nach geschätzten sieben Jahren muss ich hier auch mal wieder schreiben.
Meine Kleine ging vor etwa einem Jahr mit dem ersten Wackelzahn an, dass Einschlafen wieder schwierig würde. Sie schlief da eigentlich schon im eigenen Zimmer. Zuerst ist ihr großer Bruder nachts mit eingezogen. Dann schliefen sie zusammen in einem Bett. Soweit so gut. Immer mal kam sie nachts ins noch stehende Familienbett. Auch das ist in Ordnung für uns. Aus dem immer mal wurde in den letzten Wochen nun fast täglich. Mir zuviel, weil sie sich dicht an mich drängt und ich mir dann immer irgendwelche Wirbel blockiere, da ich mich nicht mehr auf den Rücken drehen kann. Seit ich ihr das erklärt habe, wurde auch das besser.
Seit Anfang der Woche nun kann sie gar nicht mehr alleine einschlafen. Sie hat nun zusätzlich zur doppelten Zahnlücke auch noch wieder drei Wackelzähne. Sie möchte also ganz im Familienbett schlafen. Zähneknirschend nehmen wir das hin, weil wir eigentlich auch gerne abends noch mal was anderes im Bett tun als schlafen. Und da unser Wohnzimmer momentan Baustelle ist, können wir es uns da abends auch nicht gemütlich machen.
Jetzt war ich ein paar Tage krank und bin mit ihr eingeschlafen. Meist habe ich mich dann ohne ihr Wissen irgendwann noch mal ausgeschlichen. Heute habe ich ihr vorher gesagt, dass ich noch nicht schlafen gehe. Sie bat mich zu bleiben bis sie schläft, damit sie "nicht so doofe Gedanken hat bis zum Schlafen". Ok dachte ich, das Kind schläft ja schnell ein. Aber nichts war. Nach anderthalb Stunden habe ich aufgegeben wieder aufstehen zu wollen.
Nur wie geht es weiter? Wie gesagt im Wohnzimmer ist Baustelle, ich kann sie also nicht zu uns nach vorne legen. Ich habe aber auch keine Zeit, jeden Abend drei Stunden Kinder fertig zu machen (Inkl. Abendbrot und Bad). Unter der Woche stehe ich um halb fünf, die Kinder um sechs auf. Eigentlich muss der Große um 19:00 schlafen, damit er morgens überhaupt wach wird. Momentan ist es eher 20:00 bis die Kinder im Bett liegen. Wenn ich dann noch eine Stunde bei meiner Kleinen liege, brauche ich gar nicht mehr aufzustehen. Nur muss ich, wenn die Kinder im Bett sind noch alle Dinge für den nächsten Tag (Klamotten für Kinder und mich raussuchen, meine Sachen packen und mein Essen für den nächsten Tag vorbereiten) organisieren. Und eigentlich auch noch Abendbrot essen, weil mir das Abendbrot der Kinder viel zu früh ist. Und so ganz nebenbei ist das auch die einzige Paarzeit mit meinem Mann, wo wir es uns wahlweise gemütlich machen können oder noch ein wenig arbeiten müssen.
Ja, ich weiß es ist nur eine Phase. Aber momentan bin ich echt ratlos, da sich diese Phase ja schon seit über einem Jahr hinzieht. Und Baustellenentspannung im Haus ist auch nicht in Sicht. Puh, ich drehe mich im Kreis.
Danke fürs Ausjammern dürfen und ganz lieben Dank an alle, die bis zum Ende durchgehalten haben. Vielleicht habt Ihr ja noch solidarische Ideen.