Ich bin hier neu, habe aber gesehen, dass es ein schönes Forum ist, wo eine rege Anteilnahm herrst und sehr oft gute Tipps gegeben werden.
Also, mein Problem ist folgends. Vor gut 3,5 Wochen hat mein Sohn (10 Mon.) von jetzt auf gleich aufgehört an der Brust zu trinken.
Bis dahin war das Stillen problemlos, er trank morgens, vormittags, zu den Breien, wenn er nicht genug gegessen hatte (allerdings war in den letzten Wochen das Stillen durch Mittags- und Abendbrei komplett ersetzt worden). Den Nachmittagsbrei mochte er meistens nicht so gerne, deswegen wurde er da noch gestillt. Außerdem abends zum Einschlafen und nachts, wenn er aufwachte (2-3 mal) und schlief dann friedlich wieder ein.
Am 12.12. um 6 Uhr morgens habe ich ihn noch ganz normal gestillt. Den gleichen Vormittag wollte ich ihn nochmal stillen und da hat er sich direkt weggedrückt, geweint und wollte noch nicht mal in die Position kommen, geschweige denn probieren. Seitdem ist das so
Ich (und wir als Familie) haben 3 sehr schwierige Wochen hinter uns, zwischen Verzweiflung, Depression, häufigem Weinen, Ratlosigkeit. Der ganze Alltag dreht sich darum. Ich habe ca. 2 Tage danach angefangen mit einer elektrischen Pumpe abzupumpen, ca. 4x mal täglich. Die Milch ist nach meinem Gefühl weniger geworden. Ich gebe mir wirklich Mühe zu pumpen, hab es auch mit Powerpumpen versucht.
Meine Befürchtung ist, dass die Milch durch das Ersetzen mit den Breien insgesamt weniger wurde und sie ihm nicht mehr reichte? Keine Ahnung. Es macht mich sehr traurig, da ich ihn so gerne länger gestillt hätte. Ich habe meine ältere Tochter 2 Jahre lang gestillt. 10 Mon. ist mir echt zu früh, vor allem bei einem so abrupten Bruch. Ich konnte mich noch nicht mal "verabschieden", weil es kein Vorwahrnung gab
Ich habe am Anfang dieser 3 Wochen irgendwann ein Fläschchen gegeben aus Verzweiflung gegeben. Darüber hat er sich riesig gefreut und sie in einem Zug geleert. Ich weiß, dass überall steht Sauger und Schnuller weglassen. Das habe ich auch versucht ein paar Tage lang. Aber mit dem Löffel hat er nur Muttermilch genommen (von der ich nicht genug habe). Die Pre-Milch wollte er nicht vom Löffel oder Becher, ich glaube sie stinkt ihm. Die trinkt er nur aus dem Fläschchen. Da ich sonst keine Möglichkeit sah, ihm die Milch zu geben, die er braucht und möchte, habe ich ihm nun wieder das Fläschchen gegeben
Alle gängigen Tipps, die man so im Internet findet (Kuscheln, Haut an Haut, im Halbschlaf stillen usw.) hat alles nichts geholfen.
Beim Stöbern in diesem Forum hier bin ich auf einen Thread gestoßen, wo eine Mama mit einem ähnlichen Problem, es geschafft hat, in dem sie eine Rückgewöhnung von der Flasche zur Brust nach der Methode von Fr. Guoth-Gumberger durchgeführt hat mit Erfolg.
Das ist so das einzige, was mir noch einfällt. Ich weiß aber nicht, ob mein Sohn vielleicht zu alt dafür ist?
Vielleicht hat jemand Erfahrung mit solch langen Stillstreiks und kann mir was sagen? Soll ich noch hoffen oder es abhacken und aufgeben? Mir fällt es sehr schwer das zu akzeptieren. Mir war das zu plötzlich. Und das Saugbedürfnis hat er ja noch. Und die Milch mag er ja auch noch. Also, warum will er sie nicht von mir haben?....
Würde mich sehr über Beiträge freuen.....