Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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babette89
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Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von babette89 »

Liebes Forum,

ich bin noch neu hier und habe mich erst mal durch die Linksammlung gelesen, aber bei mir sind grad so viele kleine Stolpersteine rund ums Stillen, dass ich nicht weiß womit ich anfangen soll :cry:

Meine Tochter ist fast 6 Wochen alt und ein richtiger Wonneproppen, hier ihre Gewichtsdaten:
U1, 30.12.16: 3.760 g
U2, 2.1.17: 3.660 g
U3 haben wir morgen
Hebamme, 7.2.17 (=gestern): 5.210 g

Gedeihen ist also kein Problem - sie ist ein aufgewecktes, munteres Kind, hat gerade ihren ersten Entwicklungsschub hinter sich, will viel Nähe und wird viel getragen, wir schlafen im Familienbett, ich stille voll. Sie will alle 3 - 4 Stunden an die Brust, trinkt zügig eine Seite leer und ist dann satt. In der Nacht kommt sie 2 - 3 mal, ich stille sie im Liegen, aber von automatischem Andocken im Halbschlaf sind wir weit entfernt :roll: Das Andocken braucht manchmal eine Minute oder so, bis sie durch ihr Kopf-hin-und-her-werfen auf der Brustwarze landet. Keine Ewigkeit also. Sie saugt auch ordentlich an, aber der Schmerz ist aushaltbar und nach dem MSR auch vorbei.

Unser Stillstart war okay. Sie hat schon im Kreißsaal, 2 Stunden nach der Geburt, das erste mal nach der Brust gesucht, Vormilch hatte ich schon seit dem 5. oder 6. Schwangerschaftsmonat, daher konnte ich sie quasi sofort stillen. Ab da ging es brav im 4-Stunden-Rhythmus weiter, am 3. Tag dann der Milcheinschuss mit geschwollenen Lymphknoten, aber ich konnte sie durchgehend stillen und musste nur 2-3 Mal auf Stillhütchen zurück greifen, wenn die Brustwarzen zu hart waren. Dieses Problem hatte ich nur in der Zeit im KH, seitdem trage ich wieder BHs mit Stilleinlagen, die haben das Problem gelöst. Es sei dazu gesagt, dass ich recht große und schwere Brüste (75 G) mit großen Warzenvorhöfen habe. Das macht es der Kleinen nicht unbedingt einfacher; manchmal zieht die Schwerkraft ihr die Brust wieder aus dem Mund, wenn sie nicht fest genug saugt. Oft passiert das, wenn sie beim Stillen wegnickt oder schon satt ist nur noch nuckelt.

Zugefüttert habe ich ein einziges Mal, als im Alter von 2 Wochen meine Schwester kurz auf sie aufgepasst hat. Nachdem ich noch keine Pumpe hatte, hab ich ihr so fertige Pre-Milch im Tetrapak da gelassen und eine Avent-Flasche mit Naturnah-Sauger, falls die Kleine trotz vorher-Stillen und der Tatsache, dass ich nur 3 Stunden weg sein würde, Hunger bekommen würde. Also eine Notlösung. Die Flasche hat sie genommen, aber nicht viel getrunken. Ähnlich die zwei Versuche, als mein Mann ihr abgepumpte Milch mit der Flasche gegeben hat: sie hat getrunken, aber nicht viel. Wie gesagt, das waren jetzt 3x Flasche in fast 6 Wochen.

Einen Schnuller bekam sie ab einem Alter von 2 Wochen, nur zum Einschlafen, nur wenn gar nichts anderes geholfen hat (z. B. während den Schreikrämpfen beim Entwicklungsschub). Ich würde sagen, der Schnuller ist nicht täglich im Einsatz, und wenn dann bekommt sie ihn nur wenn sie definitiv satt ist zum Einschlafen, dabei wird sie von mir bekuschelt und bekommt so Nähe. "Nur nuckeln" kriegt sie an der Brust irgendwie nicht hin; ich habe sehr viel Milch und als ich versucht habe, das Komfort-Nuckeln an der Brust statt mit Schnuller zu machen, hat das in Überfressen, Bauchweh und Spuckfontänen und ganz viel Gebrüll geendet. :cry:

Grundsätzlich muss ich voraus schicken, dass wir mit dem Stillen im Großen und Ganzen klar kommen. Ich bin definitiv nicht kurz vorm Abstillen und genieße es :D

ABER:
1. Von Anfang an kämpfe ich mit wunden Brustwarzen. Das Anlegen habe ich aber irgendwann raus bekommen, dadurch hat sich das gebessert, schmerzfreies Stillen (bis auf das Andocken) bekomme ich bei 50 - 75 % der Stillmahlzeiten hin. Durch das falsche Anlegen am Anfang habe ich aber eine richtig zerklüftete rechte Brustwarze bekommen mit einem Spalt oben rum und bis zur Seite runter, die ich lange mit allem möglichen behandelt habe: Wollfett, Multi MAM Kompressen, Muttermilch eintrocknen lassen, Stilleinlagen aus Baumwolle/Bambus statt Einmaleinlagen - nur um festzustellen, dass das mit feuchter Wundheilung nichts wird. Ich habe weitergestillt, das leichte Brennen bei jedem Zug der Kleinen war auszuhalten, wenn auch nicht angenehm. Nach 4 Wochen habe ich recherchiert, weil nichts half, und bin auf den Brust-Donut gestoßen. Nachdem ich so viel Milch verliere, wenn ich auf der jeweils anderen Seite stille, war der in kürzester Zeit durchgesuppt. Also habe ich mir in der Apotheke Brustwarzenschoner von Medela besorgt und verwende die regelmäßig. Versuche außerdem oft, oben ohne rumzulaufen bzw. die Brustwarze lange an der frischen Luft zu halten und die Muttermilch nach dem Stillen gut eintrocknen zu lassen. Trotzdem bildet sich natürlich in dem Plastikding warme Feuchtigkeit, also reinige ich die Dinger alle paar Stunden mit kaltem Wasser, dann warmem Wasser mit Seife/Spülmittel, je nach Verfügbarkeit.
Seitdem ich das mache, also seit ca. 1,5 Wochen, heilt die Brustwarze endlich, auch wenn der Spalt noch erkennbar ist. Er war nie blutig, nur offen; nun bildet sich über dem "offenen" Teil endlich neue Haut, das Stillen ist deutlich angenehmer geworden, wenn auch meistens noch nicht schmerzfrei - kam aber durchaus schon vor.

Nun meine 1. Frage: Die Brustwarze mit dem Spalt juckt zwischendurch immer wieder mal. Kein stechender oder brennender Schmerz beim Stillen oder davor oder danach, aber hin und wieder habe ich ein etwas irritierendes Gefühl in der Brustwarze. Kann das Soor sein oder evtl. nur die Wundheilung? Meine Tochter zeigt keine Soor-Symptome, aber ich werde morgen bei der U3 auch die Kinderärztin fragen.

2. Was mich zu dem Soor-Verdacht führt: Ich hatte vor einer Woche einen (selbstdiagnostizierten, ist ja nicht der erste...) Scheidenpilz und habe den mit einer 3-Tages-Kur und Creme behandelt. Auf die Hygiene, verschiedene Handtücher etc. habe ich natürlich geachtet, aber wer weiß welche Wege eine Infektion findet... seit ein paar Tagen trinkt die Kleine an der rechten Brust recht unruhig, trinkt sich erst in 5 - 10 Minuten satt und wo sie normal anfängt zu nuckeln und den letzten Rest rauszusaugen, beginnt sie jetzt zu zappeln, sich mit den Händen von den Brust wegzuschieben, behält die Brustwarze aber im Mund (aua!) und/oder zieht sie über die Kauleiste wieder in den Mund. Meine Vermutung war bisher, dass die Verdauung einsetzt und dabei wird sie immer zappelig. Wenn sie die Brust verliert, will sie aber schon noch nuckeln oder noch etwas weiter trinken, also lasse ich sie teilweise noch ein paar Mal wieder andocken - nur damit sie dann wieder loslässt. Irgendwann setze ich dem ganzen dann immer ein Ende.
Wie soll ich damit umgehen? Soll ich sie bei solchen Aktionen einfach von der Brust nehmen? Wenn sie Hunger hat, kommt sie halt nach 2 Stunden statt nach 4 wieder, für mich kein Problem, aber ich will sie auch nicht hungrig von der Brust nehmen? Kann das ihrem Trinkverhalten schaden?

3. In 2,5 Wochen ist mein Mutterschutz vorbei und ich gehe wieder arbeiten. 5 Tage die Woche, täglich 5 Stunden. In meiner Abwesenheit ist mein Mann bzw. meine Schwiegermutter zu Hause, die dann abgepumpte Milch mit der Flasche geben sollen. Ab wann sollten wir anfangen, die Kleine richtig - und nicht nur notfallmäßig - an die Flasche zu gewöhnen, wie vermeide ich dabei eine Saugverwirrung, und wie kann ich sicherstellen, dass das gut geht? :?
Anfangs habe ich gesagt "und wenn das nicht hinhaut, dann hab ich zumindest die ersten 2 Monate gestillt" aber mittlerweile liegt mir sehr viel am Stillen; es tut uns gut, es ist sooo praktisch, und ich will nicht nach 2 Monaten abstillen müssen.

4. Tips zum korrekten Anlegen bei großen Brüsten, die oft mehr im Weg sind als hilfreich? Ich muss die Brust außerdem während der kompletten Stillmahlzeit mit einer Hand stützen, sonst verliert meine Tochter die Brustwarze zu schnell. Grad wenn die Brust noch voll und prall ist, hat meine Tochter Probleme beim Andocken und schmatzt beim Saugen, ca. die ersten 2 Minuten bis der Druck weg ist. Ich vermute, dass sie viel Luft mit schluckt, auch wenn sie danach nicht unbedingt ein Bäuerchen macht oder braucht, sie schläft dann oft trotzdem einfach weiter. Nach ein bisschen Gestöhne, Gezappel und einem guten Pups in die Windel. Wie gesagt, sie wird unruhig beim Verdauen.

5. Sie macht den Mund nicht mehr so schön weit auf wie am Anfang. Mein Versuch, den Schnuller weg zu lassen und damit das Problem zu lösen, hat in Geschrei geendet (siehe oben, Komfortnuckeln kriegt sie nicht hin). Zumal wir den Schnuller ja eh in Maßen und maximal 30 Min. am Tag einsetzen. Wie kann ich ihr das wieder angewöhnen? Momentan schleckt sie beim Andocken ein paar mal über die Brustwarze, sucht und sucht und sucht, und ich versuche ihr entgegen zu kommen. Manchmal klappt es gleich, aber nachts im Liegen, wenn ich selber noch etwas schläfrig bin, braucht es dann schon mal ein paar Versuche (30 Sekunden bis 1 Minute?) bis sie mal den Mund aufmacht und ich schnell genug bin, ihr die Brustwarze in den Mund zu schieben. Ist das normal? Ist das in Ordnung? Alle anderen Versuche enden dann oft damit, dass sie die Brustwarze zu fassen kriegt und über die Kauleisten in den Mund saugt - ja, klappt auch. Tut mehr weh. Aber nur 1x kurz und dann klappt das Stillen trotzdem. Auch oft schmerzfrei. Erneut: ist das auch okay oder sollte ich das vermeiden?

So viele Fragen und so ein langer Beitrag... sorry und danke fürs Lesen, wenn ihr es bis hier geschafft habt! Ich würde mich über Tips und Anregungen freuen!

Liebe Grüße
Babette mit F. (5 Wochen + 5 Tage)
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bayleaf
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von bayleaf »

Hallo Babette

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deiner Tochter und herzlich willkommen im Forum. Ich melde mich heute Abend ausführlich.

Liebe Grüße

bayleaf
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babette89
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von babette89 »

Hallo bayleaf,

Vielen Dank, ich freue mich auf deine Antwort!

Ich habe ergänzende Infos von der U3: F. ist gesund und munter, von Soor keine Spur bei ihr - nun habe ich gerade nach dem Stillen mal aufgepasst und festgestellt, dass meine Brustwarze ca. 10 Minuten nach dem Stillen weiß wird und leicht brennt/schmerzt/juckt. Unangenehm auf jeden Fall. Könnte das dann Vasospasmus sein? Ich habe bis ca. 1 Woche vor der Geburt täglich 150 mg Magnesium (MagneTrans Forte) genommen, seit dem nicht mehr.

Liebe Grüße!
Babette
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von Glyzinie »

Hallo babette,

gäbe es eine Position beim Stillen, bei der du nicht die Brust stützen musst? Schneidersitz vielleicht? Evtl. hast du auch ein zu stark gefülltes Stillkissen oder musst das irgendwie anders drapieren. Mit den Dingern kommt auch nicht jede zurecht. Meine Nachsorgehebamme z.B. hat ihres verworfen.
Ich habe jetzt durchschnittliche Brüste aber mit tiefem Ansatz. Beim Kissen habe ich den Großteil der Füllung im Rücken, beim Baby ist es eher flach. Dadurch muss ich die Brust nicht stützen oder anheben.
Mit eiligem Piffi (11/2016)
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von babette89 »

Hallo Glyzinie,

danke für die Anregungen! Momentan ist es so, dass ich im Bett grundsätzlich im Liegen stille, das klappt am besten. Da kann ich je nachdem wie gut ich die Positionierung hinkriege manchmal ohne Stützen stillen. Ich achte schon drauf, dass die Brustwarze auf Höhe des Mundes ist, und F. sie nach oben in den Mund nimmt, sodass ihre Nase frei ist. Manchmal muss ich wegen des weichen Brustgewebes dann aber doch wieder mit einem Finger ihre Nase frei halten - da hab ich lieber einen Krampf in der Hand als dass sie nicht genug Brustwarzenvorhof im Mund hat und ich Schmerzen habe.

Im Sitzen, das muss ich gestehen, klappt es noch gar nicht gut. Zurückgelehnt stillen habe ich zuletzt im Krankenhaus versucht, das will gar nicht klappen. :-( Das intuitive Stillen, wo das Kind auf den Bauch gelegt wird und sich selbst die Brustwarze suchen soll, ging überhaupt nicht. Sie kann den Kopf schlicht noch nicht so weit heben, dass sie überhaupt zur Brustwarze kommt. Das endet dann eher darin, dass ich sie doch wieder zur Brust führen muss, weil sie den Kopf zwischen den Brüsten vergräbt und nicht mehr raus kommt.

Im Sitzen stille ich also mit Stillkissen und ja, ich schaue schon dass es möglichst viel Füllung unterm Baby hat, weil ich mich ohnehin so weit nach vorne bücken muss. Ich sitze aufrecht, ohne mich anzulehnen, das Stillkissen um meinen Schoß mit der Öffnung nach hinten. An der linken Brust stille ich im Footballergriff, an der rechten im abgewandelten Wiegengriff, genau entgegen gesetzt zu der Richtung, in der ich jeweils im Bett stille, damit beide Seiten der Brust regelmäßig entlastet werden (ich stille auf der linken Seite liegend, beide Brüste).
Ich beginne aber gerade erst zu verstehen, wie du das gemeint hast... :shock: Ohje, vielleicht habe ich das die ganze Zeit falsch gemacht. Hin und wieder machen sich mein Hals- und Nackenbereich schon mit Verspannungen bemerkbar, das sollte auch nicht sein... Kannst du dich dann so zurück lehnen? Oder wie kann ich mir das vorstellen? Auf welcher Höhe hast du dann das Stillkissen, um die Taille rum? Liegt das Kind dabei auf deinem Unterarm oder auf dem Kissen?

Vielleicht sollte ich auch endlich mal den Wiegengriff gescheit lernen, auswärts stillen habe ich erst einmal (mit Krampf im Unterarm...) geschafft. Mehr schlecht als recht. Momentan bin ich aber schon froh, dass ich ein paar Stillpositionen kann, die mir keine Schmerzen bereiten. Also, grundsätzlich keine Schmerzen.

Liebe Grüße,
Babette
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bayleaf
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von bayleaf »

Hallo Babette

Jetzt also ausführlich :D
babette89 hat geschrieben:U1, 30.12.16: 3.760 g
U2, 2.1.17: 3.660 g
U3 haben wir morgen
Hebamme, 7.2.17 (=gestern): 5.210 g
Gedeihen tut sie ihn der tat prächtig.
babette89 hat geschrieben:Gedeihen ist also kein Problem - sie ist ein aufgewecktes, munteres Kind, hat gerade ihren ersten Entwicklungsschub hinter sich, will viel Nähe und wird viel getragen, wir schlafen im Familienbett, ich stille voll.
Das ist doch super!
babette89 hat geschrieben: Sie saugt auch ordentlich an, aber der Schmerz ist aushaltbar und nach dem MSR auch vorbei.
Gut, das hört sich so an, als ob die Brustwarzen am verheilen sind, Du bist sehr tapfer!
babette89 hat geschrieben:Nuckeln an der Brust statt mit Schnuller zu machen, hat das in Überfressen, Bauchweh und Spuckfontänen und ganz viel Gebrüll geendet.
Irgendwann lernt sie das trockene Nuckeln, das kann aber etwas dauern.
babette89 hat geschrieben:Nun meine 1. Frage: Die Brustwarze mit dem Spalt juckt zwischendurch immer wieder mal. Kein stechender oder brennender Schmerz beim Stillen oder davor oder danach, aber hin und wieder habe ich ein etwas irritierendes Gefühl in der Brustwarze. Kann das Soor sein oder evtl. nur die Wundheilung? Meine Tochter zeigt keine Soor-Symptome, aber ich werde morgen bei der U3 auch die Kinderärztin fragen.
Das klingt eher nach Wundheilung besonders wenn es langwierig ist. Beim Soor hast Du normalerweise rote oder pinke Haut die schuppig ist und/oder glänzt mit wirklich unangenehmen Jucken und Kratzen.

babette89 hat geschrieben:Wie soll ich damit umgehen? Soll ich sie bei solchen Aktionen einfach von der Brust nehmen? Wenn sie Hunger hat, kommt sie halt nach 2 Stunden statt nach 4 wieder, für mich kein Problem, aber ich will sie auch nicht hungrig von der Brust nehmen? Kann das ihrem Trinkverhalten schaden?
Abdocken und den kleinen Finger zum Nuckeln anbieten. Oder die Seite wechseln. Ihrem Trinkverhalten schadet das ganz bestimmt nicht.
babette89 hat geschrieben:Ab wann sollten wir anfangen, die Kleine richtig - und nicht nur notfallmäßig - an die Flasche zu gewöhnen, wie vermeide ich dabei eine Saugverwirrung, und wie kann ich sicherstellen, dass das gut geht?
Anfangs habe ich gesagt "und wenn das nicht hinhaut, dann hab ich zumindest die ersten 2 Monate gestillt" aber mittlerweile liegt mir sehr viel am Stillen; es tut uns gut, es ist sooo praktisch, und ich will nicht nach 2 Monaten abstillen müssen.
Deine abgepumpte Milch kann auch stillfreundlich und ohne Flasche verfüttert werden, z. B. mit einem Softcup und nein, Du musst ganz bestimmt nicht abstillen wenn Du nicht willst.
babette89 hat geschrieben:Tips zum korrekten Anlegen bei großen Brüsten, die oft mehr im Weg sind als hilfreich?
Du kannst die Brust mit einem Schal hochbinden (funktioniert wirklich!) oder eine gerollte Mullwindel unter die Brust klemmen oder Brust und Baby auf einem Stillkissen 'parken'.
Auch das wird alles mit der Zeit besser!
babette89 hat geschrieben:Sie macht den Mund nicht mehr so schön weit auf wie am Anfang.
Achte darauf, daß ihr Kinn zuerst Deine Brust berührt. Sobald der Mund aufgeht, ziehst Du Dein Kind ganz dicht an Dich ran. Schau mal hier das asymmetrische Anlegen an.
babette89 hat geschrieben:un habe ich gerade nach dem Stillen mal aufgepasst und festgestellt, dass meine Brustwarze ca. 10 Minuten nach dem Stillen weiß wird und leicht brennt/schmerzt/juckt. Unangenehm auf jeden Fall. Könnte das dann Vasospasmus sein? Ich habe bis ca. 1 Woche vor der Geburt täglich 150 mg Magnesium (MagneTrans Forte) genommen, seit dem nicht mehr.
Klingt in der Tat nach Vasospasmus, bei wunden Brustwarzen gibt es das leider oft. Magnesium und sauberes Anlegen hilft am besten.

Viele liebe Grüße

bayleaf

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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von babette89 »

Hallo bayleaf,

super, deine Worte haben mich jetzt schon sehr beruhigt. :-)
bayleaf hat geschrieben:
babette89 hat geschrieben:Nuckeln an der Brust statt mit Schnuller zu machen, hat das in Überfressen, Bauchweh und Spuckfontänen und ganz viel Gebrüll geendet.
Irgendwann lernt sie das trockene Nuckeln, das kann aber etwas dauern.
Ok, dann bleibe ich einfach geduldig und lasse ich sie einfach nach dem Satttrinken so lange weiter nuckeln wie sie will (und nicht zappelt), dann wird sie das schon lernen. Oder?
Der Schnuller kommt weiterhin nur im äußersten Notfall zum Einsatz - meistens brauchen wir ihn auch einfach nicht, das wird nicht schwer.
bayleaf hat geschrieben: Das klingt eher nach Wundheilung besonders wenn es langwierig ist. Beim Soor hast Du normalerweise rote oder pinke Haut die schuppig ist und/oder glänzt mit wirklich unangenehmen Jucken und Kratzen.
Nein, sowas habe ich in der Tat nicht. Puh, hört sich ja nicht schön an.
bayleaf hat geschrieben:
Deine abgepumpte Milch kann auch stillfreundlich und ohne Flasche verfüttert werden, z. B. mit einem Softcup und nein, Du musst ganz bestimmt nicht abstillen wenn Du nicht willst.
Wir bzw. mein Mann vor allem wollen es erst mal mit der Flasche probieren, ich hoffe sie kann mit beidem umgehen (solls ja geben). Becherfüttern scheint ihm wohl erst mal unnötig, auch wenn ich ihm von meinen Bedenken erzählt habe.

Die Flasche ist ja immer nur dazu gedacht, die Zeit zu überbrücken, bis ich wieder da bin, und dann kann sie sich satt futtern. Ich werde dann auch peinlich genau darauf achten, ob sich ihr Trinkverhalten ändert, hoffe aber darauf, dass sie dann (mit >8 Wochen) sich so an die Brust gewohnt hat, dass die Flasche immer nur die schlechte Alternative bleibt.
bayleaf hat geschrieben:
Du kannst die Brust mit einem Schal hochbinden (funktioniert wirklich!) oder eine gerollte Mullwindel unter die Brust klemmen oder Brust und Baby auf einem Stillkissen 'parken'.
Auch das wird alles mit der Zeit besser!
Für unterwegs stell ich mir das grade abenteuerlich vor :D Vielleicht muss ich mich aber einfach nur überwinden und öfter mal neues ausprobieren... dazu unten mehr ;-)
bayleaf hat geschrieben:
Achte darauf, daß ihr Kinn zuerst Deine Brust berührt. Sobald der Mund aufgeht, ziehst Du Dein Kind ganz dicht an Dich ran. Schau mal hier das asymmetrische Anlegen an.
Ich hab das vorhin mal im Liegen probiert und bin hoffnungslos gescheitert :-/ Getrunken hat sie aber trotzdem gescheit (zu meinem Glück, ich habe versehentlich um Mitternacht die rechte Brust gegeben und um 4 ebenfalls, weil ich durcheinander gekommen bin, dadurch war die linke Brust heute morgen ein Ballon :oops: beim Stillen musste F. 2x absetzen, weil so viel Milch kam, ich war ein richtiger Springbrunnen... :oops:).
Braucht wohl einfach Übung, ich werde es weiter probieren!

Gibt es eigentlich eine Anleitung für die einzelnen Stillpositionen? Meistens findet man nur Listen bzw. Fotos, aber wie man das dann am besten bewerkstelligt... da stell ich mich irgendwie doof an. :?:

Magnesium nehme ich seit gestern wieder und habe den Eindruck, dass es bereits was bringt. So richtig starke Schmerzen hatte ich aber ja ohnehin nie.

@ glyzinie

Dein Tip hat bei mir gestern zu nem echten Aha-Erlebnis geführt :D Ich hab zum ersten Mal schmerzfrei, freihändig (!) und zurückgelehnt gestillt, indem ich das Stillkissen hinter den Rücken, auf Schulterblatt-Höhe, geklemmt habe und die Kleine im Wiegegriff hatte. Super Sache!

Vielen Dank nochmal euch beiden!
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von bayleaf »

Hallo Babette
babette89 hat geschrieben:Ok, dann bleibe ich einfach geduldig und lasse ich sie einfach nach dem Satttrinken so lange weiter nuckeln wie sie will (und nicht zappelt), dann wird sie das schon lernen. Oder?
Das wird sie ganz sicher.
babette89 hat geschrieben:Wir bzw. mein Mann vor allem wollen es erst mal mit der Flasche probieren, ich hoffe sie kann mit beidem umgehen (solls ja geben). Becherfüttern scheint ihm wohl erst mal unnötig, auch wenn ich ihm von meinen Bedenken erzählt habe.

Die Flasche ist ja immer nur dazu gedacht, die Zeit zu überbrücken, bis ich wieder da bin, und dann kann sie sich satt futtern. Ich werde dann auch peinlich genau darauf achten, ob sich ihr Trinkverhalten ändert, hoffe aber darauf, dass sie dann (mit >8 Wochen) sich so an die Brust gewohnt hat, dass die Flasche immer nur die schlechte Alternative bleibt.
Es gibt viele Kinder, die problemlos stillen und problemlos mit der Flasche gefüttert werden. Es gibt ebenso viele Kinder die Flaschen verweigern oder umgekehrt nur noch mit der Flasche gefüttert werden wollen und es gibt auch viele Kinder, die irgendwann nicht mehr wissen welche Trinktechnik sie wann nutzen müssen und saugverwirrt werden. Wir wissen nicht, zu welcher Gruppe Deine Tochter gehören wird.
Schau Dir mal den Softcup (zB von Medela) an, das ist quasi ein Zwischending zwischen Becher und Flasche.
babette89 hat geschrieben:Gibt es eigentlich eine Anleitung für die einzelnen Stillpositionen? Meistens findet man nur Listen bzw. Fotos, aber wie man das dann am besten bewerkstelligt... da stell ich mich irgendwie doof an.
Hast Du eine Stillgruppe in der Nähe?
Hier sind auch noch mal die Positionen erklärt.
Stillen ist ein bißchen wie Tanzen lernen. Am Anfang fallen die Grundschritte schwer und irgendwann geht es über ausgetüftelten Routinen über wilde Improvisationen zum perfekten Tanz der für Euch beide am besten ist. Generell gilt: Baby gedeiht gut + Mutter schmerzfrei beim Stillen = optimales Stillen erreicht.

Viele liebe Grüße
bayleaf
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babette89
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von babette89 »

Hallo bayleaf,

Ich wollte mich noch 1x kurz melden und berichten. :D

Jetzt, 2 Monate später, habe ich festgestellt, dass ich mir eindeutig zu viele Gedanken gemacht habe! Meine Tochter ist ein seeehr gechilltes und unkompliziertes Kind :-) seit ich Ende Februar wieder angefangen habe zu arbeiten, ist mein Mann nachmittag allein mit ihr bzw. Freitags sind Oma & Opa da. Da ihre Stillabstände ziemlich zuverlässig bei 3 - 4 Stunden sind, bekommt sie jeweils 1x am Tag eine Flasche mit abgepumpter Muttermilch. Mit der Flasche kommt sie gut zurecht und zieht sie trotz 1er Sauger weg wie nichts :lol: Die Brust nimmt sie sehr gut und ich glaube unsere Stillzeit wird hoffentlich noch laaange weiter gehen! Mittlerweile klappt Beruhigungs- und Einschlafstillen bestens. Meine rechte Brustwarze ist komplett verheilt und Stillen klappt schmerzfrei. Dafür verweigert sie den Schnuller komplett und beruhigt sich bei bedarf mit Daumenlutschen, auch wenn es mit der Hand-Augen-Koordination noch etwas hapert :lol:

Bei der U4 am 29.3.17 hatten wir 6350 g. :mrgreen:

Ich möchte mich nochmal für deine lieben Worte bedanken, bayleaf. Gerade der Satz, dass Stillen wie Tanzen lernen ist, hat mir oft weiter geholfen, wenn ich mal unsicher wurde oder mit neuen Situationen konfrontiert war.

Dieser Thread kann also gerne geschlossen werden.

Vielen Dank auch an alle, die mitgeschrieben haben :-)

Lg Babette
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Re: Vollstillen mit Stolpersteinen - brauche Tips

Beitrag von bayleaf »

Hallo Babette,
Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Das klingt super!!
Viele liebe Grüße,
bayleaf
ModTeam Stillberatung
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