Größere Stillknder lagert man ja nicht mehr so korrekt wie ein Neugeborenes. Das Kind ganz dicht ranziehen könnte helfen.
Oder vielleicht hat es Halsschmerzen/ Aphten und stillt daher anders?!
Geht es denn um dein Stillkind?
Ja, es geht um mein eigenes. Alle von mir oben genannten Möglichkeiten habe ich schon ausgeschlossen. Das Vakuum geht immer dann verloren, wenn er einschläft. Bei nicht korrektem Anlegen (zu viel Abstand zwischen mir und Kind, Kind muss den Kopf drehen zum Stillen, zuwenig Gewebe im Mund) verliert er die Brustwarze beim Vakuumverlust komplett.
Die aktuelle Lösung ist, das Einschlafstillen auf ein Minimum zu reduzieren, was natürlich zu Unmut auf beiden Seiten führt.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)
Stört sich Dein Kind denn dran? Kannst Du so einfach noch bisschen sitzen/liegen bleiben, Kind gegen Wegrollen geschützt?
Ich vermute als Grund "nachlassender Muskeltonus durch Einschlafen". Bei meinen Kindern dauerte in dem Alter (entsprechende Müdigkeit vorausgesetzt) Einschlafstillen auch nur ein bis fünf Minuten, dann lagen sie mit offenem Mund an der Brust. (Knifflig ist dann oft eher, die BW rechtzeitig rauszuziehen, bevor der Mund mitsamt Zähnchen über der halb aus dem Mund gerutschten Brust zuklappt.)
LG blueberry
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
Er stört sich nicht daran, er weint oder beschwert sich zumindest nicht. Also, im Grunde stört es ihn schon, denn er baut beim Vakuumverlust unverzüglich ein neues Vakuum auf. Nachteilig dabei ist, dass er je nach Müdigkeit sehr unsanft dabei vorgeht und auch mit den Zähnen die Brustwarze berührt.
Kurioserweise passiert das alles, während er weiterhin Melkbewegungen mit der Zunge macht.
Er hatte etwas Ähnliches mal als wenige Wochen alter Säugling, nachdem ich ihm aufgrund anhaltenden Weinens im Auto einen Schnuller angeboten hatte. Er machte Geräusche beim Stillen (immer, also nicht nur im Halbschlaf), verlor das Vakuum und der Bewegungsablauf der Zunge beim Stillen veränderte sich. Ich stufte das als klassische Saugverwirrung ein und bot keinen Schnuller mehr an. Zwei Wochen später war das Stillverhalten wieder wie zuvor.
Eine Saugverwirrung kann ich jetzt allerdings ausschließen; er bekommt keinerlei Art von Sauger; aus einer gelegentlich genutzten Flasche mit Sportverschluss trinkt er wie aus einem Glas (Verschluss auf die Unterlippe legen, Oberlippe oberhalb des Durchflussloches an den Verschluss dran, Verschluss nicht im Mund drin).
Alles sehr seltsam. Wenn es nicht so unangenehm für mich wäre, dass ich das Einschlafstillen bereits auf ein Minimum reduziert habe (nachts habe ich vor 4 Monaten abgestillt), wäre es mir egal. Aber so ist es nicht wirklich tragbar.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)
Vergessen: jedenfalls überlege ich, ob es sinnvoll ist, eine weiterführende Diagnostik im Hinblick auf eine mögliche submuköse Gaumenspalte anzugehen (familiäre Vorbelastung mit autosomal dominanter Vererbung). Allerdings halte ich es eigentlich für sehr unwahrscheinlich, da das Stillen nie ernsthaft beeinträchtigt war, die Gewichtszunahme die ersten sechs Monate überdurchschnittlich war und auch nie Mittelohrentzündungen auftraten. Lediglich ein verstärktes Schnarchen ist vorhanden, was der Kinderarzt aber als nicht kontroll- oder behandlungsbedürftig ansieht.
Enni mit Sohn 1 (12/10), Sohn 2 (04/14) und Sohn 3 (03/19)