Mein Sohn ist 9, 5 Monate alt. Ich habe 6 Monate voll gestillt und inzwischen isst er gut und gerne seinen Brei und ich habe nur noch abends und nachts gestillt. Vor einer Woche habe ich nun beschlossen abzustillen, da mich das teilweise dauergenuckle nachts nur noch nervte und ich fand das 9 monate genug seien. Naja seit einer Woche bekommt er jetzt die Flasche ( die kannte er auch von 2,3 Nächten die er bei Oma übernachtete). Er nimmt auch super die Flasche und schläft damit ein. Nun aber zu meinem Problem. Anstatt an mir zu nuckeln, will er jetzt mehrmals nachts eine Flasche und trinkt somit mindestens 500 ml pre mit Wasser. Ich glaube es geht ihm eben nicht um den Durst, sondern um das nuckeln ( einen Schnuller nimmt er, aber der reicht ihm nicht). Habt ihr eine Idee wie ich das Weg bekomme? Oder ist er einfach noch nicht so weit, ohne stillen schlafen zu können.
P.s ich habe kein Problem ihm nachts 4-5 Flaschen zu geben, ich frage mich nur ob das gesund und sinnvoll ist
Liebe Grüße
Richtiger Zeitpunkt fürs Abstillen?
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KeLa
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Sibi
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Re: Richtiger Zeitpunkt fürs Abstillen?
Vorweg: Für mich persönlich ist Abstillen mit 9 Monaten viel zu früh. Aber, und deswegen antworte ich Dir hier, ich bin gerade auch massiv genervt vom Dauergenuckel meiner Tochter. Während mein Sohn 2-3 x in der Nacht kommt, sich mit Milch vollfüllt und sich umdreht und weiterschläft, nörgelt das Babymädchen alle 20-90 min und will stillen und lässt mich dann auch nicht los, sondern jammert bei jedem Abdockversuch.
Flasche ist aber definitiv keine Lösung für mich - weil das gleiche mit Flasche ist ja noch viel nerviger! Ich habe heute Abend das Babymädchen beim 4. Aufwachen nach dem Einschlafen nicht gestillt und erst auf dem Arm geschaukelt und dann vorsichtig hingelegt und noch gekuschelt. So ist sie eingeschlafen - erstaunlich gut und schnell. Ok, hat länger gedauert als mit Stillen, aber die Hoffnung ist ja, dass sie evt. dann nicht alle 30 min wach wird. Wenn sie nur alle 3 h richtig trinken will, stört mich das nicht, aber die letzten Nächte mit dem Dauergenuckel und max. 30-60 min ohne Stillen am Stück haben mich doch ein wenig an die Grenze gebracht und ich glaube, ich bin in Sachen Schlafmangel schon recht resistent.
Kurz: vielleicht wäre das ein Weg für Euch, mit Kuscheln oder Schnuller die Nuckelphasen zu überstehen und für den Hunger noch das Stillen zu nutzen? 500 ml Muttermilch wären mir persönlich in dem Alter lieber als 500 ml Pre - wenn das drumherum im Rahmen ist. Wie gesagt - das Stillen meines Sohnes in der Nacht stört mich überhaupt nicht, das Stillverhalten meiner Tochter ist dagegen auf Dauer für mich nicht mehr tragbar, zumal ich nächste Woche wieder anfange zu arbeiten.
Flasche ist aber definitiv keine Lösung für mich - weil das gleiche mit Flasche ist ja noch viel nerviger! Ich habe heute Abend das Babymädchen beim 4. Aufwachen nach dem Einschlafen nicht gestillt und erst auf dem Arm geschaukelt und dann vorsichtig hingelegt und noch gekuschelt. So ist sie eingeschlafen - erstaunlich gut und schnell. Ok, hat länger gedauert als mit Stillen, aber die Hoffnung ist ja, dass sie evt. dann nicht alle 30 min wach wird. Wenn sie nur alle 3 h richtig trinken will, stört mich das nicht, aber die letzten Nächte mit dem Dauergenuckel und max. 30-60 min ohne Stillen am Stück haben mich doch ein wenig an die Grenze gebracht und ich glaube, ich bin in Sachen Schlafmangel schon recht resistent.
Kurz: vielleicht wäre das ein Weg für Euch, mit Kuscheln oder Schnuller die Nuckelphasen zu überstehen und für den Hunger noch das Stillen zu nutzen? 500 ml Muttermilch wären mir persönlich in dem Alter lieber als 500 ml Pre - wenn das drumherum im Rahmen ist. Wie gesagt - das Stillen meines Sohnes in der Nacht stört mich überhaupt nicht, das Stillverhalten meiner Tochter ist dagegen auf Dauer für mich nicht mehr tragbar, zumal ich nächste Woche wieder anfange zu arbeiten.
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Serafin
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Re: Richtiger Zeitpunkt fürs Abstillen?
Die normale Stillzeit eines Menschenbabys dauert 2 bis 7 Jahre.
Nachts muss viel verarbeitet werden, was tagsüber so erlebt wurde. Die Zähne jucken und und und. Da ist es doch klar, dass die Kinder nuckeln wollen. Und auch Nahrung brauchen, denn das Gehirn muss ja wachsen.
Unser Kind wird bald zwei und stillt noch mehrmals nachts. Ist halt so. Er schläft in meinem Bett und ich packe schnell aus und schlafe weiter. Wenn er so weit ist, wird er schon aufhören. Als er so alt war wie deiner, hat er noch quasi nichts gegessen und alle 45 Minuten gestillt nachts.
Nachts muss viel verarbeitet werden, was tagsüber so erlebt wurde. Die Zähne jucken und und und. Da ist es doch klar, dass die Kinder nuckeln wollen. Und auch Nahrung brauchen, denn das Gehirn muss ja wachsen.
Unser Kind wird bald zwei und stillt noch mehrmals nachts. Ist halt so. Er schläft in meinem Bett und ich packe schnell aus und schlafe weiter. Wenn er so weit ist, wird er schon aufhören. Als er so alt war wie deiner, hat er noch quasi nichts gegessen und alle 45 Minuten gestillt nachts.
kleiner Maulwurf 12/15
kleiner Schildkröterich 05/19
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Re: Richtiger Zeitpunkt fürs Abstillen?
Hallo!KeLa hat geschrieben:Ich glaube es geht ihm eben nicht um den Durst, sondern um das nuckeln ( einen Schnuller nimmt er, aber der reicht ihm nicht). Habt ihr eine Idee wie ich das Weg bekomme? Oder ist er einfach noch nicht so weit, ohne stillen schlafen zu können.
P.s ich habe kein Problem ihm nachts 4-5 Flaschen zu geben, ich frage mich nur ob das gesund und sinnvoll ist
Liebe Grüße
Es geht bestimmt zu einem großen Teil um Nuckeln und es kann trotzdem sein, dass er nachts noch Kalorien braucht, um gut zu gedeihen. Das wäre nicht ungewöhnlich, dass Babies im Alter deines Sohnes aufgrund von Hunger nachts Milch benötigen. Welche Milch das sei, finde ich nicht so wichtig, wie die Frage, ob er sie denn bekommt (und da sagtest du ja, es stelle kein Problem dar).
Ob man nun stillt oder die Flasche gibt, verhindert beides nicht zuverlässig, dass Babies mitunter so großen Gefallen daran haben oder einfach ein so großes Bedürfnis danach, dass sie es oft einfordern. Zumindest zeigen das die Erfahrungsberichte, die man hier liest oder von Freunden/Bekannten erzählt bekommt. Da darf man als Mutter/Vater die berechtigte Frage stellen, ob es nötig ist, den eigenen Schlaf in 18 Einheiten à 10 Minuten zu fragmentieren und die restliche Zeit mit stillen/Flasche geben/schunkeln/singen/spielen/wickeln etc. zu verbringen.
Vielleicht kann man dann doch dazu übergehen, das altbekannte Baby Check Verfahren anzuwenden (Satt? Sauber? Sicher? Schmerzfrei? Temperatur richtig? Nicht allein lassen?) und dann alternative Methoden auszuprobieren (ehe man 4 oder 5 Flaschen gibt. Ich meine ausdrücklich nicht, dass er gar nix kriegen soll).
Es geht letztlich immer ums Ausprobieren. Was bei Kind 1 nie funktioniert hat, geht hier bei Kind 2 wie von selbst. Singen, streicheln, schmusen - Kind schläft. Und umgekehrt. Kind 1 musste ich einfach nur den Nuckel aka Brust reichen und Ruhe war.
Hat beides Vorteile.
Bei euch könnte ich mir denken, dass eine solche große nächtliche Trinkmenge für Unruhe sorgt. Herrichten, füttern, Pipi, wickeln usw.
Beim Schnuller könnte es sein, dass es einfach noch ein paar Tage dauert, bis er ihn als Ersatz akzeptiert und auch wirklich zufrieden ist.
Trinkt er denn tagsüber noch Pre? Ganz weglassen würde ich die tagsüber wohl nicht, wenn er nachts soviel verlangt. Vielleicht macht er das auch, um auf seine Mengen zu kommen.
Erzähl dann mal, wie es weiter ging!
mit T (2013) und T (2017)
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Glyzinie
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Richtiger Zeitpunkt fürs Abstillen?
Bis zum vollendeten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch oder Pre die Hauptnahrung sein neben Beikost. Er sollte also tagsüber auch Flaschen erhalten, sehe ich genauso.
Du schreibst "Pre mit Wasser" sind die Flaschen nicht nach Anleitung zubereitet? Das ist nicht gesund.
Du schreibst "Pre mit Wasser" sind die Flaschen nicht nach Anleitung zubereitet? Das ist nicht gesund.
Mit eiligem Piffi (11/2016)