Tutti hat geschrieben:Im wirklich tollen neuen Schlafbuch von Imlau und Renz - Polster "Schlaf gut, Baby" steht etwas darüber, wie man große Kinder sanft zum allein - Einschlafen bringen kann. Wie man sie dabei unterstützt.
Hallo!
Kannst du vielleicht sinngemäß wiedergeben,was da steht? Das allein einschlafen der großen klappt überhaupt nicht. Und es würde hier soviel vereinfachen...ich bekomme keinen dreh dran. Und das ganze buch kaufen,mag ich jetzt auch nicht...
Lg
Ehrlich gesagt, scheue ich mich da ein wenig.
Das Buch ist nämlich wirklich wirklich toll und alle Menschen sollten es kaufen. Ich wünsche sowohl den sympathischen einfach, dass sich ihr Buch viel verkauft. Auch einfach, damit die Verkaufszahlen gegen die ganzen schlimmen Ratgeber mal dagegen halten. Weißt du, was ich meine?
Deswegen mag ich es hier nicht inhaltlich einfach weiter geben. Aber du kannst ja mal in euren nächsten Buchladen gehen und durch blättern.
Ich hoffe, das kommt jetzt nicht blöd rüber und du weißt, worum es mir geht
There is no way to be a perfect parent
but a million ways to be a good one
Aber Spicy Chilli hat doch gar nichts von Ferbern geschrieben?! Zwischen "ich mache mich nicht mehr so verrückt bei der Einschlafbegleitung" und "ich ferber mein Baby von Anfang an und verwehre ihm Einschlafbegleitung" gibt es doch Abstufungen...
Ich war durchaus, nach teilweise wirklich schlimmen Einschlafdramen bei Kind 1, ein "gebranntes Kind" und habe bei Kind 2 einige Sachen von Anfang an anders gemacht. Nachdem ich die Große wirklich jahrelang zum Einschlafen rumtragen und/oder auf dem Pezziball schunkeln musste, hab ich das bei der Kleinen (Achtung, böse Formulierung) gar nicht erst angefangen. Ich halte sie zum Einschlafen, stille sie (wobei sie leider wie schon die Schwester beim Stillen nicht direkt einschläft, aber es ist Teil des Einschlafrituals), ich singe ihr vor...aber rumtragen oder wippen tue ich sie nicht. Und ja, es gibt Tage, da tut sie sich schwer mit einschlafen und ich muss ihren "Protest" aushalten, aber ich lasse sie nicht alleine und bin bei ihr, begleite sie. Nur eben im Rahmen einer Situation, die MIR auch gut tut oder zumindest nicht schadet (von dem teilweise echt stundenlangen Pezziball-Gewippe hatte ich bei der Großen üble Rückenschmerzen). Ich denke, man könnte Spicys letzen Absatz auch in dieser Richtung verstehen?
BTT: auch die Große (3,5) wird von uns noch einschlafbegleitet, meistens von meinem Mann. Allerdings ist das Einschlafen echt seit der Geburt der Schwester der sensibelste Punkt und sie wünscht sich fast immer Mama. Weil die Kleine aber zur Zeit abends relativ unruhig ist und viel Zuwendung braucht und auch nur Mama akzeptiert, muss die Große da oft zurückstecken, was mir auch ehrlich leid für sie tut. Alleine einschlafen wäre aber überhaupt gar keine Option, auch wenn sie das vorher schon gekonnt hätte. Da bin ich mir absolut sicher. Abends will sie einfach genauso umsorgt werden wie das Baby, und da gehört dazu, dass sie begleitet einschlafen will. Das ist für uns auch absolut ok so, dauert meistens nur so 15-20 Minuten.
Moment ich habe nicht geschrieben dass sie das Baby ferbern würde. Und ja es gibt einiges dazwischen. Aber nicht bis zum ultimo schreien lassen klingt nicht so sehr nach einschlaf Begleitung. Aber vielleicht hat sie es ganz anders gemeint.
mit dem großen Strahlemann (07/12) und der kleinen Strahlemaus (12/15)
Mir fällt halt auf, dass hier sehr sehr sensibel auf das Thema Einschlafbegleitung bzw. "Abstufungen" davon reagiert wird. Kaum schreibt mal jemand, sie will beim 2. Kind nicht soviele Nerven beim Thema Schlaf lassen, fällt im nächsten Post der Begriff "Ferbern". Und ja, ich weiß, dass Du damit nicht Spicy gemeint hast, swimfan, aber zumindest hast Du ihren Gedankenansatz damit in Verbindung gebracht. Wie auch immer - ich will da auch gar nicht weiter drauf rumreiten, das ist mir nur vorhin beim Lesen "aufgestoßen". Aber glücklicherweise sind wir uns hier doch alle einig, dass Ferbern niemals der Weg sein kann. [emoji6]
Im Übrigen halte ich es für ausgesprochen bedürfnisorientiert (im allerbesten Sinne!), bei einem weiteren Kind auch aus Erfahrungen mit dem vorangegangenen zu lernen. Und ja, dazu gehört für mich auch die Feststellung, beim ersten Kind eine Menge nervaufreibenden Bohei ums Einschlafen gemacht zu haben und das beim zweiten Kind so nicht wiederholen zu wollen. 'Mehr machen' heißt gerade beim Thema Einschlafen ja nicht unbedingt 'besser machen'. Ob es für ein Baby besser ist, jeden Abend von seiner müden Mama eine Stunde auf dem Pezziball in den Schlaf gehopst zu werden oder im Familienbett in Mamas Arm fünf Minuten zu weinen und dann mit ihr gemeinsam einzuschlafen - wer könnte sich anmaßen, das zu entscheiden?
Ich selbst habe das Gefühl, dass bei uns Baby Nr 2 und Baby Nr 3 die bedeutend entspanntere Einschlafbegleitung bekommen als Baby Nr 1 seinerzeit - und zwar gerade, weil wir nicht mehr zu allem bereit sind, was wir beim ersten Kind noch gemacht haben. [emoji57]
Ich fand das schon alles gut so wie wir es beim ersten Kind gemacht hat, ohne Ballhüpfen, halt einschlafstillen im Bett bzw. kuscheln, wenn das nicht ging. Und bis auf das Stillen hat sich da halt bis heute nicht viel geändert. Bücher lesen kam hinzu ^^
Aber gut, wir gucken mal, den einen Weg gibt es wie immer nicht, ich seh schon Hat denn niemand eine Erfolgsstory oder den Generalschlüssel
Nur noch zur Erläuterung. Mir fiel nicht das "anders machen" auf sondern das "nicht bis zum ultimo schreien lassen". In meinem Kopf sehe ich da ein Baby allein im Bett das 5 Min schreien muss. Vielleicht meinte sie aber dass es in ihrem arm weint oder oder oder.
Ich habe anfangs das Baby auch getragen aber irgendwann wurde es mir zu.schwer und es liegt entweder neben mir oder auf meinem.arm. Und weint bzw brüllt teilweise. Aber das tut es auch im.tuch. Schon probiert.
Ja solange niemand allein sein muss ist alles gut.
mit dem großen Strahlemann (07/12) und der kleinen Strahlemaus (12/15)