nachdem ich längere Zeit gehofft hatte, dass ich es dank der Tipps aus eurer Linksammlung Stillwissen (danke für die tollen Zusammenfassungen!) selbst in den Griff bekomme, brauche ich jetzt bitte doch Beratung.
Ich stille nun mein zweites Kind, es ist jetzt 8 Monate alt (wird nächste Woche 9 Monate) und werde, im Gegensatz zur Stillzeit beim ersten Kind, leider immer wieder von Milchstaus geplagt. Sehr mühsam, zumal ich mich da jedes Mal fühle, als ob eine Grippe im Anmarsch wäre und ich mich da überhaupt nicht fit fühle. und ich weiß nicht, was ich da noch machen kann und frage mich, ob ich da vielleicht etwas verschleppt habe?
Ich beschreib die Situation mal der Reihe nach:
Begonnen hat es Anfang November mit einem Milchstau in der linken Brust. Volle und schmerzhafte Brust. Die Völle ging mit den üblichen Maßnahmen (wärmen-stillen-kühlen, häufiges anlegen, andere Stillpositionen, Vierfüßler, ...) nach ca 2 Tagen wieder weg. Danach war die Brust noch druckempfindlich, was dann aber nach einigen Tagen auch wieder gut war.
Seitdem hat die linke Brust nie wieder Probleme gemacht.
Seit Anfang Dezember plage ich mich in der rechten Brust immer wieder mit einem Milchstau herum.
Anfang Dezember zuerst gleicher Verlauf wie bei der linken Brust, nach 2-3 Tagen war das Gröbste überstanden. 1-2 Tage später wachte ich dann in der Nacht mit extrem voller, schmerzender und diesmal auch geröteter rechter Brust auf. Meine Tochter konnte die Brust auch nicht "weich" trinken, weil einfach soviel drin war.
Ich habe mir das dann gleich in der Früh im Krankenhaus kontrollieren lassen, weil ich einen Rückfall oder Brustentzündung befürchtet habe und wissen wollte, ob ich dann Antibiotika nehmen muss.
Im Krankenhaus wurde mir gesagt: sie geben Antibiotika erst nach einer Blutuntersuchung (vermutlich Entzündungswert?) bei offensichtlicher Symptomatik einer Brustentzündung. <br/>
Da ich aber kein Fieber hatte und meine Brust zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus auch wieder besser aussah (Rötung weg, nur mehr Milchstau-Areal tastbar) wurde vermutet, dass ich bereits wieder auf dem Weg der Besserung wäre und dass ich bitte alle Maßnahmen, die ich bisher auch gemacht hatte (also wärmen-stillen-kühlen usw) so weitermachen sollte und ggf. wieder kommen sollte.
So. Es dauerte dann noch ein paar Tage, bis die Brust wieder ganz weich war. Aber seitdem ist es nicht wirklich gut. Um Weihnachten herum war die rechte Brust zwar weich, aber es hat darin immer wieder "gearbeitet" und war auch immer wieder mal gestaut. Anfang-Mitte Jänner war ich dann ein paar Tage total beschwerdefrei und ich hatte mich schon so gefreut, dass hoffentlich endlich alles überstanden war.
Mitte Jänner dann wieder Milchstau rechts. Bin dann wieder ins Krankenhaus, weil ich befürchtet habe dass ich etwas verschleppt habe, weil es halt immer wieder auftritt .
Dort wurde mir wieder das gleiche gesagt wie bei meinem letzten Besuch im Dezember. Keine Antibiotika. Verschleppt hätte ich sicher nichts. Aber ich kann neben den üblichen Maßnahmen noch Retterspitzwickel machen und Salbeitee trinken. Was ich dann auch gemacht habe. Zusätzlich nehme ich seitdem auch Lecithin und Phytolacca. Nach ein paar Tagen war ich dann wieder beschweedefrei - bis ich nun vorgestern am Dienstag wieder einen Milchstau bekam. Gestern wurde die Brust wieder halbwegs weich, aber ich bekam auch rote Flecken auf der Brust (könnte aber auch vom Retterspitz kommen? Denn ich habs gestern nicht so stark verdünnt wie sonst). Heute sind die Flecken und die Völle wieder weg, die Brust auch wieder fast schmerzfrei.
So, wie gehe ich jetzt weiter vor?
- Hatte ich im Dezember vielleicht doch eine (nicht als solche erkannte) Brustentzündung und ist die nicht ganz ausgeheilt? Kann sowas überhaupt sein?
- Soll ich ins Krankenhaus und trotzdem auf ein Antibiotikum bestehen, auch wenn die Brust jetzt im Moment wieder "okay" ist?
- soll ich wieder Blockstillen, wenn der Milchstau ausgestanden ist, um Milch zu reduzieren (ich neige zu viel Milch)
Was ich sonst noch mache:
- Stress vermeiden (so gut es mit 2 Kindern halt geht
- keine einengenden Kleidungsstücke, trage keine Bhs und Stilltops mehr
- habe auch immer wieder mal Blockstillen betrieben, da ich zu viel Milch neige, dann war es auch eine Zeitlang besser, aber irgendwann hat es sich dann doch wieder gestaut
Meine Tochter gedeiht prima und ist mit Gewicht und Größe im oberen Perzentilenbereich (90er bzw. 97er-Perzentile). Sie wird nach Bedarf gestillt, das sind geschätzt ca. 8-10x in 24 Stunden, davon ca. 3-4x nachts (ich musste jetzt mal nachzählen, denn normalerweise schaue ich da nicht auf die Uhr). <br/>
Sie isst, seit sie 5 Monate alt ist, begeistert Beikost und derzeit 4x am Tag mit uns mit (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack und Abendessen).
Vor 2 Wochen war sie krank (Fieber und leichter Husten), hat dann natürlich vermehrt gestillt und weniger Beikost gegessen. Jetzt ist der Appetit wieder da. Vermute, dass sich die Milchmenge nach dem Angebot-Nachfrage Prinzip vielleicht wieder einpendeln musste, aber ich verstehe nicht, warum sich die rechte Brust nun dann gleich staut. Von meiner ersten Stillzeit kenne ich das eher so, dass die Brust nach Krankheit dann zwar voller ist, aber halt ohne Stau - und sich die Milchmenge dann nach 1-2 Tagen wieder einpendelt.
So, das ist jetzt leider länger geworden, aber ich schick's jetzt mal ab
Sollten noch Infos fehlen, bitte Bescheid geben.
Hoffe, es kann mir jemand helfen!