Meine Hebamme kündigte das letzte Mal im Rückbildungskurs an, dass es das nächste Mal auch ums Stillen ab 6 Monaten gehen solle und darum, dass es dann ja "nachts nicht mehr nötig" (sondern viel mehr "Gewohnheit") wäre. Ich kenne das ganz grob aus ihrer Betreuung beim ersten Kind, habe das aber immer abgewürgt/wegignoriert/... Ganz glücklich bin ich mit dem "Schnauze halten" aber nicht, befürchte jedoch, in dem Augenblick nicht die richtigen Sätze oder Argumente bei der Hand zu haben, um zu diskutieren. Ich kenne viele Artikel und Texte zu dem Thema, aber daraus knackig zu sagen "ich finde, das ist verkehrt, weil..." fällt mir irgendwie schwer. Könnt ihr mir vielleicht helfen, Stichpunkte und Sätze dazu zu finden?
Die Punkte der Hebamme umfassen soweit ich es weiß:
*sie würde einem nie reinreden, solange das System "nachts stillen" für alle gut passt und kein Problem ist.
*sie vertritt aber die Meinung, dass es grundsätzlich "kräftezehrend" ist und damit zu bedenken sei, es abzuschaffen, sobald es nicht mehr nötig ist.
*ihrer Meinung nach ist das mit 6 Monaten der Fall. Da ist nächtliches Stillen nur mehr "Gewohnheit".
*angeblich schlafen die Babys dann auch durch
Davon abgesehen, dass ich das Alter als viel zu früh angesetzt empfinde, habe ich aus meinem Freundeskreis auch den Eindruck:
*dass es nicht das Stillen ist, das anstrengend ist, sondern eher die anderen "Wachmach-Faktoren"
*dass nächtliches (später erfolgtes) Abstillen nicht andere Unruhe-Ursachen beseitigt: also Zähne, Schübe, Krankheit, viel zu verarbeiten... Und diese Punkte sind eben die, die eigentlich schlauchen. Nicht die Stillroutine nachts.
*nächtliches Abstillen klappte in meinem Umfeld immer dann, wenn auch das Kind eine gewisse Bereitschaft dazu hatte (nicht mit 6 Monaten). Je weniger die vorhanden ist, desto mühsamer ist der Prozess - und der Aufwand des Abstillens viel größer als die Kosten des "einfach weiter stillens".
Davon abgesehen habe auch ich (älter als sechs Monate) nachts Durst oder sogar mal Hunger, und dann einfach wieder schlafen ist fast unmöglich. Mit was im Bauch geht es deutlich einfacher! Sowas wie Hirnentwicklung schwebt mir noch im Kopf, außerdem dass in dem Alter tags das Stillen evtl zu kurz kommt (zu viele Eindrücke, Kind vernachlässigt es evtl. weil es mit Erkunden beschäftigt ist; dazu Beikosteinführung, wo tagsüber evtl. eh weniger gestillt wird als zuvor - dann noch nachts den Hahn abstellen??)...
...fällt euch noch was sortierendes ein?