ich habe vor 13 Wochen meinen Zweiten Sohn bekommen.Er war mit 4810g und 54cm recht groß - deshalb wurde im KH der Blutzucker überprüft. Dieser war mit 38 etwas zu niedrig und mir wurde dringend zum Zufüttern geraten.
Jetzt füttere ich nach jeder Stillmahlzeit mit Pre zu und meine Muttermilch wird immer wieder so wenig, dass mein Sohn die Brust nach kurzer Zeit loslässt und nach weiteren Versuchen ganz verweigert. In dieser Abwärtsspirale sind wir jetzt an dem Punkt, an dem ich wirklich nur noch sehr wenig Milch habe.
Ich suche dringend nach Beratung und Unterstützung, um meine Milchbildung dauerhaft zu steigern und zu erhalten. Ein Traum wäre es natürlich, von der Prenahrung wegzukommen.
Zur Vorgeschichte:
Meine eine Brust hat nachgewiesener Maßen so wenig Drüsengewebe, dass mir nach dem Ultraschall im KH gesagt wurde, dass Stillen damit nicht möglich ist.
Die andere Seite ist "normal" und reagiert entsprechend auf Schwangerschaft Milcheinschuss etc...
Die Stillbeziehung mit meinem ersten Sohn (*3/2014) war schwierig und von zu wenig Milch an der Brust und zu leichtem Trinken an der Flasche geprägt. Trotzdem haben wir es über 14 Monate geschafft...
Aktuelle Situation:
Wir haben vor etwa zwei Wochen die Menge Pre pro Mahlzeit von 100ml auf 130ml erhöht, weil er trotz häufigem Stillen über Tage nicht satt geworden ist und irgendwann frustriert die Brust verweigert hat. So geht er wieder an die Brust und ich versuche die Brust nebenbei mit der Intervallpumpe zu stimulieren. Normalerweise haben wir erst die Brust gegeben und dann hinterher die Flasche. Die Situation ist aber so angespannt, dass das oft nicht geht weil er nach kurzer Zeit wieder loslässt oder schon beim richtig hinlegen schreit. Dann "mümmelt" er nur nach der Flasche, das ist aber kein effektives Trinken mehr. Meist kann ich auch ausschließlich im Bett und bei Ruhe stillen. Andere Posiitionen und Situationen kommentiert er mit Verweigerung. Ich habe das Gefühl, dass er wirklich sehr wenig aus der Brust bekommt und deswegen so sensibel auf störungen etc reagiert. Ist sonst gar nicht seine Art
Mit ihm ist lauf Osteopathen auf jeden Fall alles in Ordnung....
Seit gestern stille ich mit einem Brusternährungsset. Das entspannt mich und ihn deutlich und klappt trotz des komplizierten Anlegens bisher gut.Das macht neuen Mut und der ist gerade auch sehr wichtig!
So sieht mein Stillalltag aus:
4:00 Stillen ohne Pre
7:00 Stillen und 130ml Pre (er ist danach meist noch quengellig)
dazwischen pumpe ich etwa 3x 15 Min. ---> insgesamt 10ml Muttermilch
13:00 Stillen und 130ml Pre
15:00 Stillen und 130ml Pre
16:30 Stillen und 130ml Pre
19:00 Stillen und 130ml Pre
20:30 Stillen und ca 90ml Pre
2x ca 20 Min Pumpen, Abstand dazwischen etwa 1h
Generell versuche ich nach jeder Mahlzeit 10-15 Minuten abzupumpen. Meist schaffe ich das bei 1 oder 2 Mahlzeiten nicht.
Trinke Malzbier, Malzkaffee, Stilltee und nehme 3x2 Bochshornklee-Kapseln. Den Stress wegzulassen gelingt mir bei der Pumphäufigkeit und zwei kleinen Kindern im Haus noch nicht wirklich
Um das Anlegen zu verbessern und ihn so eventuell zu effektiverem Trinken zu bekommen gehe ich morgen zu einer Stillberatung im KH.
Ich hoffe das genügt als Überblick und ihr könnt damit was anfangen.
LG