"Erzwungenes" Abstillen wg. Schwangerschaft

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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1978Schmetterling
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"Erzwungenes" Abstillen wg. Schwangerschaft

Beitrag von 1978Schmetterling »

Hallo Ihr Lieben,

Ich hoffe auf Eure Erfahrungen, da ich gerade recht ratlos bin.
Meine Tochter (knapp 2) stillt noch relativ viel (ca 3-4x pro Tag und 1-mehrmals nachts), v.a. in Zahnungs Zeiten (sie hat gerade Zahn 11&12 bekommen, fehlen noch 8....).
Nun habe ich diese Woche recht überrascht festgestellt, dass ich schwanger bin, müsste so ca SSW6 sein. Ich merke aber schon deutlich, wie die Milch zurück geht. Das führt dazu, dass die Maus die letzten Nächte nun schon stundenlang verzweifelt versucht hat, dauernuckelnd noch ein paar Tropfen Milch heraus zu quetschen. Sie kann nicht einschlafen ohne wenigstens ein paar Schlückchen bekommen zu haben und weint ganz furchtbar. Nun kann ich das an sich ja nicht ändern, ich nehme sie immer ganz eng in arm, lasse sie nuckeln so viel sie will und versuche eben mit kuscheln auszugleichen.
Meine Frage ist aber: soll ich die Milchmenge mit Pulver Milch ausgleichen, um den Bedarf zu decken? Wenn ja, mit welcher Flasche ? Und welchem Pulver?? Ich hab schon den Eindruck, dass die das noch bräuchte, sie ist auch keine sehr gute Esserin. Ich stand aber gestern im Drogeriemarkt und hab völlig überfordert aufgrund der Riesen Auswahl aufgegeben....
Flasche hat sie nur so ca bis 9 Monate genommen und auch nur mit abgepumpter Mumi. Meint Ihr, es macht Sinn, ihr das noch anzugewöhnen?
Und wie war das bei Euch mit dem stillen in der Schwangerschaft? Haben Eure Kids auch "trocken" weiter genuckelt? Und kam im Laufe der SS wieder mehr Milch oder erst wieder nach der Entbindung?

Danke für Eure Antworten schon mal und noch einen schönen Sonntag!



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Zuletzt geändert von Mondenkind am 03.04.2017, 08:45, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: unerwünschte Abkürzung für Schwangerschaft editiert
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Lunali
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Re: "Erzwungenes" Abstillen wg Schwangerschaft

Beitrag von Lunali »

Hallo Schmetterling, Glückwunsch zur Schwangerschaft, ich starte morgen in die 6. SSW :)

In meiner 2. Schwangerschaft habe ich auch gemerkt, dass die Milch zurückging. Zum Einschlafen war S. (damals gerade 1) nicht zufrieden, wir haben dann Pre in der Flasche gegeben, würde ich gefühlt nicht nochmal machen.

Wir haben noch weitergestillt, bis er 15/16 Monate war, da hatte ich vorzeitige Wehen und mir wurde geraten, abzustillen (Stillmods, war das eigentlich der richtige Rat).
Richtig angekurbelt wurde die Milchproduktion dann wieder zur Geburt.

Bis zum Abstillen hat S. sehr viel trockengenuckelt, bzw. nicht ganz, etwas Milch hatte ich schon noch.

Alles Liebe :)
Mama von drei tollen Söhnen, geboren 1/2011, 7/2012 und 11/2017
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JuliKlee
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Re:

Beitrag von JuliKlee »

Hallo Schmetterling,
ich hatte auch so einen vieltrinker und wenigesser. Mit der Schwangerschaft ging die Milch weg und mein Kind hat plötzlich gegessen. Vorher musste er ja nicht, gab ja genug Milch. Er hat dann ganz lange morgens gegen 4 einen Banane gegessen, aber selbst die hat sich irgendwann von allein wieder ausgeschlichen. Er ist immer später aufgewacht. Ich glaube, ich würde es an deiner stelle ohne Flasche testen. Gib ihr ein paar tage und biete ihr immer essen an, vielleicht merkt sie ja schnell, dass man von essen auch satt werden kann.
Alles Gute.
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Jia
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Re:

Beitrag von Jia »

Warum Pulvermilch? Simple Kuhmilch ist in diesem Alter doch völlig ok. Und die Pulvermilch ist ja nichts anderes, nur künstlich aufbereitet. Alles, was da zusätzlich drin ist, sollte eine halbwegs ausgewogene Ernährung am Familientisch problemlos abdecken. Und wahrscheinlich isst sie von alleine mehr, wenn der Kalorienbedarf beim Stillen nicht mehr gedeckt wird.

Meine Grosse war anderthalb, als während der Sws die Milch weniger wurde. Sie hat zu diesem Zeitpunkt aber nur noch abends vor dem Einschlafen und morgens getrunken. Da habe ich ihr dann zusätzlich ein kleines Fläschchen normale Kuhmilch angeboten, was sie gerne genommen hat. Bald darauf wollte sie dann auch nicht mehr zwingend an die Brust, das Stillen ist dann nach und nach durch Kuscheln und Bilderbuch anschauen ersetzt worden. Für mich war das der ideale Moment zum Abstillen, denn im Verlauf der Sws wurden die Brustwarzen sehr empfindlich, so dass trocken Nuckeln für mich wohl sehr unangenehm geworden wäre.
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RamblerRose
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Re:

Beitrag von RamblerRose »

Ich habe meinen großen bis ca 20 Monate gestillt, er war also noch ein wenig jünger als deine. (Ich hatte das Einschlafstillen kurz vorher abgeschafft, die anderen Stillmahlzeiten ,3-5 mal nachts, sind dann über einige Wochen von ihm selbst abgeschafft/nicht verlangt worden) Wir haben keine Milch eingeführt, er trinkt auch eher wenig Milch und Milchprodukte, also rein von der Entwicklung denke ich nicht dass Milch notwendig ist.

Wenn es für Euch zum Einschlafen dazugehört kannst Du es natürlich gern einführen, ob Pre, Kindermilch oder Kuhmilch scheiden sich die Geister, ich würde aber mal vermuten dass alle Lösungen OK wären.

Was das Essen betrifft, gab es bei uns keine merklichen Veränderungen.
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Re:

Beitrag von Lösche Benutzer 9567 »

Noch eine Stimme für einfach Essen lassen ohne Nahrungsersatz.Die emotionalen Bedrürfnisse stillst du ja weiterhin und ernährungsmäßig würde ich das nicht mehr in Betracht ziehen.
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Peppa
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Re: "Erzwungenes" Abstillen wg Schwangerschaft

Beitrag von Peppa »

Hier auch in der Schwangerschaft abgestillt (Milchmenge deutlich reduziert und zudem noch plötzliche Abneigung meinerseits...hormonell wohl). Sohn war etwas über 2,5 dabei und quasi noch Vollstiller (solange ich verfügbar war...war ich arbeiten, hat er dennoch oft gewartet auf mich, nur mini-Mengen gegessen und schon immer sehr schmal und leicht). Er hat dann auch früh morgens etwas zu essen gebraucht (war bei uns auch Banane), ich habe auch an und zu normale Milch mit ganz wenig Kakao angeboten. Er hat sich sehr schnell umgestellt, dann auch durchgeschlafen und mehr gegessen. Nicht so viel, wie ich hoffte...aber es reicht ihm offensichtlich und er ist wohl einfach ein Wenigesser. Die Kinder in dem Alter verhungern sicher nicht ohne Muttermilch, wenn sie altersgerechte und ausgewogene Nahrung angeboten bekommen! Ich war auch sehr besorgt...und dann so froh, wie unproblematisch es ablief. Drei Tage gab es etwas Weinen und Fragen nach Milch, ich habe es ihm immer wieder erklärt und getröstet, gekuschelt und begleitet, dann war es auch ok. Muss nicht bei jedem Kind so sein, aber bei vielen ist es so, nur Mut! Oder du läßt zusätzlich trotzdem trocken nuckeln, dann stillt das Kind bestimmt wieder normal, wenn die Milch mit dem Geschwisterchen wiederkommt. Mir war das nur einfach furchtbar unangenehm. Und nach der Geburt hatte er die Technik verlernt, er hätte sonst noch weiter stillen dürfen.

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FrauPferd
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Re: "Erzwungenes" Abstillen wg Schwangerschaft

Beitrag von FrauPferd »

Wir haben auch in der Schwangerschaft abgestillt. Mein Sohn hätte zu dem Zeitpunkt aber wohl selbst noch fast voll gestillt [emoji57]. So ab der 7-8. Woche wurde die Milch weniger, ab der 12. Woche tat es höllisch weh und etwa ab der 14. Woche hat er endlich begonnen richtig zu essen & schlief auch plötzlich durch (vorher bis zu 8x nachts gestillt).

Wir haben nachts nur Wasser angeboten, aber auch das nimmt er (bis heute) nur gaaaanz selten. Kuhmilch etc. möchte er nie.
Gib euch Zeit, ihr ihr findet einen Weg, hier war das Abstillen übrigens mit ganz ganz wenig Tränen verbunden und er durfte aufgrund der tierischen Schmerzen nicht trocken nuckeln.


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auri82
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Re:

Beitrag von auri82 »

Grade heute ist mir mit einigem Erstaunen klar geworden, dass wir nun quasi die ganze Schwangerschaft trocken durchgestillt haben. Die Milch ist bei mir auch ganz früh weg gewesen und natürlich hat es sich auch reduziert - aktuell darf sie morgens recht ausführlich und nachmittags irgendwann nochmal, zum Einschlafen und nachts hat sie glücklicherweise selbst abgeschafft.
Ich habe ihr dann auch irgendwann erstmalig eine Flasche gegeben, da sie Kuhmilch nicht gut verträgt mit Hafermilch, die mag sie gerne. Sie bekommt sie bis heute, mal eine am Tag, mal mehr, wie sie halt danach fragt. Aber ein Ersatz für das Stillen ist das nicht für sie, ich hatte mir das auch erhofft. Aber ehrlich gesagt war der einzige Effekt dass sie eine ziemlich miese Saug-/ Nuckeltechnik entwickelt hat. Sie schläft nicht ein mit der Flasche und wenn sie stillen will, nimmt sie sie auch nicht an. Es gab eine ganze Weile Unstimmigkeiten zwischen uns weil ich das Einschlafstillen (bzw. Dauernuckeln) zum Mittagsschlaf abgeschafft habe, da hat die Flasche nicht geholfen.
Insgesamt finde ich es ok, dass sie jetzt halt ab und zu danach verlangt aber ich glaube, ich würde es nicht nochmal so machen.
Achja, essen tut sie mäßig bis mies aber auch da bringt die Flasche eher nichts, wenn sie satt ist, will sie meist keine und wenn sie eine möchte, isst sie hinterher noch weniger.... Ich hoffe, dass mit dem kommenden Milcheinschuss wieder mehr Kalorien bei ihr ankommen, Hafermilch ist ja deutlich weniger gehaltvoll als Mumi. Allerdings werde ich sie weiterhin beschränken, wenn das Baby da ist, mehr als 2-3mal am Tag möchte ich sie nicht lassen.
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1978Schmetterling
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Re: "Erzwungenes" Abstillen wg Schwangerschaft

Beitrag von 1978Schmetterling »

Vielen lieben Dank Euch allen für die ausführlichen Berichte. Hab's heute Abend mal mit Kuhmilch versucht - bäh! Geht gar nicht.... ich lass die Flasche jetz mal hier stehen als Notfall für die Nacht. Wasser steht hier sowieso immer. Mal schauen wie es sich entwickelt, aber ich denke, Pulvermilch muss ich tatsächlich nicht mehr anfangen. Vielleicht leg ich noch ne Banane bereit.
Wahrscheinlich hab eher ich selber emotional ein Problem mit dem Abstillen, ich hab so so gern gestillt.... und es hat mich auch immer beruhigt, weil sie eben nicht die große Esserin ist, dass sie so auf alle Nährstoffe kommt. Naja nun ist es wie es ist und Eure Erfahrungen helfen mir sehr, damit umzugehen.
Ich berichte die nächsten Tage mal wie es weiter gegangen ist.
Eine gute Nacht allerseits!


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Schmetterling mit * 04/2014 und Zaubermaus 04/2015 und Prinz 12/2017
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