Änderung des Mutterschutzgesetzes
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- Vera2k
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Seht ihr nicht die Gefahr, dass Arbeitgeber im Umkehrschluss (auf die Beschränkung der Stillzeit von 12 Monaten) verlangen, dass Mütter ihr Kind bis zum 12 Lebensmonat abgestillt haben und somit mit Chemikalien und anderen Gefahrenstoffen arbeiten müssen?
Darin sehe ich die Gefahr. Einfach, weil die Änderung diese Auslegung auch zulassen würde.
Darin sehe ich die Gefahr. Einfach, weil die Änderung diese Auslegung auch zulassen würde.
- palme56
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Nein, sehe ich nicht, ich kenne mich da juristisch aber auch nicht aus um da eine Übertragung aus diesem einen Satz auf das gesamte Gesetz auszuschließen.
Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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suri
- alter SuT-Hase
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Vor allem ist es super ärgerlich, wenn irgendwas behauptet wird, ohne dass man mal selbst in den Entwurf geguckt hat.
VeraK liess §11 Seite 16-17. Da gibt es keine Alters- und keine Stundenbeschränkung und der Schutz der Stillenden ist sehr umfangreich geregelt.
VeraK liess §11 Seite 16-17. Da gibt es keine Alters- und keine Stundenbeschränkung und der Schutz der Stillenden ist sehr umfangreich geregelt.
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ixcacienfuegos
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Dann meldet die Frau das und aus die Maus.Vera2k hat geschrieben:Seht ihr nicht die Gefahr, dass Arbeitgeber im Umkehrschluss (auf die Beschränkung der Stillzeit von 12 Monaten) verlangen, dass Mütter ihr Kind bis zum 12 Lebensmonat abgestillt haben und somit mit Chemikalien und anderen Gefahrenstoffen arbeiten müssen?
Darin sehe ich die Gefahr. Einfach, weil die Änderung diese Auslegung auch zulassen würde.
Die Festlegung der Stillpausen auf ein Jahr ist übrigens hilfreich für verdammt viele Frauen - ich kenne einige, denen vom Arbeitgeber nach 4 oder 6 Monaten die Stillpausen verwehrt wurden, weil der AG steif und fest behauptet hat, das ginge nur in der Vollstillzeit.
LG, ixca mit Minikind (*10/14) und Maikäferchen (* 05/18)
- safira
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Ich fände halt im Sinne der Kinder und Eltern 1,5 Jahre sinnvoller. Aber klar, 1 Jahr ist besser als nix.
Nur wo seht ihr den Vorteil in dieser Regelung mit dem 1 Jahr?
mit Tapatalk
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delfinstern
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Besser als 6 Monate. Mich stören die 12 Monaten überhaupt nicht. Mich würden eher Mütter stören, die nach 24 Monaten noch 1 h weniger arbeiten als der normale Mitarbeiter. Ist ja nicht so, als würde die Arbeit nicht anfallen....
Liebe Grüße
Delfin*
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chipmunk
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Grundsätzlich sehe ich das schon auch so - wenn es sein muss, klappt es mit dem Stillen und Arbeiten wahrscheinlich ab 12 Monaten auch ohne Stillpausen.
Ich finde die Erläuterung zum §6, auf Seite 62 ff. auch einleuchtend, nämlich den Interessensausgleich zwischen Arbeitgeber und Mutter.
Unglücklich finde ich allerdings diese Formulierung, die m.M. nach auch überhaupt nicht im Einklang mit den Empfehlungen der WHO ist:
[...] Die Vorteile des Stillens nehmen allerdings mit zunehmendem Lebensalter des Kindes ab. Spätestens wenn das Kind 12 Monate alt ist, ist das Stillen des Kindes weder aus ernährungsphysiologischer Sicht
noch immunologischer Sicht notwendig. Damit wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass ein längeres Stillen im Einzelfall möglicherweise empfehlenswert ist. [...]
Das hätte man meiner Meinung nach anders formulieren sollen, sich z.B. an den WHO Empfehlungen orientieren (und "begleitendes" Stillen lässt sich dann ja in der Regel auch irgendwie mit den Arbeitgeberinteressen vereinbaren)
Im Bereich der Arbeiten mit Schadstoffen / Gefahren finde ich es jetzt weiterhin unklar. Ich würde es nun so interpretieren, dass nach 12 Monaten dort eben auch Schluss ist. Und das würde dann im Einzelfall schon dem Weiterstillen entgegenstehen.
Ich finde die Erläuterung zum §6, auf Seite 62 ff. auch einleuchtend, nämlich den Interessensausgleich zwischen Arbeitgeber und Mutter.
Unglücklich finde ich allerdings diese Formulierung, die m.M. nach auch überhaupt nicht im Einklang mit den Empfehlungen der WHO ist:
[...] Die Vorteile des Stillens nehmen allerdings mit zunehmendem Lebensalter des Kindes ab. Spätestens wenn das Kind 12 Monate alt ist, ist das Stillen des Kindes weder aus ernährungsphysiologischer Sicht
noch immunologischer Sicht notwendig. Damit wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass ein längeres Stillen im Einzelfall möglicherweise empfehlenswert ist. [...]
Das hätte man meiner Meinung nach anders formulieren sollen, sich z.B. an den WHO Empfehlungen orientieren (und "begleitendes" Stillen lässt sich dann ja in der Regel auch irgendwie mit den Arbeitgeberinteressen vereinbaren)
Im Bereich der Arbeiten mit Schadstoffen / Gefahren finde ich es jetzt weiterhin unklar. Ich würde es nun so interpretieren, dass nach 12 Monaten dort eben auch Schluss ist. Und das würde dann im Einzelfall schon dem Weiterstillen entgegenstehen.
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- safira
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Delfinstern das versteh ich. Wir erleben nur ganz oft die Kinder, die eben erst mit 13 oder 14 Monaten "richtig" essen und weniger stillen, zudem die Infektanfälligkeit rund um den Krippenstart.
Aber gut, das sind für den Gesetzgeber wahrscheinlich "Feinheiten".
Ich habe bisher bei jedem Kind nach 2 bis 4 Monaten wieder zu arbeiten begonnen und war eben immer sehr dankbar darum, dass man bei Bedarf auch noch mit 13 Monaten Stillzeiten nehmen darf. Da meine Kinder am Arbeitsort untergebracht waren, war für mich schnell mal Stillen bei bedarf dann möglich. 24 Monate 1 Stunde weniger am Tag hätte ich allerdings niemals gefordert.
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Aber gut, das sind für den Gesetzgeber wahrscheinlich "Feinheiten".
Ich habe bisher bei jedem Kind nach 2 bis 4 Monaten wieder zu arbeiten begonnen und war eben immer sehr dankbar darum, dass man bei Bedarf auch noch mit 13 Monaten Stillzeiten nehmen darf. Da meine Kinder am Arbeitsort untergebracht waren, war für mich schnell mal Stillen bei bedarf dann möglich. 24 Monate 1 Stunde weniger am Tag hätte ich allerdings niemals gefordert.
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...mit 6 größten Schätzen (2006, 2008, 2012, 2014, 2016, 2020)

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- MarinaG
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Ich finde Still-/Pumppausen auch nach dem 1. Geburtstag sinnvoll. Ich hatte schon mal eine Brustentzündung nach einem halben Arbeitstag als meine Tochter 13 Monate alt war.
Die besten Kinder überhaupt:
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
Alexander (April 2011), Katharina (Oktober 2013) und Julian (Februar 2016)
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ixcacienfuegos
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Re: Änderung des Mutterschutzgesetzes
Mein Kind ist auch so eins, trotzdem hat das mit dem Krippenstart ohne Stillpausen prima geklappt.safira hat geschrieben:Delfinstern das versteh ich. Wir erleben nur ganz oft die Kinder, die eben erst mit 13 oder 14 Monaten "richtig" essen und weniger stillen, zudem die Infektanfälligkeit rund um den Krippenstart.
Aber gut, das sind für den Gesetzgeber wahrscheinlich "Feinheiten".
Laut Mutterschutzgesetz geht es ja aber nicht anders als mindestens 60min/Tag.safira hat geschrieben:
24 Monate 1 Stunde weniger am Tag hätte ich allerdings niemals gefordert.
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