Federwiegenentwöhnung

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Meerhuhn
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Federwiegenentwöhnung

Beitrag von Meerhuhn »

Ich brauche mal ein paar Tipps von euch.
Unser Kleiner schläft seit er so vier/fünf Monate ist tagsüber meistens in der Federwiege (sonst im Tuch, Auto, KiWa) und abends schläft er (seit er beim Stillen abends nicht mehr einschläft) in der Federwiege ein und wenn er wach wird, kommt er zu uns ins Bett, wo er mit Stillen weiterschläft. Die Wiege ist ständiger Begleiter, da wir uns an diesen Komfort gewöhnt haben. Er schläft innerhalb von zehn Minuten ein. Egal, wie aufgedreht er ist oder ob er zwei Stunden vorher fünf Minuten im Auto geschlafen hat.
ABER: Er ist inzwischen einfach zu groß geworden, also wortwörtlich, er ragt darüber hinaus, wenn er die Beine ausstreckt. Und ich finde, dass das eine gute Gelegenheit ist, langsam auf die Federwiege zu verzichten. Denn es wäre auch schön, nicht mehr für jede Übernachtung oder gar einen Tagesausflug zu Familie/Freunden, die Wiege einstecken zu müssen.

Wir wollen erst Mal mittags auf die Federwiege verzichten und dann demnächst abends anfangen. (Vorher wollen wir die Krippeneingewöhnung abwarten und ihn nicht zusätzlich damit stressen.) Er schläft mittags ohne Probleme und ruckzuck beim Stillen ein und lässt sich ablegen. So weit, so gut. Er wacht aber nach ca. einer 3/4 Stunde auf und weint bitterlich, weil er es nicht schafft, weiterzuschlafen. Ich will nicht nachstillen. Aber ich will ihm irgendwie weiterhelfen. Ein paar Mal hat es geholfen, die Hand aufzulegen und zu summen, aber meistens klappt es nicht. Und die Laune ist danach lange mies, denn er ist noch zu müde. Es scheint zu helfen, wenn ich schlafend danebenliege, also unter einer anderen Decke, aber sichtbar. Nur würde ich gerne demnächst wieder den Mittagsschlaf nutzen wollen, um ein wenig Zeit für mich bzw. haushalt u.ä. zu haben.

Habt ihr Tipps/Tricks/Erfahrungen? Oder meint ihr, er ist einfach noch nicht soweit und irgendwann kann er das von allein?
Kleiner Professor - April 2015
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suttine
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Re: Federwiegenentwöhnung

Beitrag von suttine »

Wir haben eine XXL-Federwiege, da dauert das Rauswachsen länger.
Bei uns funktionieren momentan auch nur die Varianten Federwiege oder Einschlafstillen und dann in sein Bett legen. Damit kommen wir aber gut zurecht, also leider kein weiterer Tipp für euch.
mit S. (12/2015)
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Vivilotta
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Re: Federwiegenentwöhnung

Beitrag von Vivilotta »

Meine Tochter ist auch lange Zeit nach ner 3/4 Stunde beim Mittagsschlaf aufgewacht und wollte Nachstillen. So mit 14/15 Monaten hat mich das dann echt genervt, weil ich eben immer in Habachtstellung am Bett sitzen musste und auch nicht mehr soviel stillen wollte. Eines Tages hab ich dann ziemlich spontan entschieden, dass ich sie dann vorerst lieber rumtrage als zu stillen. Sie hat zugegebenermaßen für ein paar Minuten sehr geweint, mehr als beim nächtlichen Abstillen, dass dann auch bald folgte. Aber nach 10 Minuten hat sie weitergeschlafen, ich hab ihr währenddessen erklärt, warum ich nicht mehr stillen mag nach 45 Minuten. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber seitdem ist sie entweder gar nicht mehr wach geworden und nur ganz kurz, so dass Händchenhalten oder nur "alles gut" murmeln gereicht hat.
Ich weiß nicht, ob sie das von alleine so aufgehört hätte, es war ihr scheinbar doch eine sehr liebgewonnene Gewohnheit...


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jiu21
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Re: Federwiegenentwöhnung

Beitrag von jiu21 »

Mein Sohn ist, bis er 18 Monate alt war, abends immer nach 45 min aufgewacht und ich musste "nachstillen" damit er weitergeschlafen hat. Das hat dann von selbst aufgehört (inzwischen schläft er locker 3h...). Mittags ist es leider immer noch so, dass er ab und an nach 45 min gestillt werden möchte um weiterzuschlafen. Aber auch hier geht die Tendenz inzwischen in Richtung allein-weiterschlafen.

Ich denke also schon, dass dein Sohn auch von allein länger schläft, das kann eben nur noch eine Weile dauern :roll: Ist halt dann immer die Frage wie hoch der eigene Leidensdruck ist... Für mich persönlich waren / sind die Zwangspausen durch das Nachstillen eigentlich ganz gut :)
mit einem Sohn 08/2014
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Meerhuhn
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Re: Federwiegenentwöhnung

Beitrag von Meerhuhn »

Ich danke euch für eure Gedanken.
Der Mittagsschlaf beginnt jetzt auf jeden Fall immer im Bett. Wenn ich ihn nicht zum Weiterschlafen bekomme, wenn er schreiend aufwacht, dann lege ich ihn schon ab und an in die Federwiege.
Aber: Oft schläft er einfach weiter, wenn ich danebenliege :) Er liegt im Beistellbett unter einer eigenen Decke und dann verlangt er gar nicht nach der Brust, wenn er aufwacht, sondern dreht sich, guckt, ob ich da bin und legt sich wieder bequem hin zum Weiterschlafen. Nach dem Einschlafen kann ich sogar erst mal für ca. eine halbe Stunde rausgehen. Und danach lege ich mich eben dazu und schlafe selbst oder lese. Ich hoffe, das geht so weiter. Und irgendwann muss ich mich sicherlich auch gar nicht mehr dazulegen, aber das hat noch Zeit.
Ein positiver Nebeneffekt: Er schläft nicht mehr zwei Stunden oder länger zum Mittag, sondern nur noch so 1,25 bis 1,5 Stunden. Dafür geht es abends eher ins Bett und ich habe eher Feierabend :wink:
Ich hoffe jetzt, dass das weinend aufwachen seltener wird und die Federwiege ganz weg kann. Bzw. habe ich diese jetzt auch nur benutzt, wenn der Tag noch stressig werden würde und ich da das müde sein und eher hinlegen nicht ganz so gut abfedern/umsetzen konnte.
Kleiner Professor - April 2015
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suttine
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Re: Federwiegenentwöhnung

Beitrag von suttine »

Ist doch klasse! Schön! :-)
mit S. (12/2015)
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