Nein, das hat sie nicht geschrieben. Lies ihr Posting nochmal gründlich. Sie hat ein paar Beispiele gegeben, aus denen sehr klar wurde, dass gerade keine "Konsequenzen eingeführt" wurden, sondern dass diese Konsequenzen sich natzürlich aus dem handeln oder Nichthandeln des Kindes ergaben. Das Beispiel mit den Schuhen: Ohne Schuhe kann man nunmal zu manchen Zeiten und in manchen Gegenden nicht aus dem Haus. Wenn das Kind der Aufforderung, nun die Schuhe anzuziehen, damit man raus kann, nicht nachkommt, dann kann es eben nicht raus. Wie würdest du das denn lösen? Bei Jacken oder Mützen habe ich es durchaus schon so gemacht, dass ich sie einfach mitgenommen und dann draußen angezogen habe, wenn das Kind gemerkt hat, dass es wirklich kalt ist. Je nach örtlichen Gegebenheiten ist das aber schwierig, gerade bei Schuhen. Stell dir mal vor, du möchtest mit drei Kinder aus dem Haus, eins will gerade keine Schuhe anziehen. Du weißt, drauen ist es kalt/matschig/dreckig/liegen Scherben rum oder ihr wollt länger unterwges sein und es wird schlicht eine Situation eintreten, in der das Kind Schuhe braucht und fordert. Was machst du denn dann? Ich bin echt gespannt auf die Antwort. klar kann man die Schuhe mitnehmen, man hat aber vielleicht gerade genug Gepäck oder gar keine Tasche dabei, dasa Kind ist noch in Hausschuhen. Lässt du das Kind dann in Hausschuhen raus? Evtl. in den Dreck? Ziehst du dem Kind an einer befahrenen Straße mit zwei Geschwisterkindern im Schlepptau die Hausschuhe aus, die Straßenschuhe an und verstaust dann für den Rest des Tages die Puschen in deiner Hosentasche?Wortgewitter hat geschrieben:Oh je. Hier wurde geschildert, dass ein kind eine anweisung nicht ablehnen durfte und in der folge konsequenzen eingeführt wurden.talismama hat geschrieben:Nein, sie bezog sich auf Wortgewitter, die unterstellte, dass sie ihre Kinder straft, wenn sie nicht gehorchen und das einer Erniedrigung gleichkomme. Finde ich völlig verständlich, dass man sich da angegriffen fühlt.Sakura hat geschrieben:Ellen, wen meinst Du? Mich?
Und wenn ja, meinst du, das ist der "bessere" Umgang mit dem Kind, als sich neben das verweigernde Kind in den Flur zu setzen und ihm zu sagen "Du, wir wollen doch jetzt alle raus. Draußen ist es kalt. Wenn du ohne Schuhe gehst, frierst du ganz doll an den Füßen und die spitzen Steine auf dem Spielplatz pieksen dich. Ohne Schuhe kannst du deshalb nicht raus. Zieh sie dir jetzt bitte an, sonst müssen wir drinbleiben"? Was hat das mit "Strafe" zu tun?
Das Rausgehen ohne Schuhe ist ja noch recht harmlos. Was aber, wenn das Kind anderen schadet mit seinem Verhalten?
Wir haben gerade ein "Problem" in der Familie, das uns nervt, dem wir aber mit "Konsequenzen" nicht recht beikommen können. Die Kleinste (gut 2 Jahre alt) besteht allmorgendlich darauf, das gleiche müsli zu essen wie die beiden Großen, und sich das auch selbst zu nehmen, inkl. selbst Milch eingießen. Das Problem dabei ist, dass sie immer nur höchstens einen Löffel von dem Müsli isst und außerdem viel zu viel Milch eingießt. Wir haben also nach 10 Sekunden eine Schale randvoll mit Milch und zwei Löffeln Müsli drin, die niemand möchte. Danach verlangt sie nämlich unser Müsli, was mein Mann und ich essen. Wenn wir eingreifen und die Milchtüte rechtzeitig abfangen, gibt es Mordsgeschrei. Wenn wir ihr das Müsli von vornherein verweigern, auch. Wenn wir ihr unser Müsli verweigern mit dem Hinweis, dass sie erst das selbst genommene aufessen soll, auch. Dann sind alle am Tisch genervt. Leider ist sie noch zu klein, um ein "Morgen nimmst du dir aber weniger!" oder "Denk dran, gestern hast du das gar nicht gegessen, nimm dir erstmal nur ganz wenig" umsetzen zu können. Die Zeit wird das Problem für uns lösen.
Mir fällt gerade ein, ich könnte mal versuchen, ihr die Milch in einem Extrakännchen hinzustellen. Nur soviel, wie ich verschmerzen kann. Das teste ich mal...