Hier mag ich nochmal etwas zu schreiben.glockenblümchen hat geschrieben:Hier Waldkindergarten Kinder. Ich als Mutter bin vollkommen überzeugt davon, dass es für mein Kind das Beste ist, in und mit der Natur aufzuwachsen. Das war mir in erster Linie wichtig. Alles Andere kommt von selber oder man hilft eben ggfs nach. Mein 4.5 jähriges Waldkindergarten macht ohne jegliche Förderung Sachen aus dem Bereich der ersten Klasse.
Ebenfalls natürlich ein liebevolles Miteinander aber das kriegt man eh erst mit, wenn man im Kindergarten angekommen ist.
Dass das Kind zum Wald und draußen sein passen muss sehe ich etwas anders. Ich habe überhaupt keine "klassischen Waldkinder". Alle Kinder bei uns haben sich vor allem im ersten Winter an das viele draußen sein gewöhnen müssen, also mit 3 plus. Mit 4 plus ist das Thema Wetter überhaupt kein Thema mehr, es sei denn die Erwachsenen machen eins drauss.Das finde ich auch ziemlich logisch in Anbetracht dessen, dass man ja normalerweise nicht so viel Zeit draußen verbringt wobei wir schon immer gerne und viel draußen waren aber natürlich nicht 5-6 Stunden am Stück.
Ich glaube aber auch, man muss "den Wald wollen" als Eltern. Sonst wird das nichts.
Ich habe selbst auch zwei Waldkinder und wir haben uns damals aus ähnlichen Gründen + Suche nach geeignetem Ort für unser hochsensibles Kind für den Wald entschieden. Ich bin heute (anders als zu Beginn) der Überzeugung, dass nicht alle Kinder gleich gut im Wald aufgehoben sind und nicht jedes Kind adaptiert. Mein Fünfjähriger kämpft bis heute mit dem Wetter. Der Tag im Wald ist - insbesondere im Winter - rau. Die Kinder müssen in Bewegung bleiben, sonst wird es kalt. Vielleicht erstmal müde noch etwas in eine Leseecke kuscheln, in Ruhe wach werden, gemütlich starten - schwierig. Mein Mittlerer ist ein echtes Waldkind, für ihn passt der Kindergarten wunderbar.
Zum Thema Aufwand: Ich denke, hier muss man wirklich Infos einholen und für sich entscheiden, ob es passt. Ich selbst sehe zum Beispiel auch immer, dass all die Mitarbeit, die Feste, die Zeltlager auch die Eltern und Erzieher zusammen schweißen. Der Kindergarten ist kein fremder Ort, sondern ein sehr vertrauter, der mir viel bedeutet und den ich mag. Wir Eltern kennen uns gut, der Draht zu den Erziehern ist eng. Ich persönlich sehe das als Bereicherung und als Geschenk, jemand anders könnte es vielleicht als zu eng empfinden.
Ich wünsche euch, dass ihr eine Entscheidung trefft, die sich gut und richtig anfühlt!
Frag gerne, wenn du noch Fragen hast!