Der Waldorfthread
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schlangengurke
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Re: Der Waldorfthread
Hallo zusammen,
bei uns könnte nächstes Jahr ein Orts- und Schulwechsel anstehen. Für unsere Kinder kämen dann eine staatl Grundschule in Betracht und eine Waldorfschule.
Am liebsten würde ich beide Kinder auf dieselbe Schule geben, weil sie noch nicht so sehr selbständig sind, was den Straßenverkehr und Wege angeht. Die staatl Schule mag schön sein, hat aber eine nullte Stunde (Grusel.... Schulbeginn ist dann 7.30) und ist mit dem Schulbus erreichbar. Die Waldorfschule ist nicht mit dem Schulbus erreichbar, hat aber Tiere und einen Schulgarten, was dem einen, sehr kindlichen, spontanen, verspielten Zwilling sehr entgegen kommen würde. Mit Tieren blüht sie auf und wird auf einmal sehr selbstsicher. Der andere Zwilling ist eher strukturiert, und ergebnisorientiert. Ich schätze, da wäre eine Regelschule vielleicht günstiger (obwohl, wenn sie dann um 7.00 oder so aus dem Haus muss.... Das könnte uns echte Probleme bereiten).
Ich glaube meine Frage ist: für welches Kind ist eine Waldorfschule günstig, und für welches ist eine Regelschule besser? Dass letztendlich viel vom Lehrer abhängt, ist mir sehr bewusst, aber die Lehrer konnte ich noch nicht kennenlernen.
bei uns könnte nächstes Jahr ein Orts- und Schulwechsel anstehen. Für unsere Kinder kämen dann eine staatl Grundschule in Betracht und eine Waldorfschule.
Am liebsten würde ich beide Kinder auf dieselbe Schule geben, weil sie noch nicht so sehr selbständig sind, was den Straßenverkehr und Wege angeht. Die staatl Schule mag schön sein, hat aber eine nullte Stunde (Grusel.... Schulbeginn ist dann 7.30) und ist mit dem Schulbus erreichbar. Die Waldorfschule ist nicht mit dem Schulbus erreichbar, hat aber Tiere und einen Schulgarten, was dem einen, sehr kindlichen, spontanen, verspielten Zwilling sehr entgegen kommen würde. Mit Tieren blüht sie auf und wird auf einmal sehr selbstsicher. Der andere Zwilling ist eher strukturiert, und ergebnisorientiert. Ich schätze, da wäre eine Regelschule vielleicht günstiger (obwohl, wenn sie dann um 7.00 oder so aus dem Haus muss.... Das könnte uns echte Probleme bereiten).
Ich glaube meine Frage ist: für welches Kind ist eine Waldorfschule günstig, und für welches ist eine Regelschule besser? Dass letztendlich viel vom Lehrer abhängt, ist mir sehr bewusst, aber die Lehrer konnte ich noch nicht kennenlernen.
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Grünfrosch
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Re: Der Waldorfthread
Du musst mal herausfinden, wie viele Schüler in eine Klasse kommen werden. An unserer Waldorfschule wären ca. 35 Kinder in einer Klasse gewesen, das wäre für meine Tochter die absolute Überforderung gewesen (Lärm, Gewusel).
Vor allem ihr Eltern müsst auch mit der Waldorfphilosophie klar kommen, invdividuelle Förderung ist anfangs nicht unbedingt vorgesehen. Die Tochter einer Freundin konnte z.B. zu Schulbeginn schon schreiben, das hat an der Waldorfschule aber nicht interessiert, sie musste trotzdem den normalen Trott mitmachen und der ist beim Lesen und Schreibenlernen einfach langsamer als in einer Grundschule.
Vor allem ihr Eltern müsst auch mit der Waldorfphilosophie klar kommen, invdividuelle Förderung ist anfangs nicht unbedingt vorgesehen. Die Tochter einer Freundin konnte z.B. zu Schulbeginn schon schreiben, das hat an der Waldorfschule aber nicht interessiert, sie musste trotzdem den normalen Trott mitmachen und der ist beim Lesen und Schreibenlernen einfach langsamer als in einer Grundschule.
Große Maus 08/10 und kleine Maus 08/13
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Maja
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Re: Der Waldorfthread
35 Kinder in einer Waldorfklasse sind (an einer guten Waldorfschule) absolut gar nicht mit einer großen Regelschulklasse zu vergleichen. Diese Vorstellung hatte ich früher auch, aber inzwischen hat mich die Realität eines besseren belehrt
Wir kennen ja nun beide Schulsysteme gut.
In einer Waldorfklasse gelten wesentlich striktere Regeln, vor allem in Bezug auf Lautstärke und Unruhe. Disziplin wird deutlich höher geschrieben, das müssen Kinder und Eltern übrigens auch aushalten können. Der Unterricht ist auch durchsetzt von Bewegungs- und Rhythmuseinheiten, so dass sich erst überhaupt nicht so eine innere Unruhe breitmacht.
Dann sind Waldorfräume üblicherweise deutlich "leiser" und strukturierter gestaltet als Regelschulklassen. Die Kinder sitzen in den ersten beiden Jahren inzwischen in vielen W-Schulen auf dicken Kissen vor halbhohen Holzbänken - oder auch mal auf diesen Bänken, oder auch mal nur mit den Kissen im Kreis. (Wird oft als "bewegtes Klassenzimmer" o.ä. betitelt.) Die Böden sind häufig Parkettböden, vor Fenstern und Regalen sind Gardinen, es stehen Vollholzmöbel herum und es wird wesentlich mehr Geld in Akustik, Schalldämmung Beleuchtung investiert. Der Unruhe-Unterschied zwischen einem gedämmten Vollholz-Raum mit Textilelementen zu der Schallhärte eines PVC-Metall-Glas-Furnierplatten-Raum ist immens, schon ganz ohne Kinder drin. Merkt man übrigens auch angenehm beim Elternabend...
Waldorf hat sicher Schwächen und Nachteile, aber die Klassengröße ist es nicht, zumindest nicht in gut geführten Klassen.
Und dann läuft der Unterricht ja ganz anders ab. Bei uns ist es z.B. in der Unterstufe so, dass erst zwei Stunden Hauptunterricht mit allen 36 Kindern ist - mit Klassenlehrer sowie Klassenhelfer. Zunächst gibt es eine Runde, dann einen rhythmischen Teil, dann einen Erzählteil, dann arbeiten die Kinder etwas selbst dazu, dann wieder Bewegung/Gesang/rhythmisches Sprechen, etc. Zwischendurch geht es meistens auch kurz raus oder die Klassenhelferin nimmt mal eine Kleingruppe beiseite. Dann ist Pause, und anschließend wird die Klasse geteilt in A und B. Diese Gruppen mit nunmehr 18 Kindern haben dann die anderen Fächer (Englisch, Französisch, Musik, Handarbeit, Eurhythmie, etc.). Manchmal gibt es dann noch Förderstunden oder Sport, der dann wieder mit allen Kindern und meistens zwei Lehrern.
In der Mittelstufe wird die Klasse dann für einige Fächer gedrittelt (=12-14 Kinder) und Sport wie an der Regelschule geschlechtergetrennt. In der Oberstufe, die an Waldorfschulen ab Klasse 9 beginnt, werden die Klassen durch Abgänger meist kleiner und es wird langsam auf ein Kurssystem umgestellt und auf Leistungsdifferenzierung.
Was stimmt ist das wesentlich langsamere Schreiblerntempo. Das kann flotte Kinder schon absolut nerven. Andererseits betrifft das ja immer nur die Deutschepochen (4-6 Wochen am Stück) und darin nur den Hauptunterricht und im Hauptunterricht nur den Arbeitsteil
An unserer Schule bieten die meisten Lehrer Binnendifferenzierung an, aber das ist an anderen Waldorfschulen massiv anders, da muss man bei begabten oder früh-intellektuellen Kids echt aufpassen. Meine Große hätte sich tödlich gelangweilt in der Unterstufe, da war sie noch auf der Regelschule (dafür hat sie sich da in Mathe gelangweilt), jetzt in der oberen Mittelstufe ist Tempo und Anspruch für sie angemessen und es wird auch viel binnendifferenziert.
Ebenso verhält es sich mit der Frage, ob schnelle, strukturierte, logisch-analytische Kinder auf einer Waldorfschule gut aufgehoben sind. Auf klassisch oder künstlerisch orientierten W-Schulen wohl eher nicht, zumindest nicht vor Klasse 5/6/7. Unsere Schule ist "reformierter", stark in Naturwissenschaften und Technik und in der Mittel- und Oberstufe leistungsorientierter aufgestellt als z.B. die in einer benachbarten Stadt, deswegen gehen manche dann auch bei uns ab. (Andererseits fehlt mir dann hier der sprachliche Schwerpunkt für eins meiner Kinder, das eigentlich in Fremdsprachen mehr leisten könnte als das was die Schule dort bietet, aber nun gut, alles kann man wohl nicht haben - und die Leseförderung und Rechtschreibkontrolle ist auch nicht optimal, da höre ich allerdings auch manchmal Klagen drüber von der Regelschule.)
Im Zweifel kann man, wenn an die Plätze bekommt, erstmal an der Waldorfschule anfangen - auf die Regelschule kann man ja jederzeit wechseln. Andersrum braucht man schon viel Glück, vor allem wenn man gleich zwei Wechselplätze braucht.
Und was schon auch eine Rolle spielt: Man selbst hat die Schule ja auch ca. 13 Jahre lang am Hals. Oder zumindest erstmal 4 Jahre. Es lohnt sich also schon zu schauen, was man ertragen kann - sowohl an Regelschulirrsinn als auch an Waldorfgeschwurbel. Beides kann einen in den Wahnsinn treiben
In einer Waldorfklasse gelten wesentlich striktere Regeln, vor allem in Bezug auf Lautstärke und Unruhe. Disziplin wird deutlich höher geschrieben, das müssen Kinder und Eltern übrigens auch aushalten können. Der Unterricht ist auch durchsetzt von Bewegungs- und Rhythmuseinheiten, so dass sich erst überhaupt nicht so eine innere Unruhe breitmacht.
Dann sind Waldorfräume üblicherweise deutlich "leiser" und strukturierter gestaltet als Regelschulklassen. Die Kinder sitzen in den ersten beiden Jahren inzwischen in vielen W-Schulen auf dicken Kissen vor halbhohen Holzbänken - oder auch mal auf diesen Bänken, oder auch mal nur mit den Kissen im Kreis. (Wird oft als "bewegtes Klassenzimmer" o.ä. betitelt.) Die Böden sind häufig Parkettböden, vor Fenstern und Regalen sind Gardinen, es stehen Vollholzmöbel herum und es wird wesentlich mehr Geld in Akustik, Schalldämmung Beleuchtung investiert. Der Unruhe-Unterschied zwischen einem gedämmten Vollholz-Raum mit Textilelementen zu der Schallhärte eines PVC-Metall-Glas-Furnierplatten-Raum ist immens, schon ganz ohne Kinder drin. Merkt man übrigens auch angenehm beim Elternabend...
Waldorf hat sicher Schwächen und Nachteile, aber die Klassengröße ist es nicht, zumindest nicht in gut geführten Klassen.
Und dann läuft der Unterricht ja ganz anders ab. Bei uns ist es z.B. in der Unterstufe so, dass erst zwei Stunden Hauptunterricht mit allen 36 Kindern ist - mit Klassenlehrer sowie Klassenhelfer. Zunächst gibt es eine Runde, dann einen rhythmischen Teil, dann einen Erzählteil, dann arbeiten die Kinder etwas selbst dazu, dann wieder Bewegung/Gesang/rhythmisches Sprechen, etc. Zwischendurch geht es meistens auch kurz raus oder die Klassenhelferin nimmt mal eine Kleingruppe beiseite. Dann ist Pause, und anschließend wird die Klasse geteilt in A und B. Diese Gruppen mit nunmehr 18 Kindern haben dann die anderen Fächer (Englisch, Französisch, Musik, Handarbeit, Eurhythmie, etc.). Manchmal gibt es dann noch Förderstunden oder Sport, der dann wieder mit allen Kindern und meistens zwei Lehrern.
In der Mittelstufe wird die Klasse dann für einige Fächer gedrittelt (=12-14 Kinder) und Sport wie an der Regelschule geschlechtergetrennt. In der Oberstufe, die an Waldorfschulen ab Klasse 9 beginnt, werden die Klassen durch Abgänger meist kleiner und es wird langsam auf ein Kurssystem umgestellt und auf Leistungsdifferenzierung.
Was stimmt ist das wesentlich langsamere Schreiblerntempo. Das kann flotte Kinder schon absolut nerven. Andererseits betrifft das ja immer nur die Deutschepochen (4-6 Wochen am Stück) und darin nur den Hauptunterricht und im Hauptunterricht nur den Arbeitsteil
Ebenso verhält es sich mit der Frage, ob schnelle, strukturierte, logisch-analytische Kinder auf einer Waldorfschule gut aufgehoben sind. Auf klassisch oder künstlerisch orientierten W-Schulen wohl eher nicht, zumindest nicht vor Klasse 5/6/7. Unsere Schule ist "reformierter", stark in Naturwissenschaften und Technik und in der Mittel- und Oberstufe leistungsorientierter aufgestellt als z.B. die in einer benachbarten Stadt, deswegen gehen manche dann auch bei uns ab. (Andererseits fehlt mir dann hier der sprachliche Schwerpunkt für eins meiner Kinder, das eigentlich in Fremdsprachen mehr leisten könnte als das was die Schule dort bietet, aber nun gut, alles kann man wohl nicht haben - und die Leseförderung und Rechtschreibkontrolle ist auch nicht optimal, da höre ich allerdings auch manchmal Klagen drüber von der Regelschule.)
Im Zweifel kann man, wenn an die Plätze bekommt, erstmal an der Waldorfschule anfangen - auf die Regelschule kann man ja jederzeit wechseln. Andersrum braucht man schon viel Glück, vor allem wenn man gleich zwei Wechselplätze braucht.
Und was schon auch eine Rolle spielt: Man selbst hat die Schule ja auch ca. 13 Jahre lang am Hals. Oder zumindest erstmal 4 Jahre. Es lohnt sich also schon zu schauen, was man ertragen kann - sowohl an Regelschulirrsinn als auch an Waldorfgeschwurbel. Beides kann einen in den Wahnsinn treiben
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Grünfrosch
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Re: Der Waldorfthread
Maja hat geschrieben: Und was schon auch eine Rolle spielt: Man selbst hat die Schule ja auch ca. 13 Jahre lang am Hals. Oder zumindest erstmal 4 Jahre. Es lohnt sich also schon zu schauen, was man ertragen kann - sowohl an Regelschulirrsinn als auch an Waldorfgeschwurbel. Beides kann einen in den Wahnsinn treiben
Ich meinte das mit den 35 Kindern gar nicht nur auf Lärm bezogen. Für mein Kind wäre das viel zu viel gewesen, so viele Kinder, die sie alle nicht kennt. Sie wäre ewig lange damit beschäftigt gewesen, alle zu beobachten und einzuschätzen, sie wäre gar nicht selbst zu etwas gekommen. Viele Menschen in einem Raum sind einfach nicht ihr Ding. Sie ist gerne mal allein und hat am liebsten 1-2 andere Kinder um sich.
Waldorf ist einfach sehr speziell, da muss man gut überlegen, ob das zur Familie passt.
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Maja
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Re: Der Waldorfthread
Das stimmt wohl. Ich bin manchmal auch immer noch erstaunt was da für originelle Typen rumlaufen. Aber meine Welt ist bunter, seid ich Waldorfkinder habe. In jeder Hinsicht.
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schlangengurke
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Re: Der Waldorfthread
Vielem herzlichen Dank, ihr beiden! Das sind schon mal viele Aspekte, die ich jetzt bedenken und im Hinterkopf haben werde. Ein langsames Tempo käme einer Tochter entgegen, die andere würde vielleicht demotiviert sein. Aber, wie esagt, es sind wirklich viele wichtige Aspekte.
Ich hoffe, ich kann mir die beien Schulen dann bald mal anschauen. Am Allerwichtigsten sind ja auch liebe Lehrer.
Ich hoffe, ich kann mir die beien Schulen dann bald mal anschauen. Am Allerwichtigsten sind ja auch liebe Lehrer.
- Sumselsum
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Re: Der Waldorfthread
Ich denke beiden Kindern kann die Walfmdorfschule etwas geben.
Ich versuche mal zu erklären wie ich mir das denke.
Ich war selber Waldorfschülerin. Es gibt keinen perfekten Schüler. Es ist die Mischung sie es macht. Die die Ruhe und Gelassenheit brauchen bekommen diese z.b. wie deine im Schulgarten oder mit den Tieren, aber sie werden auch mitgezogen im Schulstoff wenn man aus Trsumwelten mal auftauchen muss. Die Ergebnisorientierten und Strukturliebenden kriegen jedoch aufgezeigt wie sie die anderen mitnehmen können und leben vielleicht auch in den Epochen als Handwerk auf. Dort können Sie mit ihrer Struktur sich ihren Handwerklichem Geschick nähern.
Letztlich ergänzt der eine den anderen. Deine Zwillinge tun das wahrscheinlich ja eh schon.
Ich war immer der Sozialezweig der aber auch strukturiert im Schulstoff weit vorne mit lag. Wenn es mal keine extra Aufgabe gab wurden die Leistungsstarken im Unterricht für Nachhilfe benutzt. Regelmäßig saß man so bei jemandem Schwachen sobald man mit den Aufgaben fertig war. Das machte auch viel am Klassenzusammenhalt aus.
Aber es steht und fällt mit den Lehrern. Manche kriegen Stärke und Schwache zusammen, andere weniger. Ebenso ist es mit den Träumern und den Zielstrebigen. Letztlich würde ich empfehlen den Klassenlehrer der Klasse kennenlernen mit den Kindern. Denn auch die Kinder müssen den Lehrer mögen. Dann sind viele Probleme von Anfang an gleich ausgeräumt.
Ich versuche mal zu erklären wie ich mir das denke.
Ich war selber Waldorfschülerin. Es gibt keinen perfekten Schüler. Es ist die Mischung sie es macht. Die die Ruhe und Gelassenheit brauchen bekommen diese z.b. wie deine im Schulgarten oder mit den Tieren, aber sie werden auch mitgezogen im Schulstoff wenn man aus Trsumwelten mal auftauchen muss. Die Ergebnisorientierten und Strukturliebenden kriegen jedoch aufgezeigt wie sie die anderen mitnehmen können und leben vielleicht auch in den Epochen als Handwerk auf. Dort können Sie mit ihrer Struktur sich ihren Handwerklichem Geschick nähern.
Letztlich ergänzt der eine den anderen. Deine Zwillinge tun das wahrscheinlich ja eh schon.
Ich war immer der Sozialezweig der aber auch strukturiert im Schulstoff weit vorne mit lag. Wenn es mal keine extra Aufgabe gab wurden die Leistungsstarken im Unterricht für Nachhilfe benutzt. Regelmäßig saß man so bei jemandem Schwachen sobald man mit den Aufgaben fertig war. Das machte auch viel am Klassenzusammenhalt aus.
Aber es steht und fällt mit den Lehrern. Manche kriegen Stärke und Schwache zusammen, andere weniger. Ebenso ist es mit den Träumern und den Zielstrebigen. Letztlich würde ich empfehlen den Klassenlehrer der Klasse kennenlernen mit den Kindern. Denn auch die Kinder müssen den Lehrer mögen. Dann sind viele Probleme von Anfang an gleich ausgeräumt.
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09/17 heilsame Hausgeburt
01/19 überumpelnde Kh-Geburt
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Grünfrosch
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Re: Der Waldorfthread
Falls das überhaupt möglich ist. Hier an unserer Schule wird der Name des neuen Erstklasslehrers geheim gehalten. Erst, wenn die Verträge unterschrieben sind, erfährt man, welchen Lehrer die Kinder bekommen.Sumselsum hat geschrieben: Aber es steht und fällt mit den Lehrern. Manche kriegen Stärke und Schwache zusammen, andere weniger. Ebenso ist es mit den Träumern und den Zielstrebigen. Letztlich würde ich empfehlen den Klassenlehrer der Klasse kennenlernen mit den Kindern. Denn auch die Kinder müssen den Lehrer mögen. Dann sind viele Probleme von Anfang an gleich ausgeräumt.
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Re: Der Waldorfthread
Naja in dem Fall ging es doch aber um einen Schulwechsel und nicht eine Einschulung selbst, oder irre ich mich jetzt? Somit sind die Lehrer ja bekannt und bei uns führen sie dann sogar die Aufnahmegespräche mit.Grünfrosch hat geschrieben:Falls das überhaupt möglich ist. Hier an unserer Schule wird der Name des neuen Erstklasslehrers geheim gehalten. Erst, wenn die Verträge unterschrieben sind, erfährt man, welchen Lehrer die Kinder bekommen.Sumselsum hat geschrieben: Aber es steht und fällt mit den Lehrern. Manche kriegen Stärke und Schwache zusammen, andere weniger. Ebenso ist es mit den Träumern und den Zielstrebigen. Letztlich würde ich empfehlen den Klassenlehrer der Klasse kennenlernen mit den Kindern. Denn auch die Kinder müssen den Lehrer mögen. Dann sind viele Probleme von Anfang an gleich ausgeräumt.
Also bei uns ist es meist vorher bekannt wer die erste Klasse bekommt und selbst wenn die Verträge unterschrieben sind gibt es immer kurz vor Schuljahrbeginn noch Wechsel und dann waren ja schon die ersten Kennenlernnachmittage mit dem Lehrer.
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Re: Der Waldorfthread
Ja, genau. Die Schule ist sogar einzügig, so dass ich den Lehrer auf jeden Fall wüsste.Sumselsum hat geschrieben: Naja in dem Fall ging es doch aber um einen Schulwechsel und nicht eine Einschulung selbst, oder irre ich mich jetzt? Somit sind die Lehrer ja bekannt und bei uns führen sie dann sogar die Aufnahmegespräche mit.