Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
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Zööö
- alter SuT-Hase
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Als sie kleiner war, is er öfter mit ihr raus in der trage. Nun meint er sie mag das nicht mehr, ich Trag halt im Tuch und er mit der trage (bzw mittlerweile gar nicht mehr). Trage hatte er wohl kurz probiert, is aber nichtmal zum richtig zu machen gekommen, weil sie ausgerastet ist...
Nachts schläft sie bei mir auch öfters mit kuscheln weiter, manchmal ist sie ruhig sobald sie die Tür hört und schläft ein paar Minuten später, manchmal schreit sie solange bis ich "freiwillig" Milch anbiete (wobei ich relativ schnell Milch anbiete, wenn ich merke, dass sie auf anderes null Reaktion zeigt)
Nachts schläft sie bei mir auch öfters mit kuscheln weiter, manchmal ist sie ruhig sobald sie die Tür hört und schläft ein paar Minuten später, manchmal schreit sie solange bis ich "freiwillig" Milch anbiete (wobei ich relativ schnell Milch anbiete, wenn ich merke, dass sie auf anderes null Reaktion zeigt)
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019
ich und
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- Saskia78
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Linda, du machst mir Mut.Linda89 hat geschrieben: ab 12 Monaten in der Krippe erst im Kinderwagen und dann im Bett (zu dem Zeitpunkt völlig undenkbar Zuhause).
Minischnuppi (06/2014)
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Drache
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Ich bin eher die Kategorie "junge Mutter" wo die Mehrheit des Freundes- und Bekanntenkreises eher in der nächsten Studentenkneipe als auf dem Spielplatz anzutreffen ist.
Als der Sohnemann dann in ein Alter kam, wo es durchaus denkbar für mich war Abends mal für ein paar Stunden zu verschwinden, gab es dann bei uns furchtbaren Streit weil das beim ersten Mal voll in die Hose ging und mein Mann auch wollte dass ich dem Kleinen das Einschlaf-Stillen "abgewöhne". Ich habe so eine Forderung ehrlich gesagt als total grenzverletzend und sinnlos empfunden.
Wir haben das mal einen ganzen Abend lang auseinandergedröselt und das ist ungefähr das was dabei rausgekommen ist:
1. Es ist nunmal hierzulande nicht Usus ein Kind länger als sechs Monate zu stillen und somit ist jeder weitere Monat sozusagen ein "Bonus" den mein Kind bekommt, solange es mir gut damit geht.
(Das klingt total bescheuert ne, aber ehrlich gesagt bestärkt mich das im Weiterstillen wenn ich mir sozusagen sage, ich könnte jetzt jederzeit aufhören wenn ich das Gefühl hätte es wäre eine große Belastung, weil das dann den Druck rausnimmt)
2. Ich habe jetzt nach über einem Jahr ganz einfach das Bedürfnis ab und an meine Freunde zu sehen und ein zwei Bierchen zu zischen und Zigaretten zu rauchen (nicht jedes Wochenende aber doch in einer Frequenz die man als regelmäßig bezeichnen könnte).
2a. Damit "Noch ein Weilchen zu warten bis da Kind älter ist" ist keine Option, da wir in wenigen Monaten Nr. 2 angehen wollen.
2b. Mal raus zu kommen und mal nur ich zu sein und über berufliche Dinge oder private Dinge die nicht das Kind betreffen zu reden tut mir unheimlich gut... den Tag danach bin ich wieder übermotiviert mich ins Abenteuer "motherhood" zu stürzen und freue mich über mein Kind und finde es süß wie er durchs Haus stolpert und alle Heizungen auf volle Pulle dreht.
3. Der Vater ist da, der Vater hat einen Job: Vater sein!
3a. Es ist nicht die Aufgabe des Vaters die Aufgaben der Mutter zu ersetzen (z.b. die Brust geben)
3b. Es ist nicht meine Aufgabe mir die Herausforderungen des Vaters aufzubürden um es selbigem einfacher zu machen. (Das Kind zum Einschlafen zu bringen ohne es zu stillen)
4. Ich glaube nicht dass unser kleiner Drache es cooler fände von mir ohne Brust ins Bett gebracht zu werden als von seinem Vater. Wahrscheinlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall. So klein und doof sie auch sind, ich bin fest davon überzeugt dass ein Kind sehr wohl spürt ob man ihm etwas nur scheinbar willkürlich vorenthält oder ob die Dinge nun eben gerade nicht zur Zufriedenheit des Kindes sind, aber nicht auf die Schnelle zu ändern (wie z. B. Papa hat nunmal keine Brust, nur Kuscheln und Liedchen singen u.s.w. aber wenn Stillen gerade höher im Kurs steht dann wird das unweigerlich für Unmut sorgen)
4a. Das Kind hat das Recht seinen Unmut zu äussern.
4b. Papa ist selber groß und muss dann eben dementsprechend auf das Kind eingehen.
4c. Wenn Papa wie Mama eine primäre Bezugsperson darstellt, gehe ich davon aus dass es vollkommen in Ordnung ist wenn das Kind auch mal mit einer Situation nicht einverstanden ist, solange eben eine primäre Bezugsperson da ist um zu beruhigen und einfach da zu sein. (Der Fall wäre für mich völlig anders gelagert wenn es sich z. B. um einen dahergelaufenen Babysitter handeln würde)
5. Überlegung: Würde es irgendetwas besser machen das Kind nicht mehr zum Einschlafen zu stillen? Wenn ja, für wen? Wie bereits oben erwähnt würde es vermutlich die Mutter ebensoviele Abende, eher noch mehr, kosten, das Kind an das Einschlafen ohne Stillen zu gewöhnen. Das heißt der ins-Bett-geh-Stress verlagert sich dann eben vom Vater auf die Mutter. (siehe Punkt 3b.)
5a. Rein von der Logik her ergibt es doch Sinn zu vermuten dass es viel nachvollziehbarer für das Kind ist keine Brust vom Vater zu bekommen als von der Mutter?!
6. Ich nehme an, dass die Forderung deines Mannes darauf beruht gleichberechtigt für das Wohl des Kindes sorgen zu dürfen. Dazu gehört aber eben auch dass Vater-sein und Mutter-sein ganz verschiedene Herausforderungen und Hürden zu überwinden bedeutet. Es gehört ganz sicher zu einem guten Prozess in der Partnerschaft sich gegenseitig zu unterstützen, aber wenn du jetzt nicht mehr zum Einschlafen stillst damit er es einfacher hat, dann nimmst du ihm das einfach ab um dein Bedürfnis nach Freizeit und Autonomität stillen zu können. Das ist nicht das Gleiche. Und ich finde das führt zu einem veralteten Frauen- und Mutterbild zurück, wo die Frau es im Endeffekt "richten soll" wenn irgendwas mit Kind oder Haushalt nicht so läuft wie Mann es gerne hätte.
Wenn er es mit dem Kind alleine nicht auf die Reihe kriegt dann liegt das ganz sicher nicht an dir, oder was du sonst mit dem Kind machst, sondern wohl eher daran dass er sich in seiner Rolle als Vater noch nicht ganz zurechtgefunden hat oder eben wie viele hier schon geschrieben haben "seinen Weg" noch nicht gefunden hat.
Wenn du jetzt als Konsequenz dein Stillverhältnis änderst dann ändert das ja nichts DARAN... Es verlagert sich nur.
Wenn ich abends weg gehe ist mein Mann zuständig für das Kind. Punkt. Und im übrigen auch noch am folgenden Vormittag.
Da wird nicht nach Mutti telefoniert. Ohne mich geht es auch. Ich finde dazu gehört eine Prise Vertrauen in die Fähigkeiten des Partners, und ein Krümchen loslassen von Seiten der Mutter.
Zu "das Kind darf seinen Unmut äußern" wollte ich noch was loswerden: Ich erspüre einen riesigen Unterschied zwischen "ein Kind schreien lassen" und "ein Kind darf schreien". Ich habe ab frühestem Alter sehr gute Erfahrungen damit gemacht mein Baby einfach dabei zu begleiten wenn es ihm nicht gut geht und es das zum Ausdruck bringt (natürlich nachdem die üblichen Übeltäter Hunger Pipi Kalt dingfest gemacht wurden.) einfach mal im Arm halten, Verständnis zeigen, ihm zustimmen wie doof grad alles ist und ..zuhören! Ich hab mir irgendwann nach einem Abend mit scheinbar grundlosem stundenlangem Geschreie mal überlegt wie das eigentlich ist für so ein Baby frisch auf der Welt zu sein, was für Babyprobleme es wohl gerade hat und was mir hilft wenn es mir nicht gut geht. Das klingt für viele vielleicht total bescheuert, aber nachdem ich nicht mehr gleich in blinden Aktionismus verfallen bin ist irgendwie sehr viel Ruhe bei uns eingekehrt. Vielleicht ja auch einfach weil man selber nicht mehr die ganze Zeit ein Ziel vor Augen hat das Kind soll nicht schreien, das Kind soll schlafen das Kind soll dies und das... Wenn das alles nicht mehr da ist dann ist man glaube ich selber auch viel ruhiger. Dann ist man einfach mit drin in dem Moment und manchmal erledigt sich das Ganze auch wie von selbst.
7. Dinge die bei uns gut funktioniert haben:
7a. Den Tag entsprechend planen. Wenn ich weiß, dass ich abends nicht da sein werde guck ich immer dass an dem Tag viel los ist, so bis zum späten Nachmittag. Damit der Kleine ordentlich ausgepowert und müde ist aber auch genug Zeit zum runterkommen vorm ins Bett gehen hat. Bei all der Action achte ich dann auch stärker als sonst darauf oft genug die Brust anzubieten damit nicht schon vorher ein "Still-Minus" entsteht.
7b. Mama erklärt dem Kind was Sache ist. Mach ich tagsüber schon, und dann nochmal Abends. Ich weiß ja nicht wieviel davon ankommt aber sicher ist sicher, ne?
7c. Papa übt. Am besten in Situationen ohne Zeitdruck und sonstiges klimbim, z. B. zum Mittagsschlaf am Wochenende.
7d. Papa hat eigene Einschlaf-Rituale mit besonderen Sachen die nur er macht. Unser Kleiner hat eine Spieluhr mit einem bestimmten Lied die ich mir in der Schwangerschaft oft auf den Bauch gelegt hab und die wird nur von Papa gespielt. Papa badet mit dem Kleinen vorm ins Bett gehen und macht danach Babymassage. Papa gibt dem Kind wahrscheinlich heimlich Wurst wenn ich nicht da bin.
Mittlerweile klappt das Einschlafen bei Papa übrigens manchmal sogar besser als bei mir.
Also nur Mut! Der kann das, der weiß es nur noch nicht!
Als der Sohnemann dann in ein Alter kam, wo es durchaus denkbar für mich war Abends mal für ein paar Stunden zu verschwinden, gab es dann bei uns furchtbaren Streit weil das beim ersten Mal voll in die Hose ging und mein Mann auch wollte dass ich dem Kleinen das Einschlaf-Stillen "abgewöhne". Ich habe so eine Forderung ehrlich gesagt als total grenzverletzend und sinnlos empfunden.
Wir haben das mal einen ganzen Abend lang auseinandergedröselt und das ist ungefähr das was dabei rausgekommen ist:
1. Es ist nunmal hierzulande nicht Usus ein Kind länger als sechs Monate zu stillen und somit ist jeder weitere Monat sozusagen ein "Bonus" den mein Kind bekommt, solange es mir gut damit geht.
(Das klingt total bescheuert ne, aber ehrlich gesagt bestärkt mich das im Weiterstillen wenn ich mir sozusagen sage, ich könnte jetzt jederzeit aufhören wenn ich das Gefühl hätte es wäre eine große Belastung, weil das dann den Druck rausnimmt)
2. Ich habe jetzt nach über einem Jahr ganz einfach das Bedürfnis ab und an meine Freunde zu sehen und ein zwei Bierchen zu zischen und Zigaretten zu rauchen (nicht jedes Wochenende aber doch in einer Frequenz die man als regelmäßig bezeichnen könnte).
2a. Damit "Noch ein Weilchen zu warten bis da Kind älter ist" ist keine Option, da wir in wenigen Monaten Nr. 2 angehen wollen.
2b. Mal raus zu kommen und mal nur ich zu sein und über berufliche Dinge oder private Dinge die nicht das Kind betreffen zu reden tut mir unheimlich gut... den Tag danach bin ich wieder übermotiviert mich ins Abenteuer "motherhood" zu stürzen und freue mich über mein Kind und finde es süß wie er durchs Haus stolpert und alle Heizungen auf volle Pulle dreht.
3. Der Vater ist da, der Vater hat einen Job: Vater sein!
3a. Es ist nicht die Aufgabe des Vaters die Aufgaben der Mutter zu ersetzen (z.b. die Brust geben)
3b. Es ist nicht meine Aufgabe mir die Herausforderungen des Vaters aufzubürden um es selbigem einfacher zu machen. (Das Kind zum Einschlafen zu bringen ohne es zu stillen)
4. Ich glaube nicht dass unser kleiner Drache es cooler fände von mir ohne Brust ins Bett gebracht zu werden als von seinem Vater. Wahrscheinlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall. So klein und doof sie auch sind, ich bin fest davon überzeugt dass ein Kind sehr wohl spürt ob man ihm etwas nur scheinbar willkürlich vorenthält oder ob die Dinge nun eben gerade nicht zur Zufriedenheit des Kindes sind, aber nicht auf die Schnelle zu ändern (wie z. B. Papa hat nunmal keine Brust, nur Kuscheln und Liedchen singen u.s.w. aber wenn Stillen gerade höher im Kurs steht dann wird das unweigerlich für Unmut sorgen)
4a. Das Kind hat das Recht seinen Unmut zu äussern.
4b. Papa ist selber groß und muss dann eben dementsprechend auf das Kind eingehen.
4c. Wenn Papa wie Mama eine primäre Bezugsperson darstellt, gehe ich davon aus dass es vollkommen in Ordnung ist wenn das Kind auch mal mit einer Situation nicht einverstanden ist, solange eben eine primäre Bezugsperson da ist um zu beruhigen und einfach da zu sein. (Der Fall wäre für mich völlig anders gelagert wenn es sich z. B. um einen dahergelaufenen Babysitter handeln würde)
5. Überlegung: Würde es irgendetwas besser machen das Kind nicht mehr zum Einschlafen zu stillen? Wenn ja, für wen? Wie bereits oben erwähnt würde es vermutlich die Mutter ebensoviele Abende, eher noch mehr, kosten, das Kind an das Einschlafen ohne Stillen zu gewöhnen. Das heißt der ins-Bett-geh-Stress verlagert sich dann eben vom Vater auf die Mutter. (siehe Punkt 3b.)
5a. Rein von der Logik her ergibt es doch Sinn zu vermuten dass es viel nachvollziehbarer für das Kind ist keine Brust vom Vater zu bekommen als von der Mutter?!
6. Ich nehme an, dass die Forderung deines Mannes darauf beruht gleichberechtigt für das Wohl des Kindes sorgen zu dürfen. Dazu gehört aber eben auch dass Vater-sein und Mutter-sein ganz verschiedene Herausforderungen und Hürden zu überwinden bedeutet. Es gehört ganz sicher zu einem guten Prozess in der Partnerschaft sich gegenseitig zu unterstützen, aber wenn du jetzt nicht mehr zum Einschlafen stillst damit er es einfacher hat, dann nimmst du ihm das einfach ab um dein Bedürfnis nach Freizeit und Autonomität stillen zu können. Das ist nicht das Gleiche. Und ich finde das führt zu einem veralteten Frauen- und Mutterbild zurück, wo die Frau es im Endeffekt "richten soll" wenn irgendwas mit Kind oder Haushalt nicht so läuft wie Mann es gerne hätte.
Wenn er es mit dem Kind alleine nicht auf die Reihe kriegt dann liegt das ganz sicher nicht an dir, oder was du sonst mit dem Kind machst, sondern wohl eher daran dass er sich in seiner Rolle als Vater noch nicht ganz zurechtgefunden hat oder eben wie viele hier schon geschrieben haben "seinen Weg" noch nicht gefunden hat.
Wenn du jetzt als Konsequenz dein Stillverhältnis änderst dann ändert das ja nichts DARAN... Es verlagert sich nur.
Wenn ich abends weg gehe ist mein Mann zuständig für das Kind. Punkt. Und im übrigen auch noch am folgenden Vormittag.
Da wird nicht nach Mutti telefoniert. Ohne mich geht es auch. Ich finde dazu gehört eine Prise Vertrauen in die Fähigkeiten des Partners, und ein Krümchen loslassen von Seiten der Mutter.
Zu "das Kind darf seinen Unmut äußern" wollte ich noch was loswerden: Ich erspüre einen riesigen Unterschied zwischen "ein Kind schreien lassen" und "ein Kind darf schreien". Ich habe ab frühestem Alter sehr gute Erfahrungen damit gemacht mein Baby einfach dabei zu begleiten wenn es ihm nicht gut geht und es das zum Ausdruck bringt (natürlich nachdem die üblichen Übeltäter Hunger Pipi Kalt dingfest gemacht wurden.) einfach mal im Arm halten, Verständnis zeigen, ihm zustimmen wie doof grad alles ist und ..zuhören! Ich hab mir irgendwann nach einem Abend mit scheinbar grundlosem stundenlangem Geschreie mal überlegt wie das eigentlich ist für so ein Baby frisch auf der Welt zu sein, was für Babyprobleme es wohl gerade hat und was mir hilft wenn es mir nicht gut geht. Das klingt für viele vielleicht total bescheuert, aber nachdem ich nicht mehr gleich in blinden Aktionismus verfallen bin ist irgendwie sehr viel Ruhe bei uns eingekehrt. Vielleicht ja auch einfach weil man selber nicht mehr die ganze Zeit ein Ziel vor Augen hat das Kind soll nicht schreien, das Kind soll schlafen das Kind soll dies und das... Wenn das alles nicht mehr da ist dann ist man glaube ich selber auch viel ruhiger. Dann ist man einfach mit drin in dem Moment und manchmal erledigt sich das Ganze auch wie von selbst.
7. Dinge die bei uns gut funktioniert haben:
7a. Den Tag entsprechend planen. Wenn ich weiß, dass ich abends nicht da sein werde guck ich immer dass an dem Tag viel los ist, so bis zum späten Nachmittag. Damit der Kleine ordentlich ausgepowert und müde ist aber auch genug Zeit zum runterkommen vorm ins Bett gehen hat. Bei all der Action achte ich dann auch stärker als sonst darauf oft genug die Brust anzubieten damit nicht schon vorher ein "Still-Minus" entsteht.
7b. Mama erklärt dem Kind was Sache ist. Mach ich tagsüber schon, und dann nochmal Abends. Ich weiß ja nicht wieviel davon ankommt aber sicher ist sicher, ne?
7c. Papa übt. Am besten in Situationen ohne Zeitdruck und sonstiges klimbim, z. B. zum Mittagsschlaf am Wochenende.
7d. Papa hat eigene Einschlaf-Rituale mit besonderen Sachen die nur er macht. Unser Kleiner hat eine Spieluhr mit einem bestimmten Lied die ich mir in der Schwangerschaft oft auf den Bauch gelegt hab und die wird nur von Papa gespielt. Papa badet mit dem Kleinen vorm ins Bett gehen und macht danach Babymassage. Papa gibt dem Kind wahrscheinlich heimlich Wurst wenn ich nicht da bin.
Mittlerweile klappt das Einschlafen bei Papa übrigens manchmal sogar besser als bei mir.
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Mamorea
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 13.10.2014, 15:16
- Wohnort: Göttingen
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Ich stille auch immer noch zum einschlafen. Aber es hat auch von Anfang an beim Papa geklappt. (Hat möglicherweise was damit zu tun, dass er sie direkt nach der Geburt viel getragen hat???) Wir hatten schon oft die Situation, dass sie an der Brust nicht eingeschlafen ist, und ich dann irgendwann an ihn übergeben habe, weil es mir gereicht hat. Er hat einfach die nötige Geduld. Auch bei Oma hat es von Anfang an geklappt, da war ich schon immer fast gekränkt, dass sie sagte "was habt ihr denn, sie ist total gut eingeschlafen".
mit Schneckchen 09/14
mit Schneckchen 09/14
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Als Mutter ist dein Leben doppelt so schrecklich und doppelt so schön. Es ist voller Leiden und Unzufriedenheit, aber die Liebe rettet uns.
Sarah Napthali
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Sarah Napthali
- MamavonBen
- möchten wir nicht mehr missen
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- Wohnort: Solingen
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Drache, ich habe bei Deinem Text gerade sehr geschmunzelt. Und ich mag ihn in allen Punkten unterschreiben.
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Liebe Grüße, MamavonBen (September ´10 & Februar ´14 & April ´17)
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muh
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 29.02.2012, 21:03
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Drache, mir gefällt dein Beitrag auch.
2011
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Zööö
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2464
- Registriert: 06.03.2015, 09:34
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Auf jeden Fall! Wollte eig, dass mein Mann mal alles durchliest, aber letztens war er zu müde sich zu konzentrieren...von sich aus spricht er es auch sicher nicht mehr an, ist ja auch gerade nichts absehbar, wo er die kleine schlafen bringen müsste...übrigens war ich total froh, dass unsere kleine beim stillen einschlafen gelernt hat, vorher musste ich nämlich außer abends immer tragen und das waren damals vier nickerchen...
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019
ich und
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- Frieda78
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Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Drache, ich finde es einfach super, wie Du das zusammengefasst und auf den Punkt gebracht hast. Danke dafür!
Frieda mit Junge 07/98, Mädchen 12/12, Junge 04/15 und Mädchen 08/18
- kleinePrinzessin
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 83
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- Wohnort: Frankfurt am Main
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
Drache, das ist wirklich eine umfassende Liste, sehr cool. Wenn ich mal wieder etwas in der Richtung höre, werde ich einfach auf den Text verweisen!
Bei uns hat es auch - nach und nach - geklappt, dass der Papi das kleine Gespenst ins Bett bringen konnte und durfte (mittlerweile im Bett kuscheln und Buch angucken, früher manchmal tragen, Mond am Himmel suchen und singen), allerdings auch nur, wenn ich weg bin. Wenn ich da bin, wird entweder einschlafgestillt oder kurz vorm Einschlafen. Ja, die können irgendwann, wenn es nicht mehr primär um Nahrungsaufnahme geht, sehr wohl unterscheiden, gibt es gerade keine Brust, weil meine Mutter nicht will oder weil der Vater einfach keine hat. Mittlerweile klappt es auch sehr gut mit Babysittern (die das Gespenst sehr gut und lange kennt). Ich denke, da wie auch in der Kita, kommt es auf die Qualität der Beziehung und Betreuung an, und was dann passiert, ist eh schwer vorherzusagen. Aber jeder (bei uns auch jeder Babysitter) muss sein eigenes Ritual finden, so flexibel sind die Kleinen irgendwann schon.
Bei uns hat es auch - nach und nach - geklappt, dass der Papi das kleine Gespenst ins Bett bringen konnte und durfte (mittlerweile im Bett kuscheln und Buch angucken, früher manchmal tragen, Mond am Himmel suchen und singen), allerdings auch nur, wenn ich weg bin. Wenn ich da bin, wird entweder einschlafgestillt oder kurz vorm Einschlafen. Ja, die können irgendwann, wenn es nicht mehr primär um Nahrungsaufnahme geht, sehr wohl unterscheiden, gibt es gerade keine Brust, weil meine Mutter nicht will oder weil der Vater einfach keine hat. Mittlerweile klappt es auch sehr gut mit Babysittern (die das Gespenst sehr gut und lange kennt). Ich denke, da wie auch in der Kita, kommt es auf die Qualität der Beziehung und Betreuung an, und was dann passiert, ist eh schwer vorherzusagen. Aber jeder (bei uns auch jeder Babysitter) muss sein eigenes Ritual finden, so flexibel sind die Kleinen irgendwann schon.
mit kleinem Gespenst (*Okt. 2013), Langzeitstillkind und ehemaliger emei-Liebhaber
und mit kleinem Punkt im Bauch (ET Mai 2018)
und mit kleinem Punkt im Bauch (ET Mai 2018)
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Zööö
- alter SuT-Hase
- Beiträge: 2464
- Registriert: 06.03.2015, 09:34
Re: Mann will, dass ich einschlafstillen abgewöhne
N gutes Verhältnis haben sie auf jeden Fall! Sie lieben sich und das erste, was ich morgens oft höre ist "Papa?". Aber einschlafen klappt nicht 
Viele Grüße
ich und
Großer Wurm *November 2014 und Würmchen *November 2016 und Würmli Juni 2019
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