Auf Anraten von Teazer eröffne ich nun einen eigenen Thread. Vielleicht auch etwas vorschnell, da ich selber noch nicht genau weiß was ich möchte. Denn neben dem neu aufgetretenen/erkannten Stillproblem haben wir das Problem der Regulationsstörungen was leider vordergründig über allem steht bzw. mir eine angemessene Reaktion auf das Stillproblem unmöglich macht. Leider.
Hier nun die Beantwortung der Fragen, ich habe im Moment leider immer sehr wenig Zeit. Am 13.7. kam unser Wunschsohn zur Welt. Die Geburt war schwer und der Stillstart auch nicht gut. Dann hätte sich aber Stilltechnisch alles eingespielt. Dachte ich zumindest bis zur U3. Weil er eher zart war und insgesamt sehr unzufrieden sollen wir nach jedem Stillen die Flasche anbieten.
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.
Bis letzten Freitag nein. (Doch, Vor wenigen Wochen hat er 2x nach dem Stillen eine Flasche bekommen und alles wieder ausgespuckt) Da war die U3. Seitdem auf Anraten der Ärztin nach jedem Stillen die Flasche angeboten.
* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?
Es gibt keinen festen Alltag. Wenn er ins TT kommt schläft er meist bis zu 5h (meist 4) zwischen den Mahlzeiten. Ohne TT findet er nicht in den Schlaf. (Nachts gepuckt auf mir oder meinem Mann oder liegend stillend, auch gepuckt.) Das endet dann in schreien und Stillen zur Beruhigung. Nun soll ich wegen der Flasche aber mind. 2h warten dazwischen und ihn mit Schnuller beruhigen. Er geht nicht freiwillig von der Brust ab, verlangt nach mehr wenn ich ihn löse (meist nach 20-30 min pro Seite). Andererseits wird er schnell schläfrig an der Brust und dämmert weg. Stille leider mit Stillhütchen.
* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Pipi in jeder Windel. Stuhlgang erst 1,5 Wochen nicht. Dann wegen viel untröstlichem weinen in der klinik nach Einlauf. Dann wieder nach 10 Tagen und ab dann fast täglich oder auch mehrmals täglich. Seit er Flasche bekommt nicht mehr täglich.
* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
Schlechter Start: Baby wurde nur wenige Minuten auf meiner Brust gelassen, dann weggenommen um die Plazenta herauszudrücken. Anschließend noch OP um diese zu entfernen. Danach im Kreißsaal nicht angelegt. Insgesamt 2 Tage nicht getrunken, Anlegeversuche alle missglückt. Am 3. Tag erster Stillerfolg mit Stillhütchen. Er hat nie (bis heute) den Mund zum Andocken weit aufgesperrt. Er schnullert eher als das er richtig saugt. Insgesamt ist er sehr unruhig, auch manchmal an der Brust, meistens ist die Brust aber das einzige was ihn beruhigt. Bei der Flasche habe ich das Gefühl dass er über den Hunger hinaus trinkt. Kann das sein? Danach weint er sehr weil er viel aufstoßen, manchmal auch würgen muss. Das passiert beim Trinken an der Brust nicht. Da spuckt er manchmal. Ich habe das Gefühl ihn mit der Flasche zu mästen. Auf der anderen Seite merke ich dass ihm das mehr an Nahrung gut tut. Ich habe nur das Gefühl er nimmt die Flasche immer und dass das nicht unbedingt mit Hunger zu tun hat. Gestern Abend hat er die Brust angeschrien. Ich befürchte er hat eine Saugverwirrung. Schluckt kaum. Danach hat er noch 95ml aus der Flasche bekommen und ist endlich eingeschlafen. Ich könnte direkt danach noch 35ml abpumpen. Leer war die Brust also nicht.
* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Ja, leider alle 3. Wir sollen den Schnuller verwenden um ihn zu beruhigen (Regulationsstörungen) aber zum Einschlafen hilft der Leider überhaupt nicht. Hebamme, Kinderärztin sowie Ostheopath sind der Meinung der Schnuller könnte ihm beim runterfahren helfen.
* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?
Die Kinderärztin hat die Flasche nach dem Stillen (ich soll dann noch abpumpen, geht aber nur wenn mein Mann da ist und dann nur manchmal)verordnet. Hebamme kommt noch regelmäßig wegen unserer Schlafproblematik. Bei Ostheopathen waren wir 2x, 3. Termin ist schon gebucht. Seine Halswirbelsäule war gestaucht (hat während der Geburt lange festgesteckt, wurde sehr sehr grob mit Kristeller Handgriff rausgedrückt).
* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?
Er hatte Gelbsucht die aber ohne Behandlung überwunden wurde. Ich habe eine leichte Schilddrüsenunterfunktion. Nehme 50 Thyroxin täglich. Lasse den Wert bei der Nachuntersuchung am 29.8. kontrollieren. Normalgewicht, keine Krankheiten. Ich habe nach der Geburt sehr schnell wieder abgenommen, ob das die Milchmenge negativ beeinflusst haben könnte?
- Gebt uns genaue Daten! Ich habe eine Waage aus der Apotheke.
13.07. 3860g Geburt KH
15.07. 3080g U2 KH
04.08. 3600g Kinderarzt
19.08. 4180g U3 Kinderarzt
20.08. ? , 9x gestillt, 475ml PRE
21.08. ? , 7x gestillt, 385 ml PRE, 80ml Muttermilch
22.08. ? , ,9x gestillt, 445ml PRE, 60ml MuMi
23.08. 4660g Kinderarzt, 10x gestillt, 205 ml PRE, 60 ml MuMi, 1x Stuhl, 4x Pipi ( nachts keine Flasche sondern Dauerstillen weil Mann nicht aufstehen konnte, das habe ich als 1x stillen gezählt und als 2x für morgenz )
24.08. 4710g (mittags nach dem Stillen aber vor der Flasche), 9x gestillt, 225ml PRE, 100 ml MuMi, 0x Stuhl, 5x Pipi
Vielen Dank schonmal fürs Lesen des doch sehr langen Textes. Mein Mann hat noch bis zum 13.09. Elternzeit. Bis dahin muss ich entweder nur Brust oder nur Flasche geben. Alleine schaffe ich das zweigleisige nicht.
Viele Grüße!