Das mit den Kisten machen wir auch.
Für mich ist ja immer die Frage, was ich möchte. Und ich weiß, dass ich Minimalisten bewundere, aber das selbst so für mich nicht will.
Ich möchte mehr als 100 oder 1000 Teile besitzen, auch Nippes und unnützen Kram, denn damit fühle ich mich wohl.
Meine Mitbewohnerin aus Frankreich ist Minimalistin. Ihr Leben passte in zwei Koffer plus Geige. Das hat mir imponiert. Meine andere Mitbewohnerin kann ihr gesamtes Hab und Gut auf der Ladefläche eines Kombis verstauen. Das bewundere ich. Freunde von uns haben hier alles abgebaut und bereisen die Welt. Toll!
Aber das bin ich nicht. Ich mag meine Sachen. Ich mag mein Bett und ich mag mein Zuhause in meinen vier Wänden.
Ich bin jetzt so weit, dass ich eine minimalistische Garderobe für mich möchte. Ich habe beim Aussortieren mehr als ein Teil aus den frühen 90ern gefunden. Einiges aus den frühen 2000ern und wenig aus der aktuellen Mode. Das möchte ich ändern. Ich möchte auch mal aktuelle Klamotten besitzen, die modern und nicht zeitlos sind.
In der Küche achte ich darauf, dass wir nicht für alles spezielle Geräte haben. Es gibt einen Schnellkochtopf, einen Römertopf, eine Eismaschine, einen Mixer, einen Smoothie-Pürierer und einen Milchschaumbereiter. Das Waffeleisen möchten wir ersetzen.
Wir haben noch einen Toaster und eine Schneidemaschine.
Die Dinge mögen und benutzen wir. Wir haben ungefähr 10 - 15 Tupperdosen für unseren Kram. Damit kommen wir gut klar.
Schwiegereltern haben einen Garten, kochen viel ein und haben auch viel eingefroren. Dort gibt es unzählige Gläser zum Einmachen und Tupperware ohne Ende. Fast die ganze Kellerwand ist voll. Zur Erntezeit leeren sich die Regale mit leeren Vorratsbehältern und fast alles wird verwendet.
Für uns wäre das zu viel, für Schwiegereltern ist es gerade die richtige Menge an Vorratsbehältern.
Ich glaube, so findet jeder seine passende Zahl an Gegenständen, mit denen er leben kann.
Was ich damit sagen möchte, wenn Du zweifelst, ob Du zu viel weg schmeißt, behalte es lieber noch. Vielleicht bist du im nächsten Jahr bereit, die Dinge zu entsorgen. Oder aber du nutzt sie regelmäßig und dann bleiben sie weiter.