Es ist doch ein Zusammenspiel aus dem individuellem Schlafbedürfnis und der eigenen Lebenssituation, sprich wann müssen wir morgens raus.
Mein 4 jähriger benötigt leider nur knapp 9 Stunden Schlaf insgesamt. Würde ich ihn um 19 Uhr ins Bett schicken, ist er logischer Weise um 4 Uhr morgens munter. Nein danke. Aber an der Länge des kindlichen Schlafbedürfnis kann man eben nichts ändern. Der Versuch würde unweigerlich zu Problemen führen.
So geht mein kleiner Sohn eben gegen 21 Uhr schlafen, dann können wir um 6 Uhr gemeinsam aufstehen. Theoretisch könnte er sogar bis 8 Uhr schlafen, tut er aber nicht, da nach 9 Stunden sein Schlafbedürfnis gestillt ist.
Wo er noch MIttagsschlaf machte, ja da habe ich ihn einfach nicht vor 23 Uhr ins Bett bekommen. Oft genug bin ich um 1 Uhr morgens noch mit ihm durch die Wohnung getrappt. Egal wie kurz, auch nur 30 Minuten Tagschläflein führten bei ihm dazu für mindestens 8-10 Stunden wieder volle Power zu haben. Ein Kindergarten mit Schlafzwang wäre mein persönliches K.O. als Alleinerziehende. Daher geht mein Sohn auch in den etwas weiter entfernten mit extrem blöden Öffnungszeiten EI Kiga, wo eben kein Schlafzwang herrscht, außerdem noch ein respektvoller liebevoller Umgang. Sämtliche Gemeindekitas bieten beides nicht.
Zum Thema zurück, ich bin auch ein Mensch, der eher wenig Schlaf braucht. Jetzt mit Ü 40 mag ich aber schon meine 6 Stunden habe. Früher mit Mitte 20 habe ich unter der Woche nie mehr wie 4-5 Stunden geschlafen. Meine Mutter ging damals auch streng nach Schlaftabellen, die sie wahrscheinlich der Elternzeitschrift entnommen hat. Ich kann mich noch gut an die Diskussionen erinnern. Weiß nicht wie alt ich tatsächlich war, aber es war Grundschulalter (ging bei uns bis Klasse 6). Strikt hat sie drauf gepocht, dass ich 11 Stunden schlafen (bzw. dann halt im Bett liegen muss).
Ergebnis, in meiner Erinnerung habe ich die komplette Kindheit Schlafstörungen gehabt. Stundenlang lag ich abends wach im Dunkeln im Bett. Oft war ich noch wach, wenn ich meine Eltern ins Bett gehen hört. Nach dem ersten Einschlafen bin ich unzählige Male aufgewacht und lag nachts wieder wach im Bett.
Ins Bett gehen und gleich einschlafen können und dann auch noch durchschlafen (also bevor ich Kinder bekam

) habe ich erst viele Jahre nach meinem Auszug, da war ich einiges über 20 gelernt.