Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerstille

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Sarita
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Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerstille

Beitrag von Sarita »

Hallo Zusammen,

Mitte März 2016 kam meine Tochter per Kaiserschnitt (sekundär nach Geburtsstillstand) bei ET+9 zur Welt, sie ist jetzt 22 Wochen alt. Wir hatten einen tollen Stillstart und ich habe das Stillen bisher sehr genossen, Probleme gab es bisher eigentlich nie. Die Kleine war von Anfang an ein "Schnelltrinker" und hatte einen ordentlichen Zug drauf. Außerdem hatte sie auch immer gut geschlafen (im an unserem Bett eingehängten Beistellbett): Sie wurde immer ziemlich genau zur gleichen Zeit nachts einmal wach, wurde gestillt und schlief dann weiter. In den letzten Wochen wurde ihre Stilldauer zunächst immer kürzer (nur noch ca. 5 Minuten) und die Nächte unruhiger. Mittlerweile bereitet mir das Stillen ziemlich Bauchschmerzen. Seit ca. zwei Wochen zeigt sie folgendes Verhalten:

- Tagsüber trinkt sie immer nur wenige Minuten kräftig, dann fängt sie an mit Brustwarze im Mund zu brabbeln. Es erinnert mich an ein Kleinkind, das mit einem Getränk "gurgelt". Sie dockt immer wieder ab, dann aber wieder zielstrebig dran, trinkt ein paar Schluck und brabbelt weiter. Das Spielchen würde wahrscheinlich ewig weitergehen, würde ich sie nicht irgendwann selbst von der Brust nehmen.
- Auswärts stillen war nie ein Problem, mittlerweile ist es meistens ein kleines Drama, sie ist total hektisch, dockt ab, guckt rum und verbiegt sich dabei (oder guckt und verbiegt sich OHNE abzudocken, au!)
- Nachts hängt sie dann quasi ununterbrochen an der Brust. Im Beistellbettchen schlafen funktioniert so gut wie gar nicht mehr. Sie schläft fast nur noch mit Brust im Mund, wenn ich sie nach dem Einschlafen abdocke geht das hektische Suchen los. Sie wacht mehrmals (6-10 Mal? Fällt mir schwer nachts mitzuzählen) nachts auf und lässt sich nur durch die Brust beruhigen. Meistens trinkt sie dabei gefühlt kaum was. Wenn der Milchspendereflex einsetzt schluckt sie zwar die Milch, aber saugt nicht aktiv weiter.

Das Stillen so wie es momentan ist macht mich wirklich verrückt. Dazu kommt, dass ich von den Nächten supermüde bin. Ich frage mich, was ist los? Normaler Wachstumsschub, geht irgendwann wieder vorbei? Saugverwirrung? Bekomme schon Ratschläge, ihr abends doch ne Flasche zu geben, damit das Kind satt ist und nicht ständig wach wird. Hab ich am Anfang vehement abgeschmettert, aber mittlerweile mach ich mir doch Gedanken ob das alles so ok ist :(


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Hier noch die Fragen:
Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Flasche mit Pulvermilch, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Ich arbeite seit Juli an drei Tagen die Woche, wir sind dann 8 Stunden getrennt. Ich stille sie bevor ich losgehe, in den 8 Stunden bekommt sie dann abgepumpte Milch aus der Flasche, 2x ca. 160 ml (+/- 20 ml, je nachdem, wie es mit dem Pumpen am Vortag lief). In der Regel reicht ihr das auch aus, sie meckert nicht. Manchmal lässt sie sogar was übrig. In einigen wenigen Fällen bekam sie eine Portion Pre (z.B. Muttermilchflasche ausgelaufen; Ausflug mit der Betreuung ohne Kühlmöglichkeit). Es hat allerdings ziemlich lange gedauert, bis sie die Flasche akzeptiert und relevante Mengen daraus getrunken hat. "Üben" mit der Flasche begann im Rahmen der Eingewöhnung Anfang Juni.

* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

Schwierig :( Als noch alles "ok" war: Ca. alle zwei bis vier Stunden Stillen, ca. acht Mal. Nachts wurde sie seit sie 6 Wochen alt war einmal wach zum Stillen.

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?
Nasse Windeln 4-6. Stuhlgang alle 1 bis 3 Tage

* Berichtet auch von Eurem Stillstart und den ersten Wochen nach der Geburt, v.a.: Wie klappt(e) das Stillen? Unruhiges Baby? Andock-Probleme?
War sehr unproblematisch. Sie hatte immer einen ordentlichen Zug drauf und hat sehr schnell getrunken. Die ersten Monate hat ihr eine Brust gereicht, seit ca. vier Wochen trinkt sie öfters mal beide Seiten. Wobei ich es seit sie älter ist immer schwieriger finde zu merken, ob sie Hunger hat. Meistens biete ich "auf Verdacht" die Brust an.

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?
Flasche ja, siehe oben. Schnuller nimmt sie nicht, sie saugt lieber am Finger. Hütchen nein.

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Nein

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Nein. Ich habe vergleichsweise viel Gewicht im Vergleich zu vor der Schwangerschaft verloren, falls das relevant sein könnte.
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Sarita
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Sarita »

Achso noch zum Gewicht: Falls es nötig sein sollte, suche ich daheim die Gewichtsdaten raus. Was ich noch auswendig weiß:

*15.03.2016, 3810g (Klinik)
18.03.2016, 3760 g (Klinik)
U4 (07.07.2016?), 7550 g
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Nuala
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Nuala »

Oh je... Ich kenn solche (ähnlichen) Phasen von beiden Kindern. Erst ist der Tag so spannend und man muss schauen und forschen und turnen... Und dann hat man natürlich zu wenig gestillt und das muss in der Nacht aufgeholt werden... Mühsam. Und ja, meist um Entwicklungsschübe herum (greifen lernen, umdrehen lernen, robben lernen...).
Wirkliches Zaubermittel hab ich leider nie gefunden, ich hab halt versucht beim Tag-Stillen möglichst an langweilige Orte (am besten die selben) zu gehen, Tuch über die Schulter, bei Quatsch-machen an der Brust sofort abgedockt, erklärt dass ich das nicht will (ernstes Gesicht, ernste Stimme), kurze Pause (Ca. 30 sek), noch mal probiert, wenn wieder Quatsch dann selbes Spiel, ein paar mal wiederholt, sonst abgebrochen und nach 20-30 min nochmal probiert.
Irgendwann waren alle Phasen wieder vorbei. :roll:
Ich wünsche dir viel Geduld!!!! Solidarischer Drücker!
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Missie »

Hier sieht es momentan mit dem Ende März Sohn genauso aus... Tagsüber stillen klappt nur noch im Liegen im Schlafzimmer oder wenn das Baby gefühlt kurz vorm Verdursten steht. Und dann auch nur das nötigste.... Lieber schnell wieder dem großen Bruder zugucken und/ oder spielen... Im Moment ist einfach alles so spannend :-D
Das wird wieder besser!
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von PaleFire »

Hier auch genau das selbe mit 6 Monate altem Baby. Kenne das schon von der großen Schwester damals. So richtig entspannt und genüsslich trinken kommt dann mit ca. nem Jahr wieder. [emoji6] hier muss ich mittlerweile die Große beim stillen rausschicken, weil sich die Kleine sonst NUR den Hals nach ihr verrenkt.

Dein Kind holt sich schon, was es braucht, auch wenn es natürlich lästig ist, dass es das momentan vorwiegend nachts tut. [emoji6] aber es wird wieder entspanntere Stillzeiten geben! Hier hilft immergleicher, möglichst langweiliger Stillort daheim. Unterwegs hab ich es mittlerweile akzeptiert, dass sie einfach brutal wenig trinkt und dann zuhause "aufholt".
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von PaleFire »

P.S. Hier wird übrigens oft nicht mal genug Geduld aufgebracht, um bis zum Milchspendereflex zu warten. Wenn der Busen nicht innerhalb von Sekunden liefert, wird abgedockt, gemeckert und sich mit aller Kraft aus meinem Arm gewunden. [emoji15]
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Missie »

Haha, das kenne ich auch!
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Nuala
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Nuala »

PaleFire hat geschrieben:P.S. Hier wird übrigens oft nicht mal genug Geduld aufgebracht, um bis zum Milchspendereflex zu warten. Wenn der Busen nicht innerhalb von Sekunden liefert, wird abgedockt, gemeckert und sich mit aller Kraft aus meinem Arm gewunden. [emoji15]
Ooooh, ich erinnere mich mit Schrecken! Sie war 7 Monate alt. Keine Zeit zum Trinken? Deshalb *andock* und einmal *saug* und RIESENaufregung, dass die Milch nicht sofort losfließt! Ich war echt gestresst. Aber ohne zumindest ein paar mal Saugen (und Kind hatte GsD eh keinen Schnuller) kann ich doch keinen Milchspendereflex basteln. Kind war voll sauer und hat rumgeschimpft und sich aufgeregt, hat sich von mir weggewunden und hat sich krakeelend von mir wegbewegt.
Zurück blieb ich armes Häuflein Mutter ohne Milchspendereflex.
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Re: AW: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dau

Beitrag von sunswirl »

Ohman wo soll das nur hinführen, das macht meine tochter jetzt schon mit ihren 3 monaten o.o
nur nachts im dunkeln klappt alles. Sobald es hell wird wird umhergeschaut, dann gemotzt, dass es kein futter gibt, überstrecken...alles. oder die variante kurz trinken, abdocken, brabbeln/lachen, auf einmal anfangen zu weinen -weil hunger, überstrecken, wütend weiter weinen usw
Sunny mit Schlumi *05/16
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Sarita
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Re: Baby 5 Monate: Tagsüber nur Quatsch, nachts dann Dauerst

Beitrag von Sarita »

Hallo,
vielen Dank für die vielen lieben Antworten :) Dann bin ich ja beruhigt, dass es doch eine normale Phase zu sein scheint. Hatte so in der Form noch nie davon gelesen. Einen Tag nachdem ich den Beitrag geschrieben hatte, hat sich die Lage interessanterweise wieder etwas beruhigt. Ich hatte zwei "normale" Nächte und wir hatten auch tagsüber mal wieder die ein oder andere Stillsitzung ohne Gebrabbel :)
Jetzt erst fällt mir der Verschreiber im Titel auf - "Dauerstille", das wär mal was :D
Vielen Dank für die Rückendeckung, in meinem Umfeld hab ich mich mit dem Verhalten der Kleinen sehr allein gefühlt.
Murmelmädchen (03/2016)
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