Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Was kommt nach dem Vollstillen?

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DolphinFFM
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von DolphinFFM »

Das mit dem extra-Teller probiere ich aus. Danke, gute Idee!

Und oh nein, schlucken muss sie nix, was sie nicht mag, sie muss nicht mal probieren! Sie schiebt auch alles sofort raus, was sie nicht mag und das wird dann kommentarlos von mir entfernt/gesäubert.
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dulles
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von dulles »

Ich würde ihr erstmal regelmäßig eine Alternative anbieten, die ihr immer schmeckt und dir wenig Stress bereitet.
Bei uns ging lange Zeit nur trockene Nudeln oder Reis, das ist ja wirklich keine Arbeit.

So nimmst du euch beiden den Druck raus.

Meine Tochter erweitert übrigens gerade wieder nach und nach ihren Speiseplan...

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Mutterhenne
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Mutterhenne »

DolphinFFM hat geschrieben:
Und oh nein, schlucken muss sie nix, was sie nicht mag, sie muss nicht mal probieren! Sie schiebt auch alles sofort raus, was sie nicht mag und das wird dann kommentarlos von mir entfernt/gesäubert.
Das hätte ich Dir auch niemals unterstellt ;-)... Tochterkind hat wonmöglich schlechte Erfahrungen bez. Essen in der Fremdbetreuung gemacht und hatte zeitweilig wirklich Angst davor, 'Ekliges' aufessen zu müssen (ganz genau wissen wir das nicht, könnte aber sein, dass da Druck ausgeübt wurde - wir sind jetzt woanders und dort sehr glücklich), daher sagen wir (wenn's ums Probieren geht) grundsätzlich immer dazu, dass sie alles ausspucken darf, was sie nicht mag. Seit es diese Sprachregelung gibt, hat sie manchmal sogar Spaß am Testen (siehe Algensalat gestern: zweimal probiert, einmal eine homöopathische Menge sogar wirklich gegessen)...
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Mutterhenne
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Mutterhenne »

dulles hat geschrieben:Ich würde ihr erstmal regelmäßig eine Alternative anbieten, die ihr immer schmeckt und dir wenig Stress bereitet.
Bei uns ging lange Zeit nur trockene Nudeln oder Reis, das ist ja wirklich keine Arbeit.

So nimmst du euch beiden den Druck raus.

Meine Tochter erweitert übrigens gerade wieder nach und nach ihren Speiseplan...

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Stimmt, das haben wir auch eine Weile gemacht: Nudeln in allen Variationen...
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Sakura
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Sakura »

@rauspulen: ich versuche, solche Situationen zu vermeiden. Statt alles in einem Topf kann man Essen oft auch so zubereiten, dass die Komponenten einzeln bleiben.

Ich habe sehr lange nichts gekocht, was aus verschiedenen Komponenten bestanden hätte. ODER ich habe sowas gekocht, aber dazu kommentarlos eine Kinderalternative. Nudeln kochen empfinde ich nicht als kochen. 10 Minuten warten, während die Nudeln ihr Ding im heißen Wasser machen. Und das auch nur, weil meine Kinder Butterbrot nicht wirklich mögen, wobei auch das besser wird.

Aussicht auf Besserung: natürlich wird es besser. Aber eben nicht mit 2 oder 3, sondern oft erst später. Meine Fünfjährige probiert freiwillig fast jedes Essen, und oft genug schmeckt es ihr. Die Dreijährige ist da nicht annähernd so abenteuerlustig. Die nimmt gern die simple Kinderalternative. Aber selbst sie probiert von Papas Teller auf Papas Schoss ganz vieles. Das wird schon. Aber eben erst später. Viel später.


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Berenike
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Berenike »

Ich kenne das ja auch alles, aber wir haben eben auch das Problem, dass das Kind dann lieber nix ist, wenn es kein Eis gibt, und dann nachts ernsthaft Hunger hat. Alternativen die sie immer isst, gibt es leider nicht mehr. Da koche ich keine Nudeln, um sie drei Tage später wegzuwerfen... Mir geht's bei den Alternativen auch weniger um die Arbeit beim Kochen als ums Kochen/schmieren/Packung öffnen für den Mülleimer :roll:
Es ist wirklich nervig... Im Moment versuchen wir eher Abendbrot zu essen, damit sie nachmittags nicht so viel Kleinkram (Naja, viel, mal ein kleiner Keks und ein Viertel Apfel, bestenfalls) isst und zum Abendessen wirklich Hunger hat. Aber dann müssen wir oft getrennt essen, weil mein Mann erst gegen 6 nach Hause kommt und wenn ich um 18.00 esse, habe ich halt abends beim Insbettgehen wieder Hunger :roll: Ach, es ist einfach nervig. Und da in der Kita alles probiert und gegessen wird, egal wie durcheinander es ist, und sie da auch weder zum Essen noch zum probieren je gezwungen werden, liegt mir der Verdacht halt nahe, dass ich irgendwas falsch mache und das Kind also wegen mir Hunger hat. Nur ich weiß nicht was.
Mit “die Kinder nehmen sich, was sie brauchen“, kann ich mich irgendwie auch nicht anfreunden. Das klappt vielleicht in einer ursprünglichen Gesellschaft ohne Eisdiele, Schokolade und unbegrenzten Buttervorräten im Supermarkt, aber hier? Bei uns? Hmpf.
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
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Peppa
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Peppa »

Oh Mensch, genau die gleichen Gedanken mache ich mir auch... ich koche jeden Tag frisch und versuche dich Abwechslung, aber der fast 3jährige ist sooo mäkelig. Gemischt darf nichts sein, einen Tag sind Tomaten OK, am anderen bähhj... Nudeln gehen auch nicht jeden Tag, manchmal isst er am Tag so wenig, dass ich echt nicht weiß, wo er die Energie hernimmt... was war ich froh um das Stillen.... er ist abgestillt wegen Schwangerschaft (es kam nichts mehr und war schrecklich unangenehm, ging aber leider nicht von ihm aus) und seitdem nimmt er quasi keine Milchprodukte zu sich. Kein Joghurt, keine Milch, nicht mal Kakao oder diesen schrecklich bunten Kinderjoghurt.... Käse spuckt er aus, Butter mag er nicht, ebenso alles Soßen, die nicht Tomatensoße sind... ich versuche, Calcium über das Mineralwasser zu zuführen... den grünes Gemüse und Hülsenfrüchte sind ja auch bähhj... Er fragt zwar immer nach Milch... meint aber immer meine "Originalquelle "..
An manchen Tagen biete ich zum Frühstück 3-4 Alternativen an, zum Mittag und Abend 2-3...es ist so ein riesen Aufwand und es wird viel weggeschmissen... und ich kann es gerade auch nur wegen BV und Schwangerschaft.... mit Baby und später Job ist das illusorisch.
Ich weiß, Druck ist falsch und ich muss mich entspannen.... aber es nervt einfach. Denn bei der TaMu, die nie Alternativen anbietet und deutlich strenger ist, was Sonderwünsche angeht (es gibt eben, was es gibt und fertig), Da ist er alles! Nicht gleich gut....aber zuletzt hast er drei Kinderteller Reis mit Gemüse verspachtelt, zu Hause wird das Gleiche mit angewidertem Gesicht und Verweigerung kommentiert. Das Essen bei der TaMu hat mich echt entspannt... nur geht er ab jetzt in den KiGa und zwar in die Gruppe, wo ich ihn aktuell abhole vor dem Mittag, will ich ja zu Hause bin... kann erst wechseln, wenn ich wieder arbeite und auch dann muss man in dem kleinen KiGa das Mittagessen mitgeben... ich hoffe auch, sein Essverhalten ändert sich bald... Ich kann sehr sehr gut verstehen, wie sehr das stresst, auch wenn ich (gerade aus eigener Erfahrung in russischen Kindergärten mit viel Zwang... ich sage nur "Ucha ", eine schleimige Suppe aus Fisch und -Resten...und ich bin da immer noch eßgestört...) versuche, ihm das nicht zu zeigen. Er muss nichts... aber es ist Dauerthema gerade in meinem Kopf. Dabei muss ich immer an die Szene aus "The Corrections " von J. Franzen denken, wo Vater Alfred den kleinen Chip dazu verdonnert, so lange am Tisch zu sitzen, bis er Leber und Gemüse aufgegessen hat... die Gefühle des Kindes sind da sehr eindrücklich beschrieben... wer es mal lesen will; -)
Wenigstens isst Kind Obst und vorzugsweise Beeren... und recht oft Fleisch... vielleicht ist er einfach von Natur aus Paleo? Nur das blöde Calcium macht mir im Wachstum hier Sorgen...

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Berenike
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Berenike »

An den Zähnen sieht man doch auch Calcium-Mangel, oder? Vielleicht kannst du mal nen Zahnarzt drauf schauen lassen zur Beruhigung für dich? Ich glaube, so schnell kriegt man den gar nicht, auch nicht im Wachstum. Also, um die Nährstoffversorgung mache ich mir echt keine Sorgen, aber heute ist das Kind zwar nicht nachts, dafür halb sechs morgens aufgewacht wegen Hunger :roll:
Ich versuche eigentlich, nicht so viele Alternativen anzubieten, sondern eher wie in der Kita, esgibtwasesgibt, zu etablieren. Es sind ja nun wirklich keine ekligen Sachen sondern eigentlich immer was, was sie schon mal gerne gegessen hat (Brot, Nudel, Kartoffeln, Reis ist irgendwie immer mit dabei). Naja, sehr erfolgreich bin ich leider nicht damit...
In den Kiga Mittagessen mitgeben finde ich krass. Machen die das dann für jedes Kind warm, oder wie?
Ich habe eine Tochter (01/14) und einen Sohn (10/16).
Jes
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Jes »

Ich hoffe ich darf mich hier mit einer weiteren Frage dazuschleichen. Wie macht ihr es mit Brot bzw. Brotbelag? Also folgende Situation (in der Kita) fand ich schwierig, wüsste aber auch nicht Genuß was ich machen würde: Eingewöhnung, Papa mit Kind beim Frühstückstisch. Es gibt (einmal die Woche) von der Kità aus Frühstück mit Brot, Käse, Wurst, Marmelade usw. Kind will Frischkäse aufs Brot, knabbert dran, will lieber Wurst. Papa macht Wurstbrot, Kind knabbert dran, will lieber Marmelade. Weiß nicht wie oft das Spiel so lief, und evtl ist ein Teil der ungewohnten Situation geschuldet gewesen. Die Frage ist aber eher generell: wenn das Kind aussuchen darf was es essen will, wie oft darf es sich wieder umentscheiden?
So gewünscht und lange erwartet soll es am 14. August soweit sein :3:

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Jia
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Re: Essen ablehnen, Alternativen anbieten?

Beitrag von Jia »

Wenn ich davon ausgehen kann, dass das Kind den gewählten Belag grundsätzlich mag, würde ich nach einem Wechsel aufhören, zwei Alternativen sind genug. Wenn es aber wirklich was fremdes ist (also unbekannte Marmelade, weil es zuhause bspw. nur Erdbeere gibt), würde ich nach dem 2. verschmähten Brot auf Bekanntem (also Butterbrot) bestehen und dann dabei bleiben. Aber Butterbrot isst Mini eigentlich immer, das funktioniert als Alternative hier sehr gut. Wenn sie da auch streikt, geht es nicht um Hunger, sondern um Aufmerksamkeit o.ä.
Mit Maikäfer (2014) und Junikäferchen (2016)
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