Sakura hat geschrieben:Mamoto, wie alt sind Deine Kinder? Meine Kleine ist mit 12 Monaten für uns schier unglaubliche Strecken gelaufen (1km völlig problemlos). Seit ein paar Monaten ist aber nichts mehr zu machen. Tja, machste nix. Die Kinder in meinem Bekanntenkreis wurden ins Laufen "geferbert", oder laufen nicht. Und wenn ich so Renz-Polster lese, scheint es typisch, dass Kinder im Kleinkindalter nicht gern lange Geradeausstrecken in monotonem Tempo laufen.
Das klingt absolut plausibel für mich. Bei uns läuft die Mittlere mit fast 5 nun ganz gute Strecken, aber sie denkt sich dabei ganze Elfen- und Feengeschichten aus uns erzählt pausenlos. Wenn sie aus diesen Phantasien rauskommt, macht das Laufen auch keinen Spaß mehr.

Die Große mit knapp 7 läuft ziemlich problemlos ein paar Kilometer, aber besser gehts noch, wenn sie eine Freundin dabei hat. Das wäre auch noch ein Tip - Freunde mitnehmen!
Geocachen - coole Idee. Für mich als völligen Nichtwisser: gibt es eine Seite, wo man lernen kann, wie es geht? Wir hätten hier das ieale Gelände für sowas. Das muss ich aber vorbereiten, oder? Und dann sprintet die Große vornweg, und die Kleine bleibt nach wenigen Metern heulend stehen, weil sie nicht mehr die Erste ist, aber gegen die Große körperlich null Chance hat....
Also, bei uns ist es zwar so, dass die Große den Cache häufiger findet als die Mittlere, aber Tränen gab es noch nie. Du musst dir das so vorstellen: Irgendwo im Wald hat ein netter Mensch eine Tupperdose mit ein Logbuch und ein paar Ü-Ei-Figuren oder ähnlichem Kleinkram drin versteckt. Das muss man suchen. Man bekommt die GPS-Koordinaten bei
www.geocaching.com und gibt sie in sein Smartphone oder GPS-Gerät ein. Das führt einen zum Cache - entweder mittels einer Karte oder mittels eines Kompasses, der anzeigt, wie weit es noch in welche Richtung ist. Die Genauigkeit des GPS-Signals ist zum Beispiel 5m - also steht man dann im Wald am "Ziel" und hält Ausschau nach verdächtig aussehenden Stellen. Es bringt also nicht viel, wenn die Große vorsprintet, denn am Ziel muss man ohnehin etwas suchen. Außerdem kann ja der Erwachsene das Smartphone in der Hand behalten und die Kinder dirigieren. "Traditional"-Caches sind häufig im Wurzelbereich von Bäumen versteckt - vergraben darf man Caches nicht, zum Glück.

Mit etwas Übung hat man als Erwachsener das Versteck schnell entdeckt und kann dann durchaus auch das kleinere Kind etwas "anleiten". Das klappt bei uns ganz gut.
Zur Vorbereitung: Man muss sich einen Cache raussuchen und evtl. die Koordinaten speichern, dann braucht man unterwegs keine Datenverbindung, sondern nur ein GPS-Signal. Dabei schaut man, dass der Cache nicht zu schwierig zu finden ist (Schwierigkeitsstufe ist immer angegeben), und dass er am besten mindestens mittelgroß ist (ist ebenfalls angegeben). Denn in den ganz kleinen ist nur ein Logbuch zum Eintragen drin, aber keine kleinen Tauschgegenstände - was für Kinder deutlich unattraktiver ist! Und dann steckt man am besten noch einen Stift ein und ein paar kleine Tauschgegenstände (Ü-Ei-Figuren, Murmeln, Würfel, Schlüsselanhänger, Haarspangen... keine Lebensmittel und nichts, was eklig wird, wenn es leicht feucht wird), damit man sich auch etwas aus dem Cache mitnehmen "darf" im Tausch.
Meine Hoffnung war übrigens, dass wir den Berg Kleinkram in unserer Kleinkramschublade dadurch mal dezimieren können. Weit gefehlt - er wächst nur! Die Kinder rücken nämlich nicht gern was von ihren Sachen raus, wollen aber immer was mitnehmen. Also haben wir mal eine Packung Glaswürfel extra gekauft, um was zum Tauschen zu haben...

Mittlerweile rücken sie aber wenigstens die kleinen ICEs zum Tauschen raus, die man auf jeder Zugfahrt bekommt.