Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Myla
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Myla »

Bei uns wäre mit 2 Jahren abstillen auch undenkbar gewesen, obwohl ich durchaus mit dem Gedanken gespielt habe, denn da hatte sie mal wieder eine Phase, da kam sie ständig nachts. Mit etwa 2,5 hatte sich dass dann aber eingespielt. Sie wurde nachts meist einmal wach, die ein oder andere Nacht auch gar nicht. Irgendwann in der Zeit, hab ich ihr dann nachts gesagt, ok, heute darfst du nochmal stillen, aber ab morgen gibts nachts keine Milch mehr. Da habe ich sie am nächsten Tag dran erinnert beim abendlichen Einschlafstillen: Jetzt zum Einschlafen kannst du solange Stillen, wie du willst. Nachts gibt es keine Milch mehr. Als sie dann nachts kam und Milch wollte, sagte ich: Du weißt doch, Nachts gibt es keine Milch mehr, aber du darfst gerne kuscheln. Kind drehte sich in meinen Arm und weg war sie... Ich war selber erstaunt. Seitdem stillen wir noch abends zum Einschlafen und ab und an Mittags, wenn sie müde ist. Wir haben also nicht komplett abgestillt, aber doch wenigstens für die Nacht, seitdem ist für mich das Einschlafstillen aber auch ok, denn ich habe nicht mehr das Gefühl (das vermutlich nichtmal richtig war, das länger Schlafen kam ja sogar vor dem Abstillen), dass sie sich durch ihre Stillgewohnheiten beim Schlafen unterbrechen lässt.
Wir haben diesen "Nachts abstillen"-Versuch durchaus mehrmals probiert. Ich habe ihr die Hand angeboten, kuscheln, Flasche... alles doof, viel Gebrüll, daher hatte ich das immer wieder aufgegeben, da sie scheinbar noch nicht soweit war. Und dann mit zweieinhalb auf einmal, wie oben beschrieben... da passte der Zeitpunkt.
Bei meiner Mutter geht sie übrigens auch problemlos so ins Bett. D.h. mit kuscheln und Körperkontakt, aber ohne Stillen oder Milch aus der Flasche.
Myla mit großer Madame (9.2011), dem kleinen Hitzköpfchen (12.2016) und Dreckspatz (11.2020)
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Morgaine47
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Morgaine47 »

Ich habe bisher zweimal bis zum Abstillen Einschlafgestillt.
Die Große habe ich während einem ganz schlimmen Infekt in der Folge-Sws abgestillt, da war sie 28 Monate. Papa hat sie 2 Abende in den Schlaf geschunkelt, danach habe ich Händchen gehalten zum Einschlafen. Sie hat es problemlos akzeptiert, wahrscheinlich hat sie gemerkt es geht wirklich jetzt nicht (die ersten 2 Abende).
Den Mittleren habe ich auch in der Folge-Sws abgestillt mit 39 Monaten wegen Kontraktionen bein Stillen. Ich habe ihm erklärt Stillen macht mir Aua. Er wurde dann in den Schlaf gekuschelt und die ersten Wochen ging Einschlafen auch nur mit Brustkuscheln (die nackte Brust). Dann wurde meine Sws-Übelkeit besser und ich wollte abends mal wieder lesen, da hat er dann mit meinem Rücken gekuschelt. So schläft er heute noch ein, ich stille die Minimaus und er kuschelt mit meinem Rücken. Nachts hat er von alleine mit ca. 38 Monaten abgestillt und gleichzeitig durchgeschlafen.

So um den 2. Geburtstag hatten beide Kinder nochmal nen Schub wo sie 6 bis 8 Wochen ca. seeehhhrrrr Mama-bezogen waren. Da hätte Abstillen hier unter Garantie auch in sehr viel Schreien geendet.
LG
Morgaine

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Maria2012
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Maria2012 »

Hallo allerseits,

ich habe gerade gesehen dass ich vor etwa einem Jahr hier geschrieben habe.
Habe gerade einen neuen Tread eröffnet - wenn der gelöscht werden soll, liebe Moderatoren dann bitte Bescheid geben oder löschen.

Ich bin immer noch in der gleichen Situation....
Kind ist mittlerweile 3 Jahre alt. Wird immer noch einschlafgestillt und auch nachts wenn sie aufwacht gestillt. Ich komme einfach nicht davon weg. Und es wird jeder Versuch mit ausdauerndem Gebrüll quittiert. Es kann sie keiner beruhigen oder ins Bett bringen. Sie brüllt solange bis ich irgendwann nachgebe und sie stille. - Ich weiß, wahrscheinlich hat sie mittlerweile rausgefunden dass die Mama nachgibt wenn man nur lange genug schreit. (tagsüber lasse ich sie auch mal schreien wenn sie bockt und kann sie problemlos beruhigen - aber nachts keine Chance).

Hat jemand eine Idee wie ich das abstillen gestalten kann ohne dass es ein negatives Erlebnis für sie wird?
Mit 3 Jahren versteht sie schon sehr viel.....
Ich bin wieder schwanger und im Januar ist Entbidungstermin und ich möchte nicht 2 Kinder abends und nachts stillen

Hat jemand eine Idee?

Viele Grüße
Maria
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Carraluma
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Carraluma »

Hast du schon mal versucht, die Stilldauer nachts zu beschränken? Also beispielsweise ein Lied lang (Wahl des Liedes beeinflusst die Länge)? Wenn mal nötig, kann man dann auch länger singen. Das hat bei uns besser geklappt als ein “jetzt nicht“.
Aber vielleicht war es bei uns leichter, weil die Milch wegen der Schwangerschaft weniger wurde.

Nachts anders beruhigen oder ablenken, war bei uns auch seltenst möglich. Aber sie hatte damals (2,5 J) dann auch schon eine Tendenz zum Durchschlafen gezeigt. Vielleicht war sie auch einfach so weit, früher hätte es auch nicht geklappt. Einschlafstillen war das letzte, was beschränkt/gestrichen wurde.

Wie oft wird dein Kind denn nachts noch meistens wach?
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Maria2012
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Maria2012 »

Hallo Carraluma!

Danke für deine Antwort.
Sie wird nachts sehr unterschiedlich wach. Wir hatten auch schon ein paar Nächte an denen sie durchschlief. Aber meist wird sie min. 1x wach, oft auch 2 - 3x. Ich würde aber sagen so ich Durchschnitt gerechnet sind es 1 - 2 x pro Nacht.
Die Nächte an denen sie durchschläft will sie morgens ausgiebig gestillt werden. In Nächten wo sie 3x wach wird steht sie morgens meist problemlos ohne Stillen auf.....
Es ist also stark wechselhaft......

Auf die Idee mit der Musik bin ich von selbst noch nicht gekommen. Werd die nächsten Tage mal überlegen ob das eine Möglichkeit für uns ist. Danke für den Tipp!

Hat sonst keiner eine Idee? Oder etwas ähnliches selbst erlebt?
schildkröte80
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von schildkröte80 »

Hallo Maria,
ich fühle mit dir. Ich habe meine große ca. 2,5 Jahre Abend für Abend in den Schlaf gestillt. Als ich wieder schwanger wurde, konnte ich einfach nicht mehr (ich hatte Höllenschmerzen). Nach ein paar wenigen eindringlichen Erklärungsversuchen sind wir nach wenigen Tagen davon "losgekommen" und schauen jetzt immer ein Buch an vorm Schlafen. Mittlerweile schläft sie super ein und super durch.
Bei meiner kleinen Tochter bin ich gerade auf dem besten Weg wieder zum lebenden Schnuller zu werden. Abends sowie nachts wenn sie aufwacht, geb ich ihr die Brust. Ich frag mich ob es anders wäre, wenn sie einen Schnuller nehmen würde. Damit konnte sie aber (wie die große) noch nie etwas anfangen. Oft bin ich wütend und verzweifelt und "stopfe" ihn ihr rein aber sie kann absolut nichts damit anfangen :cry: Nimmt deine Tochter einen Schnuller? Ich bewundere oft Familien die ihr Kind alleine ins Bett legen können und das Kind problemlos alleine ein- und durchschläft.....
Zaubermaus 03/12 und kleines Schildkrötchen 03/15
Maria2012
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Maria2012 »

Hallo!

Danke für eure Antworten.

@Schildkröte80: Nein, meine Tochter nimmt und nahm nie einen Schnuller - der wurde nicht angenommen egal welches Modell oder Material. Ich kann also mit dir fühlen....

Ich habe bemerkt dass das nächtliche Aufwachen und wieder einschlafen umso häufiger pro Nacht auftritt oder es umso länger dauert bis sie wieder einschläft je mehr ich über das Thema Stillen und Schlafen etc. mit ihr rede. Ich dachte erst dass es für meine Tochter leichter wäre wenn ich mit ihr darüber rede, tagsüber und/oder auch nachts wenn sie aufwacht.... Dem war aber nicht so. Musste leider feststellen dass meine Tochter besser schläft und weniger oft wach wird wenn wir über das Thema nicht reden....

Habe nochmal mit einer Stillberaterin gesprochen: Sie meinte ich solle versuchen die Zeitdauer der einzelnen Stillfrequenzen zu vermindern und versuchen zwischen den beiden Seiten eine Pause einzulegen. Und nach und nach diese Pause auszudehnen, sodass die Pausen nach und nach länger werden bis irgendwann die Pausen überwiegen.
So in der Art haben das auch schon einige von euch hier geschrieben, z.b. nur Stillen während der Dauer eines Liedes. Da wir bisher ohne Musik einschlafen probiere ich es nun auch erst mal ohne Musik aus.
Tja, das probieren wir gerade aus. Die Pausen werden sehr unterschiedlich angenommen. Leider darf ich während der Pause nicht mit ihr kuscheln und auch nicht mit ihr reden...... Aber ich versuche ihren Wunsch zu akzeptieren, auch wenn es mir schwer fällt. Vereinzelt klappt es gut mit der Pause, aber meist bekomme ich großes Geschrei und ich darf nur still neben ihr liegen.....
Bin schon gespannt wie es in den nächsten Tagen und Wochen weitergeht....
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Marissa04
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Marissa04 »

Ich habe meinen Zwerg ja schon.
Meine Tochter ist jetzt 28 Monate alt und wird nur noch abends gestillt.
Und das so lange, wie ich kann (aushalten kann / mag ), denn einschlafen tut sie leider schon länger nicht mehr dabei.
Ich sage ihr dann während wir stillen immer "eine Minute noch, dann hören wir auf ", und erwähne das mehrfach. Die Minute ist natürlich länger, aber darum geht's ja nicht.
Und dann ist die Minute um. Das sage ich ihr auch so. Abdocken und kuscheln.
Mal akzeptiert sie das problemlos, mal ist sie sauer. Aber ich bin da und bleibe standhaft.
Bevor wir stillen soll sie auch noch was trinken. Danach trinkt sie auch meist nochmal was.
Ich könnte mir auch absolut nicht vorstellen Nachts zwei Kinder zu stillen. Das ist dem nun schon 6 Monate altem Zwerg vorbehalten.

LG

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Liebe grüße
Mit Juli Mädchen *13 und Mai Jungen *15
Maria2012
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Re: Hilfe ich komme nicht vom Einschlaf-Stillen weg!

Beitrag von Maria2012 »

Hallo!

Anbei der aktuelle Stand - vielleicht hilft es ja jemanden der in einer ähnlichen Situation ist.

Ich bin nicht ganz vom Stillen weggekommen, habe es aber sehr stark reduzieren können.
Habe wie gesagt die einzelnen Stlillfrequenzen stark reduziert. Also kurz gestillt - Pause - je nach Gebrüll oder annehmen das ganze zig mal wiederholt. Es war ein wochenlanger Prozess, aber meine Tochter hat es langsam akzeptiert.
Aktuell ist es so dass sie abends im Bett jede Seite kurz gestillt wird, also wirklich kurz (pro Seite ca. 5 Schluck) und dann beim kuscheln einschläft.
Das klappt nun gut.

Das zweite Kind ist mittlerweile geboren und wird natürlich auch gestillt.
Und das Stillen der Großen stört mich momentan nicht - im Gegenteil je nach wie prall die Brüste gerade sind bin ich richtig dankbar darüber dass die Große das ausgleichen kann und ich nicht ewig ausstreichen muss.

Allerdings hab ich nun ein neues "Problem".
Wie das Abend- Einschlafritual mit zwei Kindern die beide gestillt werden gestalten? Ich glaub ich werd mal einen neuen Tread eröffnen...
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