Eigtl. glaube ich, dass es "nur eine Phase" ist, dennoch würde ich mir natürlich für alle Beteiligten wünschen, dass diese bald vorüber geht. Die Erzieherin hat mich jetzt schon zweimal darauf angesprochen; neulich kam ich gemeinsam mit dem Opa, da gab's auch erst Geschrei, bis mein Sohn mich entdeckt hat. Die zwei Erzieher haben dann (zumindest habe ich es so empfunden) schon total komisch geschaut. Ich bin auch etwas traurig, normal freuen sich Kinder doch, wenn sie von den Großeltern abgeholt werden.
Es liegt sicher zum einen daran, dass mein Sohn zur Zeit doch etwas auf mich bezogen ist, aber wenn der Papa abholt, oder (mal, kommt selten genug vor) der anderer Opa, gibt es keine Probleme. Das ist also wahrscheinlich nicht die einzige Erklärung.
Was sicher auch eine Rolle spielt: mein Vater war die letzten Jahre sehr krank, auch teilweise sehr depressiv (auch lange deshalb in Behandlung), zur Zeit geht es ihm aber (toi, toi, toi) recht gut, obwohl man natürlich schon merkt, dass er doch etwas "anders" ist, gerade Kinder haben hierfür ja auch feine Antennen. Zu den Kindern ist er ganz, ganz rührend, teilweise fast "zu lieb", fast "unterwürfig", sehr, sehr anhänglich. Ich könnte mir vorstellen, dass hier irgendwie ein bisschen "das Problem" liegt. Er kann z.B. nicht akzeptieren, wenn mein Sohn in seiner Anwesenheit auch mal von mir vorgelesen bekommen möchte, da fühlt er sich gleich total "zurück gesetzt". Ganz ehrlich, auch wenn es sehr gemein ist, manchmal nervt er mich mit seiner Art auch total
Was vielleicht auch dazu kommt: früher haben sich die anderen Großeltern viel mehr gekümmert, da hatte er vor allem zum anderen Opa ein recht enges Verhältnis, das ist zur Zeit etwas "eingeschlafen", er sagt auch öfter, dass von der anderen Oma und Opa abgeholt werden will (ich dränge jetzt da auch wieder mehr drauf). Ich wundere mich nur, dass das erst jetzt kommt, es ist nämlich doch schon seit ca. 1,5 Jahren so.
Mein Sohn selbst kann nicht erklären, warum er nicht von Oma und Opa abgeholt werden will. Er sagt, er will lieber von mir oder von den andere Oma und Opa abgeholt werden. Manchmal sagt er auch, er mag den Opa nicht
Habt Ihr eine Idee, was ich tun könnte? Ich möchte jetzt mit meinem Vater reden, dass er meinen Sohn nicht so "bedrängen" soll, erklären, dass es ganz normal ist, dass er z.B. auch mal was mit der Mama machen will. Es ist halt so schwierig, da "an ihn ran" zu kommen, ohne, dass er es persönlich nimmt. Ich muss ihn dann in jedem Fall auch "positiv bestärken". Ich bin jetzt auch am organisieren, dass der andere Opa wieder öfter mal kommt.
Manchmal habe ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen, dass ich meine Kinder von dem depressiven Opa betreuen lasse und dass das nicht gut für sie ist. Aber zum einen geht es ihm ja zur Zeit ja ganz gut, und es ist ja auch nur zwei Nachmittage die Woche. Und für meinen Vater sind es die Highlights der Woche, er liebt die Kinder total.
Ich weiß, es ist jetzt natürlich total schwierig, da aus "der Ferne" etwas dazu zu sagen, aber irgendwie wollte ich es mir mal "los werden".