Schwierigkeiten mit Beikost

Was kommt nach dem Vollstillen?

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deidamaus
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von deidamaus »

jaloca hat geschrieben:Deidamaus, danke für das prompte Ausrechnen! Ich wollte nur nachfragen, damit ich es verstehe: wieso gibt es bei WHO verschiedene Vorgaben bzgl. Mindest- und Höchhstgewichtszunahme? Ändert das jeden Monat? Ich dachte, dass dies grössere Abstände beinhaltet, also sagen wir: 3-6 Monat, dann 6-9 Monat etc.
Die aktuellen Daten sagen, dass ein Baby durchschnittlich pro Woche folgendes zunehmen sollte:
170-330g im 1. und 2. Lebensmonat
110-330g im 3. und 3. LM
70-140g im 5. und 6. LM
40-110g im 7-12. LM

Basierend auf den Daten der WHO
Also Du würdest sagen, dass wir uns nicht sorgen sollen...
Ja. Regelmäßig gesunde aber nicht zu kalorienarme Beikost anbieten, stillen (gerne auch häufiger als jetzt) und fertig. Dein Kind hat bis auf die letzten Wochen konstant im unteren Bereich laut WHO zugenommen. Das finde ich in Ordnung.
. Dann habe ich mich aber entfernt und sie alleine gelassen: es war eine riesen Schweinerei, aber sie hat die ganzen 2 Brote nach und nach in den Mund gestopft. Also sie möchte einfach selber!!
Du meinst, sie möchte alleine, d.h. ohne deine Gegenwart essen oder sie möchte alleine essen und nicht gefüttert werde? Wenn letzteres, dann ist das für das Alter ganz normal.
Das habe ich übrigens auch schon früher gemerkt, aber ich kann sie leider nicht immer alleine essen lassen. Oft sind es auch flüssigere Sachen mit Saucen etc, das ist echt einfach mühsam.
Dagegen hilft entsprechend kochen, den Boden mit Zeitungspapier auslegen, Auffanglätzchen verwenden und gelassen bleiben.
Und was ich auch noch gemerkt habe ist, dass sie grosses Interesse an unserem Essen zeigt
Klar.

: heute hat unser Sohn ausnahmsweise mal zum Morgen Brot mit Butter und Konfi gegessen und sie hat so sehnsüchtg geschaut und Arme gestreckt, aber jetzt mal ganz ernst: kann ich einem 11 Monate alten Baby Brot mit Konfi geben??
Passieren tut nichts. Du kannst entweder deinem Sohn auch keine Marmelade mehr geben oder ihr auch welche anbieten. Alles andere ist für ein fast einjähriges Kind schwer verständlich.
Gestern wollte sie auch: da assen wir Gemüse aus dem Ofen, mariniert mit allem Schlimmen, was ich für ihr Alter einfach zu früh finde: Honig, Sojasauce... Ich weiss nicht, ob ich einfach generell zu vorsichtig bin und ihr alles geben sollte oder ob ich zurecht etwas zurückhaltender bin: z.B. sollte man ja Honig nicht geben bis jährig, oder??
Bei Honig und Sojasoße (da sehr salzig) würde ich noch etwas warten. Aber du könntest vor dem Marinieren einen Teil wegnehmen und ihr eine Extraportion machen.
Und generell zum Thema Zucker oder Süssen oder Salz. Darf ich ihr jetzt einen Brei z.B. mit Reissirup süssen oder lieber nicht?
Zucker ist halt nicht gefährlich im Gegensatz zu zu viel Salz, so dass ich das persönlich nicht so eng sehe. Wenn alle ein Stück Kuchen bekommen, dann darf auch ein so großes Baby etwas abgaben. Und über den ungesüßten Milchreis gibt es bei uns z.B. immer etwas Zucker drüber.
Salzen tue ich ihr Essen auch noch nicht...
Wir salzen immer noch sehr sparsam. Es gibt einen Salzstreuer auf den Tisch und das Essen selber wir nur wenig gesalzen, dafür kommen viele Kräuter dran.
Was meinst Du? Auch hier: "Go ahead mit allem" :lol: oder mache ich es doch gut so, wie ich es mache?
So langsam kannst du die Grenzen für Salz und Zucker etwas lockern. Sehr stark gesalzene Sachen würde ich nicht anbieten, aber leicht gesalzenes Essen oder mal normal gesalzenes Brot sind schon okay. Und bei Zucker finde ich diesen okay, wenn es halt Sonntags mal Brötchen mit Marmelade gibt oder ein Stück Kuchen zu besonderen Anlässen. Bei uns gibt es auch ab und zu mal Pfannkuchen und dazu mal Marmelade oder Schokoladecreme. Solange es nicht ständig und jeden Tag ist, ist das doch okay.

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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Caitrionagh »

Bei Sachen, die eine große Sauerei machen, wenn man sie mit den Fingern isst, gibt es bei uns den Löffel (und seit kurzem die Gabel) zum Selberessen. Der Löffel wird beladen hingehalten oder hingelegt, Kind steckt ihn dann selbst in den Mund. Ganz am Anfang habe ich ihn die ganze Zeit gehalten, irgendwann konnte ich ihn loslassen.
Langsam möchte sie ihn selber beladen, aber sie schafft es noch nicht.

Statt Konfitüre nehme ich Obstbrei (aus dem Gläschen, oder frische bzw. aufgetaute zerdrückte Früchte) und zum Süßen benutze ich ab und zu zerdrückte Banane (das süßt stärker als ich vermutet hätte) :)
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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Quetzal »

jaloca hat geschrieben:Quetzal, danke auch für Deine aufmunternden Worte! Und ja: genau wie Du schreibst bei Deinem ersten Baby: ich mag es nicht mehr hören, wie alle so einen Druck auf einen ausüben mit Pulvermilch-Zufütterung, Kuhmilch-Breie usw. Echt ein Wunder, dass ich bis jetzt da widerstanden bin. Aber schlimmer ist es eigentlich, dass man selber auch mit der Zeit verunsichert und sich selber den Druck macht und sich ständig fragt: soll ich einen Schuppen Pulver geben oder doch nicht?
Ja, dieser Druck von Aussen ist schrecklich. Aber du schaffst das, dem zu widerstehen.
Hör auf dich und deine Instinkte und nicht auf die andern. Diese Milchbreie würden vermutlich nicht viel nützen. Mein Kind trank, nachdem sie mit 26 Monaten nicht mehr stillte, viel Kuhmilch. Trotzdem ist sie heute immer noch untet der 3% perzentile.

Du gibst deinem Kind mit dem Stillen die gesundeste Nahrung und gleichzeitig Nähe, Geborgenheit und Liebe. Das ist das Wichtigste, was es zum wachsen braucht und du als Mutter spürst das besser als die andern.

Viel Kraft von einer Mutter, die diesen Druck kennt.


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Re: Schwierigkeiten mit Beikost

Beitrag von Schlumpentump »

Hallo Jaloca,

wie läuft es inzwischen bei euch? Deine Kleine ist ja nun auch schon ein Jahr, herzlichen Glückwunsch noch! Das war bei uns so ein Wendepunkt und es ging mit dem Essen stetig bergauf. Als wüsste er, dass er nun kein Säugling mehr ist :) Ich hoffe, die Lage hat sich auch entspannt bei euch!

Liebe Grüße!
Bleibt alles anders...
2 Söhnchen (10/2012 und 02/2015)
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