Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Moderator: Giraeffchen
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mamamarie
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Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Heute brauche ich als bisher hier gierig Mitlesende mal eure Erfahrungen und eventuell einen Rat.
Für meine Frage muss ich ein wenig ausholen:
Unsere Tochter ist fast 16 Monate. Vor etwa vier Wochen habe ich sie nachts abgestillt, da sie zuletzt mindestens alle 1-2 Stunden stillen wollte, oft auch schon 3 Stunden nach dem Einschlafen aufgewacht ist. So weit, so normal (wie ich hier schon häufig gelesen habe), jedoch immer kräftezehrender und dann irgendwann nicht mehr akzeptabler für mich - Stichwort baldiger Berufswiedereinstieg. Das Abstillen - damit meine ich keine Brust von 20 bis etwa 3.30/4 Uhr - hat relativ gut geklappt, das bedeutet, sie hat schon nach zwei Nächten viel, viel länger geschlafen. Meistens 6-7 Stunden. Ist sie vor meinem geplanten Zeitfenster aufgewacht, ließ sie sich meistens ganz schnell mit Streicheln wieder beruhigen.
Nun, sie hat vor einer Woche zu laufen begonnen, ist es wieder viel schwieriger geworden. Sie wacht bereits gegen 23.30 Uhr das erste Mal auf, lässt sich dann oft, aber nicht immer, mit Streicheln wieder zum Einschlafen begleiten. Jedoch klappt das beim nächsten Mal schon nicht mehr. Sie scheint es wieder viel blöder zu finden, dass es keine Brust gibt, weint ein bisschen (1, 2 Minuten) und dann...
ist sie wach. Einfach wach. Stunden! Versucht es immer wieder mit dem Einschlafen, auf mir, in ihrem Bettchen neben mir, rollt sich umher, wälzt sich hoch und runter, weint, schläft wieder ein paar Minütchen,... so geht das ewig. Sie ist nicht allein, ich bin da, aber das scheint ihr nicht wirklich zu helfen. Kuscheln, streicheln, Wasser trinken, all das bringt sie einfach nicht mehr runter, in den Tiefschlaf. Es tut mir sehr leid, aber ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, ihr doch nun wieder eher die Brust zu geben, denn ich befürchte, sie gewöhnt sich wieder um und wacht wieder so häufig auf wie vor vier Wochen.
Mein Mann und viele andere meint/meinen, sie muss das lernen mit dem alleine wieder einschlafen. Und mein Gefühl sagt, das kann man nicht lernen in dem Sinne?! Ist eine ganz ernstgemeinte und inzwischen schon verzweifelte Frage... Sie probiert es ja mit dem Schlafen, sie kämpft richtig, sie ist müde und will schlafen. Aber es klappt nicht. Nur das Stillen lässt sie runterfahren.
Was sind eure Erfahrungen, lernt man Weiterschlafen? Das hieße aber eben, wir müssen sie üben lassen, nicht stillen, nur weiterhin da sein, wenn sie aufwacht und ertragen, dass sie weint, weil sie die Brust nicht bekommt.
Oder gehe ich wieder zum Mehrstillen über und taste mich dann wieder langsam zurück, wenn sie den momentanen Schub halbwegs überstanden hat? Aber ist Abstillen nicht Abstillen? Ich weiß es nicht.
Nachdenkliche Grüße von
Mama Marie
Für meine Frage muss ich ein wenig ausholen:
Unsere Tochter ist fast 16 Monate. Vor etwa vier Wochen habe ich sie nachts abgestillt, da sie zuletzt mindestens alle 1-2 Stunden stillen wollte, oft auch schon 3 Stunden nach dem Einschlafen aufgewacht ist. So weit, so normal (wie ich hier schon häufig gelesen habe), jedoch immer kräftezehrender und dann irgendwann nicht mehr akzeptabler für mich - Stichwort baldiger Berufswiedereinstieg. Das Abstillen - damit meine ich keine Brust von 20 bis etwa 3.30/4 Uhr - hat relativ gut geklappt, das bedeutet, sie hat schon nach zwei Nächten viel, viel länger geschlafen. Meistens 6-7 Stunden. Ist sie vor meinem geplanten Zeitfenster aufgewacht, ließ sie sich meistens ganz schnell mit Streicheln wieder beruhigen.
Nun, sie hat vor einer Woche zu laufen begonnen, ist es wieder viel schwieriger geworden. Sie wacht bereits gegen 23.30 Uhr das erste Mal auf, lässt sich dann oft, aber nicht immer, mit Streicheln wieder zum Einschlafen begleiten. Jedoch klappt das beim nächsten Mal schon nicht mehr. Sie scheint es wieder viel blöder zu finden, dass es keine Brust gibt, weint ein bisschen (1, 2 Minuten) und dann...
ist sie wach. Einfach wach. Stunden! Versucht es immer wieder mit dem Einschlafen, auf mir, in ihrem Bettchen neben mir, rollt sich umher, wälzt sich hoch und runter, weint, schläft wieder ein paar Minütchen,... so geht das ewig. Sie ist nicht allein, ich bin da, aber das scheint ihr nicht wirklich zu helfen. Kuscheln, streicheln, Wasser trinken, all das bringt sie einfach nicht mehr runter, in den Tiefschlaf. Es tut mir sehr leid, aber ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, ihr doch nun wieder eher die Brust zu geben, denn ich befürchte, sie gewöhnt sich wieder um und wacht wieder so häufig auf wie vor vier Wochen.
Mein Mann und viele andere meint/meinen, sie muss das lernen mit dem alleine wieder einschlafen. Und mein Gefühl sagt, das kann man nicht lernen in dem Sinne?! Ist eine ganz ernstgemeinte und inzwischen schon verzweifelte Frage... Sie probiert es ja mit dem Schlafen, sie kämpft richtig, sie ist müde und will schlafen. Aber es klappt nicht. Nur das Stillen lässt sie runterfahren.
Was sind eure Erfahrungen, lernt man Weiterschlafen? Das hieße aber eben, wir müssen sie üben lassen, nicht stillen, nur weiterhin da sein, wenn sie aufwacht und ertragen, dass sie weint, weil sie die Brust nicht bekommt.
Oder gehe ich wieder zum Mehrstillen über und taste mich dann wieder langsam zurück, wenn sie den momentanen Schub halbwegs überstanden hat? Aber ist Abstillen nicht Abstillen? Ich weiß es nicht.
Nachdenkliche Grüße von
Mama Marie
- Tweety2606
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2660
- Registriert: 14.02.2014, 20:22
Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Nur kurz: mein Sohn hat fast von heute auf morgen nachts keine Brust mehr verlangt. War so um den zweiten Geburtstag rum. Vorher hat er selten länger als 2-4 Stunden am Stück geschlafen und ist auch nur mit Brust eingeschlafen. Zum ersten Einschlafen stillt er aber immer noch.
- Missy
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2351
- Registriert: 28.06.2013, 15:49
Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen
Hier genauso. Um den zweiten Geburtstag rum. Ich weiss noch, wie entsetzt ich neben mich ins Beistellbett gegriffen hatte, weil er 6 Stunden am stück geschlafen hat. Hatte schon das schlimmste befürchtet.Tweety2606 hat geschrieben:Nur kurz: mein Sohn hat fast von heute auf morgen nachts keine Brust mehr verlangt. War so um den zweiten Geburtstag rum. Vorher hat er selten länger als 2-4 Stunden am Stück geschlafen und ist auch nur mit Brust eingeschlafen. Zum ersten Einschlafen stillt er aber immer noch.
Vorher ging weiterschlafen nur mit Hilfe, anfangs stillen, später reichte auch ein geflüstertes "Ist gut, ich bin da, Schlaaaaaf" oder einfaches Streicheln.
Er schläft mittlerweile regelmäßig 12 Stunden durch.
Missy mit dem kleinen Wuselchen (6/13) und *(10/15)
- Altraia
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Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Bei meinen drei Kindern was es auch so, dass es mit dem zweiten Geburtstag deutlich besser wurde. Das eine wurde da gar nicht mehr gestillt, das zweite nachts nicht mehr (von sich aus), das dritte immer noch rund um die Uhr. Scheint also ein natürlicher Prozess sein, der nicht viel mit dem Stillen zu tun hat.
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
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elamshin
- ist nicht mehr wegzudenken
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Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Beim Großen, der ein wahnsinnig unruhiger Schläfer war, wurde es auch um den zweiten Geburtstag spürbar besser. Ab da hat er meist sechs-sieben Stunden am Stück geschlafen, nur das abendliche aufwachen 30 Minuten nach dem einschlafen hat er bis zum dritten Geburtstag beibehalten. Seither schläft er aber so ziemlich durch. Hätte ich nie gedacht!
2/2012, 8/2014 und 9/2019
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februarkind16
- Profi-SuTler
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- Registriert: 31.08.2015, 14:34
Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Vielleicht ist es einfach durch den Wachstumsschub bedingt, da sind die Kinder ja oft unruhiger, wollen mehr zu Mama usw.
Die Frage ich eigentlich nur: was willst DU? Solche Nächte, wie du sie beschreibst, sind sicher noch anstrengender als die Stillnächte, oder? Wenn du sagst, zum Stillen willst du auf keinen Fall zurück, dann mache weiter. Wenn du der Meinung bist, so schlimm war das mit dem Stillen nicht und es dich nicht stört, in ein paar Wochen/Monaten von vorne an zu fangen, dann stille doch einfach wieder. So oder so wird dein Kind irgendwann durchschlafen, die Frage ist nur wann und wie viele Nerven es dich vorher kostet
Zum Thema Berufseinstieg: Ich habe auch überlegt, ob ich meinen Sohn vor dem Einstieg abstille, konnte mich aber nicht durchringen, weil ich so gerne stille und er sich nachts auch meist nur noch 2 mal, selten 3mal meldet. Ich habe nur tagsüber das Stillen reduziert, damit ich auf Arbeit keine Probleme kriege. Das klappt bisher prima so, ich arbeite seit Februar wieder und fühle mich überraschenderweise nicht geschlaucht durch die Nächte (obwohl er im eigenen Zimmer schläft und ich zum Stillen aufstehen muss). Ich habe sogar das Gefühl, dass ich, wenn ich ihn gestillt habe, besser selbst wieder weiterschlafe. Wenn ich nur so wach werde und er gar keine Milch will, dann liege ich oft lange wach, nach dem Stillen praktisch nie.
Wenn es dir also nur um den Berufseinstieg geht, kannst du sonst auch abwarten und erst mal beobachten, wie sehr es dich mitnimmt. Vielleicht gehst du einfach etwas eher ins Bett und kriegst dann trotz des Stillens noch ausreichend Schlaf?
Die Frage ich eigentlich nur: was willst DU? Solche Nächte, wie du sie beschreibst, sind sicher noch anstrengender als die Stillnächte, oder? Wenn du sagst, zum Stillen willst du auf keinen Fall zurück, dann mache weiter. Wenn du der Meinung bist, so schlimm war das mit dem Stillen nicht und es dich nicht stört, in ein paar Wochen/Monaten von vorne an zu fangen, dann stille doch einfach wieder. So oder so wird dein Kind irgendwann durchschlafen, die Frage ist nur wann und wie viele Nerven es dich vorher kostet
Zum Thema Berufseinstieg: Ich habe auch überlegt, ob ich meinen Sohn vor dem Einstieg abstille, konnte mich aber nicht durchringen, weil ich so gerne stille und er sich nachts auch meist nur noch 2 mal, selten 3mal meldet. Ich habe nur tagsüber das Stillen reduziert, damit ich auf Arbeit keine Probleme kriege. Das klappt bisher prima so, ich arbeite seit Februar wieder und fühle mich überraschenderweise nicht geschlaucht durch die Nächte (obwohl er im eigenen Zimmer schläft und ich zum Stillen aufstehen muss). Ich habe sogar das Gefühl, dass ich, wenn ich ihn gestillt habe, besser selbst wieder weiterschlafe. Wenn ich nur so wach werde und er gar keine Milch will, dann liege ich oft lange wach, nach dem Stillen praktisch nie.
Wenn es dir also nur um den Berufseinstieg geht, kannst du sonst auch abwarten und erst mal beobachten, wie sehr es dich mitnimmt. Vielleicht gehst du einfach etwas eher ins Bett und kriegst dann trotz des Stillens noch ausreichend Schlaf?
Mama mit großem Sohn (02/15) und kleinem Sohn (07/19) und kleinem Sternchen (09/18)
- Joanna79
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 253
- Registriert: 04.04.2014, 18:14
- Wohnort: Dänemark
Re: Kann man denn nun alleine (Weiter-)schlafen "lernen"?
Hallo!
Wir hatten auch in einem ähnlichen Alter (17 Monate) nachts abgestillt, Kind schlief beim Papa, so weit so gut.
6 Wochen später kam der letzte der ersten vier Backenzähne...und an dem hatte sie echt was zu leiden. (Und ich auch!)
Ohne Stillen wachte sie quasi alle 20 Minuten weinend auf. (Wir waren noch dazu in den Osterferien in einem Ferienhaus und konnten uns schlaftechnisch nicht so optimal einrichten...)
Obwohl ich wirklich Angst hatte, dass danach alles wieder "von vorne" losgeht, hab ich dann eben wieder die Nächte durchgestillt, wie viele weiß ich nicht, vielleicht 5-7? Bis der Zahn eben durch war.
Danach hat wieder der Papa übernommen und es gab nachts nichts. Das war keine größere Sache.
Also nur Mut!
Wir hatten auch in einem ähnlichen Alter (17 Monate) nachts abgestillt, Kind schlief beim Papa, so weit so gut.
6 Wochen später kam der letzte der ersten vier Backenzähne...und an dem hatte sie echt was zu leiden. (Und ich auch!)
Ohne Stillen wachte sie quasi alle 20 Minuten weinend auf. (Wir waren noch dazu in den Osterferien in einem Ferienhaus und konnten uns schlaftechnisch nicht so optimal einrichten...)
Obwohl ich wirklich Angst hatte, dass danach alles wieder "von vorne" losgeht, hab ich dann eben wieder die Nächte durchgestillt, wie viele weiß ich nicht, vielleicht 5-7? Bis der Zahn eben durch war.
Danach hat wieder der Papa übernommen und es gab nachts nichts. Das war keine größere Sache.
Also nur Mut!
Mädchen (10/13) + Junge (08/16)