Hallo Jamelek, du machst dass alles ganz toll! Ich lese deine Verzweiflung aber auch deine Liebe. Vielleicht habe ich etwas falsches zwischen den Zeilen gelesen, dann entschuldige ich mich gleich;-)
Es kommt mir vor als versuchst du den fehlenden Papa zu Hause zu ersetzen, aber du bist eben "nur" du und ich glaube du bist ausreichend, für dein Kind bist du die Welt. Ich habe mir letztens ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen "Liebende bleiben von Jesper Juul" , ich finde man kann das Buch auch gut lesen ohne "Liebende" zu bleiben, sich selbst zu lieben reicht schon. Er sagt man darf ganz klar einem Kind sagen wenn man Ruhe haben möchte, in etwa " Ich möchte jetzt das du schläfst, ich möchte nämlich jetzt meine Ruhe haben, meine Akkus mal aufladen".
Als unser Großer (bald 5.) ca.zweiJahre alt war, war die Einschlafbegleitung so kräftezehrend, er zappelte und stillte ewig, hielt sich selber wach, ich wollte dann nicht mehr. Mein Mann hat viele Abende übernommen, irgendwann waren wir an einem Punkt der Ehekrise, sobald die Schlafenszeit eingetrudelt war,waren wir schon wütend und ungehalten. Also haben wir für uns entschieden das eine Lösung her muss. Unsere Lösung war, wir lesen im Flur und er liegt alleine im Bett. Natürlich hat er die ersten zwei Abende geweint, wir haben sehr viel erklärt, irgendwann fragte er dann ob er die Augen zu machen kann

seit dem schläft er alleine in seinem Bett, oft erzählt er noch oder singt, aber er kommt oft noch Nachts zu uns. Er weiß also immer noch wo sein Leichtturm durch die Nacht ist. Ich habe damals auch abgestillt, denn er nuckelte nur um wieder einzuschlafen und ich war so oft wach, mit dem Abstillen änderte sich auch sein Nachtschlaf. Aber so war unser Weg, ich finde es immer hilfreich verschiedene Wege zu lesen und sich selbst etwas davon anzugucken. Ich drücke dich (())
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