stündliches Stillen, brauche Hilfe

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Mari2015
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stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Mari2015 »

Mein kleiner Xaver (16 Wochen) und ich haben den Sprung zum Vollstillen vor einiger Zeit geschafft. Und das Stillen lief großartig. Ich habe nicht mehr auf die Uhr geschaut sondern nach Bedarf gestillt. Das war unkompliziert und einfach entspannt schön. :-)
Stillen funktioniert immer noch sehr gut, aaaber Mein Xaver will seit einiger Zeit (nun schon mehr als drei Wochen) sehr oft gestillt werden. Unser Problem ist vorallem die Nacht:

Ich bringe ihn um ca. 19 Uhr ins Bett. Dort darf er stillen bis er schläft.
Nach zwei Stunden meldet er sich wieder. (ca 21 Uhr)
Dann wenn ich Glück habe nochmal zwei Stunden und dann geht ab Mitternacht das stündliche Stillen los. Letzte Nacht zum Teil jede halbe Stunde.

Er nuckelt vorallem an der Brust aber er tinkt auch jedes mal etwas.
Anders beruhigen kann ich ihn nicht wircklich, nur mit viel Tränen. Er lässt sich nur durch die Brust beruhigen.

Ich habe bereits alle Tipps die ich finden konnte beherzigt.
Also er schläft seit Geburt bei mir im Bett.
Gestillt wird im Liegen.
Ich schlafe Nachmittags mir ihm zusammen.
Trozdem ist das sehr anstrengend....

Tagsüber will er auch oft gestillt werden. Und seit kurzem (1 Woche) stöpselt er oft ab und weint. Dann saugt er sofort weiter....

Reicht ihm denn der Schlaf? Er schläft ja nie länger als 2 Stunden am Stück.....
Tagsüber dauern seine Schläfchen meist auch nur eine halbe bis maximal eine Stunde.

Vielleicht könnt ihr mir helfen?

Hier die Fakten:
* Wird oder wurde Euer Baby zugefüttert, bekommt es abgepumpte Milch oder auch mal ein Fläschchen, schreibt bitte die Mengen auf (wie oft wieviel täglich) und womit zugefüttert wird oder wurde.

Wurde nach der Geburt einige Zeit zugefüttert. Nun sind wir aber schon eine ganze Zeit Vollstiller :-) Danke nochmals für die Beratung :-)


* Bitte beschreibt, wie Euer Stillalltag für gewöhnlich aussieht: wie oft und wie lange wird üblicherweise gestillt? Wie lang sind die Schlafpausen?

(siehe oben)

* Wie oft pro Tag scheidet das Baby aus? Wie häufig Stuhlgang?

Im durchschnitt wechseln wir 7 mal die nasse Windel in 24 Std.
Stuhlgang alle 2-3 Tage

* Kennt es künstliche Sauger, also z.B. Flaschen, Hütchen, Schnuller?

Es kennt künstliche Sauger. Schnuller mag er aber nicht besonders gerne. Und an das Fläschchen hoffe ich erinnert er sich nicht mehr :-)

* Seid Ihr (bzw. Ist Euer Kind) bereits woanders in Behandlung/Beratung? Stillberatung, Kinderarzt, Hebamme, Osteopath, Krankengymnastik...?

Nein, nicht zu diesem Thema

* Gibt es medizinische Besonderheiten, die das Stillen betreffen können? Z.B. Orthopädische Auffälligkeiten, Frühgeburt, Gelbsucht beim Baby? Brust-Operationen, Schilddrüsen- und andere chronische Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, PCOS,...) bei der Mutter? Medikamenteneinnahme?

Nein

- Gebt uns genaue Daten!
Bei dem Verdacht auf Gedeihstörungen oder Fragen zur Milchmenge zum Beispiel solltet Ihr alle gemessenen Gewichtsdaten mit genauem Datum angeben. Wichtig ist auch, wo und mit welcher Waage gemessen wurde. Beispiel:

13.07. 3700 g Geburt KH
15.07. 3430 g Entlassung KH
17.08. 4530 g U3
02.11. 6480 g U4

Gewicht passt laut Kinderarzt darum habe ich nie zuhause gewogen.


Ich hoffe zusammen finden wir eine Lösung?

Viele liebe Grüße

Marion
Linda81
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Linda81 »

Hallo Marion,

Herrje, das klingt sehr anstrengend! Ich bin keine Stillberaterin, "nur" selbst Mutter.
Was ich weiß: Babys und kleine Kinder schlafen anders als Erwachsene. Zwei Stunden am Stück reichen ihnen definitiv aus. Auch Du wirst vermutlich so oft wach, im Gegensatz zu Deinem Kind erinnerst Du Dich aber nicht daran, denn: Du kannst alleine wieder einschlafen. Er kann es noch nicht. Stillen hilft ihm beim Wieder-Einschlafen. Und in dem Alter braucht er auch einfach rasend viele Kalorien, auch nachts. Für mich klingt es also anstrengend, aber normal.
Wir hatten jetzt gerade auch eine solche Phase, ich bin morgens öfter mal verrückt geworden... Aber letzten Endes ging es mir am besten, wenn ich es einfach akzeptiert habe, bequem gemacht habe, Hörbuch auf die Ohren oder Nacken kraulen lassen. Und ich bin mir sicher, daß diese Phase auch bei euch vorbeigehen wird. Vermutlich kommt sie nochmal wieder, aber auch dann geht sie wieder vorbei.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Knotterhexe »

Huhu, erst einmal ein *in-den-Arm-nehmen* meinerseits 8) . Bin zwar auch keine Stillberaterin, aber kenne so :arrow: Phasen. Und diese können vielleicht wirklich Ursache sein ?! Irgendeine Entwicklung (ob geistig oder körperlich) findet statt und daher benötigt er wahrscheinlich mehr Kalorien...Vielleicht bekommt er aber auch Zähne, das würde vielleicht das Abdocken erklären?! Ansonsten könnte man vielleicht noch osteopathisch drüber schauen lassen?! Die Gewichtsentwicklung hört sich doch gut an, bin aber wie gesagt, KEINE Expertin! LG Knotterhexe
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Meerhuhn
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Meerhuhn »

Das An- und Abdocken kann auch davon kommen, dass er mal muss. Auch nachts wachen Babys oft auf, weil sie pullern müssen, können aber nicht loslassen, also nuckeln sie und pullern dann. Nur hat man da eben dann wieder die Blase gefüllt, also geht das Ganze bald von vorne los. Ihr könnt ja mal probieren ihn abzuhalten, dann merkt ihr, ob das vielleicht das Problem oder zumindest ein Teil davon ist. (Besonders schlimm ist bei uns das An- und Abdocken, wenn er mal groß muss.)
Ansonsten würde ich aber auch sagen: Solche Phasen gibt es immer mal wieder. Sie sind anstrengend, aber gehen auch wieder vorbei :)
Kleiner Professor - April 2015
Mari2015
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Mari2015 »

Hallo,
danke für eure Antworten.
Ich weiß dass es solche Phasen gibt. Ich dachte nur nicht dass sie sich über solange Zeit ziehen. Nun über 5 Wochen.... :-(

Die Kinderärztin sagte bei der letzten U dass es auch wichtig sei dass Xaver mal länger am Stück schläft. mmh ich dachte die Kinder holen sich den Schlaf den sie brauchen?
Sie meinte auch dass wir ja dann langsam mit der Beikost starten können und sobald er dann mal Getreidebrei am Abend bekommt sich das Problem ja auflösen sollte.
Aber für die Beikost ist unser Xaver noch zu klein. (17 Wochen)

???

Marion
Linda81
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Linda81 »

Oh, die Beikost - da haben schon viele drauf gehofft und haben dann gesehen, daß der Abendbrei nicht beim Durchschlafen hilft. Im Beikost-Forum findest Du viele Erfahrungsberichte dazu. Er kann vermutlich einfach nicht alleine wieder einschlafen - völlig (!) normal für sein Alter. Von "Durchschlafen" kann man im ersten Jahr schon sprechen, wenn sie vier bis fünf Stunden schaffen. Und euer erstes Jahr ist noch lange nicht vorbei.
Vielleicht kannst Du Dich ein bißchen durchtesten, ob einige Maßnahmen euch helfen. Vielleicht muß Xaver einfach Pipi und will abgehalten werden statt Stillen? Ein anderer Schlafsack (Baumwolle, Wollfrottee, keine Kunstfaser?) Decke statt Schlafsack? Weißes Rauschen an (Fön, Staubsauger, gibts alles auch als App)? Ins Beistellbett statt auf die Matratze oder umgekehrt? Ein Stillkissen für mehr Begrenzung? Und sonst: mach es Dir bequem hier. Du bist nicht allein. Es wird auch nicht ewig so bleiben. Ich verspreche es Dir.
Linda mit Sohnio (10/2014), dem Freudenstrahl (01/18) und der Überraschung (01/21)
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von ptw »

Ich kann dir auch nur als Leidensgenossin antworten. Bei uns wurden die Abstände ab Geburt zunächst länger und dann mit zunehmender Mobilität immer kürzer und wir sind nun seit August/September nur mal in Ausnahmefällen bei 3 Stunden, die Regel ist 1-2....
Ich kann dich zum Einen beruhigen: Das ist nicht selten! Mir hat es sehr geholfen, als ich von vielen Seiten die Rückmeldung kam, dass es anderen auch so geht (und zwar sowohl Flaschen-, als auch Stillkindern!) Ich mache also nicht grundsätzlich was "falsch", wenn mein Baby oft aufwacht.
Dann habe ich versucht ein paar Sachen für die Kleine zu optimieren: Nicht unter meine Decke, verschiedene Schlafpositionen, einschlafen beim Papa auf dem Arm statt mit Stillen, Einschlafritual (haben wir schon länger). Was soll ich sagen: Es ist sch***egal, was wir machen! Mal schläft sie (selten) besser, mal so lala, mal richtig schlecht. Kein Muster erkennbar. Beikost gibt es bei uns auch schon...
Also bin ich dazu übergegangen MIR alles so erträglich wir möglich zu machen: Schnell brust geben, Brust leicht zugänglich machen, gedanklich weiter im Schlaf blieben (an den letzten Traum denken, oder an dieses warme, kuschelige SChlafgefühl) - denn bei mir springt dann blöderweise gerne das Hirn an und arbeitet...

Ich finde es lohnt sich, immer mal wieder was zu testen, was man anders machen kann. Aber nciht zu viel, sondern nur so viel, wie du schaffst. Es muss keine abschaltbare Ursache dafür geben! Ansonsten: halte durch! Und ich kann dir sagen: man gewöhnt sich an alles... (Dass es vorbei geht kenne ich leider bisher selbst nur vom Hörensagen ;-) Aber da ist bestimmt was dran!)
ptw wurstelt sich so durch's Leben mit weltbestem Mann an ihrer Seite und Fröschli im Schlepptau

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Nana
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Nana »

Hier alles genauso! Nur hat sich mein Sohn schon jeweils eine halbe bis dreiviertelstunde nach dem Einschlafen das erste mal gemeldet. Da war die erste Schhlafphase schon vorbei...
Mach es dir so gemütlich es geht, irgendwann wirds besser.... bzw anders [emoji6]

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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von schnitz »

Das ist wirklich anstrengend, das kenne ich auch. Ich habe es so gelöst, dass ich mir einfach gar keinen Druck mehr mache (oder mir nicht mehr erwarte) wieder aufzustehen. Wenn es geht ist es schön und sonst auch ok. Dafür habe ich mir einige E-Books besorgt und komme jetzt abends endlich wieder einmal zum Lesen während ich stille.
Mochi 2/2015
Mari2015
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Re: stündliches Stillen, brauche Hilfe

Beitrag von Mari2015 »

Ja ich habe auch schon einiges versucht.

Beistellbett, das führen wir gerade langsam ein.
Einen Schlafsack aus Wolle habe ich gekauft, da er dem alten immer Schwitzefüße hatte
Abhalten in der Nacht habe ich auch versucht, funktioniert, aber dannach ist er hellwach
Globolis fürs Zahnen

So richtig helfen mag nichts....

Trotzdem bin ich jetzt auch viel entspannter. Geholfen hat mir ein Buch (artgerecht) ihr (ich bin nicht alleine) und ein Gespräch mit meiner Hebamme.

Ich kaufe mir jetzt noch schnell ein E Book und dann ab ins Bett :-)
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