Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
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- Mutterhenne
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Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/g ... -1.3146664
"Ideologiefeste Vertreterinnen" raten zum Stillen über 1 Jahr. "6 Monate werden empfohlen, ggf. auch etwas länger". Und die Antibiotika-Studien: Gibt's die (so)?
Verärgerte Grüße...
"Ideologiefeste Vertreterinnen" raten zum Stillen über 1 Jahr. "6 Monate werden empfohlen, ggf. auch etwas länger". Und die Antibiotika-Studien: Gibt's die (so)?
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"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)
Grüße von der Henne
mit Superheldin (09/2013), Piepselchen (11/2018) und den Schutzengel-* (März 2012, November 2017, April 2021)
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- Mutterhenne
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
...falls dieser Beitrag im Fachfragen-Forum besser aufgehoben sein sollte - sorry
und bitte verschieben...
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- Peppa
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Ach, der Bartens...der war gerade mal 3-4 Jahre Arzt und das auch schon vor 20 Jahren. Seitdem verkauft er medizinische "Weisheiten" möglichst publikumswirsam. Da würde ich gar nichts drauf geben 
Peppa mit Wutz (6/13) und Löwenmädchen (7/16)
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- Mutterhenne
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Naja, ich glaub's dem nicht, keine SorgePeppa hat geschrieben:Ach, der Bartens...der war gerade mal 3-4 Jahre Arzt und das auch schon vor 20 Jahren. Seitdem verkauft er medizinische "Weisheiten" möglichst publikumswirsam. Da würde ich gar nichts drauf geben
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- Peppa
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Ich sehe das genauso und rege mich auf! Aber wenn man erst mal sein "Ärztehasserbuch" gelesen hat, weiß man, dass man ihn medizinisch nicht unbedingt ernst nehmen muss. Ich weiß auch gar nicht, was der jetzt zu Antibiotikatherapie zu sagen hat...das ist doch angesichts der verschiedenen Präparate und der häufigen Anwendung echt die mit am unkomplizierteste Medikamentenklasse...da brauchen die meisten Ärzte nicht mal embryotox 
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nido56
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Krass!!!! Also, wenn die Mutter UNBEDINGT will, dann ist es nicht schlimm, EIN BISSCHEN laenger als 6 Monate zu stillen. Aber bitte auf keinen Fall laenger als 1 Jahr, sonst wird die Mutter-Kind-Bindung zu eng.
Ja, ja, immer diese ideologiefesten Vertreterinnen der WHO...
Fuer mich klingt logisch, dass eine Antibiotikaeinnahme der Mutter aehnliche Folgen haben kann, wie eine Antibiotikabehandlung des Babys, sprich Einfluss auf die Darmflora mit allem, was dazu gehoert, auch wenn die Dosis natuerlich deutlich niedriger ist. Die Warnung, nicht unnoetig Antibiotika zu nehmen, ist sicher nicht falsch, gilt aber eigentlich auch fuer nicht stillende Menschen.
Die wirklich wichtige Frage hier waere: Die negativen gesundheitlichen Aspekte, stammen die aus Vergleichen mit Babys, die mit Ersatznahrung gefuettert wurden oder aus Vergleichen mit gestillten Babys, deren Muetter keine Antibiotika einnehmen mussten? Im Beitrag klingt es so, als waere ersteres der Fall. In dem Fall kann man natuerlich darueber diskutieren, ob man die moeglichen Nebenwirkungen in Kauf nehmen oder lieber abstillen moechte.
Ich koennte mir aber auch gut vorstellen, dass es in den Studien um den Vergleich gestillter Babys mit und ohne indirekter Antibiotikagabe ueber die Muttermilch ging. In diesem Fall waere also vermutlich das gesundheitliche Optimum "Mutter stillt und nimmt keinerlei Medikamente", an zweiter Stelle stuende "Mutter stillt auch bei Antibiotikaeinnahme" und erst an dritter Stelle "Das Baby wird mit Ersatznahrung gefuettert".
Es wuerde mich nciht wundern, wenn die eigentliche Studie DAS aussagen wuerde, und der nette Herr, der offensichtlich ein Gegner des Stillens ueber die ersten 6 Monate hinaus ist, bewusst ein wenig schwammig in seinen Aussagen ist, um moeglichst viele Frauen von den Nachteilen einer laengeren Stillzeit zu ueberzeugen...
Ja, ja, immer diese ideologiefesten Vertreterinnen der WHO...
Fuer mich klingt logisch, dass eine Antibiotikaeinnahme der Mutter aehnliche Folgen haben kann, wie eine Antibiotikabehandlung des Babys, sprich Einfluss auf die Darmflora mit allem, was dazu gehoert, auch wenn die Dosis natuerlich deutlich niedriger ist. Die Warnung, nicht unnoetig Antibiotika zu nehmen, ist sicher nicht falsch, gilt aber eigentlich auch fuer nicht stillende Menschen.
Die wirklich wichtige Frage hier waere: Die negativen gesundheitlichen Aspekte, stammen die aus Vergleichen mit Babys, die mit Ersatznahrung gefuettert wurden oder aus Vergleichen mit gestillten Babys, deren Muetter keine Antibiotika einnehmen mussten? Im Beitrag klingt es so, als waere ersteres der Fall. In dem Fall kann man natuerlich darueber diskutieren, ob man die moeglichen Nebenwirkungen in Kauf nehmen oder lieber abstillen moechte.
Ich koennte mir aber auch gut vorstellen, dass es in den Studien um den Vergleich gestillter Babys mit und ohne indirekter Antibiotikagabe ueber die Muttermilch ging. In diesem Fall waere also vermutlich das gesundheitliche Optimum "Mutter stillt und nimmt keinerlei Medikamente", an zweiter Stelle stuende "Mutter stillt auch bei Antibiotikaeinnahme" und erst an dritter Stelle "Das Baby wird mit Ersatznahrung gefuettert".
Es wuerde mich nciht wundern, wenn die eigentliche Studie DAS aussagen wuerde, und der nette Herr, der offensichtlich ein Gegner des Stillens ueber die ersten 6 Monate hinaus ist, bewusst ein wenig schwammig in seinen Aussagen ist, um moeglichst viele Frauen von den Nachteilen einer laengeren Stillzeit zu ueberzeugen...
nido mit dem Piraten (01/2012)
- Teppilein
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Da weiß ich ja jetzt bescheid... Ich bin eine ideologiefeste Vertreterin (hab ein bissl länger gestillt als 6 Mon, nämlich 2,5 Jahre) die Antibiotika nehmen musste. Meine 3 Kindern hat es bis jetzt nicht geschadet [GRINNING FACE WITH SMILING EYES].
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Unterwegs mit Mausebeere (7/11), Pu(ps)Bär (12/12) und dem Minimädchen (7/16).
Meine persönliche unendliche Geschichte:

Trageberaterin, TS DD (GK 2/18, AK 3/18)
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nido56
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Re: Erschreckend inkompetenter Beitrag auf SZ online...
Jep, hier auch. 2 Jahre Stillzeit mit mehreren Bronchitiden meinerseits, die mit Antiobiotika behandelt werden mussten.Teppilein hat geschrieben:Da weiß ich ja jetzt bescheid... Ich bin eine ideologiefeste Vertreterin (hab ein bissl länger gestillt als 6 Mon, nämlich 2,5 Jahre) die Antibiotika nehmen musste. Meine 3 Kindern hat es bis jetzt nicht geschadet [GRINNING FACE WITH SMILING EYES].
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Das Bloede ist halt, dass sowas dann wieder Frauen hoeren, die zwar eigentlich gerne stillen wollen, aber nicht so gut informiert sind und stark verunsichert von einer stillfeindlichen Umgebung. Die stillen dann wahrscheinlich bei der ersten eitrigen Angina ab, aus Angst, ihrem Baby zu schaden...
nido mit dem Piraten (01/2012)