Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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EhMibima

Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von EhMibima »

miss_undercover hat geschrieben:I Ich empfinde es auch nicht so, dass 'der Staat' oder 'die Gesellschaft' in Richtung 'mehr Distanz zum Kind' drängt. In der NS-Zeit war das so, in der DDR auch, aber doch nicht hier und heute!
MMn geht es da auch nicht ums Kind, sondern um die Wirtschaft. Die soll laufen. Daß Kinder dafür frühzeitig betreut werden damit die Eltern schnell wieder arbeiten gehen können, ist ein Nebenprodukt.
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Pelufer
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Pelufer »

Naja, Nebenprodukt würde ich das nicht nennen, eher einkalkulierter Kollateralschaden.

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EhMibima

Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von EhMibima »

Pelufer hat geschrieben:Naja, Nebenprodukt würde ich das nicht nennen, eher einkalkulierter Kollateralschaden.

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Puh, also unterstellen will ich das nicht. Aber es wird hingenommen. Das auf alle Fälle.
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Pelufer
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Pelufer »

Politik und Wirtschaft haben mit dem Ausbau der U2 Betreuung und dem mittlerweile abgeschafften Betreuungsgeld alle Voraussetzungen geschaffen, damit Mütter bitte frühzeitig wieder arbeiten gehen. Das Ganze wurde dann noch passend beworben und suggeriert, dass eine frühe Fremdbetreuung förderlich für das Kind wäre.
Da sehe ich schon das bewusste in Kauf nehmen einer möglichen Bindungsstörung.

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Altraia
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Altraia »

Ich finde es auch beeindruckend, wie sich die Norm diesbezüglich innerhalb nur 10 Jahren verändern konnte. Bei meinem ersten Kind mussten Mütter sich noch erklären, wenn sie ihr Kind unter drei Jahren in Betreuung gaben, heute ist es anders herum. Damals gab es kein Elterngeld, keine Vätermonate, kein Betreuungsgeld, und es ging trotzdem bei den meisten irgendwie. Heute fragen sich die Familien sogar, wie sie ein Jahr lang mit etwas weniger Einkommen klar kommen sollen. Offenbar haben sich auch da die Standards geändert.
Liebe Grüße,
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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Ach herrje... Also entschuldige mal, ich hätte auch mit 3000 Euro Betreuungsgeld im Monat wieder gearbeitet. Es soll Frauen geben, die gut ausgebildet sind, gerne arbeiten und ihr Kind in liebevoller Betreuung (nicht FREMD) wissen. Bindungsgestört ist da harter Tobak.
Na, schade dass nicht sie so perfekte liebevolle Zuhause -Mütter sein können... oder wollen... Boahh. Was denkt ihr denn wirklich, denkt ihr wirklich, Mütter die arbeiten gehen, würden so etwa in Kauf nehmen? Dass ihre Kinder bindungsgestört sind? Meint ihr nicht, die Eltern suchen sich das Bestmögliche für ihr Kind aus? Oder denkt man hier klammheimlich, dass nur die Mutter gut ist, die mindestens volle 3 Jahre beim Kind bleibt, denn sonst hätte sie ja keins bekommen sollen (wie meine 70jährige Nachbarin?). Das sind echt Ohrfeigen für jede Mutter, die dann denken muss, dass sie der "Wirtschaft" zuliebe ihr Kind schädigt.
Leute, denkt mal nach, was hier so locker flockig hingeschrieben wird...
So ein Blödsinn.

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Altraia
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Altraia »

Also mein Beitrag zumindest war ohne Wertung gemeint. Frauen, die gerne arbeiten, sollte es ja bitte einigen Jahren auch schon gegeben haben. Mir ging es nur um die Norm und das gesellschaftliche Bild, was sich so schnell verändern konnte, und dass da schon etwas gelenkt worden sein muss. Ich habe meine Einstellung dazu innerhalb dieser Zeit auch ein gutes Stück verändert.
Liebe Grüße,
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Altraia
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Altraia »

Bitte=vor
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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Jetzt mal ganz ehrlich: WER bitte muss sich wo erklären, wenn er /sie Jahre zu Hause bleibt? Also mich interessiert das Null und wenn es so geht, dann bitte... ICH c erlebe nur! , dass man sich andersrum erklären muss und hier jetzt ist ja offensichtlich auch der Tenor von den doofen Müttern, die sich denn Wirtschaftsdiktat beugen und noch besser: ihr Kinder schädigen, weil sie hohe Ansprüche haben (sprich geldgeil sind)... So liest sich das gerade.
Da weiß man zumindest, was soll gesagt wird... nun denn.

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EhMibima

Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von EhMibima »

Es wird einfach vielen, die gern zu Hause blieben schwer gemacht, dieses zu tun.
Wie oft heulen hier Mütter im Forum rum daß das Kind in die Kita muss weil sie wiederarbeiten gehen müssen?!
Solche Mütter wie du meine ich für meinen Teil nicht.
bienesmama hat geschrieben: Im Endeffekt macht ja jede Mutter damit, was ihr entspricht. Man kann fremdbetreuen und sein kind liebevoll erziehen.
.
Peppa, in meiner Heimatstadt war es üblich, mit Kind max 1Jahr zu Hause zu bleiben. Ich war mit meiner Großen eine Ausnahme, ein Exot. Und ja, eine Bekannte hat mich schief angeguckt. Weil ich meinem Kind etwas vorenthalte.
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