Dem Kind ein Hobby aufzwängen

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luna24
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von luna24 »

Bei meinem Sohn liegt's glaube ich weniger daran, dass er unsportlich oder unmusikalisch ist oder grundsätzlich kein Interesse hat, sondern wirklich eher daran, dass durch durch die Ganztagsschule ohnehin schon nur noch so wenig unverplante Zeit bleibt, dass er die nicht auch noch "opfern" will. Ich sehe das auch bei den anderen in seiner Klasse, bei denen die Eltern mehr "dahinter" sind - da gibt es oft heftige Diskussionen, wenn die Kinder nach 8-16 Schule noch zum Sport, Ballett, Klavier etc. sollen, viele wollen dann einfach nicht mehr, auch wenn sie's grundsätzlich gerne machen (würden). Ich habe da auch manchmal ein bisschen ein schlechtes Gewissen - die lange Zeit in der Schule wird definitiv nicht sinnvoll genutzt - da werden die Kinder halt irgendwie beschäftigt, und dafür bleibt dann anderes auf der Strecke - Hobby, frei verfügbare Zeit...
suri
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von suri »

Elena hat geschrieben:
suri hat geschrieben:Bei uns lernt jedes Kind ein Instrument und macht eine Sportart. Welches Instrument und welchen Sport kann man sich aussuchen.
Für uns gehört das zu einer umfassenden Bildung, die wir unseren Kindern gerne ermöglichen möchten, dazu.
So stelle ich mir das auch vor, wobei z.B. die Große nicht zum regelmäßigen Üben zu bewegen war, obwohl sie unbedingt ein Instrument lernen wollte, so dass wir das aufgegeben haben. Aber: Sie singt in einem relativ guten Kinderchor mit. das war für uns und vor allem für sie eine tolle Alternative. Wenn sie das nicht gewollt hätte, wäre sie wohl vorerst "musiklos" geblieben. Sie reagiert sehr empfindlich auf Zwang und macht dann zu, regelmäßiges Üben hätten wir vergessen können (und wir haben es anderthalb Jahre mit allen möglichen Mitteln versucht).

Meine beiden Großen sind eher ruhig und spielen häufig ruhige Sachen oder basteln/malen. Da finde ich ein bisschen körperliche Betätigung schon wichtig. Wir gehen mit allen von Geburt an schwimmen. Das wird sicher irgendwann durch Reiten oder was anderes ersetzt werden. Ein typischer Vereinssport muss es echt nicht sein. :roll: Ich finde ein forderndes Hobby auch toll für Kinder und würde das nciht unbedingt auf Musik und Sport begrenzen. Aber vieles ist im frühen Alter eben anders nicht möglich bzw. es gibt wenig Angebote. Einen Malkurs hat meine Große mal in den Ferien gemacht, das war super. Aber gerade Kinderkurse sind da meiner Erfahrung nach viel weniger auf ein bestimmtes Ziel gerichtet. Also gerade für Selbstwertgefühl, Beharrlichkeit und Disziplin vielleicht nicht die beste Methode, wenn man das erwartet. Pfadfinder wäre auch noch eine tolle Möglichkeit, finde ich. Gerade für meine Große, die sehr sozial ist und gerne in der Gruppe unterwegs.

Ja, absolut!

Sportvereinsleben ist auch nicht meins und bei dem Wunsch in einen Fussballverein einzutreten habe ich ehrlich gesagt auch erstmal abgewartet. Mich da jeden Samstag mit Ruhrgebietseltern am Platz zu kloppen, darauf habe ich nicht so Lust :roll:

Mein Mittelkind malt auch total gerne. Ich finde auch recht gut. Zumindest so gut, dass er für andere Kinder in der OGS oder in der Klasse immer Ausmalbilder von Tieren vormalt, die diese dann ausmalen. :D Er wollte unheimlich gerne Malunterricht haben und wir haben alles versucht, aber keinen gefunden, der so etwas anbietet. Letztlich macht er jetzt immer mal wieder WOchenendekurse in der Jugendkunstschule oder Familientage in der Kunsthalle mit. Das finde ich auch ganz großartig. Wenn sich da 6-7 jährige ernsthaft zu moderner Kunst austauschen, ist schon echt süß!


Ich verstehe dich, liebe TE aber schon, dass du keinen Bock hast, dein Kind dahin zu zwingen, was die Schwiegermutter schick findet. Das würde ich auch nicht machen wollen.
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Feuerkatze
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Feuerkatze »

ich denke auch, dass das Kind sich sein Hobby selbst aussuchen sollte. Aber ja, anregen kann man es natürlich schon. Woher soll man denn wissen, ob es einem gefällt, ohne es probiert zu haben.

Und was den "ich habe es gemacht, wegen dem gesellschaftlichen Aspekt": gilt das nicht eh für viele Hobbies? Ich war lange Jahre bei der freiwilligen Feuerwehr, dann später (nach Umzug) in einer anderen bei der ich nicht so gut reingepasst habe, prompt war das Interesse viel kleiner. Gleiches gilt auch für Tanzen etc. Mein Musikinstrument habe ich aufgegeben, weil mein Lehrer gewechselt hat, ich durfte die neue nicht kennenlernen ohne gleich für ein ganzes Jahr zu verpflichten also habe ich neben dem Argument, dass Abitur anstand auf das Abenteuer verzichtet.
Und die meisten Hobbies lernt man ja durch andere kennen: Kindergartenfreundin hat Ballet getanzt, also wollte ich das auch, weil sie früher gehen durfte. Kumpel war bei der Feuerwehr also bin ich mitgegangen. Freundin hat Standardtanzkurs gemacht, also habe ich mitgemacht (und weiter als sie), nur die Pferdeliebe, die habe ich ganz von alleine mit 3 Jahren entwickelt und nicht mehr losgelassen.

Bei manchen Instrumenten ist früher Anfangen besser, weil kleinere Kinder das viele Üben besser in die Tagesroutine einbauen als ältere.

Selbst fände ich musikalische Bildung wichtiger als Sport, weil ich denke, dass viel Sport und Bewegung auch ausserhalb vom Verein möglich ist, währen Notenlesen lernen etwas schwieriger ist. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber auch im musikalischen gibt es genügen private Möglichkeiten um etwas zu erlernen und unabhängig von Vereinsdauer wieder aufzugeben.

Von meiner Schwiegermutter in irgendeine Richtung gedrängt werden, fände ich auch doof. Ich würde da eher auf mein Kind hören. Wenn es feststellt, dass es keinen Spass macht, soll es aufhören können, genauso wie es mitmachen können soll, wenn es ihm spass macht.
Mit Frühlingskind (05/2013) und Herbstkind (11/2014)
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Talgaro
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Talgaro »

Mein Mittlerer war lange Zeit nicht dauerhaft für ein festes Hobby zu begeistern. Er hatte zwei Sachen in der ersten Klasse ausprobiert, aber ihm war seine Spielzeit wichtiger (bzw. Er wollte keine andere Lehrerin, als seine erste Geigenlehrerin aus Gesundheitsgründen aufhören musste). Jetzt erst ist ds soweit und er macht mit Begeisterung seinen selbst gewählten Sport (Kung Fu).
Liebe Grüße von Talgaro & ihren drei Räuberkindern (Juni 2002 - Juli 2006 - März 2010)
Elena
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Elena »

Amber hat geschrieben:Ich sehe zu früh begonnene Hobbies wie z.B. Sportverein oder Instrument aus einem weiteren Grund eher kritisch: es bleibt dann keine Zeit mehr, wenn das Kind etwas anderes machen möchte, ohne auf die sozialen Kontakte des bisherigen Hobbies verzichten zu müssen. Ich hoffe man versteht was ich meine. Wenn Sport 1 zwar nicht so gefällt aber die Kinder im Verein so nett sind dann bleibt man dabei. Wegen der Kinder, nicht wegen des Sports. Mit dem Ergebnis, dass man die Sportart (oder Instrument oder sonstwas) die man später eigentlich beginnen möchte aus Zeitgründen sein lässt.

Wie viele von uns Erwachsenen haben als Kind xy gemacht, nach Schulabschluss aber nicht mehr? Das zeigt doch deutlich, dass es eben nicht ums Hobby ging sondern eher um gemeinsame Freizeitgestaltung.
Das war bei mir ganz anders. Bei mir ging es nie um gemeinsame Freizeitgestaltung. Bis ich 14 war, war ich im Schwimmverein - da sind wir gemeinsam unsere Bahnen geschwommen und auf Wettkämpfen zwar in der Mannschaft unterwegs gewesen, aber mehr als die Namen wusste ich von den andern nicht. Später bin ich geritten (da habe ich also das Hobby gewechselt :wink: ), und zwar nicht in einem Stall, wo 50 kleine Mädchen den Tag lang zusammen abhängen, sondern in einem kleinen Privatstall mit fast nur Erwachsenen. Dann habe ich viel Musik gemacht, und selbst bei den "Gemeinschaftsveranstaltungen" Kammermusik und Orchester ging es mir mehr um Musizieren als um die Gemeinschaft, die aber dabei auch nicht unwichtig war. Bei mir haben diese Hobbys eigentlich erst mit den Kindern aufgehört. Viel zu wenig Zeit, keine Lust auf Abendveranstaltungen und Probenwochenenden... aber ich spekuliere ganz stark darauf, dass sich das bald wieder ändert.

Ich habe kein Problem damit, wenn meine Kinder ein Hobby zugunsten eines anderen aufgeben möchten. Was ich definitiv nicht möchte, ist ein ständiges Hin und Her. Das schmeißt dann den Zeitplan der ganzen Familie durcheinander und vermittelt dem Kind vielleicht auch, dass man einfach hinschmeißen kann und sich nicht mal durchkämpfen muss. Aber sonst finde ich einen Wechsel völlig legitim und auch von der sozialen Seite her nicht problematisch. Die Gruppe im Schwimmkurs ist nett, aber sie wäre niemals ein Grund, weiter dorthin zu gehen. Ich möchte sogar stark hoffen, dass wir das Thema Schwimmen in unserer Familie in wenigen Jahren abgeschlossen haben. :lol:

Und gerade Instrumentalunterricht hat doch nur eine untergeordnete soziale Komponente, zumindest anfangs. Normalerweise hat man Einzelunterricht und die sozialen Kontakte durch das Instrument halten sich sehr in Grenzen.

Musikalische Bildung ohne Instrumentalunterricht ist sicher möglich, aber wer kriegt das hin? Selbst ich, die ich mich als musikalisch sehr gut ausgebildet bezeichnen würde, würde das im Alltag mit drei Kindern und Job definitiv nicht hinkriegen - und meine Kinder sind nur bis 14 Uhr in der Betreuung, im Gegensatz zu vielen anderen. Wir singen viel, sie hören meinen mann und mich üben, wir bleiben bei Straßenmusikern stehen, wir wagen uns auch langsam mal in Konzerte. Aber im Gegensatz zu dem, was man bei einem guten (!) Lehrer in mehreren Jahren lernt, ist das lächerlich.
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von AnSchle »

Ich glaube auch nicht das ein zu frühes Hobby zu sehr bindet.
Ich war erst in der krabbelgruppe, dann beim turnen, da war schnell klar, das ist nix, also ging es zum feldhockey. Das habe ich gern gemacht, aber die Mannschaft war so voll, ich bekam keinen Stammplatz und der war mir total wichtig, also wechselte ich die neu gegründete Fussballmannschaft, auch wegen der Zusage deutlich weniger auf der Bank zu sitzen.
Ich lies mich da gern vom Erfolg lenken, Freundschaften entstanden jetzt auch nicht mit jeder, es war primär eine zielgemeinschaft mit max. zwei Freundinnen.
Und ne Freundschaft hat mehr als nur den gleichen Sport zur Basis, meine engste Freundin bis heute, ist das “miststück“ das meine Position im Feldhockey hatte. Sie hatte mit weniger Einsatz das bessere Ergebnis, immer und dennoch pushten wir uns gegenseitig und halfen uns und sie war schon traurig als ich andere Trainingszeiten hatte, verstand aber meinen Wunsch mehr auf dem Platz zu stehen auch. Die Freundschaft hielt.
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JuLi
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von JuLi »

Ich glaub es kommt auch einfach sehr aufs Kind an.
Mein Großer z.B. ist einer der ist nur schwer zu was zu begeistern. Sport, nee, will er nicht bzw. wollte er ewig nicht.
Jetzt haben wir letzten Herbst dann was gefunden was ihm gefällt, die DLRG.
Da ist er aber auch nur mal zum schnuppern mit gegangen weil der Kleine dort unbedingt hin wollte. Er hat auch gesagt es weiß nicht ob er das macht. Beim ersten mal fand er es auch so anstrengend (Muskelkater) und wir haben uns dann geeinigt dass er es sich erst 3x anschaut und sich dann ein Urteil bildet. Tja, schon die 3. Stunde konnte er nicht mehr erwarten und jetzt ist er mit Feuereifer dabei.

Der Kleine ist ein ganz anderer Typ. Der wollte damals z.B. UNBEDINGT in die DLRG und es stand außer Frage dass er da nicht hin geht.
Ich muss sagen, dazu geht er seit er 5 ist schon 2x die Woche ins Turnen.
Und jetzt hat er im April auch noch mit Keyboard angefangen, nachdem er uns ewig damit in den Ohren lag und wir uns sicher waren dieser Wunsch ist keine Eintagsfliege.
Somit hat er jetzt 4 Termine in der Woche, schon viel, aber er macht alles total gerne, alles selbst ausgesucht, ich möchte ihm nichts davon nehmen.

Während der Große nur 1x die Woche in die DLRG geht und ihm dass scheinbar auch reicht.

Als der Kleine mit Keyboard anfing habe ich ihn gefragt ob er nicht auch ein Instrument lernen möchte, nee, will er nicht, ist ihm zu viel Überei, dass ist ihm zu Anstrengend :roll:
Anderer Sport gefällt ihm nichts, und da wir am Dorf wohnen ist es mit irgend welchen exotischen Vereinen nicht weit her.
LG Anne mit Bild 06/05 und Bild 02/08
Kindergeschrei ist Zukunftsmusik !
Cecily
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Cecily »

Schwieriges Thema.

Ich finde es blöd, dass sich deine Schwiegermutter da einmischt (macht meine nie, dafür meine Mutter).

Meine Eltern fanden auch, dass es zur Erziehung dazu gehört, ein Hobby zu haben - und zwar ganz klassisch Sport und Musikinstrument. Ich hatte teilweise zusammen, teilweise getrennt jahrelang Balett, Jazz, Steppen, Schwimmen, Querflöte, Klavier, Gitarre.

ICH WAR IN ALLEM SCHLECHT!!! Na ja, Flöte ging schon, aber der Rest ... .

Obwohl ich immer mit Freunden überall war, fand ich alles nicht besonders toll. Auch nicht schlimm, ich kann mich aber nicht erinnern, dass ich mich mal besonders gefreut hätte auf ein "Hobby".

Ich weiß aber nicht, ob ich es sonst bedauert hätte?

Ich muss mich sehr wehren gegen das klassische Du-musst-deinem-Kind-was-anbieten. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht beim Babyschwimmen war. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht beim Eltern-Kind-Turnen bin.

Trotzdem habe ich mir geschworen, mein Kind entscheiden zu lassen. Er kann dann was machen, wenn er es sich selbst aussucht.
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Jamelek
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Jamelek »

Was hier bei meinem Großen oft zu Problemen geführt hat, ist der Leistungsdruck bei den meisten Hobbies. Es gibt kaum einen Sport, den ein sportliches Kind über Jahre in Ruhe rein Hobbymäßig pflegen kann.

Mein Sohn ist sehr sportlich, aber eben nicht unbedingt Leistungsorientiert dabei. ER fing mit 5 Jahren beim Judo an, hat ihm Spaß gemacht. Jährlich gab es 2 Turniere, war auch in Ordnung. Mit 7 kam der Trainer an, er soll in eine Leistungsgruppe wechseln, sein bester Freund nicht. Ein halbes Jahr hat er dort mitgemacht und jegliche Lust verloren. Da er damals dann auch schon Fußball spielte, hörte er mit Judo dann auf. Im Fußball ist der Leistungsdruck noch viel viel schlimmer. Jede Woche Turniere, da er wieder ein sehr guter Spieler war, wurde er jede Woche aufgestellt. Hat ihm anfangs auch gefallen, obwohl er damals schon meinte, lieber würde er just for fun 2x wöchentlich kicken.
Der Trainer wollte ihn sogar auf ein Sportinternat schicken. Dann mit 12 oder 13 wurden die Mannschaften hier im Verein neu aufgeteilt und wieder wurde er einer neuen Mannschaft zugeteilt, seine Freunde einer anderen. Auch den Trainer der neuen Mannschaft mochte er nicht. Der Verein reagierte recht ungehalten auf seine Bitte in der alten Mannschaft verbleiben zu dürfen, also hörte er ganz mit Fußball auf.
Er würde heute immer noch sehr gerne regelmäßig Fußballs spielen, aber ohne Turnierdruck. Sowas gibt es aber gar nicht.

Jetzt spielt er Badminton im Verein. Da gab es zwar auch eine Anfrage ob er nicht auf Turnier trainieren mag, aber sie lassen ihn trotzdem in Ruhe nachdem er deutlich sagte, er möchte nicht.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass es einem musikalisch begabten Kind ähnlich geht, welches eben nur zum Spaß Klavier spielen mag und eine Konzerte geben will.

Aber gerade das mit dem Fußball ist wirklich schade. Es macht ihm megamäßig viel Spaß und er ist/war richtig gut, aber er hat eben keine Ambitionen Profifußballer werden und sich von irgendwelchen Trainern anschreien zu lassen, er möchte einfach nur in Ruhe Fußball spielen, einfach nur, weil es ihm Spaß macht. Ist wahrscheinlich erst wieder möglich, wenn er zur Seniorgeneration gehört.
Jamelek
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Duppy
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Duppy »

Duppy hat geschrieben:Im Juli macht hier eine neue Tanzschule auf, die werden wir uns mal anschauen.
Wir waren neulich in der Tanzschule. Sie ist völlig begeistert :D
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