Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

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ohnealles
gut eingelebt
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Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von ohnealles »

Hallo ihr Lieben,

ich glaube, ich brauche mal ein bisschen Input von Außenstehenden, bin grade etwas ratlos, bzw weiß nicht so genau, was ich selber will.

Meine Kleine ist jetzt zwei, Stillen klappte von Anfang an prima (vermutlich auch deshalb, weil meine Mama, die früher selbst als Stillberaterin gearbeitet hat, mich bestens beraten und auf die Stillzeit vorbereitet hat); wir haben glaube ich mit sieben oder acht Monaten angefangen, Beikost anzubieten, aber nennenswerte Mengen hat sie erst deutlich später gegessen, so richtig viel eigentlich erst, als sie mit 13 Monaten in die Kita ging. Gestillt hab ich weiterhin nach Bedarf.
Allerdings ging es mir mit der Zeit mehr und mehr auf die Nerven. Naja, dh, nicht das Stillen an sich, sondern das ewig am T-Shirt ziehen und an der Brust rumfummeln - ihr kennt das ja sicher;-)
Deswegen hab ich dann vor ein paar Wochen?Monaten? weiß nicht mehr genau, wann, die Regel eingeführt: Brust gibt's nur noch zum Einschlafen. Hat auch soweit gut funktioniert, dh wir stillen jetzt eben abends zum Einschlafen, und natürlich nachts, wenn sie wach wird. Und am Wochenende zum Mittagsschlaf.
Klappt im Grunde alles ganz gut.

Jetzt das Problem (das vielleicht gar keins ist?): Sie hängt zur Zeit nachts - zumindest gefühlt - permanent an der Brust. Sie schläft dann zwar prima, aber sobald ich versuche, sie abzudocken, wacht sie halt wieder auf und fängt auch ziemlich schnell an zu weinen, wenn sie nicht nochmal an die Brust darf. Manchmal reicht es auch, wenn ich sie einfach nur in den Arm nehme, aber das ist eher die Ausnahme; und bisher war es mir einfach viel lieber, sie dann eben nochmal zu stillen und für uns alle die Nachtruhe damit zu sichern, als die Brust zu verweigern und dafür ein völlig in Tränen aufgelöstes Kind im Bett zu haben, was uns alle drei nicht schlafen lässt...

Ich will mal kurz versuchen, das zeitlich einzuordnen: also, wir waren schon soweit, dass ich echt nur noch sehr wenig gestillt habe, halt zum Einschlafen und dann nachts vielleicht noch ein-, höchstens zweimal. Dass sie nachts so vehement nach der Brust verlangt hat, fing irgendwann im August an, was ich mir damit erklärt hab, dass es recht aufregend für sie war (Kita zu, viel Besuch, viel unterwegs -> viele Eindrücke). Nach den Kitaferien war dann zwar wieder der Tagesablauf regelmäßiger, aber war natürlich auch erstmal aufregend mit den neuen Kindern in der Gruppe, die Betreuungssituation war auch die ersten Wochen nicht ideal, und außerdem hat sie auch wieder einen enormen Entwicklungsschub gemacht. War also auch erstmal verständlich, dass sie sich da nachts viel mehr Nähe geholt hat, aber da hat das dann angefangen, dass ich ins Grübeln gekommen bin. Weil es teilweise echt wieder extrem nervig war, und in der Zeit auch einige Nächste dabei waren, wo ich dann doch nicht schlafen konnte, weil ich mich kein Stück bewegen durfte... naja.
Nach der Eingewöhnung der neuen Kinder wurde das schnell wieder besser, so dass ich dachte, die Phase wäre vorbei - aber jetzt scheint es eben doch wieder loszugehen. Und es nervt mich. Wie gesagt: gar nicht das Stillen an sich, sondern die nächtlichen "Kämpfe" (mit dem Kind um die Brust, oder mit mir selbst, ob ich lieber nachgebe oder Weinen riskiere) - ach, ich weiß auch nicht.

Auf der einen Seite war ich ja jetzt schon öfter an dem Punkt, wo ich dachte, es ist langsam (oder auch schnell^^) an der Zeit, abzustillen. Mein Freund hält sich da im Großen und Ganzen sehr zurück, aber nach besonders anstrengenden Nächten hab ich von ihm auch schon mehrfach gehört, dass ich dann vielleicht doch mal ans Abstillen denken sollte. Worauf ich ihm bisher immer geantwortet hab, dass ich nicht glaube, dass es das so viel besser machen würde, weil die Kleine würde ja erstmal vermutlich trotzdem aufwachen und nach der Brust verlangen und was passiert, wenn sie sie dann nicht kriegt, wissen wir ja...

Ich meine, ich weiß, mein Kind ist groß genug, dass sie auch ohne Stillen auskommen würde, aber irgendwie fühl ich mich noch nicht bereit dazu, abzustillen.
Mein "Minimalziel" war wenigstens 12 Monate zu stillen.
Da an ihrem ersten Geburtstag ein Ende der Stillzeit noch lange nicht in Sicht war, hab ich mir gedacht, dann schaffen wir's auch noch bis zum zweiten.
Und wenn ich gefragt wurde, wie lang ich denn noch stillen will, hab ich immer gesagt: am liebsten, bis sie sich von allein abstillt.
Und so seh ich das im Grunde auch immer noch.
Aber ich frag mich langsam, wann das wohl sein wird. "Stillen bis der Schulbus kommt" ist nun wirklich nicht das, was mir vorschwebt!
Andererseits hab ich auch, als sie noch ganz klein war, immer gesagt, spätestens wenn das Kind anfängt zu laufen und zu reden, vor allem auch mehr und verständlicher zu reden, fänd ich's komisch, immer noch zu stillen.
Und jetzt bin ich genau da: sie ist eine totale Quasselstrippe - und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, sie nicht mehr zu stillen! Bei aller Nerverei: wenn sie abends vor Vergnügen jauchzt und ihrem Papa quasi aus dem Arm hüpft, sobald ich die Brust auspacke, mit Nippel im Mund noch ein bisschen was erzählt oder vor sich hin kichert und dann friedlich in meinem Arm einschläft - ich hab keine Worte dafür, zu beschreiben, wie glücklich und stolz mich das macht.

Ich befürchte, das ist auch ein Punkt, der da mit reinspielt: ja, ich bin stolz darauf, dass ich sie so lange stille, und ich will sie ja auch gern weiterstillen!
Aber ich hab Angst, dass ich den "richtigen" Zeitpunkt für den Absprung verpasse und unsere Stillzeit dann mit genervt sein zu Ende geht.

In der Zeit, als sie so extrem viel gestillt hat nachts, hatte sie ja auch tagsüber wieder vermehrt nach der Brust gefragt, wo ich schon am Überlegen war, ob ich da vielleicht nachgeben sollte. Damit sie vielleicht nachts nicht mehr ganz so viel fragt. Hab ich aber nicht gemacht, weil ich die Befürchtung hatte, dass ich das bereuen würde...
Ach Mensch, ich bin einfach unsicher grade, wie ich unsere Stillbeziehung weiter gestalten möchte.
Wie gesagt, zum Abstillen fühl ich mich noch nicht bereit. Zumal ich ziemlich sicher bin, dass das erstmal hart werden würde: wenn ich zu Hause bin, funktioniert einschlafen nämlich nur an der Brust. Gut, ich könnte natürlich für die Zeit abends verschwinden. Aber ich will nicht wissen, wie die Nächte aussehen würden... Wenn ich neben ihr liege, verlangt sie nunmal nach der Brust und ich bin einfach noch nicht so weit, dass ich ihr wirklich wirklich überzeugend vermitteln könnte, dass die Mama jetzt nicht mehr will... (ein einziges Mal war ich nachts an dem Punkt, dass ich gesagt hab, ich still jetzt nicht - nach zwanzig Minuten untröstlichen und verzweifelten Weinens bin ich eingeknickt...). Und im Grunde hat mein Freund ja auch nichts dagegen, dass er nachts in Ruhe schlafen kann...
Aber ich will auch nicht da landen, dass ich sie weiter stille, nur um des Stillens willen, obwohl ich die meiste Zeit von dem Drumrum angenervt bin.

Ich meine, ich hab jetzt zwei Jahre Traum-Stillbeziehung hinter mir - warum sollte das nicht so weiter gehen können? Und dann auch genauso entspannt irgendwann enden?
So langsam denke ich ja auch darüber nach, wie das dann mit Nummer zwei werden soll: ist noch nicht geplant, vielleicht in einem halben Jahr oder Jahr, aber sooo lange hin ist das ja auch schon nicht mehr. Und "eigentlich" wollte ich nie tandemstillen. Oder Nummer eins WEGEN Nummer zwei abstillen. So langsam rückt das aber ja in den Bereich des Möglichen...
Oh Mann, ich mag mir das nicht kaputtgrübeln (und tu's trotzdem)!

Sorry, ich weiß, ist sehr lang geworden... danke schonmal an alle, die sich bis zum Ende durchgearbeitet haben!
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smin
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von smin »

Hey du,

hier exakt die gleichen Gedanken und eine ganz ähnliche Situation. Habe beim Lesen geschmunzelt, genickt, geseufzt und feuchte Augen bekommen (da wo du schriebst, wie schön es ist, wenn sie plappernd stillt und dann zufrieden einschläft...es ist sooooo schön). Ich kann dir keinen Tipp geben, denn mich plagen wirklich genau die gleichen Überlegungen... Habe auch immer gesagt: Nicht bis der Schulbus kommt, aber bis zwei kann ich mir vorstellen. Nun ist sie zwei und zwei Monate und wir schaffen noch nicht mal, es nur auf Einschlafen und nachts zu begrenzen. Das passiert nur mal zufällig, wenn viel los ist. Allerdings soll es bald ein Geschwisterchen geben und ich hatte mir auch bislang gesagt, dass ich nicht Tandemstillen werde. Da bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher. Wenn ich bald schwanger werde, stille ich wohl doch erstmal weiter und hoffe auf den Effekt “Milch schmeckt komisch oder bleibt weg“. Aber vermutlich ist ihr das auch egal und Sie stillt weiter oder trocken... Ich weiß einfach nicht, wie ich es hinkriegen soll, dass sie aufhört. Einfach vorenthalten und ihre Verzweiflung aushalten kann ich nicht. Sie dreht meistens schon total durch, wenn ich mal “hier (oder jetzt) nicht“ sage. Egal ob ich es ausführlich und ruhig erkläre, oder bestimmt und knapp...
Wie seid ihr das mit der Begrenzung auf Einschlafen und nachts angangen?

Bei mir ist es auch so, dass ich das Stillen unheimlich genieße und gefühlsmäßig noch lange weitermachen könnte. Und ich möchte auch nicht, dass es wegen Entnervung endet...
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Suschi
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von Suschi »

Hallo ohnealles, hab alles gelesen :-) und wollte das jetzt nicht unkommentiert lassen...
Im Prinzip gibst du dir die Antwort doch selbst, oder?

:D

Genau!

Nur kurz zu uns... Mein Kleiner ist jetzt 17 Monate also etwas jünger, er stillt 2-3x tagsüber, dann zum einschlafen und 3-5x nachts und zum aufwachen. Manchmal ist es mir zu eng, zu viel, fühle mich ausgesaugt im wahrsten Sinne des Wortes... dann kommen auch wieder die "Glücksmomente" wenn er mich mit seinen braunen Kulleraugen anschaut und "De-de?" (=stillen) fragt, sich auf den Weg ins Schlagzimmer macht weil ich mal gesagt hab Stillen nur noch im Bett :) und das am helllichten Tag!

Ich genieße es, versuche in (für mich) stressigen und schwierigen Momenten trotzdem für ihn da zu sein, weiß aber dass ich (zumindest tagsüber) auch mal die Ansage machen kann, dass jetzt nicht bzw. Erst wieder am Abend gestillt wird. Meist wird das akzeptiert. Oder... Gebrüll :D

Wünsche dir alles gute und dass ihr euren Weg findet!
LG suschi
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Lulamae
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von Lulamae »

Hallo,
ich fand bei meiner Großen auch die Vorstellung des friedlichen, einvernehmlichen Abstillen s toll. Ging Nur NICHT. .. ich kann nur von mir sprechen, aber ich war auch so zwiegespalten wie du. Irgendwann war ich dann so genervt , auch wegen schlechter Nächte, dass ich nachts abgestillt habe. Die Brust hat so viel Milch gegeben, die ist jetzt müde und möchte nachts gerne schlafen.
Das habe ich abends angekündigt, und als sie dann nachts trinken wollte, nachts wieder erklärt, Wasser und Banane angeboten. Das gab ganz kurz Tränen, dann war es gut. Nach ein paar Nächten hat sie es nochmal probiert, aber die Kinder merken es halt einfach, ob es einem ernst ist. Dafür hat sie dann früh morgens beim ersten morgengrauen mich immer geweckt und gefragt, ob die Brust schon wach ist ;-)

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deidamaus
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von deidamaus »

Ich mag hier kurz meine Erfahrung mit meinen drei Kindern dalassen. Sie haben alle um den zweiten Geburtstag rum vermehrt gestillt. Zwischen 2 und 2 1/2 ist es bei allen von alleine deutlich weniger geworden (ich habe das Stillen nicht eingeschränkt und auch Ü2 noch in der Öffentlichkeit gestillt, wenn es "nicht anders ging"). Mit circa 2 1/2 haben alle drei fast immer durchgeschlafen und auch ein " die Mimi mag jetzt schlafen" akzeptiert (wenn sie ständig stillen wollten oder es mir zu lange war). Als ich bei den beiden Großen schwanger wurde, haben sie (aufgrund der bei mir zurückgehenden Milch) nur noch zum Einschlafen kurz genuckelt und das dann mit 2 3/4 bzw. 3 auch gelassen. Nummer drei stillt noch, mal nur zweimal am Tag, mal 8 mal (wenn sehr müde oder nachts sehr hungrig, weil vor dem Abendessen eingeschlafen).
Ich denke also, es ist nur eine Phase. Ich würde die Zeit noch genießen und wenn du schwanger wirst und nicht mehr weiter stillen magst, dann kannst du das deinem Kind dann sicherlich gut erklären (dann wäre es ja auch schon wieder ein bisschen älter).
Und wenn du absolut nicht mehr magst, dann kannst du jederzeit das Stillen beenden (dafür musst du es aber wirklich wollen, wenn dein Kind in dem Moment noch nicht so weit ist).

Liebe Grüße
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Carraluma
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von Carraluma »

Bei meiner Maus habe ich wohl grob ähnliche Erfahrungen gemacht wie deidamaus.
Mit 2 Jahren wurde auch mal wieder recht viel gestillt und ich glaube auch nochmal mit 2,25 Jahren, aber danach wurde auch länger am Stück und fester geschlafen (Richtung Durchschlafen) trotz nächtlichen Stillens, falls verlangt. Tagsüber haben wir schon länger kaum mehr gestillt, außer bei Schüben/Krankheit usw. Wenn die immer wieder rum waren, war das kein Problem auf abends zu verweisen.

In der aktuellen Schwangerschaft (vielleicht wegen ausbleibende Milch und Ungeduld meinerseits) wurde es dann immer weniger und ich konnte sie immer öfter vertrösten usw. Ich glaube, das ist umso leichter je älter und verständiger sie werden. In den letzten Wochen gabs nur zweimal kurzes, dringendes Nuckeln.

Ich würde auch sagen, mach einfach so weiter wie es euch gefällt. Aufhören wird bestimmt tendenziell nicht schwieriger über 2 Jahren, sondern wohl eher leichter. Wenn es geht und man selber soviel Zeit oder Geduld hat, ist es wahrscheinlich auch meist einfacher in den "guten Phasen" aufzuhören und nicht in den Phasen, wo man denkt, warum stillt das Kind wieder so oft.

Sprechende Stillkinder sind schon auch sehr putzig, siehe Sprüchesammlung ;-) Da denkt man sich oft noch, oh wie toll ist MuMi, dass die Kinder immer noch so begeistert davon sind.
Carraluma mit der großen Tanzmaus (*2012), dem Fußballer (*2016) und der kleinen Tanzmaus (*2019)
smin
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von smin »

Das macht Hoffnung, Deidamaus und Carraluma... Danke!
smin mit großer Maus (7/13) und kleiner Maus (8/16)
ohnealles
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von ohnealles »

So, jetzt komm ich endlich dazu, mich nochmal fix zu melden.

Erstmal euch allen vielen Dank - obwohl ich ja im Grunde überzeugt bin von dem, was ich tue, tut so ein bisschen Zuspruch zwischendurch doch ganz gut und bestärkt mich darin, genau so weiter zu machen :-)

Die letzten Tage hab ich dann doch mal alle Bedenken über Bord geworfen, und auch nachmittags auf Verlangen nochmal gestillt; kann natürlich Zufall sein, oder auch nicht, auf jeden Fall sind die Nächte seither auch wieder deutlich ruhiger geworden.

@smin: Die Umstellung auf Stillen nur noch abends und nachts lief eigentlich recht unproblematisch ab. Sie hatte eh nachmittags nur noch ein- oder maximal zweimal gestillt: einmal in der Kita, wenn ich sie nach dem Mittagsschlaf abgeholt hab, und dann halt manchmal noch ein weiteres Mal.
Dieses eine weitere Mal hab ich dann "unterbunden" indem ich eben konsequent gesagt hab, Brust gibt's erst wieder zum Einschlafen, bzw nach ein paar Tagen hab ich dann angefangen, sie zu fragen: wann gibt's Brust? Da grinste sie dann meist schon fröhlich und wusste genau: zum Einschlafen - und damit war's dann auch ziemlich schnell erledigt.
Das Stillen in der Kita hab ich noch bis zu den Ferien beibehalten, in den Ferien hab ich sie ja dann eh nur noch zum Einschlafen (mittags und abends) gestillt, und das nachmittägliche Stillen dann nach den Kitaferien einfach wegfallen lassen. War auch gar kein Problem für sie.

Ich hab auch gemerkt, dass ich das Nachfragen ihrerseits relativ stark beeinflussen kann, je nach dem, was ich mit ihr unternehme. Sie gehört zu den Kindern, für die draußen alles spannend ist - also war/bin ich einfach viel mit ihr unterwegs, dann denkt sie auch nicht so dran.
Bei ner Freundin von mir war's genau umgekehrt: deren Tochter war draußen eher unsicher und wollte lieber die ganze Zeit bei Mama und an der Brust sein, dafür hat sie zu Hause ganz toll und konzentriert gespielt und viel weniger Interesse an der Brust gezeigt.
Vielleicht kannst du deine Maus so auch ein bisschen "überlisten"?
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luna24
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Re: Langzeitstillender Brustjunkie, bin unsicher

Beitrag von luna24 »

Ich habe bei meinem Sohn eigentlich nie wirklich aktiv eingegriffen, um das Stillen zu reduzieren. Ausnahmen: am T-Shirt ziehen war absolut tabu, an der Brust rumfummeln und rumhampeln habe ich nur soweit akzeptiert, wie es für mich ok war. Nächtliches Dauernuckeln habe ich schon mal durch vehementes wegdrehen beendet. Also es war schon klar, wenn er stillen möchte, dann muss er meine Grenzen akzeptieren, und das hat er recht schnell verstanden und so hatten wir wirklich eine sehr konfliktarme Stillzeit, und ich bin nie an einen Punkt gekommen, wo ich über abstillen auch nur nachgedacht habe. Abgestillt hat er sich aus eigenem Entschluss am 4. Geburtstag, das hat er wochenlang vorher angekündigt und dann von heute auf morgen durchgezogen, völlig problemlos für beide Seiten. Bis dahin haben wir nach Bedarf gestillt - wenn ich mich richtig erinnere waren das am Ende zum Einschlafen, in der Früh und manchmal nachmittags...
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