Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Moderator: Giraeffchen
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Achso, Massage. Dafür habe ich einen schönen Kurs belegt. Leider hatte sie mehr Freude daran, andere Babys und deren Laute zu beobachten als sich massieren zu lassen. Nach 10-20 Minuten wollte sie meist nicht mehr liegen. Das An- und Ausziehen ist auch eine regelrechte Tortur. Ich krabbel und streichle sie viel. Bin mir aber nicht sicher, ob ihr das wirklich was gibt. Sich mit mir einkuscheln mag sie eher auch nicht. Sie wird gern auf dem Arm gehalten, aufrecht mit Blick nach vorn, aber auf dem Sofa oder im Bett kuscheln mochte sie bisher nie.
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Ja genau. Das geht mir auch so. Vor allem weil meine grauen Zellen aktuell sowieso durch Schlafmangel und co. völlig überlastet sind. Ich habe auf diskutiererei auch wenig Nerv und muss mich sehr beherrschen bei solchem Unfug nicht auszuflippen. Meine Geduld spare ich mir lieber für meine Tochter auf.Zööö hat geschrieben:Ich finde es echt schlimm, dass man da als Eltern so alleine gelassen wird. Unsere große hat anfangs auch extrem viel geschrien (bis zu sechs Stunden wegen Bauchschmerzen). Von meinem Studium habe ich einige Seminare zu fühförderung besucht und dort hieß es immer, dass wenn ein Baby mehr als drei Stunden, über drei Tage usw (genau weiß ich das grad nicht mehr) schreit ist das nicht normal und sollte abgeklärt werden. Unser Kia nahm uns überhaupt nicht ernst und meinte andere Kinder (in Afrika oder so) müssten es auch aushalten und es wäre ja gar nicht so schlimm. Im kh sagte man uns wir sollten ihr einen Schnuller geben (haben wir sogar probiert, wollte sie nicht und trotzdem wurde ständig darauf herumgeritten). Ich versteh nicht, dass die Eltern da nicht ernst genommen werden. Das war eig das was unser Dozent immer wiede betont hat:Eltern ernst nehmen, Belastung wahrnehmen (er ist Prof an einem spz). von schreien lassen oder ferbern hat er zum Glück nie gesprochen.
Helfen kann ich dir da jetzt ja leider nicht, würde mir auf jeden Fall nichts einreden lassen und evtl. vorab schon Argumente überlegen, spontan fällt einem da ja oft nichts ein, zumindest geht es mir so...
Die Definition für Schreibabys lautet: in drei aufeinander folgenden Wochen an mind. drei Tagen für mehr als drei Stunden schreien. Das Pensum erfüllen wir ja gleich locker für mehrere Babys.
Ich verstehe schon, dass auch die Geduld der Mediziner manchmal am Ende ist. Das geht mir in meinem Beruf (anderer Kontext) manchmal auch nicht anders.
Ich merke das im Freundes- und Bekanntenkreis:
Das Baby meiner Freundin ist wirklich sehr ruhig. Weint nur bei Hunger, fühlt sich überall wohl und lässt sich ablegen und wird seit sie zwei Monate ist auch friedlich bei der Schwiegermutter gehütet. Dann hat sie ein einziges Mal eine Stunde am Stück gebrüllt. Daraufhin musste meine Freundin unsere Verabredung absagen, das Kind ihrem Mann geben und sich hinlegen und von dieser schlimmen Zeit erholen. Eine Stunde weinen am Stück sei so belastend, dass sie den Rest des Tages nicht mehr gewuppt bekommt.
Wenn sich dann 20 solche "Jammerlappen" sich beim Arzt beschweren, dass das Kind mal ausnahmsweise geweint hat, dann muss sich der 21. mit einem wirklich schwierigen Baby dann nicht wundern, wenn der Arzt das dann als Lapalie abtut, weil er die anderen durchschaut hat. Sollte natürlich nicht so sein, aber ist für mich nachvollziehbar.
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Das hilft mir mittlerweile nicht mehr. Anfangs habe ich noch auf das Ende der magischen drei Monate gehofft. Jetzt warte ich darauf, dass sie sechs Monate wird.jali hat geschrieben:Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Irgendwann ist es vorbei, aber das hilft einem in der Situation herzlich wenig... Warst du mal bei einer Trageberatung und hast du es auch mal auf dem Rücken versucht, das geht bei mir nicht so stark auf die Schultern. Oder kannst du dich mit ihr hinsetzen/legen wenn sie im Tuch schläft, und das Tuch lockeren und sie auf dir weiterschlafen lassen?
Aber das Licht am Ende des Tunnels ist nicht mehr sichtbar.
Wir haben schon eine Trageberatung gemacht. Ich habe auch verschiedene Tragen und einen Sling.
Da wurde erklärt, dass erst bei guter Kopfkontrolle auf dem Rücken getragen werden kann. Die hat sie leider noch nicht. Und wenn sie die nicht üben will, weil sie zB auch sehr ungern auf den Bauch gelegt wird, dauert das vermutlich noch.
Wenn sie getragen einschläft wacht sie auf, sobald ich aus der Senkrechte meinen Oberkörper nach hinten neige. Das funktioniert leider auch nicht. Sonst würde ich mir so mit ihr etwas Schlaf gönnen. Im sitzen ist es mir zu gefährlich, falls ich nach vorne falle.
Ich probiere das aber einfach immer wieder, das kann sich ja auch spontan mal ändern.
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Das schaue ich mir später in Ruhe mal an.dingsda hat geschrieben:Bei schulterproblemen fiel mir spontan der Trägerlose Rucksack ein. wenn man bei youtube nach torso carry sucht findet man auch noch ein paar bindemöglichkeiten mit sling oder TT ohne schultern.
ich hab eben mal den ringsling auf der hüfte / vorm bauch ausprobiert, aber nicht über der schulter gebunden sondern unter dem arm. war auch ganz ok. nicht unbedingt etwas um komplett freihändig was im haushalt zu machen (das ganze ist mir recht schnell etwas tief gerutscht) aber besser als das kind die ganze zeit nur auf dem arm zu tragen oder immer schlimmere schulterschmerzen zu bekommen. und vielleicht kriegen andere es auch fester hin. ich hab leider immer noch so meine probleme mit dem festziehen beim sling.
ansonsten kann ich leider auch nicht viel mehr beitragen. habt ihr kinderwagen oder federwiege auch mal ausprobiert um sie schlafend aus dem tuch abzulegen? das funktioniert hier mit weißen rauschen auch ganz gut.
lg
dingsda
Die teure Federwiege war eine absolute Fehlinvestition. Weder wach noch schlafend bekomme ich sie da rein. Auch nicht in den Kinderwagen. Merkt sie sofort. Ablegen aus der Trage heraus auch mit Trage klappt leider nicht.
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pqr
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Ich sehe, Ihr habt viel probiert.Bienchen2016 hat geschrieben:Den Pezziball probiere ich nicht, da nicht tauglich für unterwegs. Manchmal habe ich Termine, die ich wahrnehmen muss, man kann ja nicht immer alles weglplanen. Da ich mit unserer Tochter die gesamte Woche komplett alleine bin kann ich sie dann nicht zu Hause lassen. Daher wäre mir das zu heikel.pqr hat geschrieben:Oh. Da habt Ihr ja schon viel ausprobiert.Bienchen2016 hat geschrieben: So ist es. Das haben wir schon versucht.
Nachts mache ich es so, dass ich sie liegen lasse und mich nicht mit ihr samt Lagerungskissen aufsetze. Das hat auf jeden Fall Ruhe rein gebracht in den Nächten. Bist ich das mal herausgefunden habe - die Hebamme hatte mir anfangs ein schlechtes Gewissen gemacht, dass ich mich aufrichten soll und sie auf den Arm nehmen soll![]()
Tagsüber funktionieren die "Tricks" aus der Nacht leider gar nicht. Wir haben verschiedene Dinge probiert:
- Federwiege, mag sie nicht
- auf dem Sofa / im Bett in liegender Position füttern, funktioniert nur nachts beim wach werden
- auf unserem Bauch liegend, wollte sie noch nie, auch der Haut-zu-Haut Kontakt war bei uns nie friedlich möglich
- Kinderwagen, auch nicht die super Lösung, da weint sie dann ein paar Minuten drin und schläft erschöpft?! ein
- in der Trage beruhigt sie sich schnell und döst weg, lässt sich damit dann allerdings nicht ablegen und kommt daher aktuell nicht in frage
- Musik, singen, hell, dunkel,... macht keinen Unterschied
Tagsüber oder das erste einschlafen nachts geht nur mit weinen oder schreien bzw. wenn sie sich tagsüber in Rage brüllt, wird sie daraus dann irgendwann auch mal müde.
Wenn du einen Vorschlag hast, gerneich habe das Gefühl, dass wir alles probiert haben.
Ich mache keine Termine, sodass wir viel zu Hause sind und sie jederzeit die Möglichkeit hätte sich auszuruhen
Mein Mini war allerdings kein Schreibaby sondern nur die mittlere Kategorie also "anspruchsvoll" bzw. neigte zum Schreien wenn er krank war oder zahnte.
Bei uns ging im Liegen möglichst in einem ruhigen dunklen Raum stillen tags meist besser, aber das habt ihr ja schon durch.
Ansonsten half noch Pezziball oder regelmäßige Babymassage durch mich mit Öl. Manchmal auch das hören ruhiger Podcasts oder Kinderlieder.
Wagen ging besser, sobald man ihn etwas hoch machen konnte. Kann Dein Baby sitzen?
Lange durch die belebte Stadt zügig laufen ging auch oft. Habt Ihr getestet, ob das Schreien besser wird, wenn Ihr Paracetamol oder Ibuprofen gebt?
Neigt das Baby zu Reflux?
Sie kann noch nicht sitzen, sie ist jünger als 5 Monate.
Unseren Wagen kann man von der Liegewann nur direkt zum Buggy umbauen, ich schaue mich mal nach einer Möglichkeit um das auszuprobieren.
Sich "umschauen", also im Café etc. das mag sie tatsächlich und machen wir auch regelmäßig.
Sie scheint dadurch auch nicht zu überreizen, allerdings bringt uns ein ausflugreicher Tag kein besseres einschlafen.
Medikamente haben wir bisher nicht gegeben. Wäre eine Überlegung, die ich meinem Mann mal vorschlagen werde. Meinst du mit Reflux spucken nach den Milchmahlzeiten? Macht sie, aber unregelmäßig. Mal gibt es Tage wo es mehrfach auftritt, oder auch gar nicht. Meist dann, wenn sie auch viel pupst und abgehalten werden möchte und sich Druck im Körper aufbaut.
Ja, ich meinte im Prinzip das Spucken.
Wenn das mit pupsen zusammen auftritt, gibst Du Entschäumer?
Der Schmerzmitteltest würde Euch zumindestens sagen, ob irgendwelche Schmerzen das Schreien auslösen.
Viele Grüße
pqr
pqr mit Mini 04/2015
und Mini2 12/2017
pqr
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Bienchen2016
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Wir hatten im Krankenhaus bereits sab simplex bekommen. Später haben wir auch Lefax und Bigaia Tropfen probiert. Jeweils über längere Zeit. Brachte nichts. Falls du das mit Entschäumer meinst.
Ich finde auch, dass sie nicht allzu hektisch trinkt. Das kommt selten mal vor.
Ich finde auch, dass sie nicht allzu hektisch trinkt. Das kommt selten mal vor.
- soda
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Das ist der springende Punkt. Ihr habt gute 'Chancen', dass ihr mit dem Problem des Schreiens/schlecht Essens/schlecht Schlafens/ im SPZ zwar Termin bekommt, aber keine Kompetenz. Schreien und die anderen og. sind in den Augen vieler Leute und auch vieler Ärzte ein Problem, das Eltern selbst lösen müssen, am besten intuitiv. Zum Teil wird auch ernstlich geglaubt, dass Eltern es selbst verschuldet hätten, wenn ein Kind so oft weint/sich abweichend verhält, wo eigentlich alles in Ordnung sein könnte.....Bienchen2016 hat geschrieben: Ich verstehe schon, dass auch die Geduld der Mediziner manchmal am Ende ist. Das geht mir in meinem Beruf (anderer Kontext) manchmal auch nicht anders.
Ich merke das im Freundes- und Bekanntenkreis:
Das Baby meiner Freundin [....]
Wenn sich dann 20 solche "Jammerlappen" sich beim Arzt beschweren, dass das Kind mal ausnahmsweise geweint hat, dann muss sich der 21. mit einem wirklich schwierigen Baby dann nicht wundern, wenn der Arzt das dann als Lapalie abtut, weil er die anderen durchschaut hat. Sollte natürlich nicht so sein, aber ist für mich nachvollziehbar.
Wenn dann a) viele Eltern mit dem Problem kommen oder b) Eltern mehrmals mit dem Problem kommen, dann gibt es früher oder später Pauschalangebote wie diesen Zettel. WENN der dann nicht umgesetzt wird, musst du nicht mehr kommen. Denn.man.hat.es.dir.ja.gesagt.......
Sprich über das Schreien lieber hier. Da bekommst du wenigstens Praxistips von Betroffenen! Und ganz ohne moralische Keule!
Kläre evtl. organische Ursachen, wenn du da wirklich noch Sorgen hast, beim Arzt. Ganz klar.
Verstricke dich dort aber nicht in Diskussionen. Das führt zu nichts.
mit T (2013) und T (2017)
- soda
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Vergessen:
Oder man empfiehlt dir ganz freundlich eine Psychotherapie. Natürlich ganz freundlich.
Und als nächstes steht bei der Mutter im Krankenblatt F32.irgendwas oder F43.irgendwas. Dann ist die Sache eh gegessen. Dann bist du die übergeschnappte Mutti, die es halt nicht hinkriegt und bei der man bei jedem Hindernis oder Meilenstein im Leben wieder auf das psychische Ereignis wartet bzw. bei der sämtliches Verhalten damit erklärt wird, dass (z. B.) eine Depression vorliegt. (Entschuldigung für die unangemessene Wortwahl und stark überspitzte Darstellung, aber ich erlebe es wirklich genau so immer wieder: Wenn eine Psycho-Diagnose mitgeführt wird, schalten viele Ärzte komplett ab.)
Oder man empfiehlt dir ganz freundlich eine Psychotherapie. Natürlich ganz freundlich.
Und als nächstes steht bei der Mutter im Krankenblatt F32.irgendwas oder F43.irgendwas. Dann ist die Sache eh gegessen. Dann bist du die übergeschnappte Mutti, die es halt nicht hinkriegt und bei der man bei jedem Hindernis oder Meilenstein im Leben wieder auf das psychische Ereignis wartet bzw. bei der sämtliches Verhalten damit erklärt wird, dass (z. B.) eine Depression vorliegt. (Entschuldigung für die unangemessene Wortwahl und stark überspitzte Darstellung, aber ich erlebe es wirklich genau so immer wieder: Wenn eine Psycho-Diagnose mitgeführt wird, schalten viele Ärzte komplett ab.)
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klecksauge
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Noch keine Kopfkontrolle? Wie alt ist sie denn jetzt genau (vielleicht magst du den geburtsmonat in deiner Signatur ergänzen?)?
EEH ist bei uns am Klinikum die Schreiambulanz. Hier wird definitiv nicht zum ferbern geraten.
EEH ist bei uns am Klinikum die Schreiambulanz. Hier wird definitiv nicht zum ferbern geraten.
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
(Still-Mod-Team)
Tablet und Smartphone-Nutzerin........
Rettet die Geburtshilfe!
https://mother-hood.de/
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- soda
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum
Also echt. Das kommt mir auch alles sehr bekannt vor. Körperkontakt fand meine Tochter bis vor einem guten halben Jahr völlig unzumutbar, außer es ging ums Stillen. Sie hat sich nie angekuschelt, nie mit mir irgendwo rumgelegen und geschmust, wollte nie gestreichelt werden.Bienchen2016 hat geschrieben:Achso, Massage. Dafür habe ich einen schönen Kurs belegt. Leider hatte sie mehr Freude daran, andere Babys und deren Laute zu beobachten als sich massieren zu lassen. Nach 10-20 Minuten wollte sie meist nicht mehr liegen. Das An- und Ausziehen ist auch eine regelrechte Tortur. Ich krabbel und streichle sie viel. Bin mir aber nicht sicher, ob ihr das wirklich was gibt. Sich mit mir einkuscheln mag sie eher auch nicht. Sie wird gern auf dem Arm gehalten, aufrecht mit Blick nach vorn, aber auf dem Sofa oder im Bett kuscheln mochte sie bisher nie.
Mein Mann sagt immer: Nachdem sie aus ihrem Neugeborenen-Ikterus erwacht war, war sie stark genug, um sich gegen das Kuscheln zu wehren.
Mit ihm hatte sie am fünften Lebenstag, noch leicht gelb und sehr müde, zum letzten Mal gekuschelt. Danach sicher zwei Jahre nicht mehr. Späßchen machen, in Fahrtrichtung auf dem Arm getragen werden, spielen, in der Trage sein - alles klar. Aber sonst nix an Zuwendung, was man als Erwachsener ja für nötig halten würde. (Außer Stillen. Vielleicht hat ihr das ausgereicht.)
Noch heute sind die kuscheligen Momente selten, gehen fast immer von ihr aus. Angebote (Soll ich dich bißchen kraulen? Willst du schmusen?) werden oft abgelehnt, außer zum Einschlafen. Wenn sie wählen darf, will sie aber auch dann lieber die Mimi anfassen, statt gekrault zu werden. Stillen darf sie mittlerweile nicht mehr.
Dabei kann sie trotz aller Ablehnung auch recht empathisch, aufmerksam und kooperativ sein. Also kein 'komisches' Kind. Nur eigen in ihren Bedürfnissen nach Nähe. Und unterschiedlich zu dem, was man sich vielleicht von einem Baby oder Kleinkind erwartet hätte.
Diese Diskrepanz hat uns hier viel Kopfzerbrechen bereitet. Und es kamen nicht wenig 'Kommentare' von Verwandten und vermeintlichen Experten.
Die hatten selbst keine Erklärung dafür und wollten einfach irgendwas dazu sagen.
mit T (2013) und T (2017)