Stillen: kurze Frage- kurze Antwort (Bitte ersten Beitrag beachten!)

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KaLotta
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von KaLotta »

Kennt ihr das schon? http://www.stillkinder.de/moments-of-motherhood/ Ich finde es ganz wundervoll und wollte es euch gerne zeigen.
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von LuxaRosenburg »

Ich hab mal ne kurze Frage... ich hab seit dem heutigen Abendessen ziemliche Probleme - ich tippe ein bisschen auf ne leichte Lebensmittelvergiftung oder so (Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Übelkeit,...). Kann ich bedenkenlos stillen?
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deidamaus
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von deidamaus »

Vielleicht zu viel Histamin im Essen?

Ja, du kannst bedenkenlos stillen.

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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von LuxaRosenburg »

danke, @deidamaus!

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blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von blueberry »

Carraluma hat geschrieben: Das schockt mich jetzt. Nach langem eifrigen Mitlesen im Stillforum, dachte ich, dass man Babys mit Stillen nicht überfüttern kann und man immer Stillen anbieten darf.:-(
Ich habe, das auch öfters erzählt, wenn betreffende Kommentare von der älteren Generation kamen, wie doch jetzt nicht schon wieder, der hat vorhin doch schon usw...
Wann ist ein Baby dann übergewichtig? Wenn es über der 95sten Perzentile ist? Aber auch dort muss e ja Babys geben. BMI gilt für Babys ja auch nicht wirklich.
Carraluma: Du kannst das auch wirklich beruhigt weiterhin so weitergeben. Überfütterung mit Stillen ist wirklich extremst selten und spielt im normalen Beratungsalltag keine Rolle. Eigentlich entwickelt JEDE Mutter ganz automatisch auch andere Beruhigungsstrategien als Stillen (Tragen - vor allem aufrecht Tragen, Schuckeln, Streicheln, Singen/Summen, in eine ruhigere Umgebung wechseln/in eine belebtere Umgebung wechseln, nackt kuscheln, warm baden, ...) und lernt schnell, wann ihr Baby statt des angebotenen Stillens (was man gerade in den ersten Monaten bei Unruhe des Babys wirklich IMMER zuerst versuchen sollte/kann/darf - ganz ohne Angst irgendetwas falsch zu machen. Auch bei Moppelbabys :wink: !) in diesem Moment vielleicht doch etwas anderes braucht: zu warm? Zu kalt? Muss es mal Pipi? Liegt es unbequem? Braucht es Körperkontakt? Getragenwerden? Drückt ein Bäuerchen? Braucht es mehr Ruhe? ...

Bis auf den Klassiker "Baby weint, weil es nicht gegen seine Instinkte in die Windel machen kann und müsste mal 'unten ohne' sein, um entspannt zum Pipi machen", der oft als Hunger fehlinterpretiert wird, weil das Wissen über Ausscheidungskommunikation von Babys in unseren Breiten in Vergessenheit geraten ist (und sich die Babys dann oft nur kurz beruhigen und immer wieder kurz stillen und wieder jammern - bis sie endlich gepullert haben), entwickelt sich normalerweise recht bald ein Gespür für die verschiedenen Bedürfnisse des Babys. (Und an das Tragen von Windeln gewöhnen sich Babys lange bevor "Mama versucht, mich zu stillen, statt mich auszupacken" ein ernsthaftes Problem werden könnte).

Soviel zum fast immer vorfindlichen Normalfall. Und da fallen auch seeeehr moppelige Babys drunter. Auch die, die vollgestillt bzw. gestillt mit geeigneter Beikost WEIT über der 97. Perzentile liegen im ersten Lebens(halb)jahr (siehe z.B. mein Thread "hohe Gewichtszunahme bei Vollstillbaby" in der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN) 8) .

Ich habe noch keinen Fall erlebt oder berichtet bekommen, in dem unter STILLEN ein Baby dauerhaft überfüttert worden wäre.

Ganz stark übermäßige Milchproduktion der Mutter führt meist zu Stillproblemen wie Bauchweh, evtl. grünen/schaumigen Stühlen etc.), da das Baby zwar sehr viel Milch, aber wenig fettreiche Milch bekommt, und deshalb relativ gesehen zu viel Laktose aufnimmt. Das kann man im Artikel "Zunehmen, Verschlucken und das Gesicht verziehen?" gut nachlesen. Das Stillen ist dann unentspannt für beide Seiten. Das lässt sich aber sehr gut in den Griff bekommen und ist bei entsprechenden Maßnahmen KEIN Grund, vom Stillen nach Bedarf abzurücken. Man kann also auch bei - anfänglich - übermäßiger Milchbildung so stillen, dass man IMMER auf das Stillbedürfnis des Babys reagieren kann und nicht etwa Mahlzeiten herausgezögert werden müssen o.ä..

Und: gerade bei sehr jungen Babys kann Stillen auch immer mal wieder gefühlt "ständig" stattfinden, die eine Mahlzeit in die nächste übergehen und man 20 mal am Tag angelegt haben. Alles problemlos, wenn das nicht der Dauerzustand für die gesamte (Voll-)Stillzeit ist und das Baby gut gedeiht.
-------------------------------

Etwas anderes sind meiner Erfahrung nach Stillgeschichten, in denen Zufütterung (wegen durchgemachter oder vermuteter Gedeihstörung) oder Fütterung von Muttermilch per Flasche eine Rolle spielen.

Während in Deutschland sicherlich die meisten Babys immernoch zu selten an die Brust gelassen werden
(wegen falscher Vorstellung zu Mahlzeitenabständen, Ammenmärchen zum Stillen, Unkenntnis über Clusterfeeding oder Wachstumsschübe, Angst vor Verwöhnen, ...)
kann es bei durchgemachter Gedeihstörung manchmal sehr schwer fallen, anzuerkennen, dass NICHT jedes Weinen des Babys Hunger bedeutet, sondern Babys vielfältige Gründe haben zu weinen (s.o.). So fällt es dann manchmal schwer, von einem Zuviel an Zufütterung (nicht einem Zuviel an Stillen!) wieder wegzukommen.

Und wegen der einige Beiträge vorher beschriebenen Probleme der klassisch gehandhabten Flaschenfütterung kann man Muttermilchernährung im Sinne von "Abpumpen und Flasche geben" hinsichtlich des Risikos von Überfütterung/Übergehen von Sättigungszeichen nicht gleichsetzen mit dem Stillen:
beim Stillen kann das Baby ja durch das gezielte Auslösen der Milchspendereflexe und das selbstbestimmtere Aufnehmen der Nahrung in vielerlei Hinsicht Kalorienaufnahme und Nahrungsmenge komplett selbst steuern. Das fällt beim Flaschefüttern von Muttermilch teilweise bis ganz weg [auch wenn selbstverständlich (Teil-)Pumpstillen der (ausschließlichen) Gabe von Formula in jedem Falle weit vorzuziehen ist aus ganz vielen Gründen, die mit der Nahrungsmenge nichts zu tun haben - das müssen wir gar nicht thematisieren].

Ganz selten mag es Fälle von stark gestörter Mutter-Kind-Kommunikation geben (aufgrund psychischer Erkrankungen, emotionaler Traumata, ..., vielleicht auch wegen sehr nachhaltiger Fehlinformation zum Umgang mit Babys), die sich in übergroßen Problemen äußern, die Bedürfnisse des Baby auch nur annähernd korrekt einzuschätzen und empathisch zu reagieren. Meines Wissens kommt es dabei aber eher zu Vernachlässigung oder zu seltenem Reagieren auf Hungerzeichen. Wie ein Baby langfristig reagiert, dem IMMER nur Stillen angeboten wird als einzige Form der Beruhigung und Zuwendung, weiß ich nicht.

Normalerweise signalisiert ein Baby aber zuverlässig sein Sättigungsempfinden, indem es dann nicht mehr weiterstillt (oder immer nur ganz kurz an die Brust geht und wieder loslässt), da beim Stillen der Saugreflex eben NICHT automatisch ausgelöst wird, sondern das Baby die Brust aktiv einsaugen muss - was es nicht tut, wenn es nicht stillen will.

Fazit: man kann unbesorgt und völlig getrost weitergeben, dass man ein Baby mit Stillen nicht überfüttern kann - und auch selbst danach handeln und das Baby bei vermutetem Stillbedürfnis immer zuerst anlegen, bevor man anderes versucht.

LG blueberry
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von suttine »

Ich weiß nicht, ob das nicht ne Frage für nen eigenen Thread wird... was macht ihr gegen Verhärtungen bei Wärme?
Eigentlich hat sich meine Milchmenge seit etwa 2 Monaten gut S.s Bedarf angepasst, endlich konnte ich mal wieder ohne Stilleinlagen rumlaufen. Seit es wieder wärmer ist, spannt die Brust immer wieder. Am Donnerstagabend waren wir zu Besuch in einem zu warmen Wohnzimmer, seither flippe ich fast aus. Betroffen sind die Innen- und Außenseiten, vor allem direkt am Körper. Oben ohne rumlaufen und ein nasser Waschlappen helfen, sind aber nur begrenzt alltagstauglich :lol:
Gibts sonst noch Tricks?
Und: gibts wiederverwendbare Stilleinlagen, die nicht so warm sind? Ich habe bisher die Baumwolldinger von avent, die sind von der Größe angenehm, aber heizen auch.
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revolte
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von revolte »

Hallo ihr Lieben, ich hab auch eine kurze Frage. Die Maus ist jetzt 8 Tage alt und hat immer noch keinen Muttermilchstuhl. Er ist immer noch grün, außerdem kackert sie nur alle paar Tage mal. Seit gestern kämpft sie total und drückt und drückt, aber es passiert nichts.
Warum kämpft sie jetzt schon so? Und hängt es vielleicht mit dem übergangsstuhl zusammen?


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Teazer
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Teazer »

@revolte: Herzlichen Glückwunsch! :) Wenn ein Neugeborenes in den ersten Wochen nicht täglich Stuhlgang hat, dann sollte das ärztlich abgeklärt werden.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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revolte
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von revolte »

Lieben Dank, Teazer [emoji6]
Aber wirklich? Meine Hebamme und auch der KiA vorgestern waren da total entspannt [emoji15]



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Teazer
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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort

Beitrag von Teazer »

Es sollte auf jeden Fall näher hin geschaut werden, da auch organische Gründe vorliegen könnten.

Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)
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