Peaceful hat geschrieben:Danke für die Antworten, Delfin und Serafin!
Ja, das stimmt schon, Serafin, es scheint einfach natürlich zu sein.
Wenn man aber doch anfängt die Mahlzeiten durch Brei zu ersetzen, erledigt sich das Stillen bis auf z.b. Die Mahlzeit zur Nacht doch früher oder später von alleine, oder? Was spricht denn gegen den normalen Beikost-Fahrplan?
ich persönlich freu mich jetzt schon darauf, dass mein Kind mit Brei anfängt und das Stillen weniger wird. Ich finde es manchmal recht belastend.
Also, ich hatte mir vorher nicht so wahnsinnig viele Gedanken au dem Thema gemacht. Ich wollte gerne stillen und bin auch davon ausgegangen, dass man das eben ca. 6 Monate lang macht, und dann ist Schluss.
Nun bin ich eher nicht so der super organisierte und strukturierte Typ, war recht viel mit dem baby unterwegs und das nicht immer geplant. Als wir uns so langsam dem Beikostalter naeherten, merkte ich, dass ich den Gedanken daran, nun strikt nach Plan immer um X Uhr Y mg Brei zu verfuettern, also auch immer darauf zu achten, entweder entsprechend Essen fuer den Tag dabei zu haben oder eben rechtzeitig wieder zu hause zu sein, ziemlich stressig fand. Inzwischen kannte ich auch einige Muetter, die nicht nach Beikostplan Mahlzeiten ersetzt hatten sondern einfach froehlich festes Essen und stillen mischten. Das fand ich fuer uns stimmiger.
Also habe ich es auch so gemacht. Das Baby bekam zu mehr oder minder festen Zeiten etwas zu essen angeboten und wurde drum herum nach Bedarf gestillt. Das hatte zur Folge, dass er mal viel gegessen und wenig gestillt hat und mal war es andersrum. Ich bin damals auch schon wieder arbeiten gegangen, so dass es sich eingespielt hat, dass er tagsueber gegessen und nachmittags, abends und nachts noch recht viel gestillt hat. Am Wochenende dann auch gerne mal tagsueber.
Fuer mich war das eine total tolle Zeit. Das Kind war nicht mehr so wahnsinnig von mir abhaengig und konnte auch gut ohne stillen auskommen, aber wir fanden es beide total kuschelig, und es war eine tolle "fall back"-Methode, wenn der kleine Hunger im unpassenden Moment kam. Super war es fuer mich auch, dass wir damit den ersten Virus-reichen Krippenwinter gut ueberstanden haben. Essen war naemlich eher nicht angesagt, wenn er krank war. Stillen ging aber immer. Also musste ich mir immerhin keine Sorgen ueber ausreichende Fluessigkeits- und Naehrstoffzufuhr machen.
Mir ging es dabei also weniger um die WHO-Empfehlung oder so (die habe ich nur zur "Rechtfertigung" herangezogen, wenn die Verwandtschaft nervte) sondern darum, dass es fuer uns so einfach stimmig, praktisch und sinnvoll war.