ich sie mir dann genau nachsprechen.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Mmmm... Wortschatzmässig bringt es bis jetzt bei uns auf jedenfall etwas, und satzaufbaumässig auch. Wie genau würde diese second language definiert? Das interessiert mich sehr. Zweite Sprache als Umgebungssprache, oder zweite Sprache nicht ab Geburt gelernt, oder andere Variante? Der Weltenbummler hat überwiegend in seinem ersten Jahr PT gehört, denn ich habe mich überwiegend um ihn gekümmert, obwohl DE Umgebungssprache ist. Häufig denke ich sogar, dass im Grunde genommen PT seine erste Sprache ist - seine erste Wörter waren auf PT und er spricht immer noch ungefähr 50/50, obwohl Deutsch Papa- und Umgebungssprache ist. Das wird sich ändern, das weiss ich auchVronilein hat geschrieben: 27.02.2018, 10:40 Ich wiederhole nicht nochmal richtig. Habe an der Uni gelernt dass das wohl kaum bis gar nicht registriert wird und die Kinder nicht auf die Form sondern nur auf den Inhalt achten (das war eine Vorlesung zu second language acquisition...), dazu gibt es sogar Studien![]()
Meistens lasse ich einfach stehen was sie sagt, und hin und wieder üben wir etwas, da lasse ich sie mir dann genau nachsprechen.
Hast du vielleicht Links zu diesen Studien?
Liebe Grüße
R.
I knew exactly how to raise my kid when I became pregnant. Then he was born...
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Jeder wird perfekt und vollständig geboren. Unsere Job als Eltern ist nicht unsere Kinder zu erziehen, sondern sie davor zu schützen, gebrochen zu werden.
R., K., der großartige Weltenbummler 10/15 und die Strahlende Königin 06/18.
RL calls, wenig hier. Bitte PN oder zitieren wenn es dringend ist!
R.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich glaube ich hab die Sachen beim ausmisten weggeschmissen
hab aber vielleicht noch ein Buch dazu rumstehen. Ist schon zwei Jahre her...
Für den Wortschatz könnte das denke ich schon was bringen, es ging bei diesen Untersuchungen um Grammatik
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Second_language
Fasst es ganz gut zusammen.
Ich such heute Abend mal nach dem Buch!
Für den Wortschatz könnte das denke ich schon was bringen, es ging bei diesen Untersuchungen um Grammatik
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Second_language
Fasst es ganz gut zusammen.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Das ist total lieb von dir, danke schön!Vronilein hat geschrieben: 27.02.2018, 11:11 Ich glaube ich hab die Sachen beim ausmisten weggeschmissenhab aber vielleicht noch ein Buch dazu rumstehen. Ist schon zwei Jahre her...
Für den Wortschatz könnte das denke ich schon was bringen, es ging bei diesen Untersuchungen um Grammatik
https://en.m.wikipedia.org/wiki/Second_language
Fasst es ganz gut zusammen.
Ich such heute Abend mal nach dem Buch!
Laut Wikipedia ist L2 dann wohl nicht, was Portugiesisch für den Weltenbummler ist, bzw. für jemanden, der von Geburt an zwei Sprachen gelernt hat. Und dann ist noch die Frage der Grammatik, denn auf PT haben wir keine Nom/Akk/Dat/Gen, dafür aber unglaublich viele Verbzeiten
Liebe Grüße
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Nach dem was ich dazu gelesen habe, macht das Mischen überhaupt nichts und ist völlig normal. Da muss man an sich gar nichts machen, denn das gibt sich von alleine irgendwann. Wenn man ständig betont, das Kind solle doch bitte diese oder jene Sprache sprechen oder Fehler nervig verbessert, nimmt man dem Kind den Spaß an der Sprache. Am besten kann man subtil verbessern, indem man das, was das Kind gesagt hat, noch einmal richtig wiederholt. Also z.B. Kind sagt: "Da dog walk" und du antwortest: "Ja, da läuft ein Hund. Der Hund macht wuff!"Blumee hat geschrieben: 27.02.2018, 08:40 Wie handhabt ihr das eigentlich, wenn eure Kinder Fehler machen? Spatz ist jetzt fast dreieinhalb, seit dem Kindergartenstart im September hat die Sprachentwicklung beeindruckend zugenommen. Am Anfang hat er seine drei Sprachen kunterbunt gemischt, wir haben ihm da auch nix reingeredet sondern einfach jeder in "seiner" Sprache reagiert (wir handhaben ein recht flexibles OPOL). Jetzt merken wir, dass er anfängt, zu "sortieren". Ich spüre mehr und mehr die Neigung, ihn da auch zu korrigieren (bin halt Lehrerin). Typisch ist ja zB, dass Kinder grammatikalische Regeln einer Sprache in die andere übertragen. Weiß nur nicht ob das ein bisschen früh ist oder eventuell kontraproduktiv? Die "richtige" Grammatik bekommt er ja im Prinzip aus den Gesprächen mit uns raus...
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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Uff, der Wikipediaartikel ist ja schon ein bisschen frustrierend. Also, verbessern bringt nichts. Man kann aber auch nicht davon ausgehen, dass Kinder die Zweitsprache irgendwann schon lernen werden, weil die Fehler fossilisieren. Dann kann man auch nicht mehr viel machen. Hm. Heisst das, dass man eben damit leben muss, wenn man ein sprachlich sehr unbegabtes Kind hat, dass es die Zweitsprache einfach nie lernen wird?
Gilt das nur für die Zweitsprache? Der Pirat macht auch in der Erstsprache für sein Alter noch viele Grammatikfehler. Typische Fehler, die normalerweise aber mit 4-5 abgelegt werden. Die Lehrerin rät, ihn sehr konsequent zu verbessern und auch aufzufordern, es korrekt zu wiederholen.
Gilt das nur für die Zweitsprache? Der Pirat macht auch in der Erstsprache für sein Alter noch viele Grammatikfehler. Typische Fehler, die normalerweise aber mit 4-5 abgelegt werden. Die Lehrerin rät, ihn sehr konsequent zu verbessern und auch aufzufordern, es korrekt zu wiederholen.
nido mit dem Piraten (01/2012)
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Ich kann übrigens das Buch "Mehrsprachige Kinder" von Claudio Nodari (ISBN 3258063192) wärmstens empfehlen. Darin wird genau auf diese Alltagsfragen eingegangen: Was tun, wenn das Kind in der "falschen" Sprache antwortet, Sprachen mischt, sich weigert eine Sprache zu sprechen etc. Mit etwas Theorie, aber auch viel Praxisbezug.
mit der Ritterin vom "Ni" 5/17
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Lösche Benutzer 16233
Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Klar, das ist jetzt auch sehr wissenschaftlich aufgemacht.
Meine persönliche Kernaussage wäre : nur nochmal richtig wiederholen wird beim Kind nicht ankommen. Wenn man also begründete sorgen hat, dass Fehler sich nicht von alleine verlieren hilft nur wirklich bewusstes üben. Dazu muss man die Aufmerksamkeit vom Kind erstmal bekommen und dann lenken.
Es ist aber meistens so, dass multilinguale Menschen eine starke Sprache haben und eine oder mehrere Schwache. Aber da würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen. Viele meiner Kommilitonen haben schon mit der nur deutschen Grammatik Probleme.
Siehe obiges Beispiel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Bei mir ist Englisch die deutlich schwächere Sprache (dennoch schaffe ich c2 Niveau) , und ich mache so viele Fehler, dass ich mit meiner Tochter lieber Deutsch spreche.
Meine Mutter (auch bilingual) spricht aber noch besser englisch als ich, und spricht mit meiner Tochter Englisch, obwohl deutsch auch ihre Dominanz Sprache ist.
Das Buch das ich meine heißt übrigens "How languages Are lerne" und die Autoren heißen glaube ich lightbown und spada.
Das Buch ist für Studenten gedacht und kein praxisleitfaden, aber schon interessant!
Meine persönliche Kernaussage wäre : nur nochmal richtig wiederholen wird beim Kind nicht ankommen. Wenn man also begründete sorgen hat, dass Fehler sich nicht von alleine verlieren hilft nur wirklich bewusstes üben. Dazu muss man die Aufmerksamkeit vom Kind erstmal bekommen und dann lenken.
Es ist aber meistens so, dass multilinguale Menschen eine starke Sprache haben und eine oder mehrere Schwache. Aber da würde ich mir nicht zu viele Sorgen machen. Viele meiner Kommilitonen haben schon mit der nur deutschen Grammatik Probleme.
Siehe obiges Beispiel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Bei mir ist Englisch die deutlich schwächere Sprache (dennoch schaffe ich c2 Niveau) , und ich mache so viele Fehler, dass ich mit meiner Tochter lieber Deutsch spreche.
Meine Mutter (auch bilingual) spricht aber noch besser englisch als ich, und spricht mit meiner Tochter Englisch, obwohl deutsch auch ihre Dominanz Sprache ist.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung
Aber hat der Pirat eine erste und eine zweite Sprache überhaupt, so wie die Definition geht? Die Teile hier: "A person's second language or L2, is a language that is not the native language of the speaker, but that is used in the locale of that person." also reine Umgebungssprache und "A person's first language is not necessarily their dominant language, the one they use most or are most comfortable with. For example, the Canadian census defines first language for its purposes as "the first language learned in childhood and still spoken" (...)." lässt denken, dass ein von Geburt an auf zwei Sprachen erzogenes Kind eben zwei "native languages" hat und nicht eine erste und eine zweite, und in diesen Fall gilt die Forschung für second language acquisition nicht uneingeschränkt. Sehe ich das richtig?nido56 hat geschrieben: 27.02.2018, 11:35 Uff, der Wikipediaartikel ist ja schon ein bisschen frustrierend. Also, verbessern bringt nichts. Man kann aber auch nicht davon ausgehen, dass Kinder die Zweitsprache irgendwann schon lernen werden, weil die Fehler fossilisieren. Dann kann man auch nicht mehr viel machen. Hm. Heisst das, dass man eben damit leben muss, wenn man ein sprachlich sehr unbegabtes Kind hat, dass es die Zweitsprache einfach nie lernen wird?
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