ist es ohne stillen leichter?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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sonnenkäferlein
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von sonnenkäferlein »

es ist sehr interessant, was ihr alle zu meinem thread beigetragen habt, vielen dank nochmal.
ich wollte auch nie eine diskussion über gut und schlecht von flaschegeben und stillen beginnen, irgendetwas werten oder dass sich jemand angegriffen oder bedrückt von dem thema fühlt. glaube aber, dass es auch nicht so angekommen ist.

meine kleine wird diese woche ein jahr (seufz... wo ist die zeit hin??) und ich habe ein wenig mehr hoffnung durch eure beiträge, dass es sich ein wenig bessert. :oops:
was ich noch bedenklich für mich finde, ist diese begründung, baby wache auf, um sich zu vergewissern, ob noch jemand bzw. mama da ist. das kann ich nicht mehr so recht glauben, denn ich bin echt 24/7 für sie da, sie schläft tags wie nachts bei mir von geburt an, wird getragen und nach bedarf gestillt (tags teilweise immer noch 3-4x, da sie kaum nennenswerte mengen isst), bekommt so megaviel zuwendung und wird immer gehört und gesehen. es wäre doch schlimm, wenn sie sich immer noch unsicher und alleingelassen in der welt fühlte?!

jellicle hat geschrieben:Ich möchte nochmal gerne zum Ausgangspost sagen, dass ich nicht finde, dass man seinem Kind was Falsches angewöhnt, wenn man es zum Schlafen, Weiterschlafen oder bei jedem Mucks stillt. Ich finde, dass das natürlich ist, solange, wie es sich für die Familie passend und schön anfühlt. Ich finde es falsch, dass man oft vermittelt bekommt, dass ich als Mama dafür sorgen müsse, dass Kind lernt, ohne Brust ein- und weiterzuschlafen, sich zu beruhigen, ...
Ist meine Meinung, ich will damit keinesfalls Mamas angreifen, die Gründe haben, irgendwas zu ändern oder Flasche geben. Ich meine nur, dass es keinerlei Grund gibt, weniger zu stillen, um damit eventuell irgendetwas zu erreichen, wenn alle zufrieden sind, bzw. aus Angst, irgendetwas falsch zu machen...
jellice, das hat mir auch nochmal geholfen :)
ich weiß, dass es nicht falsch ist. ich zweifele nur immer wieder mal, wenn ich todmüde den tag überstehen muss oder, wie gestern wieder geschehen, wieder eine mama in meinem bekanntenkreis berichtet, ihr kind, jünger als meins, schlafe nun durch...

und das mit dem "ausquartieren"... ich höre das von allen seiten, dass das die lösung und ich selbst schuld sei und es mir anscheinend noch nicht schlecht genug ginge. ich habe ehrlich gesagt total schiss davor, es zu probieren. weil ja auch logisch ist, dass die ersten nächte quälend werden, weil ich ins kinderzimmer muss etc. pp.
und weil ich jetzt schon weiß, dass ich meine maus vermisse.
über ihr glück unglaublich dankbare mama mit zauberhaftem mädchen (01/15)
EhMiwL

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwL »

Oh ja, also ferbern stelle ich mir am alleranstrengendsten vor. :(
Allein schon der Gedanke an das schreiende Kind treibt mir Schweissperlen auf die Stirn. Befürworter dieser Methode werden wohl sagen, dass sie ja, wenn sie dann da durch sind Ruhe haben......ich denke aber das wird sich in irgendeiner Weise bemerkbar machen.
Wir sind hier immer gut gefahren den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Das war für uns alle in solchen Fragen immer das Beste.
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romina
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von romina »

Kennst du die Doku "steinzeitbabys"?
https://m.youtube.com/watch?v=jyDE9CW5eww
Mir hat es damals sehr geholfen. Als ich das erste mal mama wurde und ein 24 std Baby hatte. Sehe nicht alles zu 100% so aber ich konnte viel gutes daraus ziehen und der grundtendenz Kann ich zustimmen.
~ ~ dezemberchen & novemberchen ~ ~
EhMiwL

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwL »

Hoppla, Sonnenkäferlein war schneller....
EhMiwL

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwL »

Angegriffen fühle ich mich ja nur, weil ich so gerne gestillt hätte und das nicht ging....da kann ja niemand was dafür.... :D
Lösche Benutzer 17774

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Lösche Benutzer 17774 »

@sonnenkäferlein: da freue ich mich, wenn meine Worte dir etwas geholfen haben :-)
Zum Ausquartieren: ach Menno, ich verstehe das auch gar nicht, es scheint manchmal, dass viele Ratschläge darauf abzielen sein Kind möglichst so früh es geht, so lange es geht so weit weg wie möglich zu stecken. Besser Kiwa, kein TT, besser Flasche, kein stillen, nachts in s eigene Bett ins eigene Zimmer, schnell zu Großeltern und Co, was unter einem Jahr noch nicht über Nacht??? und Kita ist auch so früh wie möglich wichtig für wasweißichnoch... (Wieder nicht falsch verstehen, Sohni ging auch mit 1 Jahr in die Kita, auch den Rest nicht, mit geht es um die Ratschläge, die einen verunsichern, obwohl man selbst eigentlich zufrieden mit der Situation ist...)
Welcher Erwachsene schläft denn allein? Freuen wir uns nicht alle in einer liebenden Beziehung gemeinsam mit unserem Partner im Bett zu liegen, kuscheln zu können? Händchen halten? Warum müssen denn die Kleinsten, die kognitiv noch gar nicht verstehen, was los ist (teilweise noch nicht mal wissen, dass wir noch da sind, wenn sie uns nicht mehr sehen) und die doch noch mehr Schutz und Wärme brauchen als ein Erwachsener alleine im Dunklen in ihrem Zimmer schlafen?
Und dein Schiss und dass du dein Kind vermissen wirst, das is nix schlechtes, das ist dein Mamainstinkt, der die sagt: ne, wir sollten nachts zusammen sein. Trennung ist nichts für uns, so soll das nicht sein. Und das hat die Natur eben auch so eingerichtet, ich glaube fest daran, dass das für uns Menschen nicht natürlich ist, dass die Kleinsten in andere Zimmer gesteckt werden... (Kann man ja auch nachlesen, ich glaub dran ;-) )
LG, jellicle.

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EhMiwL

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwL »

Ich stimme dir vollkommen zu und will noch ergänzen: in anderen Kulturen gilt es als ganz normal zusammen auf engstem Raum zu schlafen....die schauen nur verwundert, wenn du erzählst, dass es "bei uns" anders läuft.
Liebe Grüsse!
Leja
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Leja »

Passt jetzt zwar nicht ganz zum Thema. Aber wo du's ansprichst Lollo - Weiß jemand (gute) Literatur zum Thema "Säuglingspflege/ Kindererziehung / Leben mit Kleinkindern in anderen Kulturen / Zeiten". Oder haben wir vielleicht sogar iwo einen Tread dafür? Ich hab nämlich bis dato nur erfolglos gegooglet..
Zwuck (9/2014) und Schäfchen (11/2020)
-Ministernchen (9/2019)
EhMiwL

Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von EhMiwL »

Spontan fällt mir jetzt nur "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" ein - das ist aber wahrscheinlich nicht ganz das was du meinst.
Kennst du den Film "Babys" von Reynald Bertrand ? Den finde ich ganz sehenswert...
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Lina13
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Re: ist es ohne stillen leichter?

Beitrag von Lina13 »

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