Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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Lulilaj
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

Hm, schwer und ich habe auch keine Idee. Deutsch ist bei uns familiensprache und umgebungsprache, polnisch rede nur ich. Die kleine redet sehr selten was auf polnisch, ob das noch kommt?? Verstehen tut sie aber. Ich bin oft verzweifelt aber bleibe stur, rede konsequent polnisch.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

Polnische Sprachkurse gibt es nicht, ich versuche über Bücher und Filme, zweisprachige Kinder von hier reden untereinander deutsch
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romina
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von romina »

Was sagt denn dein Sohn dazu? Hat er Lust auf einen Sprachkurs auf deutsch?
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
Lulilaj
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

Sie wird jetzt vier. Ich habe es mir anders vorgestellt. Meine Mutter kommt morgen für eine Woche und ich weiß sie wird bitter traurig sein dass sie nicht miteinander reden können.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lulilaj »

Nimmt mich jemand in arm...
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Eskimofrau
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Eskimofrau »

(((Lulilaj)))
Tröstet es dich wenn ich dir sag dass es hier genauso ist? Der Grosse wird nach Ostern fünf. Ich red mit ihm Schweizerdeutsch. Bis vor nem Jahr etwa wirklich 100%, mittlerweile schätzungsweise 95% da ich oftmals wenn andere Kinder mich auch verstehen sollen zu faul bin zum direkt-hinterher-übersetzen. Mein Mann & ich unterhalten uns auf deutsch ausser ich bin müde dann muss er seinen Übersetzungsmodus einschalten, er versteht nämlich mittlerweile fast alles. Umgebungssprache deutsch.
Äh worauf ich raus will: mein Grosser sprich NUR DEUTSCH! Schweizerdeutsch nur ab&zu wenn ich ihn explizit frag wie denn das auf ch-deutsch heisst. Und es ist soooooo frustrierend. Aber halte durch! Es lohnt sich! Und wenn s "nur" ist damit du mit deinem kind in deiner sprach reden kannst! Und ich bin überzeugt dass es für den weiteren Spracherwerb nix wertvolleres gibt wie mehrsprachig aufzuwachsen!
Lg, Eski mit grossem Sohn (04/11) & kleinem Sohn (03/14)
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chennai
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von chennai »

((Lulilaj))

Kinder sind da einfach sehr verschieden, aber ich denke schon, dass sehr viel 'angelegt' ist, dadurch, dass du mit ihr polnisch sprichst. Vielleicht platzt ja auch der Knoten, wenn jetzt deine Mutter da ist. Bei uns war es so, dass wir, als sie noch sehr klein waren (bis 2,5) fast täglich mit meinen Eltern geskypt haben, außerdem kamen sie mehrmals im Jahr zu Besuch oder wir sind hingefahren. So war den Kindern immer klar, dass Deutsch für diesen Teil der Familie unabdingbar ist. Und nun achte ich darauf, dass TV, Hörbücher, Tiptoi-Bücher etc. eher auf deutsch sind, damit da zusätzlich Input kommt. Aber letztlich hat man es als Eltern nur bis zu einem gewissen Grad in der Hand. Ich würde trotzdem nicht aufgeben. Wenn sie alles versteht, ist das doch schon soooo viel!

Eskimofrau, vielleicht ist Deutsch und Schweizerdeutsch einfach zu ähnlich als dass dein Sohn die Notwendigkeit sieht, da zu unterscheiden bzw. auch Schweizerdeutsch zu sprechen?
Lieben Gruß,
Chennai mit Weihnachtsengel (Ende Dezember 2008) und Maikäferchen (Ende Mai 2011)


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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Feuerkatze »

nido56 hat geschrieben:Ich wuerde auch einfach so weiter machen. So ist nunmal eure Situation. Und gerade bei Englisch ist es ja auch einfach, fuer zusaetzlichen Input mit korrekter Aussprache zu sorgen.

Uebrigens kann man sich, auch wenn man selbst korrekt spricht, nicht darauf verlassen, dass das so uebernommen wird. Wenn der Pirat etwas auf Deutsch sagt (was selten genug vorkommt), dann tut er das mit einem haarstraeubenden spanischen Akzent, obwohl ich Muttersprachlerin bin.

Dazu passend: Gibt es hier eigentlich jemanden, bei dem die natuerliche Zweisprachigkeit auch nicht funktioniert hat, und der das Kind dann fuer einen Sparchkurs in der Zweitsprache angemeldet hat? Ich ueberlege das gerade. Bisher funktionierte die Kommunikation des Piraten mit den deutschen Grosseltern ziemlich gut, weil meine Eltern genug Spanisch verstehen, um sich mit einem Kleinkind unterhalten zu koennen. Inzwischen ist das Vokabular des Piraten aber recht gross, er verwendet immer komplexere Saetze, und auch die Themen werden natuerlich immer komplizierter. Und Oma und Opa kommen oft nicht mehr mit, was ihn unheimlich frustriert. Ich denke darum darueber nach, ihn spaetestens im naechsten Schuljahr zu einem Deutschkurs anzumelden, in der Hoffnung, dass er da wenigstens ein paar Basics lernt, habe aber auch ein bisschen Angst davor, dass er total dicht macht, wenn ich zu sehr auf dem Thema beharre.

Hat eine von Euch Erfahrung damit?
Meine Schwester (wohnt in den Niederlanden mit Niederländischen zuhause-Mann) hat ihre älteste (4 Jahre) jetzt seit einer Weile in einer Sprachschule für Deutsch. Meine Nichte hatte bisher überwiegend Niederländisch gesprochen, weil Umgebungssprache NL, Hauptbezugsperson NL und nur die Mutter die 32 h/Woche arbeitet spricht Deutsch mit ihr. Nur mit meinem Mann war sie tatsächlich gezwungen Deutsch zu sprechen, was nicht wirklich funktioniert hat, weil wir uns nur 4x im Jahr sehen und er dann auch nicht immer dabei ist. Durch die Schule hat sich das Deutsch deutlich verbessert. Auch hat sie ihren Urlaub über ein deutsches Portal gebucht, damit die Kinder mit anderen deutschen Kindern in Kontakt kommen. Und wir versuchen jetzt auch öfter zu skypen.
Ich bin selbst auch am überlegen ob ich das mit meinen Kindern auch mache, weil mein Niederländisch auch schon aus der in Deutschland aufgewachsenen Zweisprachigkeit basiert und vermutlich auch nur durch den Besuch der Europäischen Schule so gut werden konnte wie es jetzt ist. Es hatte auch in den 15 Jahren nach dem Abitur vor allem schriftlich stark abgebaut und ist aber wieder besser geworden als ich mich dann auch in Niederländischen Foren rumgetummelt habe. Und was bringt es dem Kind, wenn es zwar die Sprache fliessend sprechen kann, aber grammatikalisch unter aller Kanone schreibt.
Mit Frühlingskind (05/2013) und Herbstkind (11/2014)
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 7240 »

Hochdeutsch und schweizerdeutsch sind sooo ähnlich nicht :lol: Mein Sohn fängt jetzt an, im Kindergarten mit den Schweizern immer Mundart zu sprechen und es war so unverständlich, dass die Logopädin Alarm geschlagen hat, das Kind müsse dringend in Behandlung ... aber es wird. Und wenn Dein Sohn genau weiss, dass Du hochdeutsch verstehst und das nunmal grad die dominante Sprache ist, klingt es für mich nachvollziehbar, dass er halt so spricht. Mein Sohn packt auch immer nur ein paar Anstandsbrocken französisch dazu, wenn er mit seinem Vater spricht, er weiss ganz genau, dass er ihn auch auf deutsch versteht. Mit den Schwiegereltern spricht er dann plötzlich ganz passabel französisch.
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Baobab
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Baobab »

Die Ruebe ist ja auch bald fuenf und spricht nicht in der Vatersprache (( ))
Ich bin sicher, dass das noch kommt!
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