Empfehlungen von 1980

Was kommt nach dem Vollstillen?

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mrsmurphy
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von mrsmurphy »

Nuala hat geschrieben: Meine Großmutter mütterlicherseits stillte ihre Tochter (meine Tante) PLUS den Sohn ihrer besten Freundin. Das finde ich obercool.


Meine jüngste Schwester (1986) wurde 7 Monate lang gestillt (Beikost dazu ab ????). Sie ist die einzige Allergikerin bei uns :shock: und neigt genauso zu Übergewicht wie wir anderen. Macht für mich wenig Sinn irgendwie.

Ich finde sehr spannend hier zu lesen!!!! Danke an alle Beitragenden.
Meine Oma hat mal erzählt, dass sie damals MuMi abgepumpt und ins KH gebracht hat (1945), dafür gab es 75Mark von der Krankenkasse.
Sie hatte genug um Onkel und andere Kinder zu versorgen. Onkel wurde ca. 6 Monate gestillt, übergewichtig. Mein Papa 3 Monat ("keine Milch mehr"), eher unteres Normgewicht. Meine Oma erzählte mal, dass ihr Vater immer zu ihr sagte, sie hätte sich die Brust hochgebunden, weil sie nicht mehr stillen wollte.


Finde es auch spannend hier zu lesen

Rechtschreib"korrektur" lässt grüßen ;)
LG Sabine mit Muck (m, 08/13) & Mini (m, 07/19), sowie Sternchen (8. Woche, 7/18)

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"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."
(Albert Einstein)
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Mutterhenne
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Mutterhenne »

mrsmurphy hat geschrieben:
Nuala hat geschrieben: Meine Großmutter mütterlicherseits stillte ihre Tochter (meine Tante) PLUS den Sohn ihrer besten Freundin. Das finde ich obercool.


Meine jüngste Schwester (1986) wurde 7 Monate lang gestillt (Beikost dazu ab ????). Sie ist die einzige Allergikerin bei uns :shock: und neigt genauso zu Übergewicht wie wir anderen. Macht für mich wenig Sinn irgendwie.

Ich finde sehr spannend hier zu lesen!!!! Danke an alle Beitragenden.
Meine Oma hat mal erzählt, dass sie damals MuMi abgepumpt und ins KH gebracht hat (1945), dafür gab es 75Mark von der Krankenkasse.
Sie hatte genug um Onkel und andere Kinder zu versorgen. Onkel wurde ca. 6 Monate gestillt, übergewichtig. Mein Papa 3 Monat ("keine Milch mehr"), eher unteres Normgewicht. Meine Oma erzählte mal, dass ihr Vater immer zu ihr sagte, sie hätte sich die Brust hochgebunden, weil sie nicht mehr stillen wollte.


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...und wir brauchen echt ein Forschungsprojekt, gerade weil die Einzelerfahrungen/-berichte zuweilen so gar nicht zu dem passen wollen, was man dem Stillen (aus guten, wissenschaftlich recht gesicherten Gründen) zuschreibt... Nichtstillen ist ja nicht der einzige Faktor, der zu Übergewicht im Erwachsenenalter beiträgt (mein Kühlschrank ist voll mit lauter anderen :-D).
mrsmurphy, die Geschichte mit dem 'Brusthochbinden' habe ich auch schon gehört (von meiner Schwiegermutter)...
"Die meisten Zitate im Internet sind falsch." (Aristoteles)

Grüße von der Henne
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mrsmurphy
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von mrsmurphy »

Gerne. Mir egal wer das Protokoll schreibt. Ich mach die Dokumentation. Bei der Datenbankerstellung helf ich auch gerne [emoji16]

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davisalo
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von davisalo »

[quote="Mutterhenne"]

...und wir brauchen echt ein Forschungsprojekt, gerade weil die Einzelerfahrungen/-berichte zuweilen so gar nicht zu dem passen wollen, was man dem Stillen (aus guten, wissenschaftlich recht gesicherten Gründen) zuschreibt... Nichtstillen ist ja nicht der einzige Faktor, der zu Übergewicht im Erwachsenenalter beiträgt (mein Kühlschrank ist voll mit lauter anderen :-D).
[quote]

Ja, genau. Ich hätte auch sooooo Lust auf dieses Forschungsprojekt - kann hier aber nur die theologische Seite anbieten :lol: und ich fürchte, da ist es nicht von sooo großem Interesse ...
Stillen bedeutet noch nicht mal (so sad ... :lol: ) automatisch eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind ..., bietet scheinbar - nur nach dem bislang Gelesenen - auch keine bessere Gesundheit, schützt nicht vor Übergewicht ... Klar, es kommen immer noch viele Faktoren dazu. Oft wissen wir ja nicht mehr, ob und wie lange wir tatsächlich ausschließlich gestillt wurden (okay, ich schon, nämlich gar nicht ...) ... Aber wie früh kamen dann eben doch Babytees etc. hinzu. Erinnerungslücken (die bei Stilldemenz ja auftreten sollen :lol: ) der Mütter werden da letztlich noch manches verfälschen; ich denke aber, wenn die Untersuchungsgruppe entsprechend groß wäre, würden solche Fehler hoffentlich das Endergebnis nur geringfügig verfälschen ... Ich fänd es einfach spannend!!! Warum schreit eigentlich noch niemand: HIER, yippie, das ist die Chance für eine Dissertation oder Habilitation oder sonst irgendwie ... HIER sitzen doch soooo viele Fachfrauen!!!! Lesen es die Falschen? Sollten wir das mal noch irgendwo anders mit anderer Überschrift posten? Hätte es ja auch fast nicht gelesen, weil ich ja nicht aus den 80er Jahren stamme ...
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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Mutterhenne
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Mutterhenne »

davisalo hat geschrieben:
Mutterhenne hat geschrieben:
...und wir brauchen echt ein Forschungsprojekt, gerade weil die Einzelerfahrungen/-berichte zuweilen so gar nicht zu dem passen wollen, was man dem Stillen (aus guten, wissenschaftlich recht gesicherten Gründen) zuschreibt... Nichtstillen ist ja nicht der einzige Faktor, der zu Übergewicht im Erwachsenenalter beiträgt (mein Kühlschrank ist voll mit lauter anderen :-D).

Ja, genau. Ich hätte auch sooooo Lust auf dieses Forschungsprojekt - kann hier aber nur die theologische Seite anbieten :lol: und ich fürchte, da ist es nicht von sooo großem Interesse ...
Stillen bedeutet noch nicht mal (so sad ... :lol: ) automatisch eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kind ..., bietet scheinbar - nur nach dem bislang Gelesenen - auch keine bessere Gesundheit, schützt nicht vor Übergewicht ... Klar, es kommen immer noch viele Faktoren dazu. Oft wissen wir ja nicht mehr, ob und wie lange wir tatsächlich ausschließlich gestillt wurden (okay, ich schon, nämlich gar nicht ...) ... Aber wie früh kamen dann eben doch Babytees etc. hinzu. Erinnerungslücken (die bei Stilldemenz ja auftreten sollen :lol: ) der Mütter werden da letztlich noch manches verfälschen; ich denke aber, wenn die Untersuchungsgruppe entsprechend groß wäre, würden solche Fehler hoffentlich das Endergebnis nur geringfügig verfälschen ... Ich fänd es einfach spannend!!! Warum schreit eigentlich noch niemand: HIER, yippie, das ist die Chance für eine Dissertation oder Habilitation oder sonst irgendwie ... HIER sitzen doch soooo viele Fachfrauen!!!! Lesen es die Falschen? Sollten wir das mal noch irgendwo anders mit anderer Überschrift posten? Hätte es ja auch fast nicht gelesen, weil ich ja nicht aus den 80er Jahren stamme ...
Bin leider auch das falsche Fach :-(...
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davisalo
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von davisalo »

Medizinische Hochschule Hannover! Da gibt es einen Masterstudiengang Hebammenkunde; da kann man (oder wird man?) in diesem Fach auch promovieren können. Vielleicht sollten wir die dort mal drauf ansetzen :D ?
Oder gibt es gar hier im SuTiversum jemanden, der/die dort studiert/arbeitet etc.?
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Lösche Benutzer 22277 »

Das Problem bei einer solchen Studie ist, dass man so gut wie keine validen Daten zusammen bekommt - die Info stammt doch oft aus Erzählungen, wer kann kontrollieren, dass es wirklich so war? Person A übertreibt beim Schildern des Erlebten, Person B bagatellisiert dabei; Person C leugnet absichtlich komplett die Realität und Person D hat das Erlebte perfekt verdrängt und könnte noch nicht mal Auskunft erteilen, wenn sie wollte.

Darüber hinaus gibt es zu viele Drittvariablen, die man nicht berücksichtigen kann (genetische Disposition zu Übergewicht, Ernährung im Jugendalter, sportliche Aktivität des Probanden etc.). Das lässt sich nur schwer herauspartialisieren (d.h. statistisch herausrechnen).

Für eine wissenschaftliche Studie müsste man zwei Kontrollgruppen haben, bei denen alle anderen Rahmenbedingungen gleich sind. Also Menschen, die nicht gestillt wurden und Menschen die gestillt wurden, wo aber die Drittvariablen weitgehend übereinstimmen. Das ist sehr, sehr schwer.

Man müsste sich für einen Schwerpunkt entscheiden, also "Stillen versus Flasche", das Thema "Schreienlassen" und "welche Beikost" wären schon zu große methodische Komplikationen, das würde weitere, unabhängige Studien erfordern.

Nur mal so meine Gedanken als Sozialwissenschaftlerin.
davisalo
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von davisalo »

Vielleicht sollte man dann erst mal eher qualitativ dran gehen? Und eventuell die Ergebnisse nutzen, um das Ganze quantitativ zu überprüfen?
Und ein Teil der Daten ist handfest: nämlich die aktuellen. Die sind messbar: Blutwerte, Gewicht etc. - dazu noch subjektives Wohlbefinden. Verhältnis zu den Eltern ist ebenfalls subjektiv - aber via Interview z.B. feststellbar.
Ja, die ersten Daten sind nicht überprüfbar. Aber Alternative wäre heute mit einer Langzeitstudie anzufangen, deren Ergebnisse dann erst in 20-30-40 Jahren zu erwarten sind. Da würde ich doch lieber die Forschungsungenauigkeiten inkauf nehmen!
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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Mutterhenne
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von Mutterhenne »

Naja, eine kulturwissenschaftliche Studie könnte man schon machen. Die wäre natürlich ganz anders ausgerichtet und nicht im sozialwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Sinne valide.
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Grüße von der Henne
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davisalo
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Re: Empfehlungen von 1980

Beitrag von davisalo »

Ach so, Stillen versus Flasche wäre ja, wie wir hier lesen können, viel zu vereinfacht! Selbst die, die gestillt wurden, kamen ja häufig in den Genuss von Möhrenbrei aus der Flasche mit wenigen Wochen, zumindest von Tee o.ä. - Da gibt es viele Abstufungen, die auch berücksichtigt werden müssten!

Wichtiger Forschungsaspekt für die Bindungsforschung (gibt es dazu denn schon eine Studie? Bindungsforscher gibt es ja genug!) wäre dann ja noch das berüchtigte Babyzimmer, in dem die meisten meiner Generation ihre ersten 10 Tage verbracht haben ... (oder auch mehr - s. meine Schwester ...)
Liebe Grüße
davisalo mit zwei Mädels: D (2007) und S (2010)
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