Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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EhMijaf

Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Die Bilder sind zu groß... Gibt es noch eine andere Möglichkeit, wie ich sie Dir zukommen lassen kann?
EhMijaf

Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Konnte die Bilder verkleinern und habe Dir eine PN geschickt!
EhMijaf

Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Hallo Teazer,
heute ist Tag 3 der Einnahme von Fluconazol. Ich vertrage das Medikament zum Glück anscheinend sehr gut. Janosch auch.
Meine Brustwarzen waren bisher in der Regel "nur" gerötet, ich selbst habe keinen Pilz sehen können, sondern eben wunde, gerötete Brustwarzen. Seit gestern (Tag 2 der Fluconazol-Einnahme) sehe ich jedoch ziemlich deutlich eine Hautveränderung, so wie bei den Bildern vom Institut für Stillen. Das irritiert mich, gibt es sowas wie eine Erstverschlechterung?

Du hattest auch recht mit Deiner Diagnose, anscheinend habe ich auf der linken Brustwarze einen überwachsenen Milchgang bzw ein Milchbläschen, ich hatte nämlich Sonntag abend wieder einen Milchstau. Nach ein bisschen hin und her scheint sich der Milchgang beim stillen geöffnet zu haben und der Stau hat sich gelöst. Das Problem ist: ich habe Schmerzen in der linken Brust, dauerhaft. Das Stillen tut mehr weh als je zuvor, ich komme richtig ins schwitzen dabei. Die Brust ist außerdem sehr berührungsempfindlich. Die Brustwarze an sich und ein Bereich der Mamille und umliegendes Brustgewebe sind besonders schmerzempflindlich. Ich kann keine richtige Verhärtung ertasten, aber die andere Brust ist definitiv weicher. Vorhin war wieder dieses gelbe Sekret (eingedickte Milch? Eiter?) auf der Brustwarze zu sehen.
Ich überlege hin und her, ob ich morgen noch mal zu meiner Ärztin fahre... das wäre mit ziemlich Aufwand verbunden und ich will auch nicht fahren, obwohl eigentlich gar nix schlimmes ist. Man sieht keine Rötung, die Brust ist auch nicht übermäßig warm. Das Problem besteht allerdings ja schon seit zwei Wochen und wird auch anscheinend nicht von alleine besser, im Moment eher schlimmer?! Irgendwas ist, das zeigen die Schmerzen ja sehr deutlich. Ich habe Angst, dass jetzt noch eine Brustentzündung oben drauf kommt. Ich weiß ehrlich nicht, wie ich das auch noch wegstecken soll. Aber wahrscheinlich kann die Ärztin ja auch nichts tun, solange keine eindeutigen Entzündungsmerkmale vorliegen?!

Ich spüle die Brustwarzen nach jedem Stillen mit klarem Wasser ab und behandel die linke Brustwarze mit Octenisept. Abwechselnd schmiere ich eine Salbe mit Miconazol und Lanolin. Nach jedem Stillen behandel ich Janosch mit dem Mundgel (ebenfalls Miconazol). Ich hoffe, ich stelle mich dabei nicht allzu blöd an, ich habe das Gefühl, das meiste schluckt er sofort runter... Nur nachts mache ich all das nicht. Ist das ok so? Kann ich noch irgendwas tun?

So...aber es gibt ZUM GLÜCK auch was positives: ich glaube, dass das Fluconazol hilft. Das akute Problem mit der linken Brust ist ja was neues, was plötzlich gekommen ist und ja auch irgendwann wieder aufhört. Die "normalen" Stillprobleme sind zumindest in der rechten Brust zur Zeit deutlich besser (links kann ich es nicht beurteilen, der neue Schmerz überdeckt alles). Manchmal tut das Stillen gar nicht weh. Das ist ein richtig komisches Gefühl... Würde ich Janosch nicht schlucken hören, hätte ich den Eindruck, dass er gar nicht an der Brust saugt. Normalerweise war jeder Zug und das Fließen der Milch unangenehm bis schmerzhaft. Jetzt fühle ich das gar nicht. Total verrückt!

Das war jetzt ein kleiner Roman. Ich bin ein kleines bisschen optimistisch und gleichzeitig besorgt wegen der Schmerzen.

Viele Grüße,
Silja
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Teazer
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von Teazer »

Guten Abend,

schön, dass die Behandlung anschlägt. Ich hab Dir zu den Fotos eine PN geschickt.

Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
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EhMijaf

Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Danke für Deine Nachricht!
Das Problem scheint sich über Nacht gelöst zu haben... die Rötung ist wieder weg und die Brust ist weich und tut kaum noch weh.

Viele Grüße,
Silja
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Teazer
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von Teazer »

Schön! :D

Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Hallo Teazer,
Ein großer Teil meiner Stillprobleme hat sich durch die Behandlung mit Fluconazol tatsächlich verbessert.
Jetzt spitzt sich aber ein neues Problem so sehr zu, dass ich wirklich verzweifelt bin und viel über abstillen nachdenke (es geht grob gesagt um das Zappel beim Stillen, ich habe es schon mal erwähnt).
Meine Frage ist, ob ich die Problematik hier in diesem Thread mit Dir besprechen kann oder soll ich ein neues Thema eröffnen? Oder passt das eigentlich gar nicht zur Stillberatung?

Viele Grüße,
Silja
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Teazer
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von Teazer »

Liebe Silja,

schreib gerne hier weiter.

Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von EhMijaf »

Danke.

Ich habe Dir ja schon mal davon berichtet, dass mein Sohn beim Stillen so viel turnt und das wird immer schlimmer. Er grunzt, drückt, windet sich, strampelt, fuchtelt und ist nur in Bewegung und macht die ganze Zeit laute Geräusche. Es gibt eigentlich kein normales Stillen mehr, selten kann er nachts mal in Ruhe trinken, aber spätestens ab halb 5 Uhr morgens geht es wieder los und er wälzt sich hin und her, dockt alle paar Minuten an, macht dann das Gehampel an der Brust, dreht sich wieder weg usw...
Abgesehen davon, dass das Stillen so weder für ihn noch für mich angenehm ist (ich habe fast das Gefühl, meine Milch schadet ihm, als würde er etwas trinken, was ihm gar nicht gut tut...), ist es für uns beide wahnsinnig anstregend wenn es um das Thema schlafen geht. Er möchte gerne an der Brust einschlafen (und ich fände das auch ganz toll), aber er kann nicht. Er ist so müde, die Augen fallen ihm halb zu, aber immer wieder zuckt er zusammen und kann einfach nicht still liegen. Das macht mich wirklich fertig, weil er, wenn er zb dann auf meinem Arm einschlafen "muss", oft erstmal weint. Das ins Bett gehen ist also Kampf und Stress und das soll es doch auf keinen Fall sein.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das normal sein soll... Ich habe bei der U6 vor wenigen Tagen dem Kinderarzt davon berichtet, wie soll es auch anders ein, er hat mir zum abstillen geraten. Mein Sohn bräuchte die Milch ja jetzt eh nicht mehr.

Ich habe im Internet einen angeblich stillfreundlichen Kinderarzt in Kassel gefunden, vielleicht versuche ich bei ihm mal einen Termin zu bekommen?

Wenn sich das "verwächst", weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, wie lange ich darauf warten kann... Ich habe immer noch Schmerzen beim Stillen (zwar besser, aber angenehm ist es nicht) und auch davon abgesehen, so, wie es im Moment läuft, ist das kein Zustand. Es macht mich wirklich traurig, dass wir einfach nicht auf einen grünen Zweig kommen beim Stillen und dass das Einschlafen für meinen Sohn so qualvoll ist...

Hast Du eine Idee, was uns helfen könnte?

Viele Grüße,
Silja
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Teazer
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Re: Schmerzen beim Stillen seit 4,5 Monaten

Beitrag von Teazer »

Liebe Silja,

das ist wirklich anstrengend. ((())) Weder Deine Milch, noch das Stillen an sich schadet Deinem Sohn. Ganz im Gegenteil.

Die Beschreibung habe ich schon oft von Müttern gehört und ich selbst habe auch so eine Turnerin. Manche Kinder kommen an der Brust einfach nicht so zur Ruhe, dass sie dabei einschlafen. Wir haben unsere Jüngste stattdessen in den Schlaf getragen. Das nahm sehr viel Druck aus den Abenden. Habt Ihr das schon versucht? Dadurch wurden auch die Nächte im Allgemeinen ruhiger.

Warst Du zwischendurch schmerzfrei? Wieviel Beikost isst Dein Baby? Kennt er Schnuller, Flaschen oder Trinklernbecher?

Viele Grüße,
Teazer (Modteam Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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