Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

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Vivilotta
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Vivilotta »

Es gibt einfach keinen Universalgrund, und deshalb auch keine Universallösung für vermehrtes Schreien bzw. Unruhe von Babys. Ich habe bisher keine Broschüren von Schreiambulanzen gelesen, die mit anderen Methoden wie die oben beschriebene arbeiten. Einfach weil es die erfolgsversprechendste Methode ist. Irgendwann resigniert wahrscheinlich jedes Baby. Ich finde es so schrecklich, dass Eltern spätestens ab dem 6. Monat so verunsichert werden bezüglich alleine einschlafen, nachts Hunger haben etc.
Ich persönlich würde da nicht mehr hingehen und deutlich sagen warum. Dass der Zettel nichts anderes wie Ferbern empfiehlt, dass das seelische Grausamkeit an Kindern ist. Bitte die Ärztin doch mal, sich bewegungslos auf den Boden zu legen und aus vollem Hals zu schreien. Wann du ihr aufhilfst, bestimmt du. Das werden die längsten 5 Minuten ihres Lebens. Ich kann dich nur bestärken, deinen Weg weiter zu gehen wie bisher.

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pqr
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von pqr »

Ich denke, ich hätte auch ein doofes Gefühl da nochmal hinzugehen. Klingt so nach Schema F.
Kannst Du über anrufen oder umhören rausfinden, welche Untersuchungen in solch einem Fall bei einem so kleinen Kind durchgeführt werden dort?
Für draufgucken und Schlaf- und Schreiprotokoll würde ich persönlich nicht hingehen. Aber vielleicht haben sie ja noch anderes.
Viele Grüße
pqr

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pqr
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von pqr »

Habt Ihr das Kleine denn schon bei einem KISS spezialisierten Arzt oder Osteopathen anschauen lassen? Einige User hier im Forum scheinen da gute Erfahrungen gemacht zu haben.
Viele Grüße
pqr

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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

pqr hat geschrieben:Habt Ihr das Kleine denn schon bei einem KISS spezialisierten Arzt oder Osteopathen anschauen lassen? Einige User hier im Forum scheinen da gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Kurzform: nach mehreren Besuchen beim Ostheopathen wurde uns bescheinigt, dass die Schreiprobleme hausgemacht seien, das Kind sei gesund. Nicht mehr nach Bedarf zu füttern, ausschreien lassen, Nukki geben, maximal 1 h täglich tragen würden das Problem schnell lösen.
Behandlung beim Manualtherapeuten erbrachte Besserung in der Beweglichkeit, aber bzgl. dem Schreien ist es unverändert.
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

pqr hat geschrieben:Ich denke, ich hätte auch ein doofes Gefühl da nochmal hinzugehen. Klingt so nach Schema F.
Kannst Du über anrufen oder umhören rausfinden, welche Untersuchungen in solch einem Fall bei einem so kleinen Kind durchgeführt werden dort?
Für draufgucken und Schlaf- und Schreiprotokoll würde ich persönlich nicht hingehen. Aber vielleicht haben sie ja noch anderes.
Durch umhören leider nein. Wir sind neu zugezogen und haben noch nicht so viele Kontakte.
Vor dem ersten Termin hatte ich bereits versucht zu erfragen, wie der Ablauf ist. Antwort: "kommen Sie erst mal, wir besprechen alles vor Ort"
Auch zum Ende des Termins wollte ich das weitere Vorgehen erfragen, vor allem nachdem wir diesen Zettel erhalten haben, da wollte man leider auch nicht vorab konkreter werden. Ein Protokoll sollen wir auch führen.

Dort nicht nochmal hinzugehen scheint mir nach einigen Tagen nachdenken aber eher auch keine Alternative, da ich sonst nicht wüsste, wer da sonst weiter drauf eingeht. Der Kinderarzt hat uns ja dorthin "abgeschoben".
pqr
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von pqr »

Ah okay.
Was stand denn genau auf Eurer Überweisung?
Regulationsstörung?
Viele Grüße
pqr

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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von Bienchen2016 »

pqr hat geschrieben:Ah okay.
Was stand denn genau auf Eurer Überweisung?
Regulationsstörung?
Ich konnte das leider nicht so genau entziffern: "Vorstellung Schreiambulanz" auf jeden Fall und noch etwas was ich nicht lesen konnte.
Nachfragen war in dem Moment des Entgegennehmens für mich nicht möglich -> weinendes Kind auf dem Arm und Hektik meinerseits so schnell es ging aus der Praxis heraus zu kommen :(
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anni1110
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von anni1110 »

Hallo!

Ich habe jetzt nicht alles nachgelesen, bin aber hier hängengeblieben:
Bienchen2016 hat geschrieben:
pqr hat geschrieben:Habt Ihr das Kleine denn schon bei einem KISS spezialisierten Arzt oder Osteopathen anschauen lassen? Einige User hier im Forum scheinen da gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Kurzform: nach mehreren Besuchen beim Ostheopathen wurde uns bescheinigt, dass die Schreiprobleme hausgemacht seien, das Kind sei gesund. Nicht mehr nach Bedarf zu füttern, ausschreien lassen, Nukki geben, maximal 1 h täglich tragen würden das Problem schnell lösen.
Behandlung beim Manualtherapeuten erbrachte Besserung in der Beweglichkeit, aber bzgl. dem Schreien ist es unverändert.
Unser großes Kind (fast 10 mittlerweile) hat die ersten 1,5 Jahre geschrien und nicht geschlafen. Wir wussten uns auch nicht zu helfen. Physio brachte kurzzeitigen Erfolg, der nach 2 Tagen wieder verschwand. Osteopathie - naja, der hat nix weiter.

Kurz vor der Geburt von Kind 2 waren wir dann bei einem spezialisiertem KISS-Arzt, da wir echt am Ende waren. Und nur zwei Wochen nach der Behandlung war der Spuk vorbei. :shock: :mrgreen:
Kinderärztin, Physio, Osteopathin,... - alle waren der Meinung, KISS hat das Kind nicht. Der KISS Arzt hat dann geröntgt und mehrere Blockaden gelöst und von da an hatten wir ein anderes Kind.

Ich mag dir Mutmachen, dich evtl doch mal an einen KISS Arzt zu wenden. Einen Versuch ist es wert.

Alles Gute!
Liebe Grüße
anni mit Wintersohn (2006), Herbsttochter (2008) und Frühlingskämpfer (2013)
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von delfinstern »

Ich finde den Abschnitt
" Erwartungsgemäß wird das Kind während der Intervention....
- Protest
...
- Trennungsängste und Verlassenheitsgefühlen"
Wenn jemand Angst hat, lasse ich denjenigen doch nicht schreien... Aber schön, dass die Immerhin erkennen, dass nicht nur Grenzentesten und co der Grund für weinen ist.
Als letzte Möglichkeit, bevor die Eltern handgreiflich werden, ist das meiner Meinung nach ok, aber nicht als allgemeiner Tipp :(
Liebe Grüße
Delfin*
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klecksauge
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Re: Empfehlung zum "weinen lassen" durch Pädiatrisches Zentrum

Beitrag von klecksauge »

Ich finde das so unglaublich......

Ich möchte aber fett bei Anni unterschreiben!
Schau doch mal auf der Homepage, ob es jemanden bei euch gibt oder frage hier im Unterforum deiner Region nach
Liebe Grüße aus den Norden von
S. mit Sommerbub (08.12) und Herbstmädchen (11.15)
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