Da habe ich das erste Mal hier von gelesen.
Zu dem Zeitpunkt war Tochterkind 6 Wochen alt und schlief natürlich in unserem Bett, so am Anfang ist das ja normal, und nach ein paar Wochen sollte sie dann in ihr Beistellbett umziehen und dann so mit einem Jahr in ihr eigenes Zimmer.
War jedenfalls der Plan.
Das Beistellbett wurde zur Ablage für meinen Hintern, und das Kind blieb zwischen uns liegen. So um den 1. Geburtstag kauften wir dann ein Bett fürs Kinderzimmer - gleich ein großes, damit einer von uns beim Einschlafen dabei liegen konnte.
Da es aber Nachts immer noch 1-2 Flaschen gab, blieb das Kind bei uns und das Bett wurde erst mal nur zum Mittagsschlaf genutzt.
Dann kam der 2. Geburtstag, und Tochterkind wollte das erste Mal von allein in seinem Bett schlafen. Durfte sie natürlich. Irgendwann nachts kam sie wieder zu uns rüber, und das ging so eine Woche, dann wollte sie wieder ganz zu uns. Hatten wir uns eigentlich nicht so vorgestellt, aber da sie sehr ruhig schlief, hat sie auch nicht sonderlich gestört, also durfte sie bleiben.
Irgendwann kam eine Hampelphase nachts, und mein Mann hatte keine Lust mehr auf Familienbett - ich hatte aber keine Lust nachts aufzustehen. Also sagte ich: Kind kann ausziehen, wenn DU nachts aufstehst. War insofern gemein, als dass nachts eh nur ich akzeptiert wurde (wenn ich im Haus bin, bin ich weg, gehts auch prima mit Papa). Er hatte natürlich auch keine Lust, also blieb sie bei uns im Bett.
Dann wussten wir, dass wir umziehen und es hieß: im neuen Haus schläfst du dann in deinem Zimmer. Da war sie etwas über 3 und probierte es ein paar Mal, hatte aber immer Ausreden, warum es nicht ging. Alles fadenscheinig, letztendlich war klar, sie traut sich noch nicht alleine. Also blieb sie bei uns - ICH fands eh schön so. Ok, die Füße im Bauch meistens weniger
Es folge die Nachtstrockenwerdphase und die Krise, weil mein Mann nicht wollte, dass es bei uns im Bett Unfälle gibt. Hatte ich hier auch n Thread aufgemacht. Ich hab auf beide Matratzen ein paar Moltonunterlagen gemacht und es gab einen Unfall, von dem hab ich Tochterkind gar nichts erzählt um sie nicht zu entmutigen. Danach war das Thema durch, das Kind trocken und alles prima.
Sie wurde 4... und immer noch kein Ende in Sicht. Mein Mann wieder häufiger am Mosern. Dann wussten wir, dass wir bauen werden, und das Haus wird vmtl. Mitte 18 fertig. Da ist sie dann 5.5 und dann hätten wir einen Auszug aus dem Bett endgültig durchgesetzt, ich auch. Also haben wir immer mal wieder erwähnt, dass sie dann dort in ihrem Zimmer schlafen wird, weil sie dann wirklich alt genug sein wird.
Ihr bester Freund ist ein gutes halbes Jahr älter, und durch den hat sie schon so manchen Ehrgeiz entwickelt (Radfahren zB). Also wir saßen letzten Montag in ihrem Zimmer und auf einmal:
"ich will in meinem Bett schlafen".
"Ja darfst du ja".
"Aber ich will ab HEUTE für IMMER in meinem Bett schlafen!!".
(Freitag vorher war ihr Freund bei uns, vielleicht hat er da was gesagt, und es hat das WE über in ihr gearbeitet)
Also haben wir alles hergerichtet und sie ging abends in ihr Bett. Hört noch ne CD zum Einschlafen und gut ist.
Die ersten 2 Nächte kam sie irgendwann zwischen 3 und 5 angetapert, danach nicht mehr.
Jetzt schläft sie also in ihrem Zimmer.
Von ganz alleine, weil sie das so wollte.
Im Moment vermisse ich ja das Kuscheln schon noch - aber ich denke es wird ganz schnell die Freude über meine volle Matratzenbreite überwiegen
So, das mal als Mutmachbericht, für alle Familienbettgeplagten die das eigentlich nicht mehr möchten