Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Austausch, Rezepte und Erste Hilfe für die Ernährungsumstellung bei Zöliakie, Milcheiweißunverträglichkeit, Lactoseintoleranz, etc.
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AnnieMerrick
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Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von AnnieMerrick »

Mit Wochenspeiseplan und SuT Rezepten versuche ich die Einschränkungen (Gluten, Kasein, Mandel) zu umgehen.

Durch den Kita kommt es doch zu grosseren Problemen. Das was wir mitgeben, wollen auch die anderen. Mini will manchmal das Essen der anderen. Die "Extrawurst" kommt bei den Erziehern im sinne von Extra und Gruppe =alles gleich, mini nicht das gleiche Essen=Sonderstellung=problem im Gruppe
zumindest wurde uns das so erklärt.
Wir sollen uns am Speiseplan orientieren.
Dazu kommt
Uns als Familie hängt die eine schmackhafte Sorte Brot zum Hals heraus.
Ich ess heimlich ein Brötchen auf Arbeit, Göga auch.

Wir als Familie können uns kostentechnisch gar nicht glutenfrei ernähren, es schmeckt vieles auch nicht.

Alternativen wie Reis ,quinoa usw mag ich sehr. Nur der rest der Familie rührt es nicht an. So koche ich oft 2 essen bzw nur für mini und mann isst nix bzw reste. Ich ess nix bzw.reste.suboptimal.
ich vertrag auch nicht alles.

nun stehe ich vor der unlösbaren Aufgabe kita gerichte nachzukochen, nur unter Auslassung der Hauptkomponenten!

Pro woche gibt es dort 2 reisgerichte oder gräupchen o.ä. . Die würde mini nie anrühren und was kochen was mini nicht isst, wo wir es von vornherein wissen, ist sinnlos. Das ist kochen für den mülleimer...

Dann isst mini alles trocken.null soße.kein eintopf. Nicht beim größten hunger!

ich steh schaffe es langsam zeitlich nicht mehr "großartiges" zu zaubern. Ergebnis, wir essen reste vom kind. Bzw.mann ist groß.sonderwunsche bitte selbst erfüllen oder hungern. ;)

trocken, kein eintopf, reis und co.

also Kartoffeln plus gemüse (kein tk, da ist milch und oder gluten sehr oft vertreten)
wir haben eine leckere glutenfreie nudelsorte gefunden
ab und an Buchweizenfladen, aber die bröseln und sind nix für die kita.die schmecken aufgewärmt nicht.

Ich weis echt nicht wie ich z.b. putengeschnetzeltes mit Champignons und reis nachkochen soll, wenn ich Champions und reis weglassen soll.oder eintöpfe oder milchreis.

mini mag keinen brotbelag, obwohl es da viel gluten und kaseinfreies gibt.nur trocken oder mit "butter" und Marmelade.

Kurz um, uns hängen die ca. 15 standartgerichte als Familie zum hals raus. Kita essen nachkochen? !?! Ich weiß nicht wie. Wirklich nicht.
Nudeltag - kein Problem. :) die restlichen tage schon.

kind warf letzten pizza (!!!) Weg.im kita hatten die kinder was anderes.will ich auch. Schwupp da lag die wirklich leckere pizza im dreck.kind gefrustet.ich sauer.

Wie machen denn das die ganzen anderen kinder mit allergien und glutenprobleme sind nicht mehr so unüblich? Ergeben sich daraus zwangsläufig gruppenprobleme und Sonderstellung? Außenseitergeschichten? Das kann ich nicht glauben ,will ich auch nicht.
Das "extra" macht lt. Küche keine Arbeit, aber es scheint wohl die erzieherinnen zu stören bzgl. Der gruppe im allgemeinen? Es klingt manchmal so. Das Thema essen ist schon 3x leitungsgespräch gewesen. :( wir geben zuviel essen mit.zu anders...
Himmel, was soll ich denn machen?'

ich versteh auch die erzieherinnen seite bzgl. Vorsicht usw.

Im kita sind wir leider die einzigen. Es gibt eine die keine milch trinken darf, ansonsten aber milchprodukte isst.
wir sind die einzigen mit diesem Problem. Alle anderen kinder essen normal mit. Der satz blieb hängen und trifft mich ins herz.
Normalität.

Hey...es wäre auch für mich eine ungeheure Entlastung nicht tgl. Essen zu kochen (ist nicht mein hobby) sondern zusagen:im kita gibt's warmes essen. Ich bin da aktuell auch sehr empfindlich.

wir haben sogar mal angetestet, ob milch oder weizen geht. Schwupp waren die Probleme wieder da.also weiter machen.


Ach, ich weiß nicht so richtig weiter. Ich les hier immer mal ein leckeres Rezept, dass dann auch, toll schmeckt, nur weder kind noch mann essen.

Seit kitastart nimmt mini ab. Die Situation scheint sie doch zu belasten. Spricht von hunger im kita.

Am Wochenende isst sie viel.hunger ist kein Thema.

In der woche verweigert sie z.b das nachmittagsvesper, obwohl sie da zuhause ist. Am Wochenende ist das nicht so. Scheint aber auch mit den völlig anderen essenszeiten in der kita zusammen zu hängen.

4 Baustellen...
Eintönigkeit im Speiseplan (Hauptproblem der familie im allgemeinen)
Nachkochproblem (hängt mit problem 3 zusammen)
Gruppenprobleme wg. Essen in kita
(Essenszeiten im kita) nicht änderbar, kind passt sich aber nicht an sondern hat entweder hunger (vormittags) oder will nichts (nachmittag)

Ich schick das jetzt mal so ab...
Viele Grüße
AnnieMerrick mit Maus (6/14) und Spatz (6/18)
---
Ich reduziere meine Onlinezeit und antworte unter Umständen erst einige Tage später.

Luzia
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von Luzia »

Meine Freundin kocht für ihr Kind am Kitaspeiseplan orientiert glutenfrei.
Bei uns gibt es zwar vom Caterer ein Allergiker-usw.-Essen, aber das ist quasi täglich nacktes Fleisch mit Reis, weil mit diesem Essen alle Sorten von Allergikern und Menschen mit Unverträglichkeiten, die der Caterer bekocht, bedient werden sollen. :roll:
Ich weiß nicht, wie meine Freundin das schafft, aber es geht. Ihre Motivation war eher umgekehrt: Wie kann ich es schaffen, dass mein Kind nicht traurig ist, weil es nicht das Essen der anderen bekommt, sondern etwas anderes essen muss?
Ihr anfänglich einziges Problem war, dass oft freitags noch nicht der Speiseplan für die kommende Woche ausgehängt war. Sie steht sehr früh auf und kocht dann direkt morgens. Das Kind ist auch recht wählerisch, was Essen angeht, isst z.B. fast nichts, wenn sie irgendwo eingeladen sind und die Gastgeber sich für die Glutenfreiheit fast auf den Kopf gestellt haben ( :lol: ), aber über Schwierigkeiten mit dem Essen in der Kita habe ich meine Freundin noch nie klagen hören.

co+lu
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von co+lu »

Hallo Annie,

Du schreibst:
“also Kartoffeln plus gemüse (kein tk, da ist milch und oder gluten sehr oft vertreten)“

So sieht es bei uns auch oft aus, finde ich aber nicht so schlimm. Gemüse nehme ich oft TK, dass ganz nackte, da ist nix anderes dran.

Was es bei uns auch oft gibt (also auch zu Hause) Kartoffelbrei bzw. -stampf mit etwas Butterschmalz und Kokossahne o.ä., Hirse, Linsen, glutenfreie Fischstäbchen, Eier in jeder Form, Rösti nur aus Kartoffeln, Hühnersuppe mit Gemüse und Nudeln, Nudeln aus Erbsen bzw. aus roten Linsen. Rotkraut aus'm Glas, Kürbissuppe, Möhrensuppe, Kartoffel-Brokkoli-Suppe... Milchreis hab ich auch schon gemacht mit Kokos-Mandel-Milch. Kannst ja auch ne andere Milch probieren, wenn Mandel nicht geht. Nudeln peppe ich oft noch mit geröstetem Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen auf. Oder veganem “Parmesan“. Mein Kind ist da inzwischen recht aufgeschlossen geworden. Könnte mit 3 natürlich noch etwas schwieriger sein. Vielleicht schmeckt deinem Kind Reis in etwas Fett angebraten besser?

Im Kiga hab ich mich auch etwas am Speiseplan orientiert, soweit möglich. In der Schule jetzt nicht mehr, da bei 3 Wahlessen sowieso jedes Kind was anderes hat, manche auch nur Brot.

Vielleicht trittst du im Kiga auch nicht überzeugend genug auf, wenn sie dir das Leben immer so schwer machen. Dem Kind geht es mit diesem Essen besser! Da gibt es für mich wenig dran zu rütteln. Ich habe mich zwar auch bei den Erziehern für die Mehrarbeit zwischen den Zeilen entschuldigt und oft bedankt, habe da aber nie negative Reaktionen erhalten.
co mit lu (01/11)

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LilyGreen
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von LilyGreen »

Nur ganz kurz: hast du dir mal reisnudeln angeschaut? (Packung genau anschauen, manche enthalten "spuren von...")
+ Nuckeltier (6.16)

co+lu
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von co+lu »

Annie, welche Nudeln sind das, die euch allen schmecken? Und wie machst du Buchweizenfladen? Habe ich noch nicht probiert.
co mit lu (01/11)

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blauelagune
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von blauelagune »

Eine Freundin hat auch für ihre Tochter Essen gekocht und mitgegeben. Sie hat sich am Kigaplan orientiert. Wenn es gar nicht ging, in Absprache mit dem Mädel was anderes. Der Kiga war nicht glücklich, hat es aber akzeptiert.
mit den drei Jungs (08/09) und (06/12) und (06/16)

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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von Sibi »

Annie,
habt ihr schon eine Ernährungsberatung gehabt? Ansonsten kann ich nur wiederholen, was ich in einem Deiner anderen Threads schon schrieb: Versucht, das ganze so positiv anzugehen wie möglich. Gegenüber eurem Kind und eurer Kita. Bei dir hört sich immer alles schwierig und kompliziert an. Klar ist Gluten und Milchallergie nicht schön, aber es ist Deine Verantwortung als Elternteil, das so positiv wie möglich für Euer Kind und Euch als Familie zu gestalten.

Unsere Kita hat selbst allergiefrei fürs Kind gekocht und wenn gerade Personalmangel war, gab es ein haltbares Fertigessen von uns, was in der Kita deponiert war. Klar hat nicht immer alles reibungslos funktioniert, aber es ist nicht wert, sich darüber zu echauffieren.
Sibi mit Märztochter 2011, Februartochter 2017 und Februarsohn 2017

co+lu
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von co+lu »

Ich habe auch eine Freundin, die eine Zeitlang das Essen in den Kiga mitgegeben hat. Sie hatte leider auch massive Probleme mit den Erziehern, die oft ihre Wünsche nicht umgesetzt haben und wenig Verständnis zeigten. Und wenn die Situation einmal verfahren ist, kann es natürlich schwierig sein, daran was ändern...
co mit lu (01/11)

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chennai
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von chennai »

Vielleicht kannst du mal den Kita-Speiseplan der nächsten zwei Wochen posten, sicher fallen vielen dann Tipps ein, wie man sich daran nach euren Vorgaben orientieren kann.

Geschnetzeltes würde ich halt das Fleisch mit einer rahmigen Soße (geht Sahne? Ansonsten halt pflanzliche Sahne) machen, statt Champignons ein anderes Gemüse, z.B. TK-Erbsen oder Mais reintun. Statt Reis zur Not halt dann kleingewürfelte Kartoffeln, vielleicht findet ihr auch eine Alternative, die einfach mehr nach Reis aussieht. Hirse? Helle Linsen wären vielleicht auch noch eine Möglichkeit.

Also ich würde mich v.a. optisch an den Kita-Gerichten orientieren.

Zu den Essenszeiten: Vielleicht könntet ihr versuchen, die auch am WE langsam umzustellen, an denen im KiGa ist ja eher nicht zu rütteln, denn das verstehe ich gut, dass sie da keine 'Extrawurst' machen können.
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


Meine Blogs: http://mamafecit.blogspot.com/ und http://minikin-pin.blogspot.com/

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Kaengu
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Re: Ernährung sehr eintönig wg. Unverträglichkeiten geworden

Beitrag von Kaengu »

Das ist bei uns auch grad Thema, daheim finde ich das kein großes Problem. Ich koche was den Großen schmeckt so dass der Kleine es zumindest in Teilen essen kann, falls er das nicht mag, kann er Haferflocken haben.
Aus Buchweizen gehen prima Pfannkuchen ( französische galettes sind auch nix anderes), und man kann Flädle aus den Resten machen und eingeworfen. Ist für uns ein super KiGa-Essen zum mitnehmen, dort wird das dann einfach in heiße Brühe geworfen.
Polenta mögen auch alle, als Schnitten auch transportabel.
Für auswärts finde ich es auch schwer, vor allem KiGa. Unserer soll kein Weizen, außer Sahne/Butter, keine Kuhmilchprodukte, kein Zucker, auch nicht Tomaten, Äpfel, Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Kiwi etc
Grüße von Kaengu mit Tanzmaus *9/2011 und Baggerfan *1/2015

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