QuäntchenGlück hat geschrieben: 03.12.2017, 12:37
Magst du mir dein Einschlafritutal mitteilen? Wie lief es ab, als dein Kind so alt war wie meins?
Damals hat er in seinem eigenen Bett aber in unserem Schlafzimmer geschlafen. Ich habe ihn auf dem Arm gehabt und bin mit ihm im Schlafzimmer auf und ab gelaufen, während ich immer die gleichen 2 Gute-Nacht-Lieder vorgesungen habe (Lalelu und Schlaf-Kindchen-Schlaf). Dann habe ich ihn in seinen Schlafsack und in sein Bett gelegt.
Er ist übrigens ausgepräger Bauch-Schläfer, auf dem Rücken hat er schon als Baby kaum geschlafen! Bis wir das gemerkt haben, hat es auch lange gedauert. Mein Mann hatte ihn mit 4 Wochen mal entnervt auf den Bauch gedreht und er ist sofort eingeschlafen und auch viel länger durchgeschlafen als sonst. Da wir natürlich Angst hatten wegen plötzlichem Kindstod, durfte er immer nur in seinem Bett mit installiertem Angelcare schlafen. Das schlägt Alarm, wenn ein Kind nicht mehr atmet. Glücklicherweise ging alles gut bei uns. Ein Bauchschläfer ist er geblieben.
Ich habe ihn also gleich immer auf den Bauch ins Bett gelegt und dann noch kurz (2,3 mal) am Kopf gestreichelt und ihm dabei gesagt, dass ich ihn ganz doll lieb habe und dass er jetzt schlafen kann und dass ich im Zimmer neben an bin und auf ihn aufpasse. Ach so, wenn es abends schon dunkel war, haben wir die Flurtür weit aufgelassen, damit Licht ins Zimmer fiel.
Die erste Woche hat er natürlich zuerst geweint, als ich raus gegangen bin, es war ja ungewohnt für ihn. Ich bin dann jede Minute wieder rein gegangen, habe ihn gestreichelt und beruhigend auf ihn eingeredet. Dann bin ich wieder rausgegangen usw. Es wurde schnell weniger mit dem Weinen und nach kurzer Zeit hatte er das neue Ritual verstanden und ich glaube, es war auch für ihn eine Erleichterung. Er konnte ganz in Ruhe ohne Ablenkung einschlafen und wurde nicht durch mich immer wieder daran gehindert.
Aber ich muss zugeben, in der ersten Woche habe ich oft gezweifelt, ob das richtig so ist. Das Weinen ging mir natürlich nahe. Aber ich bin auch schon auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil er so schlecht geschlafen hat und wir täglich 1,5 h mit dem Einschlafen zu tun hatten. Das Durchschlafen war nicht ganz so schlimm wie bei euch, das hat nachts recht gut geklappt.
Achso, im gleichen Zuge haben wir feste Schlafenszeiten eingeführt, das hat auch gut geholfen. Wir hatten nämlich das Problem, dass er schon 17 Uhr ins Bett wollte, morgens aber so früh wach war. Wir haben das nach und nach nach hinten verschoben, bis er abends 19 Uhr ins Bett ist.
Der Umzug später ins eigene Zimmer war mit 10 Monaten. Da hatten wir so angefangen, dass wir vorher schon oft tagsüber in dem Zimmer waren, damit er es kennen lernt. Dann habe ich ihm schon ein paar Tage vorher erklärt, dass er bald hier schlafen wird. Die ersten 3 Tage hat er da auch geweint, da mussten wir häufig reingehen und ihn beruhigen. Dann war alles gut.
Im Urlaub schläft er übrigens auch jetzt noch schlecht, sobald was im Ablauf anders ist, überfordert ihn das noch. Aber das ist ja nicht so oft im Jahr.
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)