Hallo!
rose hat geschrieben:Der Arzt vom Ultraschall sagte nur, ich soll mich mit meinem Arzt in Verbindung setzen. Sag ich jetzt der Hebamme bescheid, die mit den Ultraschall verschrieben hat oder geh ich damit zu meinem Frauenarzt?
Einen Abszess kann Deine Hebamme nicht behandeln, dahet musst Du zum Frauenarzt.
Achso, wie ist das nun mit der Brust, wäre es jetzt besser, das Stillen dort bleiben zu lassen und nur an einer Brust weiterzustillen?
Entleerung ist auch weiterhin wichtig. Während einer Mastitis sollte nicht abgestillt werden.
Also einmal hab ich nach der ersten Mastitis ja mal kurz an dieser Brust gestillt, und zwei Tage später kam die Mastitis ja wieder, ob da ein Zusammenhang besteht?
Die zweite Mastitis gehört eigentlich zur ersten, nicht ausgeheilten Mastitis. Das Entleeren der Brust verbessert die Heilungschancen.
Oder wenn ich an der gesunden Brust stille, ist es nach all den Jahren immer noch so, dass etwas Milch an der anderen Brust produziert wird und das eine Mastits eher begünstigt, da dort eben die Milch nicht mehr ablaufen kann?
Die Stillhormone wirken auf beide Brüste. Das einseitige Stillen reduziert aber die Nachproduktion in der nicht stillenden Brust. Deshalb kommt es da für gewöhnlich nicht zum Stau (außer es wird abrupt eine Seite während der Vollstillzeit abgestillt).
Du hast jedoch Keime in der nicht stillenden Brust und da kann es dann leider zu einem schlechteren Verlauf einer Mastitis kommen im Vergleich zu einee Brust, die entleert wird.
Oder wäre es besser ganz aufzuhören, weil somit auch keine Milch mehr an der kranken Brust entstehen kann?
Selbst, wenn Du ganz abstillen würdest, könnte es noch eine ganze Weile dauern, bis Dein Körper die Milchproduktion entgültig eingestellt hat. Für die Mastitis macht das also keinen Unterschied und ist tendenziell eher nachteilig (s.o.).
Ich drück Dir die Daumen, dass das AB noch greift. Es ist wichtig, dass Dein Gyn ein Auge drauf hat, damit er den Abszess punktieren kann, falls nötig.
Viele Grüße,
Teazer (ModTeam-Stillberatung)