keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Skoura
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keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Beitrag von Skoura »

Liebe SuTlerinnen,

meine Große ist fast 7. Sie hat ein ganz gutes Gefühl für ihre körperlichen Grenzen und sagt auch, wenn sie sich ausruhen will oder ihr etwas zu viel ist.

Ich hole sie (vor allem montags) gegen halb vier aus dem Schülerladen ab und höre mir an: "Ich will nach Hause, mich ausruhen." Die Erzieherin hat mir, wenn sie Ausflüge machen, schon gesagt, dass sie auf der Rückfahrt im Bus fast eingeschlafen wäre.

Das Problem ist, sie schläft nicht ein. Abends nehme ich mir immer vor, sie um halb acht im Bett zu haben. Das klappt mehr schlecht als recht. Aber dann liegt sie wach. Jetzt auch wieder, es ist schon nach 21h.

Was fällt euch denn so ein als Einschlafhilfe?

Danke!
... mit großer Tochter (11/08) und kleiner Tochter (04/11)
Myraya
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Re: keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Beitrag von Myraya »

Hallo,
ich kenne das von mir und auch von meiner Großen (4): Wenn der Punkt "müde" überschritten ist, wird es mit einschlafen immer schwieriger. Bei meiner Tochter führt das regelmäßig in stressigen Phasen oder neuen Situationen dazu, dass sie völlig übermüdet und dann aufgrund ihrer Müdigkeit nicht einschlafen kann, was sie natürlich noch mehr übermüdet. Hatte ich als Kind im Grundschulalter auch.
Was wirklich hilft, kann ich natürlich nicht für jeden sagen, aber für mich war wichtig (damals wie heute), den Druck rauszunehmen. Ich habe als Kind richtig Ängste davor entwickelt, nicht einschlafen zu können. Bin also schon mit negativen Erwartungen ins Bett und hab mich gedanklich richtig hochgeputscht, sodass ich wirklich nicht vor zwei eingeschlafen bin. Das machen auch viele Erwachsene mit Schlafproblemen so. Ständiges auf die Uhr schauen, rechnen, wieviel Schlaf man noch bekommt und der verzweifelte Wunsch, "sofort!" einzuschlafen... Stress pur, so geht das natürlich nicht.
Also anderes Mindsetting: Völlig egal wann ich schlafe, selbst wenn ich morgen müde bin, werde ich den Tag überleben. Ich hab schon so oft zu wenig geschlafen und noch nie ist was schlimmes passiert. Uhren im Schlafbereich abschaffen! Nicht mehr rechnen (auch die Mama nicht, denn die überträgt ihre Sorge und den Einschlafdruck ja aufs Kind). Nicht zu lange im Bett rumquälen!! Das stammt jetzt aus der Erwachsenenbehandlung bei Schlafstörungen, gilt aber für Kinder auch: Das Gehirn verknüpft bestimmte Umgebungen mit bestimmten Tätigkeiten. Also im günstigsten Fall Schule = konzentrieren, Kinderzimmer = spielen, Bett = schlafen. Im Ungünstigsten Fall trainiert man sich an, im Bett zu grübeln und sich zu sorgen. Um das wieder loszuwerden, gilt die Devise: Nicht zu lange im Bett rumwälzen, maximal 15-20min. Danach aufstehen und sich was gutes tun. Irgendwas ruhiges, natürlich keine aufregenden Actionspiele oder Fernsehen. Buch lesen, leise Hörspiel hören, warme Milch mit Honig (wirkt tatsächlich schlafanragend!) trinken. Nach einer halben Stunde noch mal probieren. Wenn es klappt, ist prima, und wenn nicht, wieder aufstehen und auf die Couch umziehen, kuscheln, lesen. Bloß nicht in Panik geraten, auch Kinder überleben Schlafmangel in der Regel unbeschadet.

Soviel erst mal dazu, wenn du noch Fragen hast, frag gerne nach. :)
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Jule
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Re: keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Beitrag von Jule »

Die Tipps finde ich super! Was hier auch noch ganz gut hilft, ist rechtzeitig " fertig" zu sein, so dass wenn ein müder Punkt kommt es schnell geht.
Und was erstaunlicherweise neuerdings das Abendgenerve und trödeln entspannt ist noch mal ne Runde " aufdrehen" . Meine Tanzen und Toben - oft mit Papa- nochmal und entspannen dabei.... finde ich zwar komisch aber es funktioniert!
Liebe Grüße von Jule mit den Mädels 06/05 und 08/07 und dem Mini-Weihnachtsmädel '13
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Skoura
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Re: keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Beitrag von Skoura »

Danke.
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luna24
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Re: keine Babies mehr, trotzdem Schlafthema

Beitrag von luna24 »

Ich kenne das ein bisschen von meinem 6-jährigen. Ich hole ihn 16 Uhr aus der Schule, dann ist er erstmal müde und will nach Hause - das müde bleibt dann meist so zum Abendessen (ca.18 Uhr), dann startet er nochmal durch und wirkt dann auch wirklich wieder fit und vor 21 Uhr schläft er selten. Was eigentlich zu spät ist, aber ins Bett bringen und dann nicht schlafen können ist ja auch keine Lösung, insofern entscheidet er selbst, wann er ins Bett geht. Und alle paar Tage ist das dann halt (feiwillig) 1-2 Stunden früher, um Schlaf nachzuholen. So haben wir wenig Probleme mit dem Schlafthema, solange ich nicht zu sehr eingreife, weil ich denke, er müsste schlafen wegen Schule etc. (und ich halte es auch schon immer so, wenn er nach ca. 15 Minuten nicht schläft, bitte ich ihn wieder aufzustehen)
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