Beikost einführen wegen Reflux?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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leonore78
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Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von leonore78 »

Guten Morgen!

Mein Babymann ist jetzt 18 Wochen, wir stillen bisher voll, ohne Probleme (von 3880 gr bei der Geburt zu 6560gr mit 15 Wochen). Soweit so gut, aber: er spuckt unendlich viel. So viel, dass 4-5 mal am Tag seine und meine Kleidung gewechselt werden muss. Nix mit 2 Esslöffeln oder so. Meine Tochter hatte das als Säugling auch, bei ihr wurde später GÖR per PH-Metrie festgestellt, sie wurde mit Antra Mups behandelt und das hat auch ganz gut geklappt. Sie lag aber auch 9 mal stationär wegen Aspirationspneumonien, d.h. die Flüssigkeit aus dem Magen ist in die Luftröhre gelaufen und hat diverse schlimme Lungenentzündungen hervor gerufen. Sehr unschön, jetzt hat sie aber alles überstanden!
So, jetzt empfiehlt der Kinderarzt, bei Babymann früh mit Beikost zu beginnen, am liebsten mit Brei, um die Wahrscheinlichkeit dieser Lungenentzündungen zu senken (die bei der Großen so mit 6 Monaten begannen).
Macht das Sinn? Ich meine, ich möchte gerne BLW machen und Beikost geben, nicht Anstattkost!
Auf der anderen Seite, wenn es ihm helfen würde, das spucken und den eventuell vorhandenen Reflux zu verbessern, würde ich es schon machen! Eine PH-Metrie wird erst nach dem ersten Lebensjahr durchgeführt.
Über eine Einschätzung würde ich mich sehr freuen!
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von EUaVBl »

Mit den medizinischen Dingen kenne ich mich nicht gut aus, mein Großes Kind war auch ein extrem stark speiendes Baby. Die Beikosteinführung hat,laut damaliger Tagebuchaufzeichnungen -nur eines bewirkt: bunte statt weißer Flecken auf der Kleidung. Das starke Speien hörte bei ihm mit dem Laufenlernen auf.
leonore78
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von leonore78 »

Also bei euch hat das garnichts gebracht?
Der Arzt sagte halt, dass feste Nahrung besser im Magen verbleibt und das Spucken vermindern kann. Dass Babymann alles vollspuckt macht mir auch garnicht viel aus, es geht mir eher um diese Aspirationspneumonien und darum, dass ein echter Reflux durch die Magensäure durchaus auch schmerzhaft fürs Baby sein soll.
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von EUaVBl »

Mein Sohn hatte ja keinen gesicherten Reflux, er hat sehr gut zugenommen, weshalb ich das letztlich nicht weiter abklären ließ. Deshalb weiß ich nicht viel über die Häufigkeit von aspirationsbedingter Pneumonie. Es ist zum Glück nie passiert,dass er erbrochene Milch eingeatmet hätte oder gar daran erstickt wäre. Ich hatte auch immer Sorge,ihn allein, insbesondere in Rückenlage,zu lassen.
Mir wurde auch zum Zufüttern geraten, ist ja eigentlich auch logisch, dass sämigere Nahrung nicht so leicht wieder herauskommt.
Aber da hätte ich schon große Mengen gekochter Kartoffeln füttern müssen um das aufzuhalten.
Ich weiß nicht, wie es bei deinem Kind ist, meinem Sohn kam oft schon alles hoch, wenn er lachen musste. Oder wenn wir nach der Mahlzeit nicht lange genug warteten bis wir Quatsch machten. Auch wenn er sich aufregte , zahnte, kränkelte wurde es schlimmer.
Später meinte dann der KISS-Arzt, das sei oft bei KISS-Kindern so.

Hat dein Kind denn Schmerzen durch das Speien?
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von rrt »

Hallo Leonore

Wann hattest Du denn bei Deiner Tochter mit Beikost begonnen?
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von Jadzia »

bei uns hat Beikost auch nix gebracht.

Gespuckt wurde bis zum 13. Lebensmonat. Auch recht extrem.

Karotte und Kürbis macht doofe Flecken 8)

Aber mit dem medizinischen kenne ich mich auch nicht aus.

Als Mutter würde ich mich vermutlich mal vortasten zur Beikost und dann sehen wie der Nutzen ist und das Kind reagiert.
Vielelicht ist es super vielleicht super doof. Das kann man immer schwer vorhersagen.
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Lösche Benutzer 17612

Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Es stimmt nicht dass PH-Metrien erst nach dem ersten LJ durchgeführt werden. Und pathologischer Reflux tritt auch familiär gehäuft auf. Bei mir sind beide Kinder betroffen, und ich kenne sogar eine Familie mit 4 !!! stark betroffenen Kindern ( inkl. Pneumonien, ALTEs und massiven Apnoen). Schau mal auf der Seite der Refluxkinder, ein Andicken der Nahrung verhindert keinen stillen Reflux ( der zu den Lungenproblemen führt). Bei meinen Kindern hatte die Konsistenz der Nahrung keinen Einfluss auf Nahrungsbewegungen in der Speiseröhre und Apnoehäufigkeit während der Impendanzmessung/ PH-Metrie. Wenn Du das Gefühl hast Dein Kind hat ebenfalls den Hang zu refluxassoziierten Lungenproblemen, bestehe auf eine Impendanzmessung. Die erfasst im Gegensatz zur PH-Metrie auch nichtsauren Reflux ( der auch Lungenschäden auslöst).


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leonore78
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von leonore78 »

[quote]
Es stimmt nicht dass PH-Metrien erst nach dem ersten LJ durchgeführt werden./quote]

Das weiss ich, der Arzt möchte aber noch abwarten, um die Belastung des Babymanns zu reduzieren. Wenn die PH Metrie jetzt durchgeführt werden sollte, müssen wir halt die Hände davon abhalten, sich die Sonde herauszuziehen, bei der Großen wurden dazu die Hände an die Oberschenkel fixiert. Babymann ist Daumenlutscher, dass wollen wir ihm (noch) nicht antun! Und bisher sind auch noch keine Atemwegsinfekte aufgetreten.
Der Kinderarzt möchte am liebsten, dass ich zügig abstille, um zu probieren(!), ob feste Nahrung den Reflux stoppt!

Bei meiner Grossen haben wir sehr früh Beikost/Anstattkost eingeführt, ob es geholfen hat, weiss ich nicht, vielleicht wäre ihr Zustand ja noch viel schlechter gewesen, wenn ich weiter gestillt hätte?

Ich denke aber schon, dass er Schmerzen hat, er ist an sich sehr friedlich, heult aber regelmäßig aus dem Nichts schmerzvoll auf!

Spucken tut er übrigens verstärkt am Morgen; mittags und abends auch, aber nicht so stark wie morgens!
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
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Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von leonore78 »

Ach so, vergessen, was ist eine Impendanzmessung?
Leonore mit M. 2005, W. 2007 und M. 2016
Lösche Benutzer 17612

Re: Beikost einführen wegen Reflux?

Beitrag von Lösche Benutzer 17612 »

Also wenn das Kind Schmerzen hat, sollte man das schon abklären. Wir hatten diverse PH-Metrien und nie wurden die Hände irgendwo fixiert. Ich bekam mein Baby auf den Arm und habe ihn festgehalten, nach spätestens 30 Minuten hatte das Kind sich beruhigt und nicht mehr versucht die Sonde zu ziehen. Nachts hatten wir ein kleines Licht an damit ich mein Baby beobachten konnte falls es aus dem Tiefschlaf erwacht und sich ins Gesicht greift. Reflux ist in den allermeisten Fällen kein Grund zum Abstillen. Lies Dir mal alle Infos auf der Webseite durch, da ist auch die Impendanzmessung erklärt und eine Stellungnahme zum Andicken von Nahrung.


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